^^&}^'tsma:r'''- o5'^;^.iÄ«r\n^*/v^A ^rSrA'^^M:^^ ^A'^--)A-^'' iiuSFiO ;nr.V^^A^m^/^n^^isÄ;|s'^^ .aaAa/S^A/ '^^w^^^m&w^ l^lillÄiiiiilP^^^^^^ yBBi ,r^Phenia late-carinata Allmau. Fundangabe: Angola, Ambrizotte, lim, an Algen; C. Hupfer, 1893. Es erscheint fraglich, ob sich nicht unter diesem Namen in der Tat zwei Arten bergen. Die von Broch (1913, p. 7) beschriebenen Corbiüae seiner Kolonien aus der Sargasso-See weichen von den sonst beobachteten Corbulae erhebUch ab. Im vorliegenden Material wurde nur eine schlecht erhaltene Corbula gefunden ; sie hat die gewöhnliche Gestalt und entbehrt die von Broch erwähnten, verlängerten distalen Blätter, die frei sind. Sonstige Unterscliiede konnten aber nicht nachgewiesen werden; es ist deswegen fraglich, welchen systematischen Wert wir dem genannten Merkmal der Corbula zuschreiben müssen. Aglaophenia calamus Allmau. Fundangabe: Isla Annob(5n, Flachwasser; A. Schiiltze, 7. Oktober 1911. Die ziemlich starren Kolonien sind doppel bis mehrfach zusammen- gesetzt federförmig mit Ästen, die gewöhnlich am Stamm alternierend ent- springen. Die Verzweigung der Kolonie kann in einer Ebene vor sich gehen, oder die Zweige gehen in allen Eichtungen von dem Hauptstamme aus. Der Hauptstamm, der an den vorliegenden Kolonien bis 3 mm dick ist, ist ebenso wie die Hauptäste zusammengesetzt, und nur die äußeren kleinen Partien der kleinen Federn zeigen uns deutlich die Bewelirung des primären Stammtubus. Der primäre Stammtubus liegt ventral (vorne) und entsendet alternierende Hydrocladien, die in der Breitenebene oder schwach nach der vorderen Seite der Kolonie geneigt verlaufen. Der primäre Stammtubus ist in ziemlich kurze GHeder geteilt, die sehr eigen- tümlich bewehrt sind (Textlig. 5 a). Neben der seitHch gestellten Basis des Hydro cladiums imd an der entgegengesetzten Seite des ventralen Feldes des GHedes findet sich eine unpaare, mächtig entwickelte Nema- tothek (I); in der PZ»ma-Gruppe finden wir an der Oberseite der Basis der Hydrocladien ein Hydrothekenpaar; bei der vorliegenden Art ist so- mit nur die eine (ventrale) Nematothek dieses Paares erhalten geblieben, dafür aber wie gesagt um so stärker entwickelt. Die untere, unpaare Nema- tothek der PZwma-Gruppe hat sich bei Aglaophenia calamus auch divergent entwickelt (II), insofern sie sehr groß geworden und mit zwei öfinungen versehen ist. Oberhalb dieser doppelten Nematothek finden wir auf der Zweigbasis selbst endlich auch eine kleinere Nematothek (III), die fast nur als eine rundliche Öffnung walirgenommen werden kann. Diese eigent- 30 Hjalmar Broch. tümliche Bewehrung der Stamminternodien berechtigt die Aufstellung einer eigenen Ca/amws-Gruppe der Gattung Aglaophenia. Die Bezahnung der Hydrotheken (Textfig. 5 b — d) stimmt mit der in der PZww^a-Gruppe gewöhnlichen überein. — An der öönuug der Hydro- thek sitzen wie gewöhnlich ein paar Nematotheken, die nichts besonderes darbieten. Die mediane Nematothek, die mit dem Lumen der Hydrothek in offener Verbindung steht, hat einen verschieden weit vorragenden freien Teü, und zwar so, daß der freie Teil basal am Hydro cladium nur kurz Fig. 5. Aglaophenia calamus Ai.i.MAT>i von Annobon; 60:1. a = Bewehrung des Gliedes am primären Tubus des Hydrocaulus; b= Hydrothek von vorn gesehen; c = Hydrothek basal an einem Hydrocladium ; d = distale Hydrothek desselben Hydrocladiums. ist, während er nach der Spitze des Hydrocladiums zu immer länger wird, und hier mitunter die Länge des Öffnungsdurchmessers erreichen kann. Die vorliegenden Kolonien sind leider steril. Nach Allman (1883 PI. Xn, Fig. 8) weicht die Corbula in ihrem Baue nicht von dem gewöhn- lichen Typus der Aglaophenia- Arten ab. Es ist notwendig gewesen, eine eingehende Beschreibung vorliegender Art zu geben, da die Erörterungen bei Allman (1. c.) und Nutting (1900 p. 91) viel zu dürftig sind. Es ist zweifelhaft, ob die artliche Trennung zwischen Aglaophenia rigida Allman und der vorliegenden Art berechtigt ist. Hehella corrugata (Thornely) Vanhöffen. Fundangaben: Isla Annobon, im Flachwasser; A. Schultze, 7. Okt. 1911. Angola, Kinsembo; C. Hupfer, 17 m, 1888. Die vorliegende Art ist zweifellos zu Hebella zu ziehen; ihre Gonangien sind leider bis jetzt unbekannt. Campanularia mutabilis KrrcHiE') von den ') Die neuerdings von mir (191S p. 13) unter diesem Namen von den Azoren auf- geführte Art gehört nicht hierher und läßt sich zur Zeit nicht sicher identifizieren. Hydrozoa benthonica. 31 Kapvordischen Inseln muß, wie er selbst später (1910 p. 816) vermutet, zweifellos in Hebella corrugata einverleibt werden. Ritchie erwähnt die große Variabilität der Art, die auch aus den hier beigefügten Kamera- zeichnungen (Textfig. 6) deutlich hervorgeht. Im vorliegenden Material Fig. 6. Hebella corrugata (ThorJjelt) von Annobon; 30: 1. a = kurzstielige Hydrothek ; b und c = langstielige Hydrotheken desselben Stolo, b = der gewöhnliche Typus, c = aberrante Hydrothek mit lateralen Zähnchen. wurden einige ganz sonderbare Varianten angetroffen (Textfig. 6 c), die zwei niedrige Zähnchen der Hydrothekenkante aufweisen. Anfangs war ich dazu geneigt, diese Eigentümlichkeit als Artmerkmal anzusehen, umso- mehr, da festgestellt werden konnte, daß sie nicht durch äußere Ein- wirkungen hervorgerufen sind. Indessen finden sich auf derselben Stolo auch Hydrotheken von dem gewöhnhchen Typus (Textfig. 6 b), und dem Auftreten dieser Zälinchen kann deswegen kein besonderer Wert bei- gemessen werden.') ') Stechow zieht in einer während der Drucklegung dieser Arbeit erschienenen Ab- handlung (Hydroidpolj'pen der japanischen Ostküste II. Teil in : Beiträge zur Natur- geschichte Ostasiens, München 1913, p. 106) die vorliegende Art zu Scandia mutabilis (Ritchie) Fräser, die er anscheinend mit vollem Rechte von der typischen Jlebella corrugata artUch trennt. 32 Hjalmak Broch. Hehella Michaelserii n. sp. Tafel I, Fig. 2. Fundangaben: Angola, Ambrizette, 11 m; C. Hupfer, 1890. ,, Mussera, 11 m; C. Hupfer, 1888. „ Kinsembo, 17 m; C. Hupfer, 1888. Auf Sertularella polyzonias und auf Bruchstücken einer nicht identifizier- baren Sertulariide kriechend findet sich eine kleine Hebella, die ich zuerst geneigt war, als ein Filellum anzusehen. Die kleinen, unregelmäßigen Hydrotheken schmiegen sich oft mit ihrer proximalen Partie der Unterlage an, und nur der kürzere distale TeU der Hydrothek ragt wegen einer Kniebiegung frei empor. Andere Hydrotheken aber ragen in ihrer ganzen Länge frei empor. Die ein- gehende Untersuchung ergab nun- melu-, daß die kriechende Partie der gebogenen Hydrotheken nie mit den Stolonen verwachsen ist, und da die Hydrotheken weiter auch mit einem deutlichen Dia- Fig. 7. Hebella Michaelseni n. sp. von Kinsembo, phragma versehen sind, liegt hier Hydrotheken- Variation einer kleinen Kolonie; 40: 1. eine sichere Hehella VOr. Die primären Hydrotheken haben mit 0,5 bis 0,7 mm Länge einen Öfiiiungsdurchmesser von von 0,14 bis 0,22 mm. Die Erneuerung der Hydrotheken muß selu- oft geschehen, und Hydrotheken, die keine Reduplikation der Öffnungskante zeigen, sind sehr selten zu beobachten. Die Form der Hydrothek (Taf. I, Fig. 2, Textfig. 7) ist wegen unregelmäßig auftretender Biegungen und Wandausbuchtungen ganz außerordentHch variabel; doch muß man sie im allgemeinen als zylindrisch mit sehr schwach umgebogener Kante charakterisieren. Der winzig kurze und dünne Stiel ist fast immer scliief an der abgerundeten Hydrothekenbasis inseriert. — Die vorliegenden Kolonien sind steril. Da sich die niedhche kleine Art nach der vorHegenden Literatur nicht identifizieren läßt, habe ich mir erlaubt, sie nach dem Erforscher südlicher Meeresgegenden, Herrn Professor Dr. W. Michaelsen, zu benennen. JLovefiella corruijafa Thornely. Fundangabe: Togo, Anecho, 15 m; C. Hupfer, 1889. Auf der Schaio eines Pecten sp. angesiedelt finden sich viele bis 2 cm Hydrozoa benthonica. 33 hohe Kolonien dieser Art, die zu einer Ergänzung der selir dürftigen Bo- schreibung von Thornely (1908 p. 82, PL 9, Fig. 4) erlauben. Die Kolonien, die nach Thornely bis 2 Zoll hoch werden, sind nur sehr wenig oder gar nicht verzweigt. Der im Zickzack gebogene Hydrocaulus trägt an jedem Knie eine ziemlieh kurzgestielte und schwach asymmetrische Hvdrothek (Textfig. 8), deren untere 2/3 mit tiefen Querfurchen ausgestattet sind, während das distale Drittel prismatisch mit 10 bis 12 Prismenflächen ist. Die Hydrotheken haben wohl entwickelte Diaphragmen. Die Hydro- thekenkante ist mit 10 bis 12 niedrigen Zähnchen ausgestattet, und zwar so, daß die Zähne von der Mitte der Prismenflächen ausgehen, während die Kanten des Prisma von den tiefsten Stellen der Einbuchtungen zwischen den Zähnen entspringen. Diese eigen- tümlichen Verhältnisse der distalen Hydrothekenpartie sind auch in Thor- NELYS Zeichnung angedeutet, aber im Text, gar nicht erwähnt worden. Der Deckelapparat ist von von- einander getrennten Platten gebildet, die in den Einbuchtungen zwischen den Hydrothekenzähnchen befestigt sind. Die Deckelplatten sind nicht, wie man erwarten könnte, an dem freien Ende spitzwinkelig, sondern sie sind \'ielmehr breit abgerundet. Beim Schließen des Deckelapparates legen sich die Platten in der Weise gegeneinander zusammen, daß die Randpartien zweier benachbarter Platten aneinander gepreßt flügelartig über das pyramidenähnliche Dach vorragen. Die vorhegenden Kolonien sind fertü. Die langgestreckt und um- gekehrt kegelförmigen Gonotheken sind mit ihrem spitzen Ende mittelst eines kurzen Stieles neben dem Ursprung des Hydrothekenstieles am Hydrocaulus befestigt. Das distale Ende der Gonothek ist nach eiaer kurzen aber ziemlich starken Verengerung quer abgeschnitten. Die ganze Gonothek ist ebenso wie iln- Stiel mit tiefen Querfurchen versehen (Textfig. 8) und enthält 2 Gonophoren, die einen deuthch medusoiden Bau zeigen, und die sich sehr wahrscheinlich zu Medusen entwickeln. Fig. 8. Lovenella corrugata Thoenely yon Anecho ; zwei Hydrotheken (die untere unter Regeneration) und eine Gonothek (G). 3 ilichaelsen, Westafrika. Q^ Hjalmar Broch. Sertularella pölyzonias (Linn6) Uray forma typica Broch. Fundangaben: Angola, Ambrizette, 11 m; C. Hupfer, 1890. „ Mussera, 11 m; C. Hupfer, 1888. ,, Kinseinbo,17m; C. Hupfer, 1888. Sertularia turbinata (Lamouroux) Busk. Fundangaben: Französisch-Kongo , Sette Cama, 13 m; C. Hupfer, 1889. Angola, Kinsembo, 17 m; C. Hupfer, 1888. Sertularia distans (Lomouroux). Fundangaben: Goldküste, Prampram, steiniger Grund, 9m; C. Hupfer, 1888. Togo, Port Seguro, 13 m; C. Hupfer, L II ha de Säo Thome, II ha das Rolas, auf einem lebenden Murex] R. Greeff, 1889. Angola, Kinsembo, 17 m; C. Hupfer, 1888. Sertularia tubuliforniis (Marktanner-Turneretscher) Leviusen. Fundangaben: Isla Annobon, im Flachwasser; A. ScmiLTZE, 7. Okt. 1911. II ha das Rolas bei Säo Thome, an Area] R. Greeff, 1889. Es ist unzweifelhaft diese Art, die Billard (1907 p. 355) als var. Balei zu Pasythea quadridentata zieht. Einige wenige fertile Kolonien von Bha das Rolas weisen Gonangien auf, die mit der Beschreibung und den Zeiclmungen bei Nutting (1904, p. 70, Taf. XI, Fig. 4, 7 und 8) vöUig übereinstimmen. Sertularia Hupferi n. sp. Fundangabe: Goldküste, Prampram, 9 m, steiniger Grund; C. Hupfer, 1888. Einige kleine Kolonien einer Sertularia, die auf Algen sitzen, können nach der vorhegenden Literatur nicht identifiziert werden. Die kleinen feingebauten bis 7 mm hohen Kolonien sind der Sertularia distans selir ähnlich; die vorliegenden intakten Kolonien sind unverzweigt; jedoch deuten einige Bruchstücke, die wahrscheinlich mit vorliegender Art identisch sind, an, daß die Kolonien sich auch verzweigen können. Hydrozoa benthonica. 35 Von den oft verzweigton und untereinander anastomosierenden dünnen Stolonen erheben sich die fadendünnen, dunkel braungefärbten Stämmchen; die untere, sterile Partie des Hydrocaulus (Textüg. 9 a) ist durch Ein- schnürungen oder Chitinverdickungen, die in das Lumen des Hydro caulus hineinragen, in eine schwankende Zalil unregelmässiger Internodien auf- geteilt. Der hydrothekentragende Teil der Kolonie ist von der unteren sterilen Partie des Hydrocaulus durch ein kräftig vortretendes, von vorne unten nach hinten oben schräg verlaufendes GHed getrennt; der sterile Teil des Hydrocaulus ragt hinten oft dornenartig ein wenig vor. Der obere Teil der Kolonie ist durch stärker oder schwächer vortretende Fig. 9. Sertularia Hupferi n. sp. von Prampram ; a = basale Partie einer Kolonie in seitlicher Ansicht, 40 : 1 ; b = basales Hydrotheken-Paar, 60 : 1 ; c = die beiden distalen Hydrotheken-Paare einer Kolonie, 60 : 1. schräge Glieder in Internodien aufgeteilt, die je ein Hydrothekenpaar tragen; die Glieder verlaufen auch hier von vorne unten nach dorsal oben. Die Hydrotheken sind paarig angeordnet, und in der unteren Hälfte sowohl miteinander wie mit dem Stamme verwachsen (Textfig. 9, b — c); die distale Partie ragt wegen einer Kniebiegung der Hydrothek frei vor und ist schräg nach der vorderen Kolonieseite gerichtet. Auf der hinteren Kolonieseite hegt ein nacktes Feld des Hydrocaulus zwischen den Hydro- theken eines Paares. — Die Hydrothek ist in ilirer ganzen Länge mit kleinen aber deutlich vortretenden Querfurchen versehen. Die Mündung der Hydrothek ist mit zwei stärker hervortretenden lateralen Zähnen ver- sehen, zwischen denen ein viel kleineres Zälinchen in der Mitte der ad- caulinen Ausbuchtung sitzt. Abcaulin findet sich in der Mitte der Aus- buchtung ein zungenförmiger, nach innen gerichteter Zahn. Der Opercular- .3* gg Hjalmar Broch. apparat wird von zwei Membranen gebildet, die zwischen den lateralen Zähnen ausgespannt sind. Gonangien wurden im Material nicht vorgefunden. Odontotheca operciilata (Linne) Levinsen. Fundangabe: Deutsch-Südwestafrika; J.Fischer. Thujaria aHiculata (Pallas) Fleming. Tafel I, Fig. 3. Fundangabe: Deutsch-Südwestafrika, Lüderitzbucht, im Flachwasser; W. Michaelsen, 5.-24. Juli 1911. Die Kolonien dieser Art fallen wegen ilires gToben Baues und wegen der Gregenständigkeit aller Zweige und Hydrotheken sofort auf, und zeigen in der Tat keine Ähnlichkeit mit Thujaria lonchitis (Ell. u. Sgl.) und Thujaria la.ra Allman, mit denen die Art in der Literatur oft vergemischt worden ist. Die Verwechselung muß in der Tat meist darauf beruhen, daß die Unter- sucher nur die Literaturangaben und nicht die Kolonien selbst verglichen haben. Während die genannten nordischen Arten konstant nur alter- nierende Zweige haben, die dazu oft in der oberen Partie der Kolonien um den Stamm spü"alig angeordnet sind, so weist Thujaria articulata immer nur gegenständige Zweige auf (Tafel I, Fig. 3). Der Artname trägt inso- fern auch sehr gut zur Charakterisierung der Art bei, da die Gliederung des Stammes und der Zweige bei der vorliegenden Art viel auffälliger als bei den meisten Arten der Gattung ist. Jedes Glied des Stammes trägt drei Hydrothekenpaare und zwei gegenübergestellte Zweige, jedes Inter- nodium der Zweige meist drei oder vier Hydrothekenpaare. Die paarige Anordnung der gegenübergestellten Hydrotheken ist auch gänzhch ver- schieden von den oben genannten nordischen Arten, deren Hydrotheken alternierend oder jedenfalls subalternierend an den Zweigen angeordnet sind. Endlich haben die Hydrotheken Andeutungen zweier lateralen Mündungs- zähne, die bei Thujaria lonchitis und Thujaria laxa gänzlich fehlen. Die Synonymie vorliegender Art ist leider auch dadurch noch ver- worrener geworden, daß Bedot sie in seinen verdienstvollen nomenkla- torischen Arbeiten (1901, 1905, 1910 und 1912) nicht von Thujaria lonchitis getrennt gehalten hat, und daß ihm hierin mehrere Untersucher südlicher Meere Folge geleistet haben. Hydrozoa benthonica. 37 Thecaphora proboscoidea Broch. 1909. Laomedea yeniculata (Linn6) Lamouroux. Fundangabe: Deutscli-Südwestafrika, Lüderitzbucht, im Flachwasser; W. Michaelsen, 5.-24. Juli 1911. Es liegen zalilreiche derb gebaute, fertile Kolonien dieser Art auf Laminarienblättern vor. Lao^nedea noliformis (McCrady)? Fundangaben: Süd-Nigeria, Lagos, O. Hauschild, Januar 1914. Französisch Kongo, Sette Cama, 7 Fd.; C. Hupfer, 1889. Fig. 10. Laomedea noliformis (McCrady)? Kelche einer kleinen Kolonie von Süd-Nigeria; 45:1. Fig. 1 1 . Laomedea sp. (afF. gracilis M. Sars). Ganz junges Exemplar von Kinsembo; 60:1. Zu dieser Art gehören wahrscheinhch einige kleine und fertüe, aber sclilecht erhaltene Kolonien, die auf kleinen Algen sitzen. Eine sichere Identifikation läßt sich leider nicht ausführen. Laomedea dichotoma (Linn^) Lamouroux. Fundangabe: Ilha de Säo Thome, 6 Ed., C. HupferM891. Laomedea sp. (äff. gracilis M. Sars.) Fundangaben: Kamerun, Victoria, an Pfählen; C. Manger, Dezember 1913. Angola, Kinsembo; C. Hupfer, 1891. OQ Hjalmah Broch. Die vorliegende Art hat 0,3 bis 0,5 mm lange schlanke Hydrotheken mit großen spitzen Zähnen ähnhch wie Laomedea gracilis M. Sars. Die Kolonien, die eine Höhe von 65 mm erreichen, haben ziemHch derbe, dunkelbraime HydrocauU, die jedoch nicht zusammengesetzt gebaut sind; sonst erinnert der Kolonieaufbau stark an Laomedea gelatinosa (Pall.). Da Gonangien felilen und die Kolonien außerdem wenig gut erhalten sind, läßt sich eine sichere Identifizierung der Art zur Zeit nicht durchführen. — Ein Jugendstadium von Kinsembo (Textfig. 11) muß wahrscheinlich auch zur selben Art gezogen werden. Stylasteridae. Nach späteren Untersuchungen an nordatlantischen Stylasteriden, die in der dänischen In golf- Expedition veröffentlicht werden, müssen die Stylasteriden, wie von älteren Forschern angenommen wurde, als eine HydroidenfamiHe angesehen werden, die zwar mit den Bougaln^-illiiden nahe verwandt sind. Die Gattung Allopora ist eine Untergruppe der Gattung Stylaster, in welcher letzteren Gattung auch Stenohelia einzubeziehen ist. Unsere Kenntnisse von der westafrikanischen Stylasteriden-Fauna beschränken sich auf eine kleine Mitteilung von R. Greeff (1887). Er erwähnt in allem nur drei Arten. Allopora subviolacea W. S. Kent, dessen Heimatsort bis dahin unbekannt geblieben war, hat Greeff bei Säo Thome und Hha das Rolas erbeutet; er sieht in ihr die „blaue Koralle" oder „Akori" des Kamerun-Gebietes. Eine Art, Allopora rosacea Greeff wird bei derselben Gelegenheit von der Hha das Rolas neubesclu-ieben, jedoch ohne irgend eine Abbildung; da mir GREEFF'sche Exemplare dieser beiden Arten zur Nachuntersuchung vorliegen, habe ich sie unten etwas näher erörtert. Die dritte Art endhch Stenohelia madeirensis W. S, Kent ist nur von der Umgebung der Kapverdischen Inseln, nicht in dem westafrikanischen Küstengebiet, vorgefunden und auch von Greeff an dieser Stehe erbeutet worden. Allopora rosacea Crreeff. Tafel I, Fig. 4 und 5. Fundangabe: Ilha de Säo Thome, zwischen der Südwestküste der Insel und Ilha das Rolas, 37 m, R. Greeff. 1880. Hydrozoa benthonica. 39 Bei der schon oben zitierten Gelegenheit hat Greeff (1887, p. 19) eine AUopora-Art heschrioben; seine Boschreibung, die ziemlich schwer zugänglich ist, lasse ich hier in extenso folgen: „Korallenstock lebhaft rosenrot, kaum 3,5 cm hoch, erhebt sich auf einem kurzen starken Stamm, um sich alsbald baumförmig auszubreiten mit Neigung zur Fäc h erb il düng. Bei einem der Stöckchen treten die Hauptäste unter sehr spitzem Winkel, mehr oder minder gerade nach oben strebend, voneinander ab und verzweigen sich unter offeneren Winkeln. Stamm und unterer Teil der Äste etwas komprimiert in der Fächerebene, die äußeren Zweige zylindrisch. Die Polypenkelche stellen regelmäßige Kreissysteme („Cyclosystems") dar, ähnhch denjenigen von Allopora subviolacea, nur etwas kleiner und mit einer etwas geringeren Anzahl von Dactyloporen. Sie sind über die ganze Fläche des Stockes unregelmäßig zerstreut, entweder ungefähr gleich an Zahl auf beiden Seiten des Fächers oder auf der einen zalüreicher als auf der anderen. Auch die äußeren Zweige tragen in der Regel mehr Kelche, als Stamm undÄste. In der Tiefe des mittleren Gastroporus erscheint ein zyhndrisches, ,,. ,^ ,„ ,, '■ •' lig. 12. Allopora rosacea Greeff von nach oben zugespitztes und rundum mit säo Thome, 20 : 1. Drei verschieden- feinen Spitzen und Zacken besetztes artig entwickelte Cyklosysteme. Kalksäulchen, ähnlich dem der Allopora subviolacea. Dactyloporen 8 bis 10, selten mehr bis 12 oder Aveniger als 8 bis zu 5 und 4, spaltförmig, bilden wie bei Allopora subviolacea einen Stern um den Gastroporus. In der Tiefe sind sie rundUch mit einem, an der äußeren Wand angehefteten, selir feinen Säulchen. Ampullen als halbkugelige Kalkblasen über die Oberfläche des Stockes zerstreut, an den äußeren Zweigen am zahlreichsten, zuweilen auch auf der einen Fläche des Fächers zahlreicher als auf der anderen. Sie sind entweder ebenfalls rot, der Farbe des Stockes ent- sprechend, oder hell bis weiß. Die merkwürdigen, bei Allopora subviolacea vorkommenden Einzelporen zwischen den Kelchen (siehe oben) fehlen der Allopora rosacea. Ich fischte diese zierliche, durch ihre lebhaft rote Farbe auffallende Stylasteride mit dem Schleppnetze aus ca. 20 Faden Tiefe an der Süd- westküste von S. Thome, zwischen dieser Insel und Rolas." Der ausgezeichneten Beschreibung wu-d nach dem zur Untersuchung vorliegenden Originalexemplar (Taf. I, Fig. 4 und 5) nur wenig hinzuzu- fügen sein. Eine nähere Untersuchung unter stärkerer Vergrößerung zeigt, daß die Cyklosysteme meist von einem wenig vorspringenden Wall um- ^Q Hjälmar Broch. geben werden, die gewöhnlieh zungenähnliche Vorsprünge zwischen den Zooiden hineinsendet; man beobachtet jedoch auch oft, daß die Vorsprünge verwischt werden (Textfig. 12) oder daß das Zooid in der Mitte eines solchen zungenartigen Vorsprunges isoliert auftritt. Die größeren Cyklo- systeme sind auch mehr oval, während die kleineren kreisförmig sind; seltener sieht man, daß die größeren Cyklosysteme halbmondförmig werden. Die Kolonie ist in Alkohol leuchtend bläulich-rot, und zeigt unter dem Mikroskop eine retikulierte Oberfläche, indem ein Netzwerk von etwas helleren Streifen die Oberfläche in kleinere Felder zerlegt (Taf. I, Fig. 5). — Damit das einzige, vorliegende Stückchen nicht verdorben werde, wurde auf eine nähere Untersuchung des feineren Baues verzichtet. Allopora suhviolacea W. S. Kent. Tafel I, Fig. 6 und 7. Fundangabe: Ilha das Rolas bei Säo Thome, am Strande; E. Greeff, 1880 Es liegen mir eine ganze Reihe getrockneter Bruchstücke dieser Art vor, die in Marbiu-g aufbewalu-t wurden und die zu den Stücken gehören, die R. Greeff im Jaln-e 1880 am Strande der Insel Rolas sammelte. Da die Stücke meist stark abgerieben sind, konnte die Untersuchung fast nichts neues ergeben, umsoweniger, da die Erörterungen Greeff's (1887, p. 1 1) sehr eingehend und genau sind; ihm hat auch frisches Material zu Gebote gestanden. Es wird deswegen hier genügen, die Unterschiede von der vorhergehenden Art etwas näher auseinanderzusetzen. Schon beim ersten Anblick wird man durch die eigenartige Farbe vorUegender Art gefesselt, dessen lebhaftes blau-\'iolett mit dem leuchtenden rosa der Allopora rosacea stark kontrastiert. Die Farbe macht uns die Annahme Greeff's sehr wahrscheinHch, daß wir es hier mit der ,, blauen Koralle" der Kamerunküste älterer Zeiten zu tun haben. — Während nun die Farbe an und für sich kein entscheidendes Artmerkmal abgibt, so müssen wir Greeff beistimmen, wenn er ein Hauptgewicht auf die zwischen den Cyklosystemen zerstreut und in unregelmäßiger Anordnung auftretenden Einzelporen legt. Die Natur dieser Einzelporen liegt noch heute im Dunkel. Zwischen den Kreissystemen treten weiter auch die großen AmpuUen auf, die aber an den mir vorliegenden Bruchstücken niemals solche Verunstaltungen der Kreissysteme wie bei der vorhergehenden Art hervorrufen. Ein weiteres Artmerkmal läßt sich möghcherweise in der Kolonieform finden. Die Kolonien vorliegender Art neigen zur Fächerform oder werden Hydrozoa benthonica. 4J aus kleineren Fächern zusammengesetzt; die ein wenig dickeren Zweige haben einen ovalen oder abgeplatteten Querschnitt mit dem größeren Durchmesser in der Fächerebene liegend. Die Zweige waren bei der vor- hergehenden Art im Querschnitt immer kreisrund; doch könnte dies an größeren Kolonien — die bis jetzt nicht untersucht worden sind — anders werden, und man darf diese Besonderheit deswegen noch nicht als gutes Artmerkmal endgültig feststellen. Der Wall, der das Kreissystem umgibt, ist bei Allopora suhviolacea erhabener als bei der vorhergehenden Art. Es ist mir deswegen an den vorliegenden Bruchstücken von Allopora suhviolacea fast nicht möglich ge- wesen, Cjklocvsteme zu finden, deren Ringwall fast unverletzt ist. Die Stücke sind meist stark abgerieben, so daß die Dactyloporen vom Gastro- porus durch ein Septum vollständig abgetrennt sind. Die Cyklosysteme sind regelmäßig kreisförmig und enthalten gewöhnlich 7 bis l^ Dact)^lo- poren, die fast immer von gleicher Größe sind. In der Tiefe des großen zentralen Gastroporus läßt sich der mächtig entwickelte Gastrostylus fast immer leicht beobachten; auch die kleinen Dactylostyli lassen sieh hier und dort wahrnehmen. — Die Kreissysteme sind bei vorliegender Art sehr regel- mäßig ausgebildet, und auch hierin läßt sich, wie schon oben angedeutet wurde, ein Unterscliied von der vorigen Art feststellen, bei der die regelmäßige Kreisform der Cyklosysteme durch die Entwickelung der Ampullen ver- unstaltet werden. Auch die vorliegenden Bruchstücke von Allopora suh- violacea haben zahlreiche ganz oberfläclilieh liegende Ampullen aufzuweisen; trotzdem sie sehr oft ein Kreissystem berüliren, behält das letztere seine regelmäßige und symmetrische Form bei. Ein letzter aber gar nicht unwesentlicher Unterschied zwischen den beiden westafrikanischen Allopoi'a-Arten tritt in der mikroskopischen Struktur der Kolonieoberfläche zu Tage (Taf. I, Fig. 5 und 7). Wälirehd die Ober- fläche der Allopora rosacea ziemlich grob retikuliert erscheint, finden wir, daß die Kolonieoberfläche von Allopora suhviolacea vielmehr fein punktiert ist (Taf. I, Fig. 7). Die Punktierung ist wenig dicht. Z^wischen diesen feinen Punkten fallen die schon früher erwähnten größeren Poren (Taf. I, Fig. 7, p.j auf; sie sind unregelmäßig und zerstreut angeordnet, und ilire Natur ist rätselhaft. Schon Greeff (1887 p. 19) macht darauf aufmerksam, daß die Art möglicherweise von der Gattung Allopora abgetrennt werden muß, wenn es sich heraussteUen sollte, daß die Einzelporen Dactylozooide enthalten. Die Art würde in diesem FaUe eine mittlere SteUung zwischen Sporadopora und Allopora einnehmen. t? L I BR A ^2 Hjälmae Beoch. Die Hydroiden Westafrikas in tiergeographischer Beziehung. Unsere Kenntnisse von der westafrikanischen Hvdroidenwelt zwischen Kap Verde und der Mündung des Oranje- Flusses" sind bis jetzt außer- ordentlich lückenhaft. Allslax (1888 p. 42) erwähnt von der Tiefsee bei Sierra Leone Grammaria (Cryptolaria) diffusa (Allmax'j, die bei der Challenger-Expedition erbeutet wurde, und später gibt Ritchie (1907 p. 524 und 525) St. Helena als Fundort für Halecium macrocephalum Allslax (unter dem Xamen Halecium rohustum Allslaxj und Halecium tenellum Hixcks an und erwähnt zuletzt i'1909 p. 78) auch Sertularella Gayi fLAMOLTioux; von derselben Lokalität. Andrerseits aber sind die faunistischen Verhältnisse der Kapverdischen Liseln besser bekannt, Dank den Arbeiten von Quelch fl885j, Ritchie (^1907) und Billard (1906j, und ebenso haben wir in den späteren Jahren die Hydroidenfauna von der Kapkolonie und von Madagascar durch die Arbeiten von Bellard (1907; und Warrex f 1908; 'j etwas näher kennen gelernt. Li den zwei Tabellen, die demnächst folgen, werden die geographischen Verhältnisse der Arten des besprochenen Grebietes dargestellt, und zwar gibt die erste Tabelle über die cirkumterrestre Verbreitung der Arten Aus- kunft, während die zweite das Auftreten in den verschiedenen Regionen von Norden bis Süden darlegt. Die vorhandenen Daten reichen leider nicht für eine Darstellung der bathymetrischen Verteilung der Arten inner- halb der einzelnen Regionen aus, die sonst wahrscheinlich das Bdd noch verständlicher machen A^-ürde. Die nähere Betrachtung der ersten Tabelle zeigt uns, daß mehrere biogeographi.^che Gruppen des Gebietes auseinandergehalten werden müssen. Der Hauptcharakter wird von tropisch-subtropischen Arten gegeben, die bisher ihre meisten Fundorte in dem Lidischen Ozean aufzuwiäs^n liaben; solche Arten .sind Lytocarpn» ßlainentoHu-<, T]iecocariJU.-i formosus, Hebella corrugnta. LavenfVa corrugata und Sertularia tuhuliformii ; die letztgenannte Art ist jedoch auch an der amerikanischen Seite des Atlantischen Ozeans nachgewiesen worden, und es ist deswegen sehr leiclit möghch. daß eine vielmehr cirkumterrestre Verbreitung dieser Art durch eingehendere Unter- suchungen nachgewiesen werden wird. Die übrigen aber haben wahr- scheinhch den ^^ ea um die Südspitze Afrikas gefunden, und sind von hier '; Die Arbeit \\ aubkx's ist mir leider nicht zugänglich gewesen. Hydrozoa bentlionica. 43 aus in das untersuchte Gebiet eingedrungen. — Auch eine zweite Gruppe von Arten ist von Süden her eing(nvandert, iiäailieh die in subantarktisch- antarktischen Meeresgebieten gewöhnlicher auftretenden Arten Ilalecium macrocephalum, Antenella quadnaurita und Thujaria articulata. Dagegen müssen wii- annehmtni, daß Plumularia pinnata, Cladocarpus f?j Ujorti, I. Tabelle. Hl 111 5 «1 o ■X Ö u > 5" TS d =^ s .2 S a «3 ® ^ p— 1 Cu O ns ^ d ^^ S'2 a <» o § a o « (D O <1 C es o 0) 5 « 53-3 -« 00 's S3 5« Tubularia crocea L. Aga.-s^i/. + + + Hydractinia Michaelseni n. sp. „ fallax n. sp. Halecium macrocephalum Allman + „ tenellum Hincks + + ? + + Plumularia pinnata (Lixne) + „ setacea (Linne) + + + ? + + „ lagenifera Allman + + Antenella quadriaurita Ritchie + Halicornaria arcuata (Lamouroux) + + + Lytocarpus filamentosus (Lamoukoux) + + Cladocarpus (?) Hjorti Broch + Thecocarpus myriophyllum (Linne) + + + ,, formosus (Bisk) + + •) Aglaophenia pluma (Linne) + + 4- „ late-carinata Allman + + + „ calamus Allman + Grammaria(€ryptolaria)diffusa{kiA.T>Lk^) Hebella corrugata (Thornely) + + + „ Michaelseni n. sp. Lovenella corrugata Thornely + Sertularella polyzonias (Linne) 4- + ? + + + + „ Gayi (Lamouroux) + + + + + Sertularia turbinata (Lamouroux) + + + + + •p + „ distans (Lamouroux) + + + + + + „ tubuliformis (Marktanner- Turneretscher) + + + „ Hupferi n. sp. Odontotheca operculata (Linne) + + + 4- + + + Thujaria articulata (Pallas) + + Laomedea geniculata (Linne) + + ■f + + + „ ■ dichotoma (Linn6) + + + „ noliformis (McCrady) + + + + 44 Hjalmar Broch. II. Tabelle. 1 < o « CD ;-! o 05 Ö o •a o .23 H o u O ^ o Xi CO 1 s < Tubularia crocea L. Agassiz * + * Hydractinia Michaelseni n. sp. + „ fallax n. sp. + Halecium macrocephalum Allman * + + „ teneUum Hincks + + + + + Plumularia pinnata (Linke), forma typica + + „ „ forma elegantula * + „ setacea (Linne), forma typica + + „ „ forma microtheca + „ lagenifera Allman + + * Antenella quadriaurita Ritchie, forma typica + „ „ forma africana + Halicornaria arcuata (Lamouroux) + + Lytocarpus filamentosus (Lamouroux) + + Cladocarpus (?) Hjorti Broch + Thecocarpus myriophyllum (Linne) + + „ formosus (Busk) + + Aglaophenia pluma (Linne) * + + „ late-carinata Allman + ,, calamus Allman + Grammaria (Cryptolaria) diffusa (Allman) + Hebella corrugata (Thornely) + * „ Michaelseni n. sp. + Lovenella corrugata Thornely + Sertularella polyzonias (Linne), forma typica ■K- 1 + + „ „ forma gigantea + + „ Gayi (Lamouroux) + + Sertularia turhinata (Lamouroux) * + * „ distans (Lamouroux) * + * „ tubuliformis (Marktanner-Turneretscher) + * „ Hupferi n. sp. + Odontotheca operculata (Linne) * + + Thujaria articulata (Pallas) + + Laomedea geniculata (Linne) * + + + „ dichotoma (Linne) * + + ? „ noliformis (McCrady) + + + nur als seltener Gast auftritt. Hydrozoa bentlionica. 45 Thecocarpus rayriophyllum und Aglaoplienia pluma violmohr von Norden herstammen, wenn sie nicht ursprüngliche, tropisch-subtropisch atlantische Arten sind. Zur letzteren Kategorie scheinen jedenlaUs Aglaophenia late- carinata, Aglaophenia calamus und Sertularia distans zu gehören, obschon die letztere Art auch in austraHschen Gewässern vereinzelt nachgewiesen sein soll.') Das kosmopolitische Element spielt bei der Zusammensetzung der Hydroidenfauna des untersuchten Gebietes eine sehr große Rolle, indem es durch Halecium tenellum, Plumularia setacea, Sertularella polyzonias, Odontotheca opercidata und Laomedea geniculata vertreten ist ; auch Sertula- rella Gayi, Sertularia turhinata und Laomedea dichotoma sind in ihrer Vei'breitung annähernd kosmopolitisch. Dagegen ist der biogeographische Charakter rätselhaft bei Arten wie Hydractinia Michaelseni, Hydractinia fallax, Plumularia lagenifera (die doch möglicherweise nur von äußerlichen Varianten von Plumularia setacea gebildet wird), Grammaria diffusa, Hehella Michaelseni und Sertularia Hiipferi. Eine Betrachtung der zweiten Tabelle bestätigt das bisher erörterte in melireren Richtungen. Die Hauptmenge der Arten ist an die tropisch- subtropischen Meere gebunden; einige Arten wie Aglaophenia pluma, Hehella corrugata und Sertulai'ia tubuliformis sind seltene Gäste des borealen oder des subantarktischen Gebietes, oder können wie Sertularia turhinata und Sertularia distans in den beiden temperierten Regionen vereinzelt auftreten. Zwei Arten, nämlich Halecium tenellum und Laomedea geniculata, sind vöUig kosmopolitisch und sind mehr oder weniger selten in den polaren Meeren angetroffen worden, während eine dritte Art, Laomedea dichotoma, noch nicht mit Sicherheit in subantarktisch-antarktischen Gewässern nachgewiesen ist, trotzdem sie in allen Regionen der nördlichen Halbkugel schon wieder- holt erbeutet ist. Wenn wir nunmehr auch das Verhältnis der verschiedenen Formen der Arten mit in Betracht ziehen, so gibt uns das Material sehr schöne Beiträge zum Verständnis derjenigen Vorgänge, welche zur Entstehung bipolarer Arten geführt haben, und es lohnt sich deswegen an dieser Stelle auf das Bipolaritätsproblem etwas näher einzugehen. Von ganz besonderem Interesse in dieser Beziehung sind die Ver- hältnisse bei Plumularia pinnata und Plumularia setacea. In einer früheren Arbeit (1912, p. 5) habe ich kürzHch die allgemein geltenden, geographischen Gesetze der Variationen unter den Hydroiden dargelegt. Es wurde an Neuerdings von Stechow auch in Japan nachgewiesen. ^g Hjalmak Broch. der zitierten Stelle hervorgehoben, daß das Verhältnis von der Dicke zur Länge der Zweiginternodien in wärmeren Meeren kleiner, in kälteren Meerespartien dagegen größer ist. Weiter wurde auch darauf aufmerksam gemacht, daß die Hvdrothekengröße einer Art in wärmeren Meeresgebieten sowohl relativ "wde auch absolut kleiner als in kälteren Meeren ist. So hat z. B. die Warmwasserform elegantnla der Plumnlaria pinnata nur kleine Hydrotheken von '/§ bis '/s der Interno dienlänge, während die boreale forma typica Hydrothekenlängen von ungefähr der halben Länge der Inter- no dien aufweist. In dem vorliegenden Material findet sich nunmehr die forma typica auch von südafrikanischen Küstenpartien, die subantarktische Lebensbedingungen darbieten. — Ähnliche Verhältnisse waren schon früher bei Plumularia setacea nachgewiesen worden, indem Hartlaub (1905, p. 680) von den Küsten von Chile eine mit sehr großen Hydrotheken ausgetattete Varietät dieser Art erwähnt, die zwar einen etwas aberranten Koloniebau aufweist, aber sonst mit der borealen forma typica übereinstimmt und sich selir deutlich von der tropischen forma microtheca unterscheidet. In den vorliegenden Sammlungen finden sich von subantarktischen Fundorten des südwestlichen afrikanischen Küstengebietes Kolonien von Plumularia setacea forma typica, die sich in keiner Beziehung von borealen Kolonien dieser Form unterscheiden. Wir stehen liier zweifellos den ersten Stufen einer Entwickelungsreihe gegenüber, die zur Entwickelung „bipolarer Arten" führen muß. Die forma typica sind bei beiden Arten besondere Variantengruppen, die sich wegen der Einflüsse temperierter Lebensbedingungen sowohl in nördlichen wie auch in südlichen Meeren aus den tropischen Mutterformen — f. elegantula bei Plumularia pinnata und f. microtheca bei Plumularia setacea — ent- wickelt haben. Wäln-end nun diese Arten nm- bis zu der Grenze der im strengeren Sinne polaren Meeresgegenden vordringen, so können wir auch Beispiele anführen, die eine wirkliche Bipolarität der Formen aufweisen. Die forma typica der Lafoea gracillima zeigt eine ganz und gar kosmopolitische Ver- breitung, An der Grenze der Arktis beobachten wir sehr oft, wie Kolonien der Art sich verändern, so daß hier neben der forma typica eine forma elegantula auftritt; je weiter wir in die Arktis vordringen, um so deutlicher trennt sich die letztgenannte Variantengruppe von der forma typica ab, und in hocharktischen Gegenden wird die letztgenannte Form auch an Zalil viel seltener als die gröbere und dicht gebaute forma elegantula. Lafoea gracillima dringtauch in die Antarktis vor, und Vanhöffen (1909, p. 312) hat uns berichtet, daß er von Possession-Eiland eine Kolonie untersuchen Hydrozoa benthonica. 47 konnte, dio in ihrem Wuclis „an Lafoea elegantula erinnerte"; nach seinen Erörterungen scheint es, als ob in der Tat di(^ forma elegantula vorgelegen hat. Dies muß als ein weiteres Beispiel angesehen werden, daß die gleichen biophysikalischen Fakoren die gleichen Variantengruppen in ark- tischen und antarktischen Meeren hervorrufen können. Wii- haben bis jetzt nur Variantengruppen behandelt, die wegen der ziemlich häufig auftretenden Zwischenglieder von den heutigen Untersuchern nicht als getrennte Arten aufgefaßt werden. Etwas anders stellen sich aber die Anschauungen, wenn wii- uns an die einzige bipolare „Art" unter den Hydroiden wenden, nämlich &n. Sertularella gigantea. Kramp (1911, p- 388) behauptet, daß „no one has as yet found transitional forms" zwischen dieser Art und der vermeintlichen Mutterart Sertularella poly zonias ; es scheint ihm somit entgangen zu sein, daß schon Kirchenpauer (1884, p.34) darauf aufmerksam macht, daß es an Übergängen doch nicht fehlt, und ich habe persönlich in den Sammlungen des Museums in Kopenhagen melnrere Kolonien untersuchen können, die weder der forma typica noch der forma gigantea mit Sicherheit zugeordnet werden können, da sie in der Tat in der Mitte zwischen beiden VariantengTuppen stehen. Immerhin muß zugegeben werden, daß solche Übergänge verhältnismäßig selten nach- gewiesen sind. — Es wäre möglich, daß dio Gonangion Unterschiede auf- weisen könnten, die zu einer artlichen Trennung der Gruppen führen würden. Beschreibungen und Zeichnungen der Gonotheken der forma gigantea sind von Jäderholm (1896, p. 10) und Stechow (1912, p. 360) gegeben worden; sie zeigen mit jeder wünschenswerten Deutlichkeit, daß die Gonotheken der forma typica und der forma gigantea keine qualitativen Unterschiede aufweisen, insofern die der letzeren Form nur wie riesenhafte Gonotheken der forma typica aussehen. Das Resultat wird durch das Material des Museums in Kopenhagen vollauf bestätigt. Wir stehen hier der nächsten Stufe gegenüber: eine bipolar auf- tretende Variantengruppe, die durch derart selten auftretende Zwischen- glieder mit der kosmopolitisch oder fast kosmopolitisch verbreiteten Mütter- art verbunden ist, daß man oft geneigt ist, sie als besondere bipolare Art aufzufassen. Die Andeutungen, die uns die Hydroiden über die Entstehung art- licher Bipolarität geben, müssen deswegen noch größeres Interesse bean- spruchen, da sie eine sehr natürliche Erklärung des Phänomens darbieten. Wir brauchen nicht mehr theoretische Wanderungen der Art von Pol zu Pol durch die zwischenliegende Tiefsee anzunehmen, eine Theorie, die sich auch nicht beweisen läßt. Wir brauchen auch nicht unsere Zuflucht zu jener ^g Hjalmar Broch. erdgoschichtlich kaum haltbaren Theorie zu nehmen, nach der Arten, die ursprünghch überall in den Meeren niedriger Breitegraden lebten, durch später entstandene tropische Verhältnisse der äquatorialen Gegend in zwei Individuengruppen gespalten worden sind, die wegen der für sie ungünstigen Verhältnisse tropischer Meere nach den polaren Gebieten immer weiter geflüchtet und doch ihre artlichen Charaktere unverändert beibehalten haben. Es läßt sich wegen der immer wiederkehrenden, geographisch — oder vielleicht besser: hydrographisch — gesetzlichen Verteilung der Varianten unter den Hvdroiden nicht mehr bestreiten, daß die Richtung der fluk- tuierenden Variation oft durch äußere biophysikalische Faktoren geregelt wird. Wir können auch mit Sicherheit behaupten, daß gewisse, biophy- sikalisch schroß'ere Grenzen auf die Variation in der Weise einwirken können, daß einige Variationsstufen numerisch seltener auftreten, und daß die fluktuierende Variation in solchen Fällen wie bei Sertularella polyzonias anscheinend in eine sprungweise übergeht. Hierdurch nimmt die Form dann auch vielmehr den Charakter einer besonderen „Art" an. Wenn nun die Organismen komplizierter als die Hydroiden gebaut sind, werden auch die Variationsmöglichkeiten und Variationen mannigfaltiger, und sie geben dann viel leichter zur Entstehung der „bipolaren Art" Anlaß. Wenn wir das Problem noch etwas weiter verfolgen, so können wir kaum leugnen, daß bipolare Arten auf diese Weise entstehen können. Die fluktuierende Variation kann wahrscheinhch oft eine kritische Grenze („Elastizitätsgrenze" der Mutterart) aufweisen; wenn die Variation diese Grenze überschritten hat, kann sie über sie nicht mehr zurückgehen. Es ist möglich, daß die forma gigantea der Sertularella polyzonias die Elastizitätsgrenze der forma typica bereits überschritten hat und nicht mehr in die letztere Form zurück- schlagen kann. Solange das aber nicht bewiesen ist, muß man die Vari- antengruppe als Form und nicht als besondere Art ansehen. Es ist mög- lich, ja vielmehr walirscheinlich, daß mehrere bipolare Arten aus anderen Tiergruppen ebensolche durch biophysikalische Faktoren bestimmte Varianten- gruppen darstellen, die die Elastizitätsgrenze der Mutterart überscliritten haben und somit jetzt als eigene Arten auftreten. SoUen wir nun zum Schluß das über die Entstehung des Bipolaritäts- phänomens Gesagte kurz zusammenfassen, so zeigen uns die Hydroiden, daß bipolare Formen oder Arten von fast weltweit verbreiteten Mutterarten durch biophysikalisch bestimmte (fluktuierende) Variation abgespalten sind, und daß die Annahme einer Verbindung der bipolar auftretenden Arten durch die Tiefsee ebenso wenig notwendig ist wie die einer geographischen Spaltung der arthchen Individuengruppen durch erdgeschichtliche Um- wälzungen der ozeanischen Verhältnisse. Hydrozoa benthonica. 49 Yerzeielmis der zitierten Literatur. Allmax, G. J., 1883, Eoport on tho Hydroids drodgod by H. M. S. Challenger. Part 1, The Plumularidae (Rep. scient. Res. Challenger, Zool., Vol. VII) London. Allmax, G. J., 1888, Part 2, The Tubularinse, Corymorphinae, Campanularinae, Sertnlarinae and Thalamophora (Rep. scient. Res. Challenger, Zool., Vol. XXIII) London. Bedot, M., 1901, 1905, 1910, 1912, Materiaux pour servir ä l'histoire des Hydroides (Revue Suisse de Zoologie, Vol. 9, 13, 18 und 20) Geneve. Billard, Arm., 1906, Hydroides (Exped. scient. Travailleur Talisman, Vol. 8) Paris. Billard, Arm., 1907, Hydroides de Madagascar (Archiv Zool. exper., Ser. 4, Vol. VII) Paris. Billard, Arm., 1910, Revision d'une partie de la collection des Hydroides du British Museum (Ann. Sei. nat., Ser. 9, Vol. XI) Paris. Brock, Hj., 1912, Hydro iduntersuchungen. III Vergleichende Studien an adriatischen Hydroiden. (Det kgl. norske Vidensk. Selsk. Skr. 1911) Trondhjem. Broch, Hj., 1913, Hydroida. (Rep. Scient. Res. „Michael Sars" North Atlant. Deep-Sea Exped. 1910, Vol. 3) Bergen. Greeff, R., 18S7, Über westafrikanische Stylasteriden. (Sitzungsber. Ge- sellsch. Beförd. ges. Xaturwiss. Marburg, Jahrg. 1886) Marburg. Hartlaub, C, 1905, Die Hydi-oiden der Magalhaensischen Region und Chilenischen Küste. (Zool. Jahrb. Suppl. 6. — Fauna Chilensis Vol. 3) Jena. Jäderholm, E., 1896, Über außereiu-opäische Hydroiden des Zoologischen Museums der Universität Upsala. (Bih. Svenska Vet.-Akad. Handl.^ Vol. 21) Stockholm. Kramp, P., 1911, Report on the Hydroids (Danmark-Expeditionen til Grönlands Nordöstkyst 1906—1908, Bd. V) Köbenha\Ti. Marktaxxer-Turxeretscher, G. V., 1890, Die Hydroiden des K. K. Xatur- historischen Hofmuseums (Ann. Xaturhist. Hofmus. Wien, Vol. V) Wien. XuTTixG, C. C, 1900, American Hydroids, Part I, The Plumularidae (Special Bulletin, Smithson. Inst. U. S. Xat. Mus.) Washington. XuTTixG, C. C. 1904, American Hydroids. Part II, The Sertularidae (Special Bulletin, Smithson. Inst. U. S. Nat. Mus.) Washington. QuELCH, J. J., 1885, Deep.-sea and Shallow-water Hydrozoa. (Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 5, Vol. XVI) London. 4 Michaelsen, "Westafrika. 50 Hjalmak Bkoch. KiTciiiE, ,1.. 1907. Tho Hydi-oids of tlio Scottish National Antaretie Expo- dition. (Transact. Roy. 8oe. Edinburgh. Vol. XLV, Part II) Edinburgh. 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Phimularia setacea (Lix.) forma tiipica aiü" einer Aecia sp. von Swakop- mund. 1:1. Fig. 2. IleheUa Micliaelseni n. sp. Teil einer Kolonie von Kinsembo auf SertulareUa polyzonias (Lix.) ki'ieehend. 30:1. Fig. 3. Thujaria articulata (Paix.) von der Lüderitzbucht. 1:1. Fig. 4. Ällopora 7'osacea Gkeeff. Originalexemplar von Säo Thome. 1:1. Fig. 5. AUopora rosacea Greeff. Eine Zweigspitze, die zwei Cyklosysteme aiüweist; die äußere Spitze scheint ein wenig beschädigt zu sein. 30 : 1. Fig. 6. AUopoi'a suhviolacea W. S. Kext. Drei Bruehstücke aus der Samm- lung Greeffs von Ilha das Rolas. 1:1. Fig. 7. AUopora sxihviolacea W. S. Kext. Eine kleine Partie von der Ober- tläche eines der am wenigsten abgeriebenen Bruchstücke, p = zer- streut auftretimde Einzelporen. 30 : 1 . Michaelsen, Meeresfauna Wtistafrikas : ßfvch , Rifdroiden. Taf.L Fig.'h. ,C-f ••• Fig. 3. Fig. 5. Fig. ärocr. gez u pr>ct L. Friederichsen u. Co.,Hamburg. Utl\.Arst.v.KWesserJen2L */ll Pennatulacea von Hjalmar Broch (Trondhjem). Mit einer Kartenskizze im Text. 4* Das zur Untersuchung vorliegende Material enthält nur ein einziges Glas mit Pennatuliden, Virgularia Schnitzet Kükenthal, von Lüderitzbucht. Wenn es demnach auch keine Neuheiten bringt, so mag doch eine Zu- sammenfassung unserer Kenntnisse von der westafrikanischen Pennatulaceen- Fauna von Kap Verde bis der Mündung des Oranje-Flusses gerechtfertigt sein. Leider müssen wir gestehen, daß unsere jetzigen Kenntnisse von der Littoralfauna dieses Gebietes außerordentlich dürftig sind, und eine Über- sicht über die Pennatulaceen zeigt nur zu klar, welche große Lücken unseres Wissens eben hier gefüllt werden müssen, bevor wir ein sicheres Urteil über die faunistischen Faktoren geben können, die bei der Zusammensetzung der Fauna bestimmend sind. In dieser Beziehung darf es hier erlaubt sein, an eine besonders fühlbare Lücke hinzudeuten, nämlich die mangel- haften Kenntnisse von der Littoralfauna der isoliert liegenden Inseln St. Helena und Ascension; eben durch das Studium der faunistischen Ver- hältnisse in der littoralen Zone solcher isoliert liegenden Inseln werden Avir wahrscheinlich Antwort auf mehrere marine, tiergeographische Fragen bekommen, die zur Zeit noch nicht zu beantworten sind. Folgende Arten von Pennatulaceen sind bis jetzt in dem hier be- handelten Gebiet nachgewiesen worden: Veretillum cynomoriuni (Pallas) Cuvier. Während der Deutschen Tiefsee-Expedition der „Valdivia" (Kükexthal und Broch, 1911, p. 176) wurden zahlreiche Exemplare dieser Art in der Großen Fisch-Bucht in 14 Faden (= ca. 26 m) Tiefe erbeutet. Stüder (1879, p. 674) hat sie früher von den Kapverdeschen Inseln gehabt. Diese Art, die ihre meisten Fundorte nördlich von Kap Verde aufweist, gehört der littoralen Zone an. Cavernularia elegans (Herklots) Kölliker. Diese Art scheint die häufigste littorale Seefeder der westafrikanischen Küste zu sein. Nach Kükenthal und Broch (1911, p. 185) sind folgende 54 Hjälmar Broch. Fundorte in dem hier besprochenen Gebiete nachgewiesen worden : Liberia (Kap Mount, Gross Bassa, Kap Palmas), Dahomey (Gross Popo, Wliydah), Französ. Kongo (Loango, Pointe Noire) und Angola (Säo Paulo de Loanda). Außerhalb dieses Gebietes sind verschiedene Fimd- orte bei Japan und in dem Indischen Ozean angegeben worden, die aber zum gTöi3eren Teil der Bestätigung bedürfen. Pavonaria afvicana Studer. Studer (1879, p. 672) beschreibt diese Art nach einem Exemplare von der „GazeUe-Expedition; Jungersen') sieht sie jedoch als identisch mit Pavonaria ßnmarchica (M. Sars) an. Die Kolonie -vA^irde an der West- küste Afrikas (100 12' 9" n. Br., 17« 25' 5" w. Lg.) in 648 m Tiefe erbeutet. Virgularia Schultzei Kükeuthal. Fundangabe: Deutsch-Südwestafrika, Lüderitzbucht, in der Bucht vor dem Diazfelsen, in grauem Schlamm, 10 — 11 m; W. Michaelsen, 23. Juli 1911. Von der Lüderitzbucht hat Michaelsen zahlreiche Bruchstücke dieser Art mitgebracht, die eben hier iliren klassischen Fundort hat. Eine erste Erwähnung der Art finden wir bei Hickson-), der sie irrtümlicherweise als Virgularia lieimvai'dti (Herklots) bespricht. Jugendliche Kolonien aus der Lüderitzbucht führten Broch (1910, p. 231) zu dem Schlüsse, daß eine andere Art als Virgularia Reinicardti vorliegen müsse, und diese Schlußfolgerung wurde durch die Befunde der „Valdivia" und durch die Nachuntersuchung an Hickson's Original ex emplare vollauf bestätigt (Kükenthal und Broch, 1911, p. 326). Der ausführlichen Beschreibung an den zitierten Stellen ist nach dem vorliegenden Materiale nichts neues hinzuzufügen. Virgularia Schultzei ist eine littorale Art, die bis jezt nur an den süd- lichen Küsten Afrikas gefunden worden ist; der nördlichste Fundort ist Lüderitzbucht. — Betrachten wir die Avenigen und zerstreuten Daten, die von der westafrikanischen Pennatulaceen-Fauna vorliegen (vergi. die Karte), so fäUt es sofort auf, daß die Arten, von der rätselhaften Pavonaria africana ab- sehen, je ihren faunistischen Hauptfaktor repräsentieren. ') 1904, Pennatulida. In: Danish Ingolf Expedition, vol 5 p. 39. *) 1900, The Alcyonaria and Hydro cor alUnae of the Cape of good Hope. In: Marine Invest. iu South Africa, p. I. Peniiatulacea. 55 1 .'•"•. •y 0/ Pennatulaceen-Fundstelleu an der Küste Westafrikas. O VeretiUu7)i cynomorium. — % Cavernularia elegans. — A Pavonaria africana. — -|- Virgularia Schultzei. Veretillmyi cynomoriiun ist eine sehr gewöhnliche Art des Mittelmeeres und der atlantischen Küsten von dem Biscayischen Meeresbusen bis zu den Kapverdischen Inseln; vereinzelt dringt sie jedoch auch bis zu der Großen Fischbucht hervor. Die Art dürfte somit eine nördlich subtropische und tropische sein, die in das hier besprochene Gebiet die weit vordringenden südlichen Ausläufer ihres Verbreitungsbezirkes hineinsendet. Die tropische Cavernularia elegans ist die einheimische Art des Gebietes, deren Vor- dringen nach Norden und nach Süden durch mehr temperierte Meeres- verhältnisse schon so eng begrenzt wird, daß sie nördlich von Kap Verde nicht nachgewiesen worden ist, und daß sie nach Süden auch nicht bis zu der Lüderitzbucht hervorzudringen scheint. Die letzte Art, Virgnlaria Schultzei, gehört allem Anschein nach zu den subantarktischen faunistischen Elementen, die von Süden her in das westafrikanische Faunengebiet eine Strecke weit hineindringen. 5 g Hjälmär Broch. Literatur über die Pennatulaceen Westafrikas. 1879, Stitder, Th., Übersicht der Anthozoa ÄlcT/onaria, welche während der Reise S. M. S. Gazelle um die Erde gesammelt wurden. In: Monatsber. Akad. Wiss. Berlin, 1878. 1910, Broch, H., Anthozoa, Nachtrag: Pennatuliden. In: Schultze, L., Zool. u. anthropol. Ergebn. einer Forschungsreise im westl. und zentr. Südafrika, IV (Denkschr. Jena, XVI). 1911, Kükenthal, W. und Broch, H., Pennatulacea. In: Wiss. Erg. deutsch. Tiefsee-Exp., XIII. Gephyrea von W. Fischer (Bergedorf bei Hamburg). Mit 1 Tafel. Das in dieser Arbeit berücksichtigte Gebiet umfaßt die Küste und Inselwelt Westafrikas vom Kap Verde, einschließlieh Kapverdesche Inseln, bis zum Oranje-Fluß. Es kommen darin 18 Sipunculiden und 4 Echiuriden vor. Sipunculoidea. Sipunciilus (Slphonosotna Spengel) 'j ciitnanensis opaeus Sei. und Bül. Fundangabe: Ascension fnach Selexkaj^j. Sipunculus cumanensis kSel. und Bül. stellt Spexciel zu seiner neuen Gattung Siphonosoma. Botreffs der Varietäten, die bisher für wenig scharf geschieden und doshalb für bedeutungslos [Sluiter^i, Augexer*)] gehalten Avurden, sagt er ,,die als circumtropische Art aus Westindien, dem indischen und stülen Ozean beschriebene S. cumanense hat sich besonders als inter- essant und einer sorgfältigen Prüfung bedürftig erwdesen, die dazu geführt hat, eine ganze Anzahl von Arten oder wenigstens Unterarten innerhalb derselben zu unterscheiden, die bisher nur für bedeutungslose Farben- varietäten gehalten worden sind." Da aber eine Veröifentlichung betreffs dieser neu aufzustellenden Arten resp. Unterarten noch nicht erfolgt ist, führe ich vorläufig die von Selexka und Bülow aufgestellten Varietäten weiter. Die wichtigsten Gründe für die Aufstellung einer neuen Gattung die Spexgel in der schon erwähnten Schrift (1)*) resp. auch in der 1913 er- schienenen Abhandlung ,,Zur Organisation und Systematik der Gattung ') Spenüel: Einige Organisationsverhältnisse von Sipunculus- kvt&n und ihre Bedeutang für die Systematik dieser Tiere. Verhandl. der zool. Gesellschaft. Halle 1912. 2) Selexka: Die SipuncuUden, 1883, p. 106. ^) Sluiter: Die SipuncuUden und Echiuriden der Siboga-Expedition, 1902, p. 4. *) Augenek: Beiträge zur Kenntnis der Gephyreen. Archiv für Naturg. 69. Jahrgang, 1903, p. 311. *) Diese Ziflernmarken beziehen sich auf die fortlaufend numerierten Literatur-Fußnoten. QQ W. Fischer. Sipunculus" ^) erörtert, stelle ich hier kurz zusammen. Zu der neuen Gattung Siphonosoma rechnet er die altbekannten Arten australis, cumanensis, vastus, hoholensis und e.dulis, sowie die neuen aS. arcassonensis Cuenot, /S. amarniensis Ikeda, S. honliourei Herubel, »S. rotumanus Shipley und S. funafuti SfflPLEV. Diese scheidet er von der anderen Gruppe, deren Repräsentant Sipunculus nudus L. ist und zu der er die alten Arten norvegicns, pinapulo'ides, tesselatus, rohustus phalloides, tituhaus, mimdanus und indicus, sowie die neuen S. discrepans Sluiter, S. hranchiatus Fischer (= aS. mundanus hj'cmchiatus Fischer) *S. graviert Herubel und S. incongruens Spengel (= S. tituhans 8el. und Bül., Lanchester) rechnet. Die beiden Gattungen Siphono'^oma und Sipunculus im engeren Sinne, sind durch verschiedene Organisationsverhältnisse getrennt. Vor allem sind es die Integumentalkanäle der Haut, die bei den beiden Gattungen einen sehr verschiedenen Verlauf nehmen. Während nämlich bei der Gattung Sipun- culus diese Kanäle, welche durch Stomata oder Löcher an den Kreuzungs- stellen je zweier Längs- und Ringmuskelbündel mit der Leibeshöhle in Verbindung stehen, nur einfache Längskanäle darstellen, führt bei der Gattung Siphonosoma jedes Stoma in je einem Integumentalfeld nur in je ein System von Blindsäcken ,,die sich in das Corium und das Muskel- system hinein erstrecken, und deshalb Corialcöca genannt werden, die also, wie ich schon erörterte, nicht miteinander in Verbindung stehen. Die Art der Verzweigimg dieser Cöca soll für jede Art charakteristisch sein, so daß sie sich also bei der Unterscheidung resp. Zusammenziehung verwandter Arten vorteilhaft verwerten lassen wird. Ferner sollen die meisten Arten der Gattung Siphonosoma mit Ausnahme des S. euwayiense und der nach Spengel ihm nahestehenden Arten S. edule Sluiter und S. hillitonense Sluiter Rüsselhaken besitzen, ein Ergebnis, das umsomehr in Erstaunen setzt, als bis jetzt außer bei S. australis und S. arcassonensis keiner der vielen Gephyreen- forscher Rüsselhaken bei diesen Exemplaren gefunden hat. Auch ist die Beschaffenheit der Tentakel, was schon länger bekannt war, bei diesen Gruppen selir verschieden. Während bei der Gattung Sipunculus statt der eigentlichen Tentakel eine den Mund umstellende Falte mit um-egelmäßigen und wechselnd tiefen Randeinschnitten vorhanden ist, sind die Tentakel bei Siplionosouia scharf voneinander getrennt, lang und spitz und zu Gruppen vereinigt, so daß man 2 seitliche und ventrale und 2 dorsale unterscheiden kann. Ferner liegt das Bauchmark im Bereiche des Rüssels bei Siphonosoma der Haut dicht an, während es bei der Gattimg Sipunculus von dieser weit *) Spengel: Zur Organisation und Systematik der Gattung Sipunculus. Verhandl. der Zool. Gesellschaft zu Bremen 1913. Gephyrea. (5 1 abrückt, aber durch lange Nervenfäden mit ilir verbunden bleibt. Außer- dem ist die Ringmuskulatur bei der Gattung Sipunculus in Bündel zerlegt, bei SipJionosoma nicht, die erstere Gattung besitzt einen Spindelmuskel, der hinten nicht aus der 8pira heraustritt und also dieselbe nicht an das Hinterende befestigt, bei Siphonosoma ist dies aber der Fall. Die Gattung Sipuncuhis besitzt 2 kontraktile Schläuche, die Gattung Siphonosoma nur einen. Die Retraktoren entspringen bei der ersten Gattung alle auf gleicher, bei der zweiten auf verschiedener Höhe. Außerdem hat Spengel bei der Gattung Siphonosoma am Grunde der Tentakel am Vorderrande des Bauch- marks ein Organ gefunden, von dem er vermutet, daß es eine Statocyste sei. Ein ähnliches Organ sah er bei der Gattung Sipunculus, aber hier an der Spitze der Eichel. Ferner fand er zwischen den beiden dorsalen Tentakel- gruppen der Gattung Siphonosoma ein charakteristisches Sinnesorgan, ein aus 2 symmetrischen HäH'ten bestehendes Wimperorgan, das der andern Gattung vollständig felilt. Endlich sind bei der ersten Gattung die Nephro- stomen der Xephridien sehr groß und nach jeder Seite in einen längeren oder kürzeren Zipfel ausgezogen, der nach liinten gebogen ist, so daß das Neplirostom etwa halbmondförmig erscheint. Alle diese erwähnten Unter- scliiede sind gewiß geeignet die beiden Gattungen scharf zu treunen. Ich berücksichtige bei der Feststellung des Verbreitungsgebietes aus oben erörterten Gründen alle bis jetzt bekannten Fundorte der früheren Art Sipunculus cuma7ie7isis Sel. und Bül. unter Einschluß ihrer Varietäten opacus, vitreus und senmmgosus. Diese findet sich an beiden Küsten Afrikas vor und ist sonst verbreitet im Indischen Ozean (Koseir. Golf von Aden, Djibouti. Mauritius. Madagaskar. Laccadiven und Malediven, Minikoi. Nordwachter Eiland), sowie imPazifischen Ozean (Loyalty-Islands bei Neu-Kaledonien. Neu-Kaledonien, Noumea. New-Britain :^ Bismarck-Archipel, Blanche Bav) und auch im Atlantischen Ozean (Azoren. Ascension. Venezuela, Cumana. Philippinen. Florida, Tortugas. Ihr Verbreitungsgebiet liegt hauptsächlich in den tropischen Meeren, so daß sie als circumtropische Art bezeichnet werden könnte, da aber der Fundort Azoren in die gemäßigte Zone fällt, stellen wdi- sie zu den ch'cummundanen Arten. Sipunculus tltubans Sei. und Bül. rar. diptyehus Fischer.^) Fundangabe: Goldküste, Accra, S'/o m: C. Hupfer (nach Fischer). "^j ') W. Fischer, Gephyreen des Naturhistorischen Museums zu Hamburg, Abhandlungen Xaturwissensch. Ver. Hamburg, Bd. XIII, 1895, p. 7, Fig. 3. Q'2 W. Fl-SCHER. Die . Varietät entspricht im allgemeinen der Beschreibung Selenkas von der Hauptart (2, p. 100), doch fand er bei dieser keinen Spindelmuskel, den ich sowohl bei vorliegender Varietät wie an der Hauptart, bei Exemplaren von Nossi-Be (Madagaskar) und von San Jose di Guatemala deutlich sehen konnte; auch Avurde ein kugeliges Divertikel am Enddai-m, das Selexka nicht erAvähnt, konstatiert. Die Hauptform hat nach Selexka nur 26 Längsmuskelstränge ohne Anastomosen. Ich sah Anastomosen an der Ansatzstelle der ventralen Retraktoren und vor dem After und zählte vorn 26 — 27, hinten 32 Längsmuskelstränge. Die Varietät besitzt deren 32 — 33, so daß sie also hierin nicht von der Hauptart abweicht. Aber die Ansatzstellen der Retraktoren zeigen Abweichungen, sie entspringen nach meinen Untersuchungen vom 9. — 12., resp. vom 8. — -13. (nach Selexka vom 8. — 11.), bei der Varietät aber vom 11. — 14. Längsmuskelbündel, während die Ansatzstellen der venti-alen Retraktoren (vom 1. — 5. Strang) sich entsprechen. Die Segmentalorgane münden genau wie bei der Haupt- art zwischen dem 4. und 5. Längsmuskelbündel nach außen und sind eben- falls zur Hälfte angeheftet. Außerdem besitzt die Varietät zwei an der Eichel befindliche sich gegenüber stehende Hautfalten, die bei allen Exemplaren beob- achtet wurden, nicht also etwa zufällige Bildungen eines Exemplares waren. Diese Bildungen also und die differierenden AnsatzsteUen der dorsalen Retraktoren sind die Merkmale der Varietät. Die Stammform des Sipunciilus tituhaiis Sel. u. Bül. kommt vor bei Madagaskar, Nossi-Be. San Jose di Guatemala und Punta-Arenas (Costa- Rica ■?). Antillen*). (2, p. 101 u. p. XXIIIj. Die Varietät ist bei Accra an der Britischen Goldküste gefunden worden. Ich muß liier auf einen Irrtum Herubels'j aufmerksam machen, der sie von Acca (pres de Colon) aufzeichnet. Da dieser Fundort nirgends in der Literatur zu finden ist, so liegt hier wohl eine Verwechselung mit Accra in Westafrika vor. Die Art ist also unter Einschluß der Varietät an beiden Küsten Afrikas kon- statiert, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Indischen, Pazifischen und Atlantischen Ozean und bleibt innerhalb der Wendekreise, so daß man sie als circumtropische Art bezeichnen könnte, sie würde also auch den circummundanen Arten zuzuordnen s(nn. *) Selexka gibt (2, p. 101) Puntarenas als Fundort an, in der Übersichtstabelle über die Verbreitungsgebiete der Arten (2, p. XXIII) steht aber „Antillen''. Da ich eine Pun- tarenas in den Antillen nicht finden kann, sind beide wohl als getrennte Fundorte auf- zufassen. '') M. A. Heiuhel: Eecherches sur les Sipunculides, Memoires de la Societe de France. Tome XX, 1907, p. 226. Gephyrea. ßg Sfpunciflifs norvef/feiis Kor. und Dau. Sipiincidus priapuloides Kdi;. und Dan/) Fundangabe: Kap verde sc li c Inseln [naeli Shiter^)]. Vorliegende Art ist von Sluiter^) im Atlantischem Ozean bei diMi Kapverdeschen Inseln, bei den Azoren, Monaco und an der spanischen Küste (4o"21' N. und lO'' W) konstatiert worden, früher war sie nur aus den nördlichen Brenten bekannt (Hardangru-fjord. Bergenfjord). Eigentüm- lich ist ihr Vorkommen im Mittelmeer in einer Tiefe von 950 Meter. An der spanischen Küste geht sie sogar bis auf 2779 Meter hinab, bestätigt also die Beobachtungen früherer Autoren, daß eine Anzahl nordischer Arten sich äquatorwärts weit in das Gebiet des Unterwassers zu verbreiten vermag. Slpunculus norvegicus ist von Theel^) vind Southern'") als identisch mit Slpunculus priapuloides Kok. und Dax. erklärt worden, er repräsentiere, sagen diese, nur den unreifen Zustand von Slpunculus priapuloides. Da aber der erstere Name Priorität habe, so müsse er beibehalten werden. Slpunculus pi'iapuloides geht im nordatlantischen Ozean bis zu den Lofoten hinauf, sonst kommt er im GoLf von Gascogne und Bergenfjord vor. kSniPEEY will ihn auch im Pazifischen Ozean bei den Loyalty-Islands gefunden haben, ein Vorkommen, das noch merkwürdiger Aväre als das des Slpunculus norvegicus im Mittelmeer bei Monaco, also wohl noch der Nachprüfung bedarf. Es würde also, wenn beide Arten unter dem gemeinschaftlichen Namen Slpunculus norvegicus Kor. und Dan. zusammengefaßt würden, ihr Ver- breitungsgebiet im Atlantischen Ozean im Norden bis zu den Lofoten, im Süden bis zu den Kapverdeschen Inseln (einschließlich Mittelmeer) reichen, während event. ein vereinzeltes Vorkommen im Pazifischen Ozean bei den Loyalty-Islands zu konstatieren wäre. Physcosotna scolops Sei. und de 3Ian. Tafel II, Fig. Q—^. Fundangaben: Goldküste, Gr. Friedrichsburg (Old Fort Branden- burg); H. Brauns [nach Fischer^)]. Ilha das Rolas bei Ilha de Säo Thome; R. Greeff.*) Isla Annobön; Arnold Schultze, 7. Okt. 1911, Mildtbrandt 1911. ^) Theel: Northern and Arctic Invertebrates, 1905, p. 56. '■>) Slotek: Resultats des campagnes scientifiqiies de la Princesse Alice. Gephyriens, Fase. XXXVI, 1912, p. 21. '°) SouTHEEx: Gepliyrea of the coasts of Ireland, Scientific Investigations, 1913, p. 9. *) Alle Fundangaben, bei denen nicht ein bestimmter Autor angeführt ist, sind neu. 04 W. Fischer. Die von „Old Fort Brandenburg" sowie die von der kleinen Insel Baui bei Sansibar (Ostafrika) stammenden Exemplare hatte ich (6, p. 10) als Phi/scosoma granulatmn scolops beschrieben, weil ich die Art scolops als Varietät von Phjjscosoma granulatum aufzufassen geneigt war. Beide Arten besitzen außerordentlich viele Ähnlichkeiten. Es ist mir dies wieder vor die Augen gefülu-t worden bei Untersuchung eines Exemplares von Physcosoma grarmlatum aus Sansibar, das Collin ") beschrieben hat, und das er die Liebenswürdigkeit hatte, mir zur Nachuntersuchung zu senden. Er selbst hatte anfangs Zweifel, ob er es zu der Art scolops oder granulatum stellen sollte, und sagt, was ich ja auch schon betont habe (6, p. 10) „daß sich kaum irgend ein Unterschied zwischen den genannten Arten als durchgreifend wird aufrecht erhalten lassen, wenn man namentlich die Varietät mossamhicense als Bindeglied in Betracht zieht." Als einziges diagnostisches Merkmal scheint sich ihm die Rüssellänge zu ergeben. Die Berücksichtigung dieses Verhältnisses sowie die Undurchsichtigkeit der Haut und das Vorkommen mehrerer ungesehlossener Hakenringe, welche nach Selenka bei Physcosoma scolops stets fohlen sollen, bewogen ihn, das Exem- plar von Sansibar zu Pkyscosoma granulatum Leuk. zu stellen. Meine Untersuchungen zeigten mir, daß Collin zweifellos recht hat; nur möchte ich darauf aufmerksam machen, daß die Haken beider Arten resp. auch ihrer Varietäten trotz gewisser Ähnlichkeiten doch auch Unterschiede zeigen. Daß indessen die Haken ein und desselben Tieres verschieden gezeichnet seien, wie Augener (4, p. 338) und auch Collin (11, p. 181) behaupten, habe ich nie beobachten können. Es ist allerdings nicht immer ganz leicht, die Haken aus den Reihen zu isolieren und sie in die richtige Lage zu bringen. Sobald sie nur etwas von oben oder von der Seite gedrückt werden, zeigen sie eine von der Normalform abweichende Gestalt und Zeichmmg. Herubel, der eine vergleichende Übersicht der Hakenformen aller bekannten Arten liefert, sagt gleichfalls (7, p. 267): „Tous les crochets d'utie meme espece ou variete distribues selon un certain nombre de cjcles sont construits sur la meme modele et appartiennent toujours au meme ordre. Tis ne varient que par leur quantite ou leur grandeur." Ich füge behufs Vergleichs eine Zeichnung der Haken von Physcosoma granulatum aus Sansibar (Tafel II, Fig. 9), von Physcosoma scolops von Groß-Friediüchsburg (Fig. 8) und vom Originalexemplar des Physcosoma scolops var. mossamhicPMse (Taf. II, Fig. 7), das mir Collin aus der Berliner Sammlung freundlichst zur Verfügung stellte, bei. Die Hakenzeichnung der ersten Art stimmt nicht genau mit der SELENKA'schen (2, Tafel X, Fig. 147), ") Collin: Gepliyreen gesammelt vom Stabsarzt Sander, Archiv für Naturgeschichte, 55. Jahrgang 1892, p. 187. Gephyrea. 65 überein. Der Verlauf der hellen Linie ist ein anderer als dort, zudem findet sich hinton an der Basis des Hakens eine, freilich nicht immer gleich deutliche, Dreieckszeichnung, die auch die beiden anderen Haken, aber deutlicher besitzen. Bei Physcosoma scolops ist nun diese helle Linie unten ziemlich scharf (Fig. 8 hi.) geknickt. Sanfter ist diesc^r Knick bei Physcosoma scolops var. mossambicense (Fig. 7). Bei Physcosoma granulatum (Fig. 9) verläuft die helle Linie fast genau so wie bei Physcosoma scolops var. mossambicense. Eine Ähnlichkeit der 3 Haken ist indessen nicht zu verkennen, und da auch sonstige Unterschiede der beiden Arten kaum vorhanden sind, hatte ich in einer früheren Abhandlung (6, p. 9) die Art scolops als Varietät von Physcosoma granulatum Leuck aufgestellt, da der Artname granulatum die Priorität hat. Selenk.\ ist der Meinung, daß Ph. granulatum eventuell sich aus Physcosoma scolops umgebildet hätte. Er sagt (2, p. 82) bei der Beschreibung von Ph. granulatum ,, diese Art ist dem Ph. scolops sehr ähnlich, scheint mit diesem stammverwandt zu sein und ist offenbar während der früheren Kommunikation d(^s Mitt<^lmeeres mit dem roten Meere aus diesem in jenes eingewandert." Da aber jetzt viele Fundorte der Art granulatum aus den nördlichen und ^^üdlichen Teüen des Atlantischen Ozeans vorliegen, ist diese Behauptung wohl nicht mehr aufrecht zu erhalten. Sluiter sagt (3, p. 12) dagegen ,,die Vermutung Fischers, daß Ph. scolops und Ph. granulatum identisch seien, ist nicht zu verteidigen; der ganze Habitus der kleinen, das Riff be- wohnenden tropischen Form ist verschieden von der Mittelmeerform. Bei Ph. scolops kommen höchstens 1 7 Hakenreihen vor, während die jungen Tiere von Ph. granulatum fast immer zalilreichere Reihen besitzen, die Haken selbst sind bei Ph. granulatum weit größer. Auch in den übrigen anatomischen Verhältnissen weisen beide Formen einige, wenn auch gering- fügige Unterschiede auf.'' Dem muß ich widersprechen. Die älteren Tiere beider Arten haben gleich viele Hakenringe, nur jüngere Exemplare von Ph. granulatum besitzen mehr. Darauf ist kein Unterschied zu gründen, da bei vielen Sipuncididen die Zähne im Alter teilweise oder ganz ausfallen. Die Haken von Ph. granulatum und Ph. scolops sind ferner gleich groß, wie meine Zeichnungen zeigen, Fig. 8 und 9 sind bei derselben Vergrößerung von 380: 1 gemacht. Eine Abweichung in den anatomischen Verhältnissen habe ich nicht finden können; sie müßte von Sluiter näher erörtert werden. Die Anordnung der Plättchen der Papillen bei unseren Exemplaren (Fig. 6) entspricht weit eher der Zeichnung, die Selenka von Ph. granulatum (2. Taf. X, Fig. 150) als der, die er bei Ph. scolops gibt (2. Taf. X, Fig. 143). Die Plättchen sind hier (Taf. H, Fig. 11) dichter gestellt; sie stehen fast lückenlos, und di(^ der Mitte sind nur wenig größer als die übrigen. Trotz aller dieser 5 Jlichaelseu, Westatrika. QQ W. FlSCHEK. Ähnlichkeiten will ich vorläuhg die Zusamm enziehung Pliyscosoma granulatum var. scolojys nicht aufrecht erhalten, da auch andere Arten der Gattung Physcosoma außerordentlich viele Ähnlichkeiten zeigen und ich es späteren Untersuchungen überlassen will, hier Licht zu schaffen und Verwandtes zu- sammenzufassen. Auch hatte ich nicht behauptet, wie »Sluiter angibt, daß Physcosoma scolops und Physcosoma granulatum identisch seien, sondern sagte ausdrücklich (p. 10). ,,Ich fasse demnach Ph. scolops als Varietät von Ph. granulatum auf. Diese Art ist also, wie die vorliegenden Fundorte beweisen, ebenso häufig an der Westküste Afrikas wie an der Ostküste, wo sie im Golf von Tadjourah (Golf von Aden), bei Mauritius, Sansibar, Madagaskar und Durban gefunden wurde. Sie ist sonst außerordentlich häufig im Indischen Ozean, ebenso im Pazifischen. (Austrahen. Tasmanien. Ke?rmadec-Islands ^-), zwischen Fidschi - Inseln und Neu -Seeland. Loyalty - Islands bei Neu- Kaledonien. Rotuma und Funafuti, Ellice-Inseln. Tonga-Inselnj und ini Atlantischen Ozean an den eingangs erwähnten Fundorten. Sie beschränkt sich also in ihrer Verbreitung wesentlich auf die Tropen, nur der Fundort Kermadec-Islands liegt schon in der gemäßigten Zone, so daß sie zu den circummundanen Arten gestellt werden muß. Physcosoma nigrescens Kef. Fundangaben: Kapverdesche Insel, Säo Vincente; R. Paessler. Goldküste, Prampram, 9,5 m. steiniger Boden; C Hupfer (nach Fischer 6, p. 10— 12j. Isla Annobon; Arnold Schultze, 7. Okt. 1911. Zahlreiche gut erhaltene Exemplare von Annobon, deren eines so- gar eine Länge von 7,5 cm hat, zeigen die typische grau-bräunliche Färbung der Art. Auch ist die Rückenseite des Rüssels mit vielen rotbraunen Halb- binden geziert, die mit lichter gefärbten abwechseln, selbst der Körper hat auf der Rückenseite braune oder schwarze Flecke. Einige Tiere zeigen abweichend einen dunkel fleischroten Ton, alle diese sind aber dick mit den Geschlechtsprodukten, Eiern oder Spermaklumpen angefüllt, die eine gelbrötliche Färbung haben, so daß wohl bei der durchsichtigen Haut außen eine rötliche Tönung vorherrschen muß. Die Hautpapillen zeigen betreffs der Anordnung der Plättchen die Zeichnung, die Selenka von aus Mauritius resp. den Philippinen stammenden Exemplaren entwirft (2. Taf. IX, Fig. 136;. '') Benham, Transactions of the New-Zealand Institute, Vol. XLIV, 1911, p. 137. Gephyrea. gy Es sind liicn* um don hellen Ausführungsgang herum mehrere Reihen größerer polYgonal(>r Plättehen zu sehen. Der Unterschied in der Größe dieser Plättchen und d(>r darauf folgenden ist kein so großer, daß man darauf, Avie Selenka will, eine Lokal- Varietät gründen könnte. Die Hakenzeichnung entspricht indessen der der Tiere Selenkas von den Fidschi-Inseln (2. Taf. IX, Fig. 130), nicht der der Tiere von Mauritius, wie man erwarten dürfte, so daß also die Charaktere seiner vermeintlichen Lokalvarietäten hier ge- mengt erscheinen und man füghch wohl nicht mehr von Varietäten sprechen kann. Geringe lokale Abweichungen kommen bei jeder Art vor. Die Längsmuskeln vercnnigen sich nicht dicht vor dem After, wie Selenka an- gibt (2, p. 74), sondern hier weit hinter diesem z. B. bei dem 7,5 cm langen Exemplar erst 1,5 cm hinter ihm. Die innere Anatomie zeigt keinerlei Abweichungen . Physcosoma riigi^escens kommt an beiden Küsten Afrikas vor, ist außer- ordentlich verbreitet im Indischen Ozean und lebt ferner im Pazifischen Ozean (Fidschi-Inseln. Rotuma und Funafuti, EUice-Inseln. Loyalty-Islands. Bismarck- Archipel), sowie also im Atlantischen Ozean (Säo Vincente. Prampram. Annobon) hält sich also innerhalb der Wendekreise und ist als circumtropische Art auch den circummundanen Formen zuzurechnen. Physcosomu Ar/assizli Kef. Fundangaben: Liberia, Kap Palmas, 15 m, steiniger Grund; C. Hupfer (2 Exemplare). Angola, Ambrizette; C. Hupfer (nach Fischer, 6, p. 10). Die Körperlänge der Tiere von Ambrizette beträgt 20 — 23 mm, die der vom Kap Palmas nur 10 — 15 nun, sie besitzen eine hellgelbliche bis weißliche Haut, die bei dem Tiere von Kap Palmas dünn, bei dem anderen dick ist. Der Rüssel ist dunkler, etwas schwärzlich gefärbt. Die Papillen treten besonders an der Basis desselben und am Hinterende als braune Flecke deutlich hervor. Bei dem kleinen Exemplare befinden sich, wie dies Kefehstein von Jugendformen angibt, auf der Rückenseite des Körpers 3 große braune Pigmentflecke. Der Rüssel trägt 15 — 16 Hakenreihen und hinter diesen dunkle Binden. An den Haken sind Nebenzähne schwer, oft gar rdcht zu erkennen, sonst entspricht die Zeichnung derselben der Kefer- STEiNS. Bei den jugendlichen Tieren von Kap Palmas waren Längsbündel nur unter dem ]VIikroskop an Hautpräparaten zu sehen. Die innere Anatomie zeigt keine Abweichung von der Beschreibung Kefersteins. gg W. Fischer. Diese Art felilt bis jetzt an der Ostküste Afrikas, kommt aber sonst im Indischen Ozeane nicht selten vor (Ceylon. Lakkadiven und Malediven), auch im Atlantischen Ozean ist sie nicht selten (Punta-Arenas an der Magalhaens- Straße. Pernambuco. Ambrizette. Kap Palmas), ebensowenig im Pazifischen Ozean (Vancouver. Panama. Californien. Loyalty Islands). Da sie über die Tropenzone hinaus bis weit in die gemäßigte Zone hinein (Vancouver und Punta Arenas an der Magalhaens-Straße) geht, ist sie als circummundane Art zu bezeichnen. Physcoso7na graniilatum Leuk. Fundangabe: Kapverdesche Inseln, Sal, 12 m (nach Sluiter, 9, p. 19j. Sluiter, der diese Art bei den Kapverdeschen Inseln konstatiert, gibt keinerlei Abweichungen vom Urtypus an. Ich habe ihre Verwandtschafts- verhältnisse zu Ph. scolops schon iu vorliegender Arbeit (p. 64) erwähnt. Sie ist eine bekannte Mittelmeerform, findet sich aber auch im atlan- tischen Ozean sowohl im nördlichen (Bretagne. Irland. Norwegen) wie im südlichen Teile (Azoren. Kapverdische Inseln) desselben, ferner im Indischen Ozean bei Sansibar. Der letzte Fundort zeigt, da sie sonst im Indischen Ozean noch nicht gefunden wurde, daß sie sich ähnlich Mae Asjndosiphon Mülleri jetzt, sowohl nach der Westküste, wie durch den Suezkanal nach der Ostküste ausbreitet. Herubel (7, p. 239) vertritt dieselbe Ansicht über Aspidosiphon Mülleri. Er sagt: „Je n'hesite pas ä croire, que le canal de Suez est utüise par certaines especes comnie Aspidosiphon Mülleri. Voila trente annees, qu'il est ouvert. Je sais bien qu'il faut compter avec la traversee des lacs Amers. Mais les Sipunculides en general, les Aspidosiphons en particulier, supportent des degres de salure enormes. Et puis d'autres animaux y passent. 44 '^'/^ des Poissons mediterraneens ont traverse le canal du nord au sud et 30 ^/^ seulement des Poissons erythreens ont fait le chemin inverse." Aspidosiphon venahulutn Sei. und Bül. Fundangaben: Senegal, Goree; Liberia, Sinoe; Goldküste, Salt PondundAccra; Kamerun, Victoria; Französisch- Kongo, Sette Cama, Nyanga-Fluß und Loango; Catinda, Landana und Cabinda; Angola, Ambrizette und Säo Paolo de Loanda; C. HuPFER (nach Fischer 6, p. 18). Gephyrea. 69 Biologisches: In Schalen von Tomella lineata Lam., Turritella angolina L., T. sp., Nassa sp., Natica sp., Terehra sp., Verona perron Reevei Strebel, Clionella sp. und Dentalium sp. Die vorstehende Art besitzt unregelmäßig gekörnelte After- und Schwanzsehilder. Sie ist bis jetzt nur in Westafrika gefunden worden und tritt hier, besonders um die Mündung der Congo herum, außerordentlich häufig an den verschiedensten Fundorten auf. Aspidosiphon Jfülleri Dies. Aspidosiphon Mülleri, Fischer 6, p. 18. Aspiodosiphon mirabilis Theel, Southern 10, p. 32. Fundangaben: Kap verde sehe Inseln (nach Sluiter). Dahomey, Groß-Popo; C. Hupfer (nach Fischer). „ Whyda; C. Hlt>fer (nach Fischer). Süd-Nigeria, Bugama (irrtümlich als Boguma bezeichnet), Brackwasser, fast frisch; C. Hupfer (nach Fischer). Quissembo (Kinsembo); C. Hupfer (nach Fischer). Biologisches: In Schalen von N^assa sp., Pleurotoma sp., Terebra sp. und Clionella sp. A. Mülleri besitzt gefurchte After und Schwanzsehilder und war früher nur aus dem Mittelmeer bekannt, ist aber jetzt von Herubel bei Djibouti (Golf von Aden), von mir neuerdings bei Suez*) (Korallem-iff; W. Michaelsen) und von SLL^TER bei den Azoren, Madeira und den Kapverdeschen Inseln konstatiert worden. Letzerer hat es sogar bei Djampea im malayischen Archipel, allerdings nur in einem Exemplare gefunden. Nach den Unter- suchungen des Fürsten von Monaco '3) ist es nicht nur littoral, wie bisher angenommen wurde, sondern kann in eine Tiefe von 800 m hinabsteigen. Southern, der die Originalexemplare Theels von Aspidosiphon mirahilis Theel genauer untersucht hat (10, p. 31), erklärt diese Art für identisch mit Aspidosiphon Mülleri. Der Hauptunterschied dieser nordischen Art ist nämlich der Besitz von nur einspitzigen Haken, während bei der Mittel- meerform vorn 14 Ringe von zweispitzigen Haken, dahinter solche von einspitzigen Haken vorkommen. Nun habe ich bei Aspidosiphon Mülleri *) Neue Fun dan gäbe. '•') Sluiter: Resultats des campagnes scientifiques de l'Hirondelle et de la Princesse Alice. 1899, Gephyriens, p. 14. 70 W. Fischer. von Westafrika (6, p. 18) und Southern bei allen atlantischen Formen nur einspitzige Haken gefunden, während Sluiter bei seinen Tieren von den Azoren und Kapverdeschen Inseln Tiere mit nur zweispitzigen oder nur einspitzigen oder ohne Haken gesehen hat, so daß auf diese Form der Haken also wohl kein Unterscheidungsmerkmal zu gründen ist. So hat Southern wohl mit Recht beide Formen für identisch erklärt. Aspidosiphon Mülleri ist seit langer Zeit aus dem Mittelmeer bekannt und ist dort außerordentlich häufig, hat sich jetzt aber sowohl nach der Westküste Afrikas (Azoren. Kapverdeschen Inseln. Goldküste. Nigeria. Französisch Kongo) wie nach der Ostküste (Suez. Djibouti) ausgebreitet, und ist sogar von Sluiter schon im malayischen Archipel (Djampea), allerdings hier nur in einem Exemplar, gefunden worden. Berück- sichtigen wir auch die identische Art Aspidosiphon mirabilis, so würde seine atlantische Verbreitung bis weit in die nördlich gemäßigten Zonen (Irland, Shetlands-Inseln, Trondhjem) hineinreichen. Im pazifischen Gebiet ist es noch nicht nachgewiesen, so daß wir es als fast circummundane Art auffassen können. AspldosipJion Klun^ingeri Sei. und Bül. Fundangabe: Kapverdesche Inseln, 52 Meter (nach Sluiter, 9, p. 20). Diese Art soU nach Sluiter den von Max Weber'*) bei Durban ge- sammelten Tieren sehr ähnlich sehen. Sie kommt an beiden Küsten Afrikas vor, im roten Meer bei Koseir und bei Djibouti, Golf von Aden. Da es auch im Indischen (Amboina) und im Pazifischen Ozean (Rotuma, Funafuti imd Loyalty Islands) gefunden wurde, ist es ebenfalls als circummundan zu betrachten. Aspidosiphon Steenstriipli Diesin§. Fundangabe: Kapverdesche Inseln, Säo Vincente; R. Pässler. Die Farbe des Körpers sowie des Rüssels des Tieres ist weißlich- gelb, die der Schilder braun. Hinter dem Afterschild findet sich eine ziemlich breite, dunkler gefärbte Zone, ebenso vor dem Schwanzschild. '^) Sluiter, Beiträge zur Kenntnis der Fauna von Südafrika. Zool. Jahrbücher XI. Bd., 1898, p. 444. Gephyrea. 'J ], Der Rüssel trägt oinon hellen Ring. In der Körperfarbe gleicht das Tier der Varietät Aspidosiphon Steenstrupü var. fasciatiis Augexer (4, p. 323). Das Afterschild zeigt aber d(>n für die typische Art cliarakt(>ristischen Über- zug mit weißen Kalkkörnolien. Die Hautk(ir})er bestehen wi(> Selenka angibt, „aus nebeneinanderliegenden polygonalen Plättchen, von denen nur 4 oder mehr in ihrer Mitte je eine Öffnung ti'agen." Hakenringe sind ca. 25 vorhanden, sie entsprechen in ilirer Form und Zeichnung denen der typischen Art. Auch sind am Hinterrande des Rüssels viele braune Zähn- chen zu sehen wie sie Augener zeichnet (4, Tafel XVI, Fig. 3). Längs- muskelstränge, die außerordentheh häufig anastomosieren, zälile ich in der Mitte 20, vorn 16. Die Segmentalorgane reichen nicht ganz 'bis zur Re- traktorenwurzel. AUes Übrige entsprach der Beschreibung Selenkas. A. Steenstrupü ist im indischen Meere sehr häufig (Koseir, rotes Meer. Djibouti, Golf von Aden. Mauritius. Golf von Manaar, Ceylon. Miniko'i, Malediven und Laccadiven. Labuan. Pundan. Lombock. Java-Meer. Bai von Batavia. Celebes-See. Molukken-Meer), kommt aber auch im Pazifischen Ozean (Bohol, Mindanao, Philippinen. Japan. Loyalty-Islands) vor. Im Atlantischen Ozean soll sie außer bei Säo Vincente auch bei den Bahamas (SmPLEY) vorkommen. Ilire Fundorte liegen alle in den Tropen, so daß sie als circumtropisch resp. auch als circummundan zu bezeichnen wäre. Aspidosijihon speculator Selenka. '^) Fundangabe: Kap verde sc he Insel Säo Vincente (nach Selenka, 15, p. 25). Diese Art hat ein gekörneltes Afterschild, während das hintere Schild gefurcht (30 Furchen) ist. Die Schilder sind dunkler gefärbt als die gelb- braune Haut. Sie besitzt im vorderen Körperdrittel über 22 Längsmuskel- stränge, die hinten häufig anastomosieren. Die beiden ventralen Retraktoren, die dicht am Hinterschild entspringen, vereinigen sich erst in der Körper- mitte. Die zweispitzigen Haken haben einige Ähnlichkeit mit denen des Asp. Steenstrupü, ebenso die Stacheln am Hiuterende des Rüssels. Auch sind zwei lange zur Hälfte angeheftete Segmentalorgane und ein Divertikel am Enddarm bei beiden Tieren vorhanden. Indessen weichen sie diu-cli den Verlauf der Retraktoren und die Form und Anordnung der Plättchen auf den Papillen wesentlich von einander ab. ^') Selenka: Eeport ou the Gephyrea collected during tlie voyage of H. M. S. Challenger 1875—76, Vol. xni, p. 25. Y2 W. Fischer. Dendrostoma signifer Sei. u. de Man. Tafel II, Fig. 12—16. Fundangabe: Deutsch-SüdAvestafrika, Lüderitzbucht, Flachwasser; W. Michaelsen. 5.— 24. Juli 1911. Diese Art ist in zalilreichen gut erhaltenen Exemplaren von 10 — 20 mm Länge vorhanden. Die Haut des Körpers ist heUgelblich-braun gefärbt, der Rüssel ist etwas dunkler und besitzt ungefähr in der Mitte das charakte- ristische dunkelblaue Band, das meist auch die Haken trägt. Oft aber ist der ganze Rüssel bis auf eine helle hakenlose Zone am vordersten Teile desselben blau gefärbt, allerdings hebt sich dann die blaue Binde durch dunklere Färbung von der Umgebung ab. Die Tentakel sind entweder gelblich oder blau mit gelblichen Spitzen. Sie stehen in 4 Gruppen. Über die Hautkörper sagt Selenka (2, p. 87) : ,,Das Tier erscheint für das bloße Auge völlig glatt, nur bei Lupenvergrößerung erkennt man die zer- streuten zahlreichen dunkel pigmentierten Hautkörper, welche überall die- selbe Größe haben und sich nicht zu Papillen erheben. Diese Hautkörper sind oval und besitzen einen zylindrischen Kanal, der nach innen zu gegen den meist körnigen Boden des Hautkörpers verläuft; der ovale, die zentrale öffoung umgebende Hof ist nicht körnig." Augener sagt dagegen (4, p. 301): ,,Über die Beschaffenheit der Hautpapillen ist zu bemerken, daß dieselben am Hinterende und in der Aftergegend größer und mehr hervorragender sind, als am Mittelkörper." Er behauptet also, die Hautkörper erheben sich auf der Haut zu Papillen und diese seien besonders am Hinterende und in der Aftergegend mehr hervorragend, als am Mittelkörper. Herubel zeichnet und beschreibt sogar Papillen von Dendrostoma signifer von der Form eines abgestumpften Kegels (7, p. 261, Fig. 2), er nennt sie ,,tron- conique". Demgegenüber muß ich bemerken, daß von Papillen bei dieser Art nichts zu sehen ist, die Hautkörper erheben sich, wie Selenka sagt, überhaupt nicht zu Papillen, wie dies Querschnitte deutlich zeigen (Taf. II, Fig. 12j. Sie sind oval, vorn hell, hinten dunkler gefärbt und erscheinen bei Lupen Vergrößerung als ovale dicht nebeneinander liegende Flecke (Taf. II, Fig. 15 u. 16). Der Querschnitt entstammt der Haut des Hinterendes. Er zeigt eine dicke, geschichtete Cuticula (c). Dieser folgt die aus Zylinderzellen bestehende Hypodermis oder Epidermis (hjy), die die Hautkörper (hk) ein- schließt. In diesen sieht man viele Drüsen. Der Boden des Hautkörpers ist meist körnig. Von den Hautkörpern geht ein langer Ausführungsgang (g), der oft gerade, bisweilen etwas gebogen verläuft, durch die Cuticula, um oben trichterförmig zu münden (ag). Plättchen sieht man nirgends um Ge))hyrea. Y3 diosp öfthung herum. Betrachtot man die Haut des Hinterkörpers von oben, nac'lidinn man sie mit Nelkenöl dvu-clisichtig gemacht hat, ohne daß die Muskelschichten abpräpariert wurden, so hinkommt man ein Bild, wie es Fig. 16 zeigt. Präpariert man dagegen die beiden Muskelschichten ab, wobei man auch die diagonale Muskelschicht zu sehen bekommt, so bleiben mit der Hjpodermis immer die Hautkörper an den abpräparierten Muskel- schichten sitzen und man erhält ein Bild (Fig. 15), das nur die Cuticula und den in ihr sitzenden Ausführungsgang (Fig. 16 g) zeigt. Das ist das Bild, welches Selenka (2, Taf. XI, Fig. 165) zeichnet. Nur zeigt dies Bild nicht den Hautkörper, sondern wie gesagt nur die Cuticida mit dem Aus- fülu-ungsgang des Hautkörpers. Im vorderen Teile, wo die Hautkörper etwas heller sind, kann man oft Drüsen und Ausführungsgänge in ihnen imterscheiden. Die Zeichnung, die Selenka (2, Taf. XI, Fig. 166) gibt, entspricht den Tatsachen, nur ist sie schwer verständlich, da sie den Hautkörper außer- halb des Zusammenhangs mit Cuticula und Hypodermis darstellt; sie scheint mir zu Mißverständnissen Veranlassung gegeben zu haben. Die vSegmental- organe waren bei unserem Exemplare nur von '/g Körperlänge, nicht wie Selenka angibt von Ya Körperlänge. Ich habe früher schon '6) erörtert, wie wenig konstant ihre Länge ist. Haken waren an allen Tieren vorhanden, sie waren kürzer und stumpfer (Fig. 13) als sie Selenka von einem Tier aus Sidney zeichnet (2, Tafel XI, Fig. 164). Unser Naturliistorisches Museum besitzt eine Dend7\ signifer aus Tasmanien, die dieselben langen, spitzen Haken wie Selenkas Tier von Sidney zeigt; und 6 Tentakelstämme besitzt. Die von Selenka bei den Philippinen konstatierten Tiere besaßen keine Haken, Augener hat denen der vorliegenden Art ähnliche Haken bei einem Exemplare aus Neu-Seeland gefunden (4, p. 337). Wir be- sitzen gleichfalls von Neu-Seeland (Auckland) eine Dendr. signifer, deren Haken ich zum Vergleich mitzeichne (Fig. 14). Diese sind etwas größer als die der afrikanischen Art aber von ähnlicher Form. Ein Divertikel am Enddarm, das Augener bei einem Tiere aus Amboina im Jalu*e 1903 fand, wurde von mir auch beobachtet. Ikeda'^) macht im Jahre 1904 gleichfalls auf einen solchen Befund aufmerksam „There occurs on the rectum a distinct blind diverticulum, such as has not been noticed in any species of X^ewtfros^oma y et described"; er hat also augenscheinlich Augeners Arbeit nicht gekannt. Wie bei Ikeda sind bei unseren Tieren immer nur ") W. Fischer, Über einige Sipunculiden des Naturh. Mus. zu Hamburg. Jahrbuch d. Hamb. Wissensch. Anst. Bd. XXX, 2. Beiheft 1913, p. 98. '') Ikeda, The Gephyrea of Japan. Tokyo 1904, p. 57. 74 W. Fischer. 4 T(>ntakelstämmo vorhandon, während Selenka angibt, daß dio Tentakel aus der Verzweigung von 5^6 Hauptstämmen entstehen. Ebenso haben AuGENER bei dem erwähnten Exemplare aus Neu-Seeland und ich jüngst bei einem Tiere von Tasmanien 6 Tentakelquasten gefunden. Augener will ähnlich wie Selenka auf den Besitz der 6 Tontakelquasten und der Haken eine Varietät gründen, die somit hinfällig wäre, da die vorliegenden Tiere mit 4 Tentakelstämmen ebenfalls Haken tragen. Unsere Art ist als erste Dendrostoma-AYi Afrikas von Michaelsen in der Lüderitzbucht gesammelt worden. Sie ist auch ist im Indischen Ozean verbreitet (Batavia. Kwandang, Celebes Meer. Amboina. Singapore.) und ferner im Pazifischen Ozean (Japan. Philippinen. Neu-Seeland. Tasmanien. Australien) anzutreffen. Wir bezeichnen sie, da sie durch den Fundort Lüderitzbucht in die gemäßigte Zone hineinreicht, als circummundane Art. Phascolosotna Semperi Sei. u, de Mau. Phascolosoma Martensi, Collin.'^) Fundangaben : Lib eria, 68 m, schwarzer, zäher Schlamm (nach Collin 18, p.302). Fernando Pöo (nach Fischer, 6, p. 13). Das bei Fernando-Po gefundene Exemplar weicht in einigen unwesent- lichen Punkten von der Beschreibung Selenkas ab. Der Körper ist gleich- mäßig dunkelbraun gefärbt. Selenka gibt an „Körperfarbe gTau, Rüssel braun". Auch setzen die Wurzeln der Retraktoren nicht so dicht am Nervenstrang an, als der erwähnte Autor dies zeichnet (2, Taf. 5, Fig. 56). Sonst entsprach die innere Anatomie vollständig den SELENKAschen Angaben. Phascolosoma Martensi, das mir von Collin freundlichst zur Verfügung gestellt wurde, entspricht in ihrem anatomischen Verhalten ebenfalls diesen Angaben; selbst der bei dieser Art charakteristische geschlängelte Verlauf des Oesophagus innerhalb der sich zu einer Rinne zusammenlegenden Retrak- toren ist deutlich zu sehen. Die Form und Anordnung der Papillen der Körperhaut ist die gleiche wie bei Phascolosoma Semperi Sel. und de Man. ebenso deckt sich der Verlauf des Bauchstrangs, der starke Seitenäste abzweigt, mit der Zeichnung Selenkas (2, Taf. 5, Fig. 56). Die zahlreichen Blindsäcke des kontraktilen Schlauches sind bei beiden Tieren vorhanden. Auch entspricht '^) Collin : Die Gyphyreen der deutschen Expedition S. M. S. Gazelle. Archiv für Naturg. 67. Jahrgang. Beiheft p. 302. Gephyrea. 75 die Lag(> des Afters zu der Mündung der Segnientalorgane und der Verlauf dm' Darmspira vollkommen doxx früheren Angab(^n Selenkas. Collin selbst sagt, daß Fhascolof^oma Martend dem Phase Semperi am nächsten stehe, aber sich durch die Länge der Segmentalorgane, die hier bis zur Ansatz- st(41e der Retraktoren reichen, während sie bei Phase. Semperi bedeutend kürzm' sind, imd durch den die ganze Spira durchziehenden Spindelmuskel unterscheide. Was die Länge der Segmentalorgane anbetrifft, so habe ich schon früher (16, p. 98) bei Physcosoma scolops von Tou. (Golf von Suez) Segmentalorgane gefunden, die fast von Körperlänge waren, während sie sonst nur halbe Körperlänge haben. Diese Tiere befanden sich im Reife- zustande, ihre Segmentalorgane waren dick mit Eiern gefüllt, so daß als sicher anzunehmen ist, daß die Länge derselben sehr variabel ist und si(^ zu Unterscheidungen von Arten nicht dienen können. Eine ähnliche Be- obachtung machte ich bei Dendrostoma signifer von der Lüderitzbucht. Auch andere Autoren haben schon auf diese Variabilität hingewiesen. So geben z. B. Selenka bei Phascolosoma pellucidum an „Segmentalorgane von '/g Körperlänge", Keferstein dagegen „Segmentalorgane kurz" und M. A. Lanchester bei Exemplaren von Singapore „Segmentalorgane von Vfi Körperlänge". Was den Spindelmuskel anbetrifft, so sagt Selenka: „Es existiert nur ein vorderer Spindelmuskel, welcher die Spira nicht verläßt." Das ist etwas unklar und leicht mißzuverstehen. Es heißt doch Avohl aber, daß nur die hintere Ansatzstello des Spindelmuskels an die Körperwand fehle, was ja bei Phascolosoma Martevsi auch der Fall ist. Übrigens sah ich deutlich bei dem CoLLix'schen Exemplare vom Darmdiver- tikel aus den Spindelmusk(4 bis unter den After verlaufen, eine Beobachtung, die dieser anfangs auch machte, bei einer Revision aber nicht wieder finden konnte. Ferner konnte ich auch bei Ph. Semperi von Fernando Poo im hinteren Teile der Spira den Spindelmuskel deutlich sehen. Der Spiramuskel ist also bei beiden Tieren vorhanden, und tritt nicht aus der Spira heraus. Damit fällt auch der zweite Unterschied der beiden Arten und ich kann nicht umhin Phascolosoma Martensi Collin für identisch mit mit Phascolosoma Sempei'i Sel. und de Man. zu erklären. Phascolosoma Semperi kommt an beiden Küsten Afrikas vor, an der Westküste also bei Liberia und bei der Insel Fernando-Poo, an der Ost- küste im Golf von Tadjourah (Golf von Aden), also im Indischen und Atlantischen Ozean, ferner im Pazifischen Ozean bei Bohol (Philippinen), so daß es, obwolü bis jetzt nur wenige Fundorte bekannt sind, als circum- mundan bezeichnet werden muß. 76 W, Fischer. Phascolosoma papilliferum Kef.'^) Phascolosoma dissors Sel. und de Man. (2, p. 32). Phymosoma papilliferum Kef. (Augener 4, p. 342). Fundangabe: Kapverdesche Inseln, 91 m, (nach Sluiter, 9, p. 9j. Mit Recht nimmt Sluiter, (9, p. 9) den alten Namen Phascolosoma papilliferum wieder auf, der von Selenka in Phascolosoma dissors Sel. u. DE Man. umgeändert worden ist, mit der Begründung, daß der Name Phascolosoma papilliferum mit dem ähnlich klingenden Namen Phascolosoma papillosum Thompson verwechselt werden könnte. Augener (4, p. 342) will es zu der Gattung Phymosoma (= Physcosoma) stellen; seiner Ansicht nach spräche die Form der Haken dafür. Solche Haken kommen aber auch bei der Gattung Phascolosoma vor. Dagegen spricht aber meiner Meinung nach, was wichtiger ist, das Fehlen deutlich gesonderter Längsmuskelstränge, die doch ein Hauptmerkmal der Gattung Physcosoma sind, wenn er auch (3, p. 342) behauptet: „Das vorliegende Exemplar (Originalexemplar von St. Thomas) befindet sich in einem so zarten dünnhäutigem Zustande, daß die Anordnung der Hautmuskidatur schwer zu erkennen ist, immerhin läßt sich im hinteren Körperabschnitt eine Sonderung der Längsmuskulatur in Stränge feststellen", so ist die Sonderung in Längsmuskelstränge nicht sicher genug fundiert, um eine derartige Umstellung rechtfertigen zu können, zumal Keferstein'^) ausdrücklich sagt: „Muskulatur dünn, ohne gesonderte Ring- oder Längsstränge." Auch triftt seine Vermutung, daß die von mir zuerst beschriebene Phascolosoma lobostomum (6, p. 14) ebenfalls eine Physcosoma mit schwer erkennbarer Sonderung der Längsmuskulatur sei, nicht zu. Phascolosoma papilliferum ist zuerst von Keferstein bei St. Thomas (Antillen) konstatiert worden. Shipley hat sie bei Minikoi (Laccadiven und Malediven) gefunden, so daß sie also im Indischen und Atlantischen Ozean verbreitet ist. Aus dem Pazifischen Ozean ist sie nicht bekannt. Immerhin kann sie als fast cirummundane Form betrachtet werden. Phacolosoma lagense Fischer f6, p. 13). Tafel II, Fig. 1—3. Fundangabe: Süd-Nigeria, Lagos; Garke (nach Fischer). Figur 2 meiner Tafel gibt eine Zeichnung des Tieres in natürlicher Größe. Figur 1 eine Ubersichtszeichnung der anatomischen Verhältnisse. '") Zeitschrift für wissensch. Zoologie. Bd. XV, p. 434. Gephyrea. 77 Es tritt hior besonders der kurz(> kontraktile Sehlaucli (Fig. 1 kt. g.) hervor, durch den es sich von dem ähnlichen Phascolosoma capense Teuscher unter- scheidet, welches einen kontraktilen Schlauch besitzt, der bis zum Anfang der Darmspira reicht und zudem noch kurze Zotten hat. Auch die Papillen des Hinterendes sind mehr birnenförmig (Fig. 3). Die des Phascolosoma capense nähern sich mehr der cylindrischen Gestalt (Fig. 4 u. 5) und sind länger. Im Übrigen verweise ich auf meine frühere Beschreibung dieser Art (6, p. 13). JPhascolosonia pusillutn Sluiter (9, p. 14). Fundangabe: Kapverdesche Inseln, Sal (nach Sluiter). Diese Art ist von anderen unterschieden durch die vier sehr kurzen Retraktoren, die sich weit nach vorn, dicht hinter dem After an die Körper- Avand heften, die lockere Darmspirale, den Mangel der Haken und die eigentümliche Form der Papillen des Körpers und des Rüssels. PhascoUon Hupferi Fischer (6, p. 16 und 17). Fundangaben: Liberia, Kap Mount, 11 m; C. Hupfer (nach Fischer), Süd-Nigeria, Bugama (irrtümlich [6, p. 17] als Bog"uma an- gegeben), Brackwasser, beinahe frisch; C. Hupfer (nach Fischer). Kamerun, Victoria; C. Hupfer (nach Fischer). Angola, Mucula, 11 m; C. Hupfer (nach Fischer). Das bereits beschriebene (6, p. 16) Tier, wurde in einer Oliva- Schale gefunden und ist demgemäß spiralig aufgerollt. Der Körper hat keine Haftpapillen. Bei der früheren Beschreibung ist ein Versehen untergelaufen. Es steht dort ,,die Segmentalorgane imgefälir von '/^ Körper- länge waren hinten fest." Es muß natürlich heißen ,,das Segmentalorgan ungefähr von '/^ Körperlänge war hinten fest." 78 AV. Fischer. Echiuroidea, Thalassemci pellucidutn Fischer. Fundangabe: Dahomey, Whyda (nach Fischer, 6, p. 19). Diese Art hat 13 Längsbündel und 2 Paar Segmentalorgane mit Spiraltuben hinter den großen goldglänzenden Hakenborsten. Sie hat mit Thalassema Baronii Greeff von den kanarischen Inseln, das aber 18 bis 19 Längsmuskelbündel besitzt, wie ich seinerzeit aus dem Original exemplar Greeff's ersehen konnte, einige Ähnlichkeit. TJialasscfna Hupferl Fischer. Fundangabe: Französisch-Kongo, Nyanga-Fluß (nach Fischer, 6, p. 20). Das Tier hat nur 10 — 11 Längsbündel und 2 Paar Segmentalorgane mit Spiraltuben, nicht 2 Segmentalorgane, wie ich in den Gephyreen des Naturhistorischen Museums (6, p. 20) irrtümlich geschrieben habe, so daß Shipley in seiner Übersicht der Echiuriden^o) zu dem erklärlichen Irr- tum verleitet wurde, daß es nur 1 Paar Segmentalorgane besäße. Von der vorhergehenden Art unterscheidet es sich durch die geringere Anzahl der Längsmuskelbündel und den Rüssel, der gleich an seiner Basis aus- einander weicht, während er dort an der Basis gesclilossen ist. Thalassema Tnultilineattim n. sp. Tafel II, Fig. 10 und 11. Fundangabe: Westküste Afrikas (ohne nähere Angaben); Schilling. Das Exemplar ist 7,5 cm lang und in der Mitte 3 — 3,2 cm breit, der Rüssel fehlt. Der Körper ist vorn und hinten zugespitzt (Fig. 11). Die Haut ist ziemlich durchsichtig und läßt die 21 — 22 Längsbündel, eine bisher bei der Gattung Thalassema noch nicht konstatierte Anzahl deutlich durchschimmern. Die Hautfarbe der Spiritusexemplare ist hell ledergelb, ^°) Shipley, On a Collection of Echiurids from the Loyalty Islands New-Britain and Cliina-Straits. Willeys Zoological. Results. Part. III, 1899, p. 348 und 354. Gephyrea. 79 stollonweiso bläulieh, dio Papillen, die die Haut gleichmäßig und ziemlich dicht bed(^eken, sind am Körper klein, mit bloßem Auge kaum sichtbar, nur am Vorderende und Hinterende treten sie stärker hervor. Besonders am Hinterend<> sind sie zu großeu, eng aneinander schließenden, meist eckigen Warzen (Fig. 11 w) umgewandelt, die Spitze ist wieder glatt. Die Längs- bündel (hn) sind äußerlich 2 mm breit, ebenso ihre Zwischenräume, innen dagegen (Fig. 10 Im) sind sie bedeutend breiter, als ihre Zwischen- räume. Diese Breitendifferenz der Bündel innen und außen rührt daher, daß äußerlich die Haut der Zwischenräume blasenartig aufgetrieben ist und die Längsmuskelbündel zu beiden Seiten überwölbt und so deren Breite verringert. An Flächenpräparaten der Haut sieht man deutlich von innen schon mit bloßem Auge, die von Spengel^') geschilderten, die Zwischenräume der Längsmuskeln überbrückenden Diagonalfaserbündel (Taf. H, Fig. 10 .sp.), welche in regelmäßigen Abständen Löcher zwischen sich lassen, durch die die Cölomflüssigkeit in die Muskelzwischenräume oder Intramuskularräume tritt. Bei Lupenvergrößerung und guter Beleuchtung kann man sogar, die von diesen Bündeln senkrecht nach innen bis zur Leibeswand gehenden Scheidewände oder SeptaUeisten wahrnehmen, die also die Zwischenräume in einzelne Kammern abteilen, welche regelmäßig hintereinander in den Zwischenräumen der Längsbündel liegen. Längsschnitte zeigen die Septal- leisten, wie auch Spengel sagt, deutlich als ziemlich nahe bei einander stehende Zacken eines Kammes von der Längsmuskelschicht in das Cölom hinein- ragend. Spengel behauptet, daß die Diagonalfaserschicht bei Thal, ei^ythro- grammon auf den Längsbündeln eine gesclüossene Schicht bildet, also dort nicht in Bündel zerfiele, das scheint mir bei unserer Art nicht der Fall zu sein. Man kann die einzelnen Bündel auch auf den Längsmuskeln deutlich ver- folgen. In diese so entstehende Kammern tritt nun die Cölomflüssigkeit ein und so kann, wie Spengel sagt, ,,ein starker Druck derselben, wie er infolge der Kontraktion der Hautmuskulatur eintritt, die Außenwände im Bereich jedes Intermuskularraumes stark nach außen verwölben. Daduix-h aber entsteht ein sehr charakteristisches schon verschiedenen Beobachtern am lebenden Tiere aufgefallenes und von ihnen beschriebenes Bild des Auftretens von Buckeln der Haut, die regelmäßig Längs- und Querreihen bilden." Über die Funktion dieser Intermuskularräume behauptet derselbe Autor ist ebensowenig etwas Sicheres zu sagen, wie über die der Integumental- räume der Sipunculus-ÄTten. Die Hakenborsten (Taf. 11, Fig. HA) sind ^') Spengel: Über den Hautmuskelschlauch gewisser Thalassema-Arten. Verhandl. d. zool. Gesellschaft 1912, p. 315. gQ W. Fischer. verhältnismäßig klein und goldglänzend, an der Spitze stark umgebogen. Diese umgebogene Spitze ist bräunlich. Ein Interbasalmuskel, wie er bei Echivrus 2^) vorkommt, felilt. Die 3 Paare von Segmentalorganen, von denen das erste, wie bei allen Arten mit 3 Paar Segmentalorganen, vor den Hakenborsten liegt, haben 2 lange Spiraltuben, sie selbst sind sehr lang, von ca. V4 Körperlänge. Der Darm war mit Muschelbruchstücken und Korallenkalk angefüllt. Am Enddarm befindet sich ein kugeliges Divertikel. Die Analschläuche sind von etwa '/^ Körperlänge, etwas dunkler als der Darm melir bräunlich ge- färbt. Wimpertrichter schienen vorhanden zu sein. Die vorstehende Art steht dem Thalassema eryth'ogrammon Leuck. und Rüpp. (= Tli. caudex. Lampert), das aber nur 16 — 18 Längsbündel besitzt, nahe. Spengel will für diese Art wegen der vielfachen Unterschiede, die sie von anderen Arten dieser Gattung trennen, den alten Gattungsnamen Oehetostoma wieder einführen und den Gattungsnamen Thalassema auf Arten mit nicht gesonderter Längsmuskulatur beschränken. Thalassema elapsutn Sluiter (9, p. 24). Fundangabe: Kap verde sehe Inseln, 628 m (nach Sluiter). Die Tiere sind im Alkohol von blaßgrauer Farbe, im Leben wahr- scheinlich grün. Die Hakenborsten sind graubraun, nicht goldglänzend. Die Haut ist selu" dünn und durchsichtig und trägt zahlreiche kleine Papillen, die vorn und hinten größer sind und dichter stehen als in der Mitte, hinten sind sie in Kreisen angeordnet. Die Muskellage ist kontinuierlich. Ein Divertikel am Rectum wurde nicht gefunden. Sie besitzt nur 1 Paar von Nephrostomen mit Wimpertrichtern ohne lange Filamente. Am Rectum sind 2 Analscliläuche mit Wimpertrichtern vorhanden. ÄhnUchkeit soll sie mit Thalassema faex. Selenka und Thalassema Lankesteri Herdman haben. Die folgende Tabelle möge die Verbreitungsverhältnisse der 22 in Westafrika vorkommenden Gephyreen illustrieren: ") Ph. Seitz, Der Bau von Echiurus (Urecliis) chilensis. Zool. Jahrb., 24. Bd., 1907, p. 332 und Taf. 29, Fig. 2 und 16. Gephyrea. 81 tJbersichtstabelle der Verbreituugsj;ebiete der west- afrikauischeii Uephyreen. Arten iiiste von West- Küste von Atlan- tischer Mittel- In- discher Pazi- fischer afrika Ostafrika Ozean nieer Ozean Ozean 1. Sipunculus cumanensis 2. Sipunculus titubans — — — — — 3. Physcosoma scolops — — — — — 4. Physcosoma ntgrescens — — — — — 5. Phascolosoma Semperi — — — — — 6. Aspidosiphon Klunzingeri — — — — — ■ 7. Aspidosiphon Steenstrupii — — — — — 8. Physcosoma Agassizii — — — — 9. Dendrostoma signifer — . — — 10. Phascolosoma papilliferum — — — 11. Aspidosiphon Mi'dleri 1 — — — — — 12. Physcosoma granulatum — — — — 13. Sipunculus norvegicus — — — ? 14. Phascolion Hupferi — — 15. Phascolosoma lagense — — 16. Aspidosiphon venabulum — — 17. Aspidosiphon Speculator — — 18. Phascolosoma pusillum — — 19. Thalassema pellucidum 20. Thalassema Hupferi — — 21. Thalassema elapsum — — 22. Thalassema muetilineatum — ■ — 10 von diesen Arten [Sipunculus cumanensis, Sipunculus titubans, Physcosoma scolops^ Physcosoma nigrescens^ Physcosoma Agassizii^ Aspidosophon Klunzingeri^ Aspidosiphon Steenstrupii^ Dendrostoina signifer, Phascolosoma Semperi und Phascolosoma papilliferum (dissors) sind als cir cummundan e Formen, deren Verbreitungsgebiet meist innerhalb der Tropen liegt, anzu- sehen. Drei davon Physcosoma Agassizii, Dendrostoma signifer und Phasco- losoma papilliferum kommen noch niclit an der Küste Ostafrikas vor, da sie aber aus dem indischen Ozean bekannt sind, ist ihre Ausbreitung an diese wolil nur eine Frage der Zeit. Zwei weitere Aspidosiphon Mülleri und Pliyscosoma granulatum sind altbekannte Mittelmeerformen. Sie treten an beiden Küsten Afrikas auf. Das erstere ist sogar schon in den Indischen Ozean vorgedrungen. Allerdings ist bis jetzt nur ein ver- einzeltes Vorkommen bei Djampea konstatiert. Im Atlantischen Ozean ist es sowohl nach Norden bis Norwegen und Irland als auch im Süden bis fast nach Kamerun verbreitet. Das Verbreitungsgebiet der letzteren 6 Michaelsen, Westafrika. 32 W. Fischer. Art reicht im Atlantischen Ozean bis hinauf nach Norwegen, im Indischen Ozean ist es nur von Sansibar bekannt. Sipunculus norvegicus, eine alt- bekannte nordische Form, geht in das Gebiet des Unterwassers des süd- lichen Teiles des Atlantischen Ozeans bis zu einer Tiefe von 2779 Meter herab. Die übrigen 9 Arten (siehe Tabelle) sind in unserem Gebiete endemische Formen. So weist also das Verbreitungsgebiet der meisten Arten unserer Fauna auf eine Verwandtschaft dieser Arten mit denen der Ostküste Afrikas und damit auch der indopazifischen Meere hin. Nur 2 haben sich wahrscheinlich vom Mittelmeer aus hierher verbreitet, eine Form ist aus den nordischen Gewässern in das Tiefseegebiet unserer Fauna eingewandert. Es widerspricht diese Folgerung allerdings der altbekannten Tatsache, daß die Faunen der Ost- und Westküste Afrikas Faunen von der allergrößten Verschiedenheit darstellen, indessen sind Ausnahmen hierbei betreffs pela- gischer Tiere und besonders guter Schwimmer, die bei unserer Gruppe in die Larvenform gegeben wären, zu machen. Denkbar wäre es allerdings, aber wenig walirscheinlich, daß die an beiden Küsten Afrikas auftretenden cirummundanen Formen von zwei Seiten her, also vom Indischen und vom Atlantischen Ozean her, an die Küste Afrikas herangekommen wären. Gephyrea. 83 Figarenerkläruni>. Taf.4 11. Fig. 1. Phascolosoma lageyise Fischer. Geöffnetes Tier; 4:1. a = After; bf = Befestigter; d = Darm; dr = dorsale Retraktoren ; vi" = ventrale Eetraktoren ; kt. g. = kontraktiles Gefäß ; n = Nervenstrang; r = Rüssel; sg = Segmentalorgane. Fig. 2. — — — — — — Ganzes Tier in nat. Gr. Fig. 3. — — — — — — Papille vom Hinterend(^; stark vergr. Fig. 4. Phascolosoma capense Teuscher. Papille vom Hinterende; stark vergr. (wie Fig. 3). Fig. 5. — — — — — — Eine andere Papille vom Hinterendo; in gleicher Vergr. Fig. 6. Physcosoma scolops Sel. und de Man. Papille; 380:1. Fig. 7. — — — — - — — var. mossambicense. Haken vom Originalexemplar, 560 : 1. liz = Hauptzahn; nz =^ Nebenzahn; hn = Knick der hellen Linie. Fig. 8. — — — — — — von Groß-Friedrichsbm-g. Haken; 380:1. Buchstabenbezeichniing wie in Fig. 7. Fig. 9. Physcosoma gramdatum Leuck. von Sansibar. Haken; 380:1. Buchstabenbezeichnung wie in Fig. 7. Fig. 10. Tlialassema iiudtilmeatum n. sp. Hautstück von innen gesehen; natürl. Gr. im, = Intramuskularräume ; hn = Längs- muskeln ; tni = schiefe Muskeln ; sp = Septalleisten. Fig. 11. — — — — — — Ganzes Tier; in nat. Gr. h = Hakenborsten,- tv = warzenartige Anhäufung der Papillen am Hinterende; sonst wie bei Fig. 10. Fig. 12. Dendrostoma sigrdfer Sel. und de Man. Querschnitt durch die Haut vom Hinterende; 380:1. hk = Hautkörper; g = Ausführungsgang des Hautkörpers ; ag = Ausführungs- öffnung des Hautkörperganges ; c = Cuti- cula; dr =^ Drüsen im Hautkörper; hp = Hyi^odermis ; Im = Längsmuskeln ; rm = Riugmuskeln. 84 W. Fischer. Yia 13. — — — von Lüdcritzbucht. Haken; Stark vergT. Yia, 14. — — — — von Auckland. Haken; in gleicher Vergr. wie Fig. 13. Fio-. 15. — — — — Hautkörper vom Hinterende (Muskel- scliichten entfernt); 380 : 1. Buchstabenbezeichnung wie bei Fig. 12. Yio-. 16. — — — — — Hautkörper vom Hinterende (Muskel- schichten nicht entfernt); 380:1. Buchstabenbezeichnung wie bei Fig. 12. Michnelsen, Meeresfauna Westafrikas: Füsckcr, Cepliyrea. Taf.E. Flg. 9. hp dr ag--^:^ ff-m Fig. 13. IPV — '' -^ g hk Fig. 12. ^^^'Sii" Fiq. Vt. Fin. II. f'^ fe '^. \(^ ;.'S ■ - (ly % yr ^- -9 ■^V,- '\' Fig. 15. Fiq. 16. W.Fischer gpz. L. Friederichsen u. Co.. Hamburg. LithAiislv,K.Wesser,Jena. i Mollusca I, Gen. Pusionella von Hermann Strebel (Hamburg). Mit 1 Tafel. 7 Michaelsen , Westafrika. M Die letzte zusammenfassende Arbeit über die Gattung Pusionella Gray ist meines Wissens die von Tryon in seinem Manual of Conchology, vol. VI, 1884. Die spätere Literatur hat nur wenige neue Arten hinzu- gefügt, aber besonders wichtige Ergänzungen über die Fundorte gebracht. Ich gebe, bevor ich an die Einzelbeschreibung gehe, ein Litteraturver- zeichnis, für dessen Zusammenstellung ich besonders dem Verwalter der Conehylien-Abteilung unseres Museums Herrn Dr. Leschke zu Dank ver- pflichtet bin. Wie ich in meiner Arbeit Bemerkungen zu den C/aua^iiZa-Gruppen. Perrona und Tomella im 2. Beiheft zum Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten, Band XXIX, 1912 anführte, kann ich mich auch hier im wesentlichen auf das von Kapitän Hupfer von der Woer- MANN-Linie in den Jahren 1887 — 1891 mit großer Sorgfalt gesammelte Material stützen, wozu noch ergänzend bemerkt sein mag, daß dies Material vom Boot aus gedrakt wurde. Außerdem ist mir wieder in liebenswürdiger Weise Vergleichsmaterial aus dem Berliner Museum und aus der Sammlung LöBBECKE in Düsseldorf zur Verfügung gestellt, wofür ich den Herreu Thiele und Wenck dankbar bin. Ganz besonders hat mich aber Herr Ph. Dautzenberg in Paris verpflichtet, der mir nicht nur Literatur und wichtige Auskunft mancherlei Art, sondern auch Co-Typen mich inter- essierender Arten aus seiner reichen Sammlung zukommen ließ. Ferner hat auch diesmal wieder Herr E. A. Smith in London mit stets bereiter Liebenswürdigkeit mir manche» wichtige Auskunft erteilt, desgleichen Herr Gaston Mermod in Genf über einige LAMARCK'sche Typen und die Herren Pfeffer und Michaelsen von unserm Museum über allgemeine, für meine Arbeit wichtige Fragen. Ihnen Allen sei herzlicher Dank ausgesprochen. Es erscheint ziemlich zwecklos eine Gattungs-Diagnose aufzustellen, da man nur wenige Schahmcharaktere zur Verfügung hat, die überein- stinamend bei allen Arten vorkommen. Das Gehäuse ist im allgemeinen selir starkschalig, was wohl auf den starken WeUenscldag zurückzufüliren 7* 88 Hermann Strebel. ist, der an der ganzen Westküste Afrikas vorherrschen soll Das Gehäuse ist meist glänzend, einfarbig und ohne Zeichnung. (Kur P. nifat ist mit Fleckenreihen verziert). Die weißliche, gelbliche bis braune Färbung, die schlankere oder gedrungenere Form, das Verhältnis der Höhe des Ge- windes zu der der letzten Windung, wie auch die Form der 10—12, meistens wenig gewölbten, zuweilen seitlich abgeplatteten Windungen zeigen sogar bei ein und derselben Art Verschiedenheiten auf, die es oft schwer machen, die Arten richtig abzugrenzen. Es ist auch eine eigenartige Er- scheinung, daß bei ein und derselben Art die Windungen von der Naht in Gewöhnlicher Wölbung aber auch wulstig bis stufenartig absetzen. Die letzteren Formen scheinen mit der Absonderung einer weißen Schmelz- schichte in gewisser Beziehung zusammen zu hängen, die das Tier in größerer oder geringerer Stärke in der oberen Innenkante der Windungen absondert, und die mehr weniger deutlich oben an der Mündung als Schwiele auf die Spindelwand heraustritt, wenigstens scheint diese Ab- sonderung den ersten Anstoß zu der Kantenbildung oder Wulstbildung zu geben. Die gleich(^ Erscheinung hndet sich bei den Gattungen Perrona und Tomella. Das Gewinde ist zugespitzt und die letzte Windung setzt sich etwas sackartig vom Schnabel ab. Die Mündung ist oval, oben zugespitzt, am Spiudelrand stumpfwinkelig, unten in einen Kanal ausmündend. Der Außen- rand ist scharf, dem Kontur der Windungen entsprechend gebogen. Der Basalrand ist mehr weniger deutlich kurz nach außen umgebogen, daher erscheint er, wo er sich an das wulstige, nach außen gedrehte Spindelende anlehnend ins Innere zieht, mehr weniger deutlich kammartig vorstehend (Fig. 22). Die Spindel wand ist in ihrem Kontur schwach winkelig eingebogen und mit einem oben meist dünnen, nach unten dickeren und abgegrenzten Belag versehen. Die obersten Windungen sind meistens abgebrochen; wo sie er- halten, sind die ersten l'/a oder 2 V2 Windungen glatt, glänzend und etwas durchsichtig, oft blauschwarz oder schwarzviolett gefärbt. An einzelneo Stücken kann man übrigens sehn, daß bei abgebrochener Spitze die Öffnung durch Schalensubstanz geschlossen ist. Auf die glatten Windungen folgt die Skulptur, die einerseits aus Rippenfalten besteht, die durch Zwischen- räume getrennt, sich über 4 — 7 Windungen erstrecken und allmählich an Schärfe der Ausprägung abnehmen. Bei einer Gruppe von Formen (P. milleti) sind die Falten von Anfang an flacher und nur durch Furchen voneinander getrennt; sie erstrecken sich dann über aUe Windungen, wobei Mollusca I, Gen. Pusionclla. 89 zuletzt freilich nur die Furelieu übrig bleiben. Andererseits treten b(u all(Mi Arten von Aulang an Spirallurchen auf, die anfangs dichter gereiht, später weitläuhger stehn, auf dem mittleren Teil der letzten Windungen häufig ganz verschwinden, in der Nahtnähe am längsten erhalten bleiben, dort auch zuweilen gedrängter stehn, ja selbst, wie bei P. vulpina, Reifen umsclüießen können. Den Schnabel umzielm immer gröbere Furchen, zwischen denen häufig Reifen liegen. Scheinbar mit den äußeren Spiral- furchen zusammenhängend, treten zuweilen im Innern der Mündung Spiral- leisten auf; ihre Ausbildung scheint erst bei vorgeschrittenem Alter einzu- treten, insofern als bei jüngeren Stücken sie entweder ganz fehlen, oder nur vereinzelt auftreten. Sie befinden sich zwischen der oberen Kante und dem Schnabel, bezw. dem Kanal. Wenn ich diese Erscheinung auch nur bei der Gruppe P. aculeiformis-catelini gefunden habe, so ist es mir doch nicht klar geworden, inwieweit sie für Art oder Varietät als kon- stantes Merkmal zu verwerten ist, und ob man sie auf anatomische Anlage oder auf den Einfluß der Umwelt bezw. auf Beides zurückzuführen hat. Hierfür, wie auch für das weiter oben angeführte Vorkommen von wulstig oder stufenförmig von der Naht absetzende Windungen, können nur Unter- suchungen an Ort und Stelle, sowohl der umgebenden Lebensbedin- gungen wie des genauen anatomischen Verhaltens an möglichst frischem Material Aufschluß bieten. Auch ein anderer Umstand wäre hier zu er- wähnen, daß ähnlich wie bei der Gruppe Perrona 1. c. p. 22 angeführt wurde, auch hier scheinbar anormal große Formen einer Art zur Ausbil- dung kommen, oder wenn man will, wenn die großen Formen die normalen sind, Kümmer- oder Zwerg-Formen etwa lokal beschränkt auftreten. Ich komme auf diese nicht sicher festgestellte Erscheinung noch zurück. Der Deckel ist in der Form und dem seitlich situierten Nucleus derselbe wie bei den Gruppen Perrona und Tomella (Fig. 24 a, b). Die Innenseite ist nach außen mit einer breiten, nach innen schmalen glänzenden Randzone versehn. Soweit er herauszuholen war, ist er bei allen Arten gleich. Die Anwuchs streifen, bezw. der äußere Mundrand zeigen nur eine sehr schwache Einbuchtung etwas unterhalb der Naht, jedenfalls durchweg schwächer als bei den Gruppen Perrowi und Tomella, wo er noch mehr dem Pleurotomiden-Typus entspricht. Als fossile Vorfahren der Gattung aus dem Miocän werden in CossMANN, Essais de Paleoconchologie comparee, 10. Lieferung Decb. 1896 folgende aufgeführt: Pleurotoma saucatsensis Mayer, P. pedemontana und tauronifat Sacco. Nach den Abbildungen zu urteilen, erinnert die vorletzt- QA Hermann Strebel. genannte Art an PusioneUa vnlpina oder aculeiformis, die letztgenannte an F. nifat in sehr verkleinerter Form. Bei der Besprechung der Arten werde ich auch diejenigen anführen, die bisher fälschlich zu PusioneUa gezählt wurden. Nach Abzug derselben bleibt das Vorkommen der Gattung nach den bisherigen Sammelergeb- nissen auf die Westküste von Afrika beschränkt. Es ist aber dabei zu bedenken, daß bisher vorwiegend nur diejenigen Lokalitäten berück- sichtigt wurden, die durch Anlagestellen der regelmäßigen Dampfer- oder Schiffs-Verbindungen geboten sind. Selbst das durch draken gewonnene Material hängt doch vielfach von Zufälligkeiten ab. Es bedarf noch vielseitiger und gründhcher DurcMorschung der Strand- bezw. Littoral-Fauna seitens Fachleute, die auch möglichst zu den verschiedenen Jahreszeiten vorge- nommen wird, und nicht zu vergessen, des Studiums der umgebenden Ver- hältnisse, sowie der anatomischen Untersuchung der Tiere. Nur auf solcher Basis wird es sich ermöglichen, über die Verbreitung der Arten und ihrer Varietäten, bezw. über die richtige Abgrenzung derselben maßgebende Aufschlüsse zu gewinnen. Es fehlt beispielsweise zur Zeit noch Material von den Bezirken nordwärts von Senegambien, die wie schon Dautzenberg (vergl. Literaturverzeichnis Nr. 23 p. 1) bemerkt, allerdings schwer zu- gänglich sind, und wohl nur von eigens dazu ausgerüsteten Expeditionen erforscht werden können. Pallary berichtet im Bulletin scientilique de la France et de la Belgique, Tome 41, 1907, an den Küsten von Marokko eine PusioneUa rafel Adanson gedrakt zu haben, wobei es freilich dahin- gestellt sein muß, ob er darunter eine P. vulpina oder recluziana ver- standen hat. Er knüpft daran die nicht mehr neue Bemerkung, daß das Mittelländische Meer einen Teil seiner Fauna vom Atlantischen Ozean er- halten habe, wofür es ja viel Beweismaterial gibt. Was die Pusionellen anbetrifft, so hat bisher nur Weinkauff (Literaturverzeichnis Nr. 13) eine Bestätigung dafür vermerkt, in dem er angibt, P. nifat an der Küste von Algier persönlich aus einem Schleppnetz gezogen zu haben. Zum Schlüsse sei hier noch bemerkt, daß ich wie schon bei den Gruppen Perrona und Tomelia auch hier das Material nach den Fundorten von Nord nach Süd fortschreitend ordnen werde. Ferner werde ich, um Wiederholungen zu vermeiden, das selbst untersuchte Material von Hupfer stammend mit H, das des Berliner Museums mit B, das vom Löbbeke- Museum mit L, und das von Dautzenberg stammende mit D bezeichnen. Ebenfalls zur Ersparung von unnötigen Wiederholungen, gebe ich nach- stehend ein vollständiges Verzeichnis der gebotenen Fundorte nicht nur von dem von mir untersuchten Material, sondern auch von dem aus der Mollusca I, Gen. Pusioiiella. 91 luor vorz(üc'lin(>t(Mi Lit(>ratur bekannt goword(Mion. Das Verzeichnis ist wie die Besfhreibung des Materials von Nord nach Süd fortschreitend geordnet und numeriert, so daß bei den Besclu-eibungen nur die Nummer des Fundortes angegeben zu werden braucht. Liste der Fundorte. 1 Lemsid 2 Bilaouak 3 Tonei'l 4 Senegal (ohne nähere Angabe) 5 Bai von Goree Innerhalb derselben a) Goree b) Dakar c) Beiair d) Rufisque 6 Cape Rouge 7 Njaning 8 Guinea im Allgemeinen 9 Monrovia 10 Grand Bassa 11 Little CuUoh (CuUan) 12 Sinoe (Sinu) 13 Little Kootan (Potan, Gootan) 14 Sess Town (Sass Townj 15 Cape Palmas 16 Wataboo 17 Liberia im Allgemeinen. 18 Cape Coast Castle 19 Accra (Akkra, Akra) 20 Prampram 21 Addah (Adda, Ada) 22 Port Seguro 23 Anecho (Klein Popo) 24 Grand Popo 25 Kotonou 26 Whydah (Weida, Quida) 27 Victoria 28 Insel St. Thome 29 Libreville (Freetown) 30 Nyanga(Nyango)-Fluß 31 Sette Cama (Sette Kamma, Setta Gamma) 32 Loango 33 Landana 34 Cabinda 35 Pointe Padrone (Padrao) 36 Shart Point 37 Ambrizette (Ambrizete) 38 Ambriz 39 Mossamedes 40 Gr. Fisch-Bai (Tiger-Bai) 41 Insel Ichabo e. Q2 Hekmann Strebel. Literatar-Yerzeiclmis. 1. Adanson. Histoire Naturelle du Senegal, Paris 1757. 2. Born. Testacea Musei Caesarei Vindobonensis, Wien 1780. 3. Tableau Encyelopodique et Methodique des Trois Regnes de la Nature, Vol. 1 und 3, Paris 1827. 4. Bruguiere, Lamarck, Deshayes. Encyclopedie Methodique, Vol. 2, Paris 1830. 5. Kiener. Species General et Iconograpliie des Coquilles Vivantes, Vol. 4/5, Paris 1834—1845. 6. Lamarck -Deshayes. Histoire Naturelle des Animaux sans Vertebres, Vol. 9, Paris 1845. 7. Reeve. Conehologia Iconica. Vol. IV, London, Novb. 1847. 8. Philippi. Abbildungen und Beschreibungen neuer oder wenig gekannter ConchyHen, Vol. 3, Cassel 1851 (Septb. 1850). 9. Petit de la Saussaye. Notice sur un Groupe de CoquiUes classes panni les Fuseaux (Fusus Lam.), Journal de ConchyHologie, Vol. 2, Paris 1851. 10. W. Dunker. Zeitschrift für Malakozoologie, 1852, p. 191, Cassel 1852. 11. A. Adams. Proceedings Zoological Society, London 1853. 12. W. Dunker. Novitates Conchologicae, Mollusca marina, Cassel 1858/70. 13. Weinkauff. Die Conchylien des Mittelmeers, II, Cassel 1867. 14. F. P. Marrat. Quarterly Journal ofConchology, Vol. 1, London 1874/78. 15. H. VON Maltzan. Jahrbücher der Deutschen Malakozoologischen Ge- sellschaft, Vol. 10, Frankfurt a. M., 1883. 16. Tryon. Manual of Conchology, Vol. VI, Philadelphia 1884. 17. Ph. Dautzenberg. Memoires de la Societe Zoologique de France, Vol. III, Paris 1890. 18. Derselbe. Ebendaselbst, Vol. IV, 1891. . 19. JoussEAUME. Le NaturaHste. Paris 1896. 20. E. R. Sykes. Description of new forms. Proceedings Malacological Society, London, Vol. VI, London 1905. 21. Lamy. Bulletin du Museum d'Histoire Naturelle, Vol. XIV, p. 286. Paris 1908. 22. A. Nobre. Materiaux pour l'etudo de la faune malacologique des possessions portugaises de l'Afrique occidentale. Bulletin de la Societe portugaise des Sciences naturelles, Vol. III, Supplement 2, Lisbonne 1909. 23. Ph. Dautzenberg. Contribution ä la Faune malacologique de l'Afrique occidentale. Actes de la Societe Linneenne de Bordeaux 1910. Mollusca I, Gen. Pi^sionella. 93 24. Dorsolbo. Mission Gruvcl sur la (Juto occid(>ntal(' d'Afrique. Annales de i'Institut Oceanographiquc, Paris 1912. Bei den Beschreibungen der Arten werde ich, um Wiederholungen zu vermeiden, nur den Autor und die betreffende Nummer des vorstehenden Verzeichnisses anführen. Ich nuiß noch hinzufügen, daß ich besonders die alten Autoren, wie sie ja in Lamarck-Deshayes üb(^rall aufgeführt werden, hier nicht weiter berücksichtigt habe, soweit sie wed(>r für die Bestimmung der Art, noch für die Fundorte Bedeutung haben. Gruppe nifat. Pusionella nifat Brugi^re (Figg. 19—23, 24 a, 24 b). Adanson N. 1 Terebra Le Nifat p. 52 pl. 4, Senegal, Cote de Ben, Sable. Tableau Encyclopedique N. 3. Vol. 1, p. 174, Vol. III, pl. 437, Fig. 2. Fusus scalarinus Lam. Encyclopedie N. 4. p. 161 N. 38 Fusus nifat Lam und scalarinus Lam. Kiener N. 5. Fusus nifat p. 42, pl. XXIII Fig. 1, Fusus nifat var. angulosa (sca- larinus) p. 43, pl. XXIV Fig. 2. Lämakck-Deshates N. 6. Fusus nifat p. 459. scalarinus p. 462. Eeeve N. 7. Fusus nifat, Fig. 30. Weinkauef N. 13. p. 112 Fusionella nifat, an den Küsten von Algier gedrakt. V. Maltzan N. 15. p. 129. Pusionella nifat und var. angulosa Kiener. Trton N. 16 p. 235. F. nifat pl. 31, Fig. 13, var. scalarinus Fig. 14. Lamy N. 21. p. 296. F. nifat. Dautzenbekg N. 24. P. nifat und scalarinus als Synonym. Die Art ist aus der vorhandenen Literatur genügend gekennzeichnet. Immerhin mögen noch einige genauere Angaben von Nutzen sein. Die Veränderhchkeit in der Form bewegt sich einerseits in der sclilankeren bis breiteren Form, bezw. in dem Unterschied in der Höhe des Gewindes im Verhältnis zur Höhe der letzten Windung. (VgL Figg. 20, 21.) Auch die Form der Windungen ändert sich von der gleichmäßigen sanften W^ölbung ausgehend, (Kiener Taf. 23, Fig. 1) durch ein mein- weniger wulstiges Absetzen von der Naht (Fig. 20) hindurch, bis zur Kantenbildung, dessen schärfste Ausprägung die Fig. 21 wiedergibt, so daß mit Recht die sog. Varietät angulosa Kiener oder scalarinus Lam als Synonym ange- Q^ Hermann Strebel. sehn -ward. In der Regel werden am Gewinde die Windungen allmählich zunehmend wulstig von der Naht absetzend, seltener zunehmend kantig, oft verschwindet aber auch das wulstige, und die letzten Windungen setzen normal von der Naht ab, so daß hier eine Absonderung von Varietäten ungerechtfertigt wäre. Leider steht mir kein Stück mit vollständig erhaltener Spitze zur Verfügung. Vom best erhaltenen bilde ich sie in Fig. 23 ab. Darnach sind von den glatten Windungen nur 1 '/2 erhalten, aber es scheinen 2'/2 wie bei der Mehrzahl der Arten vorhanden gewesen zu sein. Die dann folgenden Windungen zeigen wulstige Falten in der Anwuchsrichtung, die an der Naht oben und besonders unten angeschwollen erscheinen und in der Mitte abgeflacht sind. Sie werden von 4 Spiralfurchen durchschnitten, von denen die obere eine wulstig berandete, in Körner zerteilte Naht ab- sondert. Die unten stark geschwollenen Falten springen über die Naht vor. Diese Skulptur erstreckt sich nur über etwa 2 Windungen, die Falten verschwinden zuerst, etwas später die wulstig berandete Naht, am spätesten die Spiralfurchen. Auf den unteren Windungen zeigen sich höchstens noch in der Nahtnähe Spuren von Spiralfurchen, bis dann wieder unten am Schnabel 3 — 5 sehr seichte und weitläufig gereihte Furchen auftreten. Die Einbuchtung in den Anwuchsstreifen liegt unterhalb der Kante, wo eine solche vorhanden ist. Der Deckel ist in Fig. 24 b abgebildet, in 24 a ist die Innenseite ver- größert wiedergegeben. Der Nukleus Hegt in der Mittelhöhe der nach innen gerichteten Kante. 1. Coli. ScHOLviEN. Fundort 4. 3 Stücke, schlank, mittlere Windungen wulstig bis schwach kantig absetzend, was auf der letzten zum Teil ver- schwindet. Das größte Stück mißt bei 10 erhaltenen Windungen: Fig. 20 51,8 — 21,1 — 25,3.1) 1 Stück bis zuletzt mit scharf ausgeprägter Kante und stark aus- geprägter Schwiele, Gewinde kurz, 11 erhaltene Windungen. 51,8 — 24,2 — 27,5. 2. N. 7326. ex Coli. Geodeffroy, Fundort 4. 1 Stück mit stumpfkantig absetzenden und 12 erhaltenen Windungen. 47,0 — 18,5 — 23,4. 3. Von engl. Händler. Fundort 4. 3 Stücke, eins davon mit kantig ab- setzenden, 10 erhaltenen Windungen. Ein anderes schlank, mit normal und schwach gewölbten, 11 erhaltenen Windungen. ') Von den Zahlen bedeutet die erste immer die ganze Höhe, die zweite die Breite der letzten Windung, die dritte die Höhe der letzten Windung in Millimeter. Mollusca I, Geu. Pasionella, 95 Das crstoro Stück mißt 41,3 — 18,6 — 22,9. Das zweite 58,5 — 22,9 — 27,0. 4. N. 1425. Alte Sammlung. Ohne Fundort. 4 Stücke. Das grüßte hat kantig absetzende, 9 erhaltene Windungen. 5G,3 — 24,8 — 28,8. 5. Lamy, K. 21. Fundort 5 b. 6. V. M.4LTZAN, N. 15. Fundort 5, selten in der Bai auf Sandgrund. Die var. angulosa Kienek [scalarina Lam.) Fundort 7 häufiger. 7. CoU. B. Hoffmann, Fundort 8. 3 Stücke mit wulstig bis schwach kantig absetzenden Windungen. Das größte hat 1272 erhaltene Windungen. 45,8 — 18,5 — 22,1. 8. Dautzenberg 24, p. 8. Fundort N. 10. 9. Coli. H. N. 14516. Dezb. 5. 1887. Fundort 10, 8 Fad., Salzwasser. 1 Stück, mittlere Windungen wulstig absetzend, letzte nicht mehr. 10 erhaltene Windungen. 40.5 — 17,3 — 21,1. 10. Coli. H. N. 21253, Fundort 12, Mai 23. 1891. 7 V2 Fad., Salzwasser, Schlammgrund. 1 Stück mit nur wenig wulstig absetzenden Windungen. 10 erhaltene W^indungen, deren oberste in Fig. 23 abgebildet sind. 29,4 — 12,4 — 16,2. 11. CoU. H. N. 14 625, Fundort 14, Dezb. 5. 1882. 14 Fad., Muddgrund. 1 Stück mit erst wulstig, dann schwach kantig absetzenden Windungen, deren 10 erhalten sind. 35,8 — 15,0 — 18,2. 12. Coli. H. N. 10234, Fundort 16, 1887. 9 Fad., Sand- und Mudd-Grund. 1 Stück mit schwach wulstig absetzenden, 10 erhaltenen Windungen. 36,4 — 15,6 — 19,4. 13. Coli. H. N. 25 741, Fundort 19, 1889. Salzwasser, 5 Fad., Muddgrund. 3 nicht ausgewachsene Stücke mit schwach wulstig absetzenden Win- dungen. Davon 1 Stück mit 11 erhaltenen Windungen. 38,1 — 15,8 — 20,0. 1 Stück mit 9 erhahenen Windungen. 26,0 — 11,5 — 14,6. 14. Coli. H. N. 25234, Fundort 21. Septb. 1888, Salzwasser, 6 Fad., Sand- gTund. 1 Stück mit schwach bis stärker kantig absetzenden, 8 er- haltenen W^indungen. 26,0 — 12,2 — 15,3. 15. Dautzenberg, 24 p. 8. Fundorte 25 und 29. 16. Coli. H. 26939, Fundort 33, 1889. 4 Fad., Salzwasser, selu- weicher SchlammgTund. 1 Stück mit zunehmend scharf kantig absetzenden, 11 erhaltenen Windungen. 39.6 — 17,4 — 21,7. (jg Hermann Strebel. 17. Dautzenberg, 24 p. 8. Fundorte 35, 36. 18. Coli. H. 16 899, Fundort 37, März, 6. 1890. 6 Faden. 1 Stück mit scharf kantig absetzenden, zuletzt kantig vorspringenden Windungen, tot gesammelt. 19. Coli. H. 25812. Fundort leider nicht genau verzeichnet. 10 erhaltene, zumeist mit scharf vorspringender Kante absetzenden Windungen. Fig. 21, 22. 44,9 — 20,0 — 24,2. Verbreitung : Außer dem bisher vereinzelt vorkommenden Funde an der Küste von Algier, vom Senegal bis zum nördlichen Angola. (Ambrizette.) P, nifat var. major nov. var. (Fig. 19.) Im Berliner Museum befindet sich ein leider selir abgerolltes Stück aus der Coli. TmERMANN, das v. Marxens mit conf P. alhocincta Petit, Journ. Conch. 1851, Vol. VI, p. 76, PI. 1, Fig. 12 bezeichnet hat, das aber entschieden zu nifat gehört. Das Gehäuse ist spindelförmig, starkschalig, von der schlanken Form, ohne wulstig oder kantig von der Naht absetzende Windungen, wie sie auch bei der typischen P. nifat verzeichnet werden konnten. Nur an den 4 — 6 oberen Windungen ist ein leicht wulstiges absetzen von der Naht bemerk- bar. Die Mündung und die Spindelpartie sind genau wie bei P. nifat. Der abgerollte und vielfach angefressene Zustand des Stückes hat von der Zeichnung nur die Hauptmomente erhalten. Die braunen Flecke laufen vielfach ineinander, so daß sie als solche kaum mehr zu erkennen sind, nur weiße unregelmäßige Striemen in der Anwuchsrichtung und die 4 weißen Spiralbänder, die auch teils in Flecke aufgelöst sind, bis auf das zweite von oben, das auf der letzten Windung durchgehend erhalten ist, sind erkennbar. Von einer Skulptur ist auch auf den oberen Windungen nichts mehr vorhanden. Trotz dieser Mängel unterliegt es keinem Zweifel, daß wir es hier mit einer besonders großen Varietät von P. 7iifat zu tun haben, wie auch aus der Abbildung ersichtlich sein wird. Ein Fundort ist nicht gegeben, es wird also von der Zukunft abhängen, ob wir über Vorkommen wie auch über den frischen Zustand dieser Form genauere Auskunft erhalten. Bei 10 erhaltenen Windungen sind die Maße folgende: 70,9 — 28,5 — 32,0. Mollusca I, Gen. Pusionella. 97 Gv*uppe vulpina. Gemeinsame Merkmale sind folgende: Am Embryonalgewinde sind nur die ersten J '/o Windungen glatt. Die Rippenfalten an den folgenden Windungen schwächen sehr i-asch ab und erstrecken sich nur auf 2 — 3 Windungen. Die Spiralfurchen dagegen bleiben besonders in der Naht- nälie bis zuletzt ziemlich scharf ausgeprägt. Die Schwiele oben auf der Spindelwand tritt im allgemeinen wenig hervor. Pusionella vulpina Born. (Fig. 8, 9, 9 a, 9 b, 10, 10a, 16, 16 a). Born, N. 2, p. 317, Taf. 11, Fig. 10, 11. Murex vulpinus, Patria ignota. Kiener, N. 5, p. 46, pl. VIII, Fig. 2. Fusus buccinatus Lam., Cote du Senegal. Lamarck, N. 6, p. 461. Fusus buccinatus. Hab.? V. Maltzan, N. 15, p. 129. Pusionella vulpina und buccinata. Tryon, N. 16, p. 234, pl. 31, Fig 4. Nobre, N. 22, p. 10. Dautzenberg, N. 23, p. 69, N. 24, p. 7. Die auf Born folgenden Autoren haben sich wohl meistens an dessen schlechte Abbildung gehalten, die nebenbei gesagt auch nicht die in der kurzen Beschreibung erwähnten Spiralstreifen an der Naht zeigt. Hätte man die angegebenen Maße 1 poU. 5 lin. berücksichtigt, so würde man sich überzeugt haben, daß die Abbildung zu breit im Verhältnis zur Höhe geraten ist, und es hätte kein Grund vorgelegen, Fusus buccinatus Lam. als schmälere Form von vulpina abzusondern. Wenn auch individueUe Verschiedenheiten in den Maßverhältnissen vorkommen, so muß doch buccinata als Synonym von vulpina betrachtet werden. Deshayes in Lamarck 1. c. fügt dem Fusus buccinatus noch als Synonym Buccinum Le Rafel Adanson hinzu, und ihm folgt v. Maltzan, der wie Tryon auch noch Fusus recluzianiis Petit als weiße Varietät hinzufügt. Dautzenberg stellt Le Rafel zu recluziana, was ich für richtiger halte. Meiner Auffassung nach möchte auch ich reclu- ziana von vulpina vorläufig getrennt halten, worauf ich noch zurückkomme. Das Gehäuse von vulpina ist festschaUg, fettglänzend, gelblich weiß oder auch hell- bis dunkelbraun, zuweilen auch graubraun. Die 12 Win- dungen sind regelmäßig und schwach gewölbt, bezw. sie setzen nicht wulstig von der Naht ab; nur die letzte hebt sich wie bei der Gattung überhaupt etwas sackartig vom Schnabel ab, und sie ist bedeutend niedriger 98 Herxianx Strebel. als das Gewinde. Unter den feineren Spirallurchen treten unterhalb der Naht von Anfang an 2 gröbere hervor, die sieh bis zuletzt erhalten und zuweilen auch, besonders auf den mittleren Windungen, etwas wulstige Reifen umschließen. Während die feinen Spiralfurchen zuweilen auf der Mittelpartie der letzten Windung mehr weniger undeutKch werden, treten dann am Schnabel 4 — 6 wulstige Reifen auf, die durch grobe Furchen ge- trennt werden. Das nach außen gewamdene wulstige Spindelende ist unten immer durch einen weißen, verdickten Spindelbelag abgegTenzt, der bei farbigen Stücken sich immer besonders hervorhebt. Nach oben zu wird der Spindelbelag dünner und hebt sich kaum in der Farbe ab. 1. Ich stelle hier ein Stück voran, das, leider ohne Fundortsan- angabe, sich im Genfer Museum befindet, und das mir Herr Mermod mit der Bemerkung zur Ansicht geschickt hat, daß es sich außer- gewöhnlich gut dem LAMARCK'schen Typus von buccinatus nähert, der sich ja wie die LAMARCK'schen Typen überhaupt im Genfer Museum befindet. Es entspricht auch tatsächlich ganz gut der KiENER'schen Abbildung 1. c, die ja nach LAMARCK'schem Typus angefertigt wau'de. Die Maße des Stückes sind bei 12 Windungen 42,7 — 17,2 — 18,6. Ich bilde das Stück in Fig. 9 ab, dem ich noch in Fig. 9 b ein Stück der letzten Windung für die typische Skulptur und in Fig. 9 a die obersten Windungen darstellend, hinzufüge. Zu dieser Figur be- merke ich noch, daß hier scheinbar 2 V2 glatte Windungen anstatt der sonst üblichen 1 '/a erscheinen, was aber offenbar auf AbroUung zurück- zuführen ist. 2. ex CoU. Dautzenberg, Fundort 2. 1 Stück, das mir Herr Dautzenberg als reduzianus zugeschickt hat, das ich aber der Form des Gewindes und seiner Windungen nach zu vulpinus rechnen möchte. Es ist milchweiß, vollständig und gut erhalten, wenn auch mit Pagurus be- setzt, und mißt bei 9 '/o Windungen: 28,0 — 11,0 — 13,0. 3. Coli. L, Fundort 4. 1 sehr abgerolltes Stück, so daß von der Skulptur wenig erhalten ist. Die Spitze ist abgebrochen, 9 erhaltene Windungen. 41,0 — 17,7 — 18,7. 4. CoU. B, ex Coli. Paetel, Fundort 4. 1 Stück von brauner Farbe, ähnlich wie das Genfer Stück. Die Spitze ist abgebrochen, 8 V2 g^" haltene Windungen. 37,0 — 15,8 — 17,1. 5. Coli. B, ex Coli. VON Maltzan N. 37811. Fundort 5. 4 Stücke von einem französischen Kapitän erhalten, hell bis dunkler bräunlich, un- ausgewachsen. Alle Stücke zeigen unterhalb der Naht etwas wulstige Reifen. Ein vollständiges Stück mißt bei 974 Windungen: 28,1 — 12,3 — 14,1. Mollusca I, Cieii. Pusionella. 99 6. Coli. B, ex Coli. VON Maltzan N. 37 216. Fundort 5, vulpina var. palUdior bestimmt. 1 junges, hellbraunes Stück. 7. Coli. B, ex Coli. VON Maltzan N. 37217. Fundort 5 d, 20 Met., Sand- gi-und. 1 vollständiges Stück hellbraun, jung, 9 '/a Windungen. Fig. 10, 10 a. 24,G — 10,8 — 12,3. 8. Coli. B, ex Coli. VON Maltzan N. 37 220. Fundort 5e, 15 Met., Sand- grund. 1 vollständiges Stück huccinata var. alba bestimmt, gelblich- weiß, Figg. 16, 16a. 9'/o Windungen. 27,0 — 10,8 — 13,0. Dies wird wohl das Stück sein, das v. Maltzan 1. c. p. 129 unter huccinata für recluziana gehalten hat. 9. Dautzenberg, N. 23 p. 19. Fundort 6. 10. NoBRE, N. 22 p. 10. Insel St. Thome. 11. Dautzenberg, N. 24 p. 7. Fundorte 35 — 36. 12. N. 18746 ex Coli. Filby (N. 5649). 1 Stück ohne Fundort, grau- eraun, auf den mittleren Windungen mit 2 deutlichen Spiralreifen unterhalb der Naht, die zwischen den groben Furchen hervortreten; sie werden auf den beiden letzten Windungen immer schwächer, so daß nur die gröberen Spiralfurchen nachbleiben. Von feineren Spiral- furchen ist hier nichts mehr zu erkennen. Die Spitze ist abgebrochen; es sind 9 erhaltene Windungen. Fig. 8. 47,3 — 19,2 — 20,4. Es liegen noch einige Stücke aber ohne Fundortsangabe und ohne besondere Merkmale vor, so daß es überflüssig ist, sie noch aufzu- führen. Verbreitung. Die angefülu'ten Fundorte gehn von Bilonak in Maure- tanien bis Shart Point in Angola, doch ist zu bemerken, daß zwischen Goree bezw. Cap Rouge und der Insel St. Thome uns eine große Lücke entgegentritt. Man muß abwarten, ob spätere Funde hier noch eine andere Verteilung bringen, und wenn nicht, ob für das Nichtvorkommen der Art in der erwähnten Lücke eine Erklärung gefunden wird. P, vulpina var. recluziana Petit. (Figg. 5, 6, 11, 12, 12a). Petit de la Saussäye N. 9 p. 77. Fusus recluzianus. Cotes du Senegal. V. Maltzan N. 15 p. 29. (Vergl. jP. vulpina.) Tryon N. 16 p. 235. (Vergl. JP. vulpina.) Dautzenberg N. 18 p. 29. N. 23 p. 20 unter dem Namen P. Candida Phil, und als Synonym Le Rafel Adanson hinzufügend. N. 24 p. 7 ebenfalls unter dem Namen P. Candida Phil. 100 Hermann Strebel. Wie schon bei P. vulpina bemerkt wurde, halten v. Maltzan und Tryon die reduziana für eine Farbenvarietät von vulpina, so daß man von den von ihnen angegebenen Fundorten nicht wissen kann, zu welcher der beiden Formen sie in Wirklichkeit gehören. Was nun Dautzenbergs Vor- gehen anbetrifft, recluzianns unter dem Namen Candida Phil, aufzuführen, so begründet er dies schriftlich mir gegenüber damit, daß die Beschreibung der Form der Windungen an der Naht ihm nur auf reduziana zu passen scheine, und da der PniLippi'sche Name Priorität habe, er voranzustellen sei. Der PmLippi'sche Typus ist offenbar ein junges Stück gewesen und jedenfalls schlecht, bezw. der hervorgehobenen Beschreibung nicht ent- sprechend abgebildet. Solange nun nicht dieser Typus unsern heutigen Anschauungen entsprechend nachgeprüft werden kann, so scheint es mir richtiger solche fragliche Arten lieber unberücksichtigt zu lassen, sie jeden- falls nicht auf das ungewisse hin mit gut bekannten Arten zu identifizieren. Dasselbe gilt von Le Rafel Adanson, wobei auch die Beschreibung der Form der Windungen für die Zurechnung zu reduziana anstatt zu vulpina maßgebend wurde. Die Abweichung der P. reduziana von imlpina besteht meiner Auf- fassung nach in folgendem. Die Färbung ist ausnahmslos milchweiß. Das Gewinde ist im Ver- hältnis zur letzten Windung niedriger, die Form des Gehäuses ist ge- drungener, und das Gewinde steigt weit weniger regelmäßig konisch empor, da es oben ziemlich plötzlich sich verengert, indem die ersten ca. 3 Win- dungen sehr langsam an Breite zunehmen, die folgenden dann plötzlich rascher, dann wieder langsamer breiter werden. Die Windungen setzen mehr weniger deutlich wulstig von der Naht ab, und die letzte ist deutlich seitlich abgeplattet und erscheint mehr walzenförmiger in ilirem Hauptteil als bei vulpina. Ob das vereinzelte Auftreten einer schwärzlich blauen Färbung der obersten Windungen ein charakteristisches Merkmal ist, wie Dautzenberg anzunehmen scheint, ist für mich fraglich, konstant ist es jedenfalls nicht. Die Original-Beschreibung und Abbildung der reduziana entspricht nun nicht ganz den vorstehend etwas übertrieben hervorgehobenen Charak- teren, aber sie sind doch besonders in der Abbildung entschieden ange- deutet und auch das unter N. 6 aufgeführte Stück entspricht diesen etwas abgeschwächten Charakteren. Es kann daher befremden, daß ich bei der schon in der Gattungsbeschreibung hervorgehobenen und bei P. nifat stark betätigten Veränderlichkeit gewisser Schalencharaktere, hier eine Sonderung vornehme, die nicht gerade auf sehr fester Grundlage ruht. Der Grund Mollusca I, Gen. Pusionella. |01 dafür liegt Avosoiitlich darin, daß die Form rerluziana, wie ich sie auffasse, besser zu P. grandis bezw. zu P. valida, die ich später folgen lasse, hin- überführt als es P. vulpina tut. 1. Dautzenberg 23 p. 20, Fundorte 1, 2, 3. 2. Coli. B, ex Coli. Paetel, Fundort 4. 1 Stück mit stark wulstig von der Naht absetzenden Windungen; die starke Abrollung läßt die Skulptur nicht mehr gut erkennen. Die Spitze ist abgebrochen, es sind 9 Win- dungen erhalten. Fig. 11. 33,2 — 14,8 — 16,0. 3. ex Coli. ScHOLYiEN, Fundort 4. 1 Stück mit schwach, aber deutlich wulstig absetzenden Windungen. Die Rippenfalten erstrecken sich wenn auch allmälilich abschwächend doch über 3 Windungen. Die Spiralfurchen sind noch auf der letzten Windung vorhanden und die 2 gröberen unterhalb der Naht deutlich, fast bis zuletzt ausgeprägt. Das Stück ist vollständig und hat 11 Windungen. Fig. 6. 36,5 — 15,3 — 17,0. 4. Von der Linnaea bezogen, Fundort 5. 1 Stück, sehr typisch nach meiner Auffassung, ganz ähnlich dem sub 2 verzeichneten, aber kleiner. Die schwachen Rippenfalten erstrecken sich nur auf 2 Windungen. Das Stück ist vollständig und hat 8 V2 Windungen. Figg. 12, 12 a. 23,7 — 10,9 — 12,3. 5. Coli. B auch von der Linnaea, aber offenbar von v. Maltzan stam- mend, Fundort 5 e, 15 Met. Tiefe. 2 Stücke, ganz wie das voran- gehende. Das größte Stück hat 9 Windungen und mißt 28,2 — 12,1 — 14,7. 6. Coli. D, Fundort zwischen 5 d und 5e gedrakt in 6 — 9 Met. 1 Stück mir zum Studium geschenkt. Die Windungen setzen nicht so deutlich wulstig von der Naht ab, wie die vorangehenden, es scheint mehr dem PETiT'schen Typus zu entsprechen, die Spitze ist violett gefärbt. Die Spiralskulptur zeigt ziemlich weitläufig, nur an der Naht ge- drängter stehende Furchen, die Betonung der 2 groben Fiu-chen unter- halb der Naht fehlt. Von Rippenfalten lassen sich nur auf der 3. Windung Spuren entdecken, es scheint hier x\brollung vorzuliegen. Das Stück ist vollständig und hat 9V2 Windungen. Fig. 5. 33,5 — 14,1 — 16,0. 7. Dautzenberg N. 18 p. 29, Fundort 5 c, gedrakt in 8 Met., „fond de sable vasard fin". N. 23 p. 20, Fundorte 5d und 5e und 5 d, in 18—20 Met. gedrakt. 8. Coli. L, ohne Fundort, fälschlich milleti bestimmt, dabei der Name 8 Michaelsen, Westafrika. 1Q2 Hermann Strebel. SowERBY. Ist offenbar verwechselt. Das Stück ist vollständig und hat 10 Windungen. 29,4 — 12,5 — 13,8. 9. Dautzenberg N. 24 p. 7, Fundort 39. Verbreitung. Hier tritt uns dieselbe Lücke in den Fundstellen entgegen wie bei P. vulpina. JPusionella valida Dunker. (Figg. 1-4.) Dunker N. 10 p. 191. Bullia valida. Hab.? Oceano pacifico. Derselbe N. 12 p. 33, Taf. 10, Figg. 1—2. A. Adams N. 11 p. 73. JPusionella grandis. Tryon N. 16 p. 234. P. valida, Taf. 31, Fig. 9. NoBRE N. 22 p. 10. Von dieser als valida bekannten, scheinbar ziemlich seltenen Art, liegen mir 2 Stücke vor, und zwar der Dunker'scIio Typus aus der REENTs'schen Sammlung, und ein Stück aus der Coli. Lübbecke, das letztere trägt innen eine Etikette mit der Bemerkung: Museum Norris, Pusionella gt^andis. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß gi^andis A. Adams (nicht Gray wie in Paetels Katalog irrtümlich steht) nach den mir vorliegenden Stücken nur eine etwas kleinere Form von valida ist, auch Edgar A. Smith stimmt mir darin bei. Andererseits stimme ich Dautzenberg bei, der vermutet, grandis sei nur eine große Form von recluziana, wonach dann valida eine noch größere Form sein dürfte. Eine sichere Entscheidung kann ich deshalb nicht treffen, weil sowohl den mir vorliegenden Stücken von valida so wie denen von grandis die Spitze fehlt, und ihr Erhaltungszustand auch die richtige Skulptur nicht mehr erkennen läßt. Die Form der geschwollen von der Naht absetzenden und seitlich abgeplatteten letzten Windungen, so wie Reste von groben Spiralfurchen unterhalb der Naht sprechen dafür, daß die Art zu reclii- zianus in naher Beziehung steht. 1. Der DuNKER'sche Typus aus dem Berhner Museum hat ein etwas gelb- liches Äußere mit einzelnen rostbraunen Striemen und Flecken, die mir aber von einem künstlichen, zum Teil abgeriebenen Überzug her- zurühren scheinen. Die Abbildung in den Novitates ist so weit gut, nur setzen die Windungen in Wirklichkeit geschwollener von der Naht ab. Auf den erhaltenen ersten Windungen erscheint es fast, als ob Spuren von Rippenfalten vorhanden seien, jedenfalls sind aber auf Mollusca I, Gen. Pusionella. 103 4 Wiüdiinticn noch Kosto von groben SpiralfurclKMi imtorlialb dor Naht zu erkennen. Es sind 117+ ^^'indungen erhalten. Fig. 1. 79,7 — 28,3 — 31,9. 2. Das Stück aus der LöBBECKE'schon Samndung ist noch schlechter er- halten als das DuNKER'sche, zeigt aber das gleich gefärbte Äußere, nur daß vor Auftragen des Firnis {?) das Stück mit Sandpapier ab- gerieben zu sein scheint. Ich gebe nur die Maße, um zu zeigen, daß das Verhältnis des Gewindes zur letzten Windung und die ßreiten- verhältnisse verschieden von denen des DuNKER'schen Stückes sind. Auch hier ist die Spitze abgebrochen, es sind 10 Windungen erhalten. Fig. 2. 71,1 — 28,3 — 33,4. 3. Coli. B, ex Coli. Paetel. P. grandis Gray bestimmt. Fundort Africa occidentalis. Das Stück ist milclnveiß, sehr abgerollt, sonst identisch im Aufbau imd in der Form der Windungen wie valida, nur kleiner. Die Spitze ist abgebrochen, es sind 8 Windungen erhalten. 54,9 — 21,7 — 25,0. 4. Dautzenberg schickt mir 2 Stücke zur Ansicht. Sie sind milchweiß, aber auch sehr schlecht erhalten, so daß von Skulptur nur bei dem größeren auf der 4. und 5. erhaltenen Windung Spuren von 2 groben Spiralfurchen sichtbar sind. Auf das kleinere Stück, von dem ich nur den Kontur der Spitze wiedergebe, stützt Dautzenberg mit Recht seine Bemerkung, daß dies Stück ihn zu der Annahme bringe, grandis sei eine große Form von recluziana. Wenn Dautzenberg schriftlich hin- zufügt, daß diese Stücke weniger gestreckt seien als valida, so hatte er dabei die Abbildung des DuNKER'schen Typus im Auge. Ich wies schon darauf hin, daß das LößBECKE'sche Stück ein viel kürzeres Ge- Avinde als das DuNKER'sche hat und doch ganz entschieden eine valida ist. Fig. 3. 10 Windungen erhaUen. 57,8 — 22,5 — 26,4. Fig. 4. 11 Windungen erhalten. 53,2 — 21,3 — 25,6. Bei diesen Stücken steht Senegal als Fundort. Adams gibt für den Typus von grandis die Insel Ichaboe an. Für F. valida gibt Nobre 1. c. die Bai dos Tigres (Große Fisch-Bai) an und bemerkt dazu „Ein vollständig ausgebildetes Stück" da er aber weder Be- schreibung, bezw. Maße, noch Abbildung gibt, so bleibt es unsicher, ob seine Bestimmung richtig ist. Ich habe mich an das Musee Bocage, wo dieser Typus liegen soU, gewandt, aber keine Antwort erhalten. Sonst ist für P. valida kein sicherer Fundort bekannt. \()^ Hermann Strebel. Gruppe Kraepelini. Die gemeinsamen Charaktere der Gruppe sind folgende: Das Ge- häuse ist spindelförmig, festschalig. Das Gewinde ist kürzer als die letzte Windung und der Schnabel ist verhältnismäßig lang. Die Windungen sind wenig gewölbt; die ersten sind glatt und glänzend. Wie es scheint, sind es deren 2'/2 7 meistens sind die obersten Windungen nicht ganz erhalten, aber an einem Stück der var. nana sind doch fast 2 Windungen erhalten, so daß das typische wohl 2 V2 sein wird. Mündungs- und Spindelpartie weichen nicht von denen der Gattung ab, ebensowenig der Deckel. Die auf die glatten Embryonalwindungen folgende Skulptur besteht einerseits aus Rippenfalten, die oben und unten angeschwollen sind; der obere Teil fällt mit einem etwas wulstigen, die Naht abgrenzenden Reifen zusammen, während der untere, stärker angeschwollene Teil etwas die folgende Naht überragt. Zwischen den Rippenfalten stehn sehr feine Spiralreifen, die aber früher verschwinden als die Rippenfalten, welche zuerst in der Mitte obsolet werden, so daß nur der obere Teil in der Form von Knötchen, der untere in der Form von Tropfen nachbleibt. Diese Skulptur erstreckt sich über mehr oder weniger Windungen, auf den letzten sind meistens nur Spiralfurchen in der Nahtnähe vorhanden, dann auf der letzten am Schnabel wieder ca. 20 feine Reifen, die nach oben zu in Spiralfurchen übergehen. Die Mündungspartie ebenso wie die Spindelpartie haben die übliche Form, der äußere Mundrand ist scharf, der Basalrand wie üblich etwas nach außen gebogen, der Schnabel ist verhältnismäßig lang, breit, offen und etwas nach links gerichtet. Das Innere ist mit einer weißlichen Schmelzschichte belegt, die sich in der inneren oberen Kante der Win- dung verdickt und bald kaum oder etwas deutlicher als Schwiele auf die Spindelwand austritt. Der Deckel ist typisch. Die Anwuchsstreifen zeigen eine nur schwache Einbuchtuno-. Pusionella kraepelini nov. spec. (Figg. 37, 40, 43, 44.) Das Gehäuse ist glänzend, kastanienbraun, zuweUen an der Naht weißlich berandet, wie auch die ersten Windungen glänzend und farblos sind. Die wahrscheinlich 10 — 11 Windungen (kein Stück ist vollständig) sind wenig gewölbt, an der Naht schwach wulstig, die letzte ist seitlich etwas Mollusca I, Gen. rusioiiella. 105 abgeplattet und setzt sich wie o(>wühnlicli etwas sackartig von dem ziemlich br«nten, off'c^nen, unten (>twas nach links gebogenen Schnabel ab. Die Spindelwand ist mit einem glänzenden, farblosen Callus belegt, oben ist von der austretenden Schwiele wenig zu sehen. Die weiter vorne ge- schilderte vollständige Skulptur erstreckt sich eigentlich nur auf 2 Windungen, ihre Abschwächung dagegen kann sich individuell noch bis auf weitere 3 Windungen erstrecken. Die letzten Windungen zeigen an der Naht zu- weilen noch einige schwache Spiralfurchen. 1. Coli. H, N. 25353, Fundort 5, Salzwasser, 12 Fad. 2 unausgewachsene Stücke. 8 erhaltene Windungen. Figg. 40, 43. 15,7 — 7,0 — 9,6. 2. Coli. H, N. 25 414, Fundort 26, 5 '/u Fad., Salzwasser, Septb. 1888. 1 junges Stück. 3. Coli. H, N. 25 761, Fundort 31, 6 Fad., Salzwasser, Muddgrund. 6 Stücke, darunter : Fig. 37. 9 erhahene Windungen, 29,9 — 12,6 — 16,9. 8 erhaltene Windungen, 30,7 — 13,0 — 18,7. 4. Coli. H, N. 26 987. Fundort 34, 1889, Salzwasser, 4 Fad. 1 junges Stück. 5. Coli. H, Fundort 34, 3 '/i bis 4 Fad., Salzwasser, Muddgrund. 1 junges, totes, zerbrochenes Stück. Aus dem MuddgTund, wo alle leeren Ge- häuse mit Sipuncididen besetzt waren. P, Uraepelini rar. nana u. var. (Fig. 39.) Coli. H, N. 21254, Fundort 30, 8 Fad., Sclüammgrund. Es Hegt nur 1 Stück vor, das sich durch folgendes vom Typus unterscheidet. Das Gehäuse ist gedrungener in der Form und kleiner, von etwas ohvengelber Farbe, an der Naht etwas heller gefärbt, mattglänzend. Die Windungen setzen verhältnismäßig wulstiger von der Naht ab, die letzte ist seitlich melir abgeplattet und steigt etwas steiler herab. Die Skulptur ist die- selbe, nur erstreckt sie sich besonders in dem unteren Teil der Rippen- falten über 1 — 2 Windungen mehr, so daß auf der letzten, von vorne gesehen, oberhalb des Schnabelansatzes sich noch 2 Faltenansätze befinden. Ich bilde in Fig. 39 das Stück ab und zum Vergleich daneben ein Stück vom Typus. 8'/2 erhaltene Windungen. 20,5 — 8,2 — 12,3. 206 Hermann Strebel. P. kraepelini var. extense sculpta u. var. (Figg. 38, 41, 42.) Wenn ich diese Form absondere, so geschieht es, weil wenigstens für 2 junge Stücke der Fundort ein anderer ist, als er beim Typus vor- konamt, walirscheinlich ist es allerdings, daß bei weiterem Material sich Übergänge finden, welche die ganze in dieser Gruppe verzeichneten Formen als zusammengehörig ergeben. Der Unterschied vom Typus besteht in folgendem. Das Gehäuse ist vielleicht etwas gestreckter, die Färbung ist an einem frischeren jungen Stücke wie die der var. naria. Der Skulptur- typus ist der gleiche, nur erstrecken sich die Rippenfalten, besonders ihr unterer Teil an jungen Stücken bis auf die letzte Windung wie bei nana, während sie bei dem größeren Stück nur bis zur Hälfte der vorletzten Windung vorhanden sind, an dem Spuren des oberen Teils noch bis auf die letzte Windung reichen. An jüngeren Stücken sind auch noch bis zuletzt Spiralfurchen vorhanden. 1. Coli. B, ex coli. Paetel, fälschlich als P. catelini bestimmt. Ein größeres aber ziemlich abgerolltes Stück mit abgebrochener Spitze, an dem aber die Rippenfalten noch gut ausgeprägt sind. 7 V2 erhaltene Windungen. Fig. 41. 29,3 — 11,6 — 16,6. Als Fundort ist nur Africa occidentalis verzeichnet. 2. Coli. H, N. 26027, Fundort 24, Salzwasser, 6 Faden. 2 unausge- wachsene Stücke, von denen das eine noch 2 glatte Windungen zeigt; es werden also wohl 2 V2 gewesen sein. Das weitere Verhalten dieser Stücke ist schon oben erwähnt. 9 erhaltene Windungen. Fig. 38, 42. 16,3 — 6,2 — 9,3. P. Tiraepelini var. pallida d. var. (Figg. 45-47.) Die in mehreren Stücken, zum Teil von anderen Fundorten als der Typus, vorliegende Form zeigt im oberen Teil noch die kastanienbraune Färbung, die dann aber rasch in ein hell bräunliches Gelb übergeht, sie ist auch matter und nicht so glänzend und gewissermaßen durchscheinend wie der Typus, als ob die Schale kalkiger sei. Die Seitenwände besonders der letzten Windung steigen etwas senkrechter herab, und die Naht ist nicht wulstig berandet. Der Spindelwandbelag ist etwas weißlich und die Schwiele oben auf der Spindelwand ist etwas deutlicher ausgeprägt. Sonst finden keinerlei Abweichungen statt. Mollusca I, Gen. Pusionella. 107 Es kann fraglich sein, ob man diese Stücke einfach als Farbenvarietät zum Typus rechnen soll. Da sich konstante, wenn auch nicht bedeutsame Formuuterschiede zeigen, so mag eine vorläufige Absonderung gerecht- fertigt sein, bis weitere Aufschlüsse über das Warum solcher Abänderungen erfolgen. 1. Coli. H, ohne Nummer, Fundort 30. 1 Stück. 2. Coli. H, N. 26935, April 1889, Fundort 33, Salzwasser, 4 Fad., sehr weicher Sclüanimgrund. 2 Stücke. Fig. 47. 10 erhaltene Windungen. 33,1 — 14,8 — 19,2. 3. Coli. H, ohne Nummer, Fundort 34, S^^ bis 4 Fad., Salzwasser, Mudd- grund. 2 Stücke, jung, zusammen mit N. 5 vom Typus. 4. Coli. H, N. 25670. Fundort 38, März 1890, Salzwasser, 7 Fad., Sclilamm- grund. 1 Stück etwas gedrungener in Form und mit deutlich seitlich abgeplatteter Windung. Die oberen Windungen sind nicht braun, sondern melir gelblich gTau. 10 erhaltene Windungen. Figg. 45, 46. 30,3 — 13,2 — 18,5. Verbreitung. Auch in dieser Gruppe tritt wieder eine große Lücke in der Verbreitung der Formen auf. Gruppe milleti. Diese Gruppe nimmt durch die Art ihrer Skulptur eine gesonderte Stellung in der Gattung ein, während die sonstigen Schalencharaktere keine Besonderheit aufweisen. Die Rippenfalten stehen dicht gereiht und sind nur durch scharfe Furchen getrennt. Sie sind auf den oberen Windungen fein und werden rasch gröber aber auch flacher bis zum obsolet werden, nur in der Nahtnähe pflegen sie noch länger erhalten zu bleiben. Sie werden von Spiralfurchen durchschnitten, die besonders in der Nahtnähe am schärfsten ausgeprägt sind, dort meistens 2 bis 3 wulstige Reifen um- schließen und meistens schärfer hervortreten als die senkrechten Furchen. Durch das Zusammenwirken beider Skulpturen entsteht auf den oberen Windungen eine gegitterte Skulptur, während man auf den unteren, beson- ders in der Nahtnähe und bei der Hauptform, geradezu von einer ge- pflasterten Skulptur sprechen kann. Das Embryonalgewinde beginnt mit 1 V2 glatten Windungen. IQg Hermann Steebel. Pusionella milleti Petit. (Figg. 32, 36, 36 a.) Petit de la Saussaye N. 9. p. 77. Fusus milleti. pl. 1, Fig. 6. Cöte de l'Afrique occidentale. V. Maltzan N. 15 p. 130. v. Maltzan faßt die Art als Var. von suhgranulata Petit auf. umgekehrt wäre wohl richtiger. Da ich die beiden Formen vorläufig getrennt halten möchte, so ist es nicht ganz sicher, für welche der beiden Formen v. Maltzan's Fundort „Insel Goree im Geröll, 10 Meter Tief, selten," gilt. Tryon Nr. 16 p. 235. PI. 31, Figg. 7, 8. Auch Tryun vereinigt beide Formen und fügt noch als wahrscheinlich P. Vir ata A, Adams und P. lupinus Phil, hinzu, was wohl nicht statthaft ist; ich komme darauf noch zurück. Dautzenberg N. 23, p. 20 und 24, p. 8. Auch Dautzenberg wirft beide Formen zusammen, so daß man seine Fundorte bei beiden Formen anführen muß. Die Petit'scIio Abbildung 1. c. ist besser als die Beschreibung, be- sonders was die Skulptur anbetrifft, über die ich weiter vorne schon ein- gehender berichtet habe. Für P. milleti gilt insbesondere, daß die Rippen- falten zunehmend breiter aber auch obsoleter werden. Dementsprechend stehn auch die sie trennenden Furchen zunehmend weitläufiger. Die Spiral- furchen stehn auch zunehmend weitläufiger und pflegen auf dem mittleren Teil der letzten Windung auszusetzen. An der Naht umschließen sie an- fangs 2, später 3 wulstige Reifen, die dort zusammen mit den senkrechten Furchen die gepflastert erscheinende Skulptur bewirken. Am Schnabel bezw. an der Basis stehn ca. 8 schmale Reifen, die nach unten abschüssig in die trennende Furche übergehn, nach oben schärfer kantig sind; oben gehn sie unmerklich in einige Spiralfurchen über. Der Spindelbelag ist weißlich, unten abgegrenzt, weil dicker, in der Mitte selir dünn, oben mündet er in eine deutliche Schwiele aus. Das Grehäuse ist spindelförmig, das Gewinde höher als die letzte Windung, die Färbung ist bräunlich weißlich, von der von Petit erwähnten bräunlichen Binde kann ich an den mir vorliegenden Stücken nichts ent- decken. Die ca. 12 Windungen sind wenig gewölbt, von der Naht ein wenig vorspringend absetzend, die letzte ist seitlich ziemlich abgeplattet und geht sackförmig in den kurzen, wie üblich unten etwas nach links gewundenen Schnabel über. Mündungs- und Spindelpartie sowie Deckel zeigen keine besonderen Merkmale. 1. Dautzenberg N. 23, Fundort 2. 2. Coli. ScHOLviEN, Fundort 4. 1 trockenes Stück mit abgebrochener Spitze, ausgewachsen, 7 '/a erhaltene Windungen; auf der letzten sind die 3 Spiralreifen an der Naht sehr abgeschwächt. 35,1 — 15,5 — 16,8. Mollusca I, Geu. Pusionella. 109 3. Dautzenberg N. 23. Fundort 5d, 5p, 5d, gedrakt 18—20 Meter. 4. Von Fundort 9 die folgenden Stücke: Coli. H, N. 14 689, 7 Fad., «rrober öandgrund. 1 Stück in Spiritus; 9 erhaltene Windungen. 26,4 — 10,3 — 12,5. Coli. H, N. 26 807, Salzwasser, 6 Fad., August 1889. 3 Stücke in Spiritus. Coli. B, N. 26G01, von der Gazelle Expedition. 4 Stücke, das größte hat 9 erhaltene Windungen, es ist fast vollständig. 25,9 — 10,7 — 12,2. 5. Dautzexberg gibt brieflich noch Fundort 10 auf. 6. Coli. H, N. 14G07. Fundort 11, Dezb. 1887, 16 Fad., Muddgrund. 1 Stück fast vollständig, 11 erhaltene Windungen. Figg. 36, 36 a. 31,4 — 11,8 — 14,2. 7. ex Coli. B, N. 24088. Schweitzer, Fundort 17. 1 junges Stück. 8. Vom Fundort 24 folgende Stücke : Coli. H, N. 14598, Dezb. 1887. 8 Fad., feiner Sandgrund. 1 totes, zerbrochenes Stück. Coli. H, N. 14599, Dezb. 1887. 8 Fad., feiner Schlickgrund. 1 junges Stück in Spiritus. Coli. H, N. 25176, Septb. 1888, Salzwasser, 6 Fad. 1 junges Stück. Coli. H, N. 25 506, Septb. 1888, Salzwasser, 6 Fad. 2 vollständige Stücke 9 V2 Windungen. Fig. 32. 20,5 — 7,0 — 9,4. 9. Dautzenberg N. 24 p. 8, Fundort 25, gedrakt in 25 Meter. 10. Coli. H, Fundort 26. N. 14689, 7 Fad., grober Sandgrund. 1 Stück mit 9 erhaltenen Windungen. 26,4 — 10,3 — 12,5. Ohne Nummer, Novb. 1890, 5 V2 Fad., Salzwasser, Lehmboden. 1 totes, zerbrochenes Stück. N. 25421, Septb. 1888, 5 V2 Fad., Salzwasser, 1 totes, unausge- wachsenes Stück. Verbreitung von Senegambien bis Dahomey. JP. niilleti rar. suh(jranulata Petit. (Figg. 35, 35 a.) Petit de la Saussaye, N. 9, p. 78, pl. 2, Fig. 1. Cotes occidentales de TAfrique. A'. Maltzän und Tryon. Vergl. P. milleti. Wie es schon bei Petit's Beschreibungen und Abbildungen hervor- ]^]^Q Hermann Strebel. tritt und auch bei dem mir vorliegenden Material, ist diese Form größer als die typische milleti. In der Skulptur stehn die senkrechten Furchen eno-er als bei milleti und die Spiralfurchen im ganzen auch, so daß die Skulptur einen rauheren Eindruck macht. Es mag bemerkt sein, daß bei jungen Stücken beide Formen schwer auseinander zu halten sind, aber schon bei mittlerer Größe ist es leicht. Ob es sich hier wie bei so manchen Verschieden- heiten in Arten dieser Gattung etwa um Geschlechtsunterschiede handelt? 1. Coli. ScHOLViEN, Fundort 4, von den Linnaea, milleti bestimmt. 1 Stück. 2. Coli. B, ex Coli. Paetel, Fundort 4. 1 1 erhaltene Windungen. 42,8 — 15,2 — 17,1. 3. Von Rolle gekauft, wahrscheinlich aus der MALTZAN'schen Sammlung, Fundort 5. 1 Stück, 10 erhaltene Windungen. 31,8 — 11,8 — 13,9. 4. Coli. H, N. 25 354, Fundort 5, 1888, Salzwasser, 12 Fad. 3 unausge- wachsene Stücke. 5. Coli. B, N. 37 218, ex Coli. v. Maltzan, Fundort 5, Sand, 15 Met., Geröll 10 Meter. 1 vollständiges Stück mit 12 Windungen. 32,6 — 11,8 — 13,6. 6. Dautzenberg, Fundort zwischen 5d und 5e gedrakt in 6—9 Meter. 1 geschenktes Stück mit 11 erhaltenen Windungen, fast vollständig. Figg. 35, 35 a. 41,1 — 15,2 — 17,0. 7. Aus Coli. B, ohne Fundort, verzeichne ich noch 2 Stücke: das eine stammt aus der Coli. Thiermann, hat nur 8 V2 erhaltene Windungen und mißt: 40,0 — 15,8 — 17,3. Das andere aus der Coli. Paetel ist vollständig, hat 12 Windungen und mißt: 34,6 — 13,0 — 15,2. Pasionella conipacta n, sp. (Figg. 31, 33.) Diese Form paßt insofern nicht in die Gruppe milleti, als ihr das charakteristische Skulpturmerkmal der durchgehenden senkrechten Spiral- furchen fehlt, sie sind nur bis zur 7. Windung vorhanden und ver- schwinden dann ganz, und da auch sonst Abweichungen vorhanden sind, so muß die Form abgesondert werden. Das Gehäuse ist gedrungen in der Form, das Gewinde ist etwas niedriger als die letzte Windung. Die 11 — 12 Windungen sind wenig gewölbt und setzen zunehmend geschwollen von der Naht ab, die letzte ist seitlich abgeplattet. Mündungs- und Spindol- partie sind wie bei milleti; die Schwiele oben an der Mündungswand tritt deutlich heraus. Auf die ersten 1 72 glatten Windungen folgt die Skulptur, die zuerst noch vollständig den Eindruck von milleti bezw. subg ramilata Mollusca 1, Gen. Piisionella. 111 macht. Wie schon ob(Mi bemerkt, hören die Rippenfalten bezw. die sie trennend(>n Fm-chen bei der 6. oder 7. Windunp- auf. Die Si)iralfurchen sind bis zuletzt erhalten; sie stchn aber zunehmend weitläufiger, es sind aber auch etwa 3 — -1 an der Naht schärfer ausgeprägt, aber eigentlich wulstige Reifen gTenzen sie nicht ab. Die Spiralreifen am Schnabel verhalten sich wie bei milleti. 1. Coli. H, N. 24330, 1888, Fundort 31, Salzwasser, 7 Fad., Muddgrund. 1 unausgewachsenes, totes Stück. 2. Coli. H, N. 24411, 1888, Fundort 32, Salzwasser, 5 Fad., Sand mit Muscheln. 1 vollständiges Stück in Spiritus. 9 Windungen. 19,5 — 8,6 — 10,7. 3. Coli. H, Fundoit 34. N. 26964, Salzwassei. 3 '/^ Fad.. Muddgrund. 1 Stück mit 9 er- haltenen Windungen. Fig. 31. 23,8 — 11,2 — 13,6. Ohne Nummer, 1888, 3 V4 bis 4 Fad., Muddgrund 3 Stücke mit Sipunculiden besetzt. Darunter: Fig. 33. Mit 10 erhaltenen Windungen. 27,2 — 11,8 — 13/3. „ 9 „ „ 27,3 - 11,4 — 14,2. Verbreitung: Diese Art ist nach dem mir vorliegenden Material auf Franz ö sis ch-K o ng o beschränkt. Gruppe aculeiformis. Das Gehäuse ist spindehörmig, festschaUg, von gelblich weißer bis gelblich grauer, aber auch hell bis dunkel bräunlicher Färbung, zuweilen mit einer hellen Binde auf der Mittelhöhe der letzten Windung, und an der Spitze tritt meistens eine schmutzig blaue oder violette Färbung auf. Das Gewinde ist höher als die letzte Windimg. Die Windungen sind mäßig gewölbt und setzen nicht, oder mehr weniger deutlich wulstig bis kantig von der Naht ab ; die letzte ist zuweilen seitlich abgeplattet, geht aber nie stark sackartig in den Schnabel über. Die Form der Mündungs- und der vSpindelpartie weicht nicht von dem üblichen ab, ebensowenig die Mündungsränder und der Deckel. Die Skulptur besteht nach 2 V2 glatten Windungen aus Rippen oder Rippenfalten, die durch Zwischenräume getrennt sind, und die sich über mehr oder weniger Windungen hinziehen. Außerdem treten feine Spiral- r J J 2 Hermann Strebel. furchen auf, die allmählich weitläufiger gereiht stehn, doch auf den letzten Windungen zuweilen ganz oder zum Teil aussetzen; eine stärkere derselben pflegt auf den oberen Windungen unterhalb der Naht aufzutreten, die diese berandet erscheinen läßt. Dies setzt sich aber zuweilen bis unten fort, womit, wie bei P. catelini, der Wulst oder kantige Vorsprung abgegrenzt wird. Am Schnabel stehn 5 — 6 schmale Spiralreifen, die oben scharf ab- gegrenzt, unten etwas abschüssig sind, daher durch ziemlich breite Zwischen- räume getrennt erscheinen. Im Innern der Mündung treten zuweilen Spiral- reifen auf, die sich bei ausgewachsenen Stücken bis nahe an den Mund- rand ziehen, die aber erst bei vorgeschrittenem Wachstum aufzutreten scheinen, denn bei jüngeren Stücken sind sie kürzer und vereinzelter, was ich schon bei der Charakterisierung der Gattung besprach. Die vorangehende Charakterisierung wird durch die Verschiedenheit in der Ausprägung einiger Schalencharaktere wenig anschaulich. Aber darin liegt gerade in dieser Gruppe die Schwierigkeit, die Formen, die mir ge- boten schien auseinanderzuhalten, richtig zu charakterisieren. Einerseits drängt sich die Überzeugung einer engen Zusammengehörigkeit dieser aus- einander gehaltenen Formen auf, andererseits sprechen gewisse, wenn auch vielleicht einseitig bewertete Schalencharaktere für ein Auseinanderhalten. Wüßte man das Warum und Wozu dieser Verschiedenheiten wissenschaft- lich zu begründen, so würde sich wahrscheinlich die Bewertung dieser Verschiedenheiten ganz anders gestalten. Bis wir zu solcher Kenntnis vor- dringen, mag meine Bewertung als Notbehelf zur Übersichtlichkeit gelten. Ich muß hier noch darauf hinweisen, daß mit Ausnahme der P. catelini die andern beiden Formen bisher nicht abgesondert sind. Dautzenberg, mit dem ich über diese schwierigen Formen mich brieflich unterhalten habe, fand die sie kennzeichnenden Charaktere auch bei Material vor, das er für aculeiformis gehalten und unter diesem Namen veröffentlicht hat, so daß die Fundorte, die er dafür angibt, zum Teil wenigstens auch für meine sogenannten Varietäten gelten mögen. Fusionella aculeiformis Lam. (Figg. 13 a, 13 b, 17, 18.) Table au etc. N. 3, Vol. I p. (173) Vol. III, pl. 426 Figg. 3 a, b. Kiener N. 5. Fuseaux, p. 47, pl. 29, Fig. 2. Cötes du Senegal. Lamarck N. 6 p. 461. Hab ? V. Maltzan N. 15 p. 130. Pusionella aculeiformis. Tryon N. 16 p. 234. Dautzenberü N. 17 p. 164, N. 18 p. 29, N. 23 p. 20, N. 24 p. 8. Mollusca I, Gen. Pusionelia. 113 Lamarck-Desuayks Boschroibiing, so wie die Abbildung in Tableau N. 3 geben, selbst ergänzt durch die von Kiener, kein richtiges Bild dieser Art, die ich als Hauptform für sich halte, und die durch nachstehende Schil- derungen vervollständigt wird, welche ich aus Mitteilungen des Herrn Gaston Mermod vom Musee d'Histoire Naturelle] in Genf wiedergebe, Avo sich die LAMARCK'schen typischen Stücke befinden. Da die Originale nicht verschickt werden, hatte ich um nähere Auskunft unter Anführung der fraglichen Punkte gebeten. „La coloration donnee par Kiener ne correspond pas avec les types. Un des exemplaires est brun marron tres fonce, tandis que les deux autres sont brun clair et meme blancs dans la moitie du dernier tour. Le plus gTand exemplaii-e mesure 43 mm de longueur. La figure de Kiener ne correspond pas a sa description. Des 3 exemplaires types de Lamarck, les 2 plus äges presentent une disposition des tours subetagee qui ne se remarque pas du tout sur Pexemplaire de buccinatus (mit dem Kiener aculeiformis für selir nahe verwandt hält). Ce qui donne l'aspect subetage aux tours, c'est que leur partie superieure est en effet nettement deprimee tout au moins dans les derniers tours des exemplaires adultes. Chez les individus adultes les tours superieurs sont nettement munis de replis Orientes presque dans le sens de l'axe de la coquille. Les replis sont surtout tres visibles sur les 6 premiers tours, chez les individus jeunes sur les 9 premiers tours (?). Le reste de la coquille est completement depourvu de ces replis. Quant aux lignes spirales Pexemplaire t)^pe le plus äge presente 3 de ces lignes paralleles mais extremement fines et visibles seulement ä la loupe. Sur un exemplaire autre, on remarque 5 de ces lignes sur les premiers tours, tandis que le dernier n'en montre plus que trois. (Nach einer beigefügten Zeichnung 2 dicht nebeneinander an der Naht, die folgenden 2 weitläufiger darunter.) Des trois exemplaires de la collection Lamarck aucim ne presente de replis spiraux ä l'interieur du labre; celui ci est parfaitement lisse." Zu dieser Feststellung der LAMARCK'schen Typen bemerke ich, daß bei den wenigen Stücken, die mir vorliegen, ein stufenförmiges bezw. wulstiges Ab- setzen der Windungen von der Naht vereinzelt nicht vorkommt, so daß dies Merkmal, das bei den abgesonderten Formen auch bald vorkommt, bald fehlt, kein charakteristisches ist. Ich erbHcke das charakteristische Merkmal der echten aculeiformis darin, daß die Windungen stärker an Breite zunehmen als bei den andern schlankeren Formen, imd daß es sich auf den oberen Windungen um wirkliche Rippen handelt, die ziemlich kräftig und durch Zwischenräume getrennt sind. Auch ist das Gehäuse nicht so glänzend wie die abgesonderten Formen. W^ Hermann Stkeüel. 1. Dautzenberg N. 23, Fundort 1, 2. 2. Fundort 4. Coli. B, ex Coli. Paetel. 2 Stücke, milchweiß, von denen das größere etwas wulstig an der Naht ist. 10 erhaltene Windungen. Fig. 17. 33,2 — 12,4 — 15,4. Coli. L. 1 Stück entsprechend dem vorangehenden größeren. 10 er- haltene Windungen. 29,0 — 10,5, — 13,9. 3. Dautzenberg N. 17, Fundort 5 b, N. 18 p. 29, östlich vom Fundort 5 in 15 Meter, Muschelgrund. 4. CoU. B, von V. Maltzan, Fundort 5 d. 1 Stück milchweiß, schwach wulstig an der Naht. 9 erhaltene Windungen. 27,1 — 9,5 — 12,7. 5. v. Maltzan N. 15. Fundort 5 e, in 15 Meter; Sandgrund. 6. Coli. B, N. 33312, von v. Maltzan N. 15, Fundort 7. 4 Stücke mit und ohne wulstig absetzende Windungen, milchweiß. Das größte Stück bietet in der wulstigen Berandung der Naht gradezu einen Übergang zu catelini, ein kleineres ebenfalls, es fehlen aber Leisten in der Mündung. Ich gebe einige Maße. Vom zweiten Stück der Maßliste gebe ich die oberen Windungen vergrößert. Fig. 13 a. 9 erhaltene Windungen. 31,2 — 11,6 — 15,2. Fig. 13 b. 9 Vi „ '„ 26,0 — 9,6 — 12,2. 10 „ „ 23,8 — 8,6 — 11,0. 7. Dautzenberg N. 24, Fundort 10. 8. CoU. H, N. 25319. Fundort 18, Septb. 1888. Salzwasser, 7 Faden. 1 Stück milchweiß, schwach wulstig von der Naht absetzend. 10 Win- dungen erhahen. 23,0 — 8,6 — 12,0. 9. Coli. H, N. 25446, Fundort 20, Septb. 1888, Salzwasser, 5 Fad., steiniger Grund. 1 Stück milchweiß, nicht wulstig an der Naht. 10. Coli.. H, ohne Nummer, Novb. 1890, Fundort 23, 7 Fad., Salzwasser, 1 Stück tot gesammelt, milchweiß, mit Bryozoen besetzt. 11. Coli. H, N. 25494, 1888, Fundort 24, Salzwasser, 6 Fad. 1 Stück milchweiß, nicht wulstig an der Naht. 9 erhaltene Windungen. 23,1 — 8,3 — 11,8. 12. Dautzenberg N. 24, Fundort 25, gedrakt in 25 Met. 13. Coli. B, von Buchholz, Fundort 27. 1 totes, zerbrochenes Stück, weißlich. 14. Dautzenberg N. 24, Fundort 29, und gedrakt zwischen 35 und 36. 15. CoU. B, ohne Fundort von Dr. Büchenau. 1 Stück von gelblich grauer Farbe, durch das verhältnismäßig hohe Gewinde ziemlich schlank, Mollusca I, Gen. Pnsionella. |15 Windungen gloichmäßig aber schwach gewölbt, nicht wulstig an der Naht. Dies Stück bildet einen Übergang zu der Form vexans- es ist fast vollständig, nur der Nucleus fehlt. 11 Windungen erhalten. Fig. 18. 30,2 — 10,4 — 13,3. 16. Coli. L, 2 Stücke von van Lennep, ohne Fundortsangabo, sclüießen sich in Allem, bis auf die Größe, dem vorangehenden an. 10 Win- dungen, nur der Nucleus fehlt. 24,1 — S,() — 10,7. Verbreitung. Vom Senegal bis Angola. I*. aeiileifonnis var. veocans ii. var. (Figg. 7, 7 a, 7 b, 14, 15.) Die Abweichungen von der Hauptform bestehen in folgendem. Geringere Größe, schlankere, oft etwas walzenartige Form der letzten Windung, graugelbliche Färbung, häufig mit einer helleren Binde auf der Mittelhöhe der letzten Windung und in dem stärkeren Glanz. Die Rippen an den oberen Windungen verschwinden bald, und markieren sich dann nur noch an der Naht \xm. sich eigenartig auszubreiten (Vergl. Fig. 7 b), die letzten Win- dungen zeigen aber keine Rippen oder Falten melir, nur bemerkt man zuweilen unten am Übergang in den Schnabel kurze Falten. Nicht immer sind diese Abweichungen von der Hauptform scharf ausgeprägt, wie ja auch die Hauptform schon Stücke mit Annäherung an die abgesonderten Formen zeigte. 1. CoH. H, N. 14508, Dezb. 1887, Fundort 10, 8 Faden, Salzwasser. 1 typisches Stück. Die Spitze ist abgebrochen, es sind daher nur 7 Windungen erhalten, die etwas wulstig von der Naht absetzen, die letzte hat Falten am Bauch. Fig. 14. 22,7 — 8,2 — 10,1. 2. Fundort 12. Coli. H, N. 25440, Septb. 1888, Salzwasser, 7 Fad. 1 Stück typisch, ohne Falten am Bauch. 10 Windungen erhalten. Figg. 7, 7 a, 7 b. 20,7 — Q,S — 10,0. Coli. H, N. 21253, Mai 1891, 7 'A Fad., Salzwasser, Schlammgrund. 1 totes Stück. 3. CoU. H, N. 14464, Fundort 13, Dezb. 1887, 14 Fad., Muddgrund. 2 Stücke tot gesa mm elt, von mehr heUbräunlicher Färbung. Das größere Stück hat keine wulstig absetzende Windungen, aber Falten unten am Bauch. 10 erhaltene Windungen. 21,9 — 8,0 — 10,9. \\Q Hekmänn Strebel. Das kleinere Stück ist schlanker, hat deutlich wulstig absetzende Windungen und keine Falten am Bauch. Es ist vollständig, hat 11 Windungen und mißt 20,0 — 6,5 — 9,6. 2 weitere Stücke in Spiritus sind jung. 4. Coli. H, N. 25 319, Fundort 18, 1888, Salzwasser, 7 Fad. 3 Stücke, jung, typisch, aber nur eins davon hat Falten am Bauch. 5. Coli. H, N. 25238, Fundort 21, 1889, Salzwasser, 6 Fad., Sandgrund. 2 Stücke, ohne wulstig absetzende Windungen, von typischer Färbung, Glanz und Skulptur. Das Größte hat abgebrochene Spitze, daher nur 7 erhaltene Windungen. Fig. 15. 31,4 — 10,2 — 15,9. 6. Fundort 24. Coli. H, N. 14 596, 1887, 8 Fad., feiner SchlickgTund. 1 Stück typisch mit 10'/., Windungen. 21,1 — 6,7 — 10,0. Coli. H, 25481, 1888, Salzwasser, 6 Faden. 1 Stück tot gesammelt, daher weißlich, sonst typisch, vollständig. 10 Windungen. 20,9 — G,G — 10,2. Coli. H, 25 483, 1888, Salzwasser, 6 Faden. 1 junges Stück, und ferner N. 25 494 desgleichen. 7. Coli. H, N. 26 883, Fundort 26, Salzwasser, 7 Fad., Muddgrund. 2 Stücke, das größere gehört zur Var. intuslirata, das kleinere hatte ich an Dautzenberg geschickt, ehe ich die inneren Leisten entdeckt hatte, der mir aber schreibt, daß es keine Spur von Leisten im Innern auf- weist, daher hierher gehört. Verbreitung: Von Liberia bis Angola. PI aculeiformis var. intuslirata n. yar. (Figg. 25-28.) Wie der Name es sagt, unterscheidet sich diese Form nur dadurch, daß im Innern der Mündung SpiraUeisten stehen, eine Eigentümlichkeit, der man gewohnt ist eine größere Bedeutung beizulegen, als sie hier an- gebracht erscheint, denn im allgemeinen habitus nähern sich die Gehäuse bald der typischen aculeiformis, bald der var. ve.vans, bald der var. catelini, so daß bei besserer Kenntnis der in Betracht kommenden Ursachen viel- leicht eine Zuordnung der entsprechenden Stücke zu den genannten Formen geboten wird. L Coli. B, von der Expedition der Gazelle, N. 26603, Fundort 9. 2 Stücke und 1 Bruchstück, offenbar tot gesammelt. Gehäuse nach der Form und dem Aufbau der Windungen und den scharf ausge- Mollusca I, Gen. Pusiouella. 117 prägten Rippen, zu acnleiformis gehörig, dabei aber im Innern mit melir oder weniger Spiralloisten versehen. Die Stücke sind tot ge- sammelt und von gelblieh weißer Farbe. Von einer Abgrenzung des widstigen Absatzes von der Naht durch eine grobe Furche ist nichts bemerkbar, sonst müßte man an catelini denken, nur an den oberen Windungen ist die abgrenzende gröbere Furche unterhalb der Naht vne bei allen Formen der Gruppe vorhanden. Das größte Stück ist unten etwas ausgebrochen und die Spitze felilt. 9 '/2 erhaltene Win- dungen. Fig. 25. 40,3 — 15,1 — ca. 19,0. Das kleinere ist fast vollständig und hat 11 Windungen, an denen nur die erste felüt. Fig. 26. 32,8 — 12,0 — 15,2. 2. Coli. H, N. 14 627, Fundort 14, 1887, 14 Fad., Muddgrund. 1 Stück in Farbe und Habitus der var. vexans entsprechend, vollständig mit 11 I/o Windungen. 26,4 — 8,4 — 12,4. 3. Coli. H, N. 25 381, Fundort 15, 1888, Salzwasser, 7 Fad. 1 Stück von milchweißer Färbung, in der Form sich mehr der aculeiformis nähernd, aber olme wulstig absetzende Windungen, und die Skulptur mehr der var. vexans entsprechend. 11 erhaltene Windungen. Fig. 27. 33,5 — 11,5 — 14,5. 4. Coli. H, N. 14497, Fundort 16, 1887, 9 Fad., Sand- und Muddgrund. 1 Stück ganz im Habitus der vexans, Spitze abgebrochen. 9 1/2 er- haltene Windvmgen. Fig. 28. 29,0 — 9,3 — 13,6. Vom gleichen Fundort besitzt Dautzenberg ein junges Stück, im Habitus wie das vorangehende, von Dr. Jull^en 1887 stammend. Und ferner von Piccinini (Piccaninny !) in Liberia. 1 totes Stück auch von Dr. JuLLiEN stammend. 5. Fundort 19. Coli. H, N. 26 841, Aug. 1889, Salzwasser, 6 Fad. 1 jüngeres Stück vollständig mit 11 Windungen. 17,9 — 6,0 — 8,2. CoU. H, N. 26 844, wie vorangehend. 2 jüngere Stücke, alle vom i7eA'aws- Typus, 6. CoU. H, N. 25 483, Fundort 24, Sept. 1888, Salzwasser, 6 Faden. 2 Stücke vom v^a-ans-Typus. 10 Windungen. 18,7 — 6,6 — 9,5. 7. Coli. H, N. 25 883, Fundort 25, Aprü 1889, Salzwasser, 7 Fad., Mudd- grund. 1 Stück in der Form wie aculeiformis, in Färbung und Skulptur wie vexans. 10 erhaltene Windungen. 29,0 — 10,2 — 14,6. Verbreitung: Von Liberia bis Dahomey. 9 Michaelsen, Westafrika. 1 ] g Hekmänn Steebel. P. aculeiformis yar. catelini Petit. (Figg. 29, 29 a, 30.) Petit de la Säussaye N. 9 p. 75. Taf. 1, Fig. 2. Cote d'Afrique. Fusus catelini. VON Maltzan N. 15 p. 130, nur als Varietät von aculeiformis angeführt. Tkton N. 16 p. 234, pl. 31 Fig. 3, als geschulterte Varietät von aculeiformis an- geführt. Dautzenberg vertritt die Ansichten von Maltzan und Tkyon, so daß die von ihm für aculeiformis angegebenen Fundorte zum Teil auch für die Form catelini gelten mögen. Schon Petit hält seinen Fusus catelini für dem Fusus aculeiformis ähnhch, und die ihm folgenden Autoren bezeichnen sie einfach als ge- schulterte Varietät. Von keinem sind die Spiralleisten im Innern bemerkt worden, und diese bilden mit dem wulstigen bis kantigen Abstehen der Windungen von der Naht die Eigentümlichkeit dieser Varietät, die im übrigen der Form [und Skulptur nach zu aculeiformis .^ der Färbung, dem Glänze und den Leisten im Innern nach zur var. intuslirata hinüberspielt. 1. Fundort 9. Coli. H, N. 14 479, Dezb. 1887, 7 Fad., grober Sandgrund. 1 Stück mit stufenförmig, wenn auch nicht scharfkantig absetzenden Windungen. Spitze abgebrochen, 9 erhaltene Windungen. 31,4 — 11,8 — 15,0. Ein jüngeres Stück zeigt nur noch auf der letzten Windung die gröbere Furche, welche schon von den oberen Windungen an die Naht abgrenzt und diese schwach wulstig berandet erscheinen läßt. Das Stück ist vollständig erhalten mit 10 '/2 Windungen. 23,5 — 9,4 — 11,4. Coli. H, 26 817, Aug. 1889, Salzwasser, 6 Fad. 1 vollständig er- haltenes Stück, mit bis zur vorletzten Windung wulstig berandeter Naht, die durch eine Furche abgegrenzt wird ; die letzte Windung mit scharf gekieltem Wulst. Vollständig erhalten mit 12 Windungen. Figg. 29, 29 a. 30,2 — 10,2 — 13,8. CoU. B, N. 26 602, von der Expedition der Gazelle. 1 junges Stück, das nur erst bis zu den Rippen und der die Naht abgrenzenden Furche gekommen ist. 2. CoU. H, N. 20 796, Fundort 10, März 1890, Salzwasser, 8 Faden. 1 Stück wie N. 14479 sub 1. Vollständig, mit 11 '/2 Windungen. 28,3 — 10,4 — 13,2. 3. CoU. H, N. 26976, Fundort 15, 1889, Salzwasser, 8 Faden, Sandgrund. 1 Stück bis zuletzt wulstig berandet an der Naht, mit abschließender Furche. Mollusca I, Geu. Pusionclla. 119 4. Coli. H, N. 25151, Fundort 22, 1888, Salzwasser, 7 Faden. 1 Stück wie das vorige, mit besonders hohem Gewinde. 11 erhaltene Win- dungen. Fig. 30. 34,5 — 12,3 — 15,6. Verbreitung: Liberia bis Togo. Vereinzelte Formen. Pusionella haasl Dautzenberg. Dautzenberg N. 24 p. 8. Fundort Mossamedes (Angola), in 15 — 20 Meter gedrakt. Ich verdanke der Freundlichkeit des Autors 2 Stücke, die in ihrer olivenbraunen Cuticular- Färbung den Eindruck von Süß- oder Brackwasser- schnecken machen, und wie der Autor richtig bemerkt, eine oberflächliche Ähnlichkeit mit der sogenannten Pusionella rapulum haben, wenn sie auch in der Spindelpartie und der ausgezogenen Spitze fraglos zu Pusionella gehören. Über die Embryonalwindungen sagt der Autor nichts, wahrschein- lich sind sie wie bei den mir vorliegenden Stücken nicht gut erhalten, an denen ich nur sehe, daß die oberen Windungen verhältnismäßig lang aus- gezogen sind. An den mir vorliegenden Stücken kann ich nur ein paar feine, ziemhch weitläufig stehende Spiralfurchen entdecken, dann am Schnabel 10 — 11 dichtstehende Furchen an dem jüngeren Stück, an dem größeren kaum Spuren davon. Der übliche Kamm als Fortsetzung des Basalrandes, der auch nach außen gebogen ist, zieht sich oberhalb des wulstigen vor- gebogenen Endes der Spindel empor. Der Spindelbelag ist glänzend und bräunlich grau. Pusionella albocinctus Petit. Petit de la Saussaye N. 9 p. 76, pl. 1 Fig. 12 als Fusus. Tryon N. 16 p. 235 hält sie für eine Varietät von vuljnna mit weißem Band. Dautzenberg schreibt mii-, daß das Original nicht bei ihm vorhanden ist. Die Art muß also vorläufig fraglich bleiben, wenn sie auch wohl jedenfalls zu Pusionella gehört. 120 Heemänk Strebel. JPusionella remorata Sykes. Sykes N. 20 p. 317, pl. 17 Fig'. 11. Der Autor bemerkt dazu, daß die nächste Verwandte P. milleti Petit zu sein scheine, dagegen spricht aber das Fehlen des charakteristischen Merkmals dieser Art, nämlich die senkrechten Furchen, und daß nur auf der 2. bis 4. Windung Spuren einer länglichen Skulptur vorhanden sein sollen. Das Alles wie auch die Abbildung selbst, lassen mich annehmen, daß diese Art in die Gruppe vulpina gehört. Man vergleiche mein bei vulpina sub 12 verzeichnetes und abgebildetes Stück. JPusionella recurvirostris Marrat. Märrät N. 14 p. 180. Tryon N. 16, p. 236 bemerkt nur dazu ? aculeiformis. Die Be- schreibung ist zu kurz und eine Abbildung wird nicht gegeben, so daß ich mir keine Vorstellung dieser Art machen kann. Fusus candidus Phil. Philippi N. 8 p. 117, Taf. V, Fig. 7. Senegal. (Läkgillert). Tryon N. 16 p. 234 j^l. 31 Fig. 10, rechnete diese Art als vielleicht zu valida Der. gehörig. Däutzenberg N. 23 p. 20 bezieht die Art auf P. recluziana Petit. Ich habe schon bei P. recluziana ausgesprochen, daß, und warum ich es für richtiger halte, diese PuiLippi'sche Art unberücksichtigt zu lassen. Fusus lupinus Phil. Philippi N. 8 p. 118. Tryon N. 16 p. 235, nimmt als wahrscheinlich an, daß sie zu milleti gehört. Diese nur ganz kurz beschriebene und nicht abgebildete Art von un- bekanntem Fundort gliedert Philippi an die vorangehende Art als zur selben Grruppe gehörig an. Ich bin der Meinung, man soll auch diese Art unberücksichtigt lassen. Mollusca I, Gen. Pusionella. 121 Arten, die nicht zu l*}(sioiiella gehören, die aber bisher dazu gerechnet wurden. Pusionella testabilis Jousseaume von Adon, beschrieben in „Le Xaturaliste", Paris 1896, pag 93. Auf meine Aufrage teilt mir Herr E. A. Smith, London mit, daß nach dem ihm vorliegenden Material es sich dabei um eine junge Daphnella rissoides Reeve handelt. J*. rajyulum Reeve. Reeve Conch. Jcon. Fig. 83. Tryon, p. 235. P. Wallaysi Petit, 9 p. 74. Der Beschreibung und Abbildung, sowie dem Fundorte Java nach durfte Trvon 1. c. recht haben, wenn er diese Art zu P. rapulum zieht. In unserm Museum lagen 2, von verschiedenen Händlern erworbene Stücke mit der Bestimmung P. t^apulum, beide Stücke mit Deckel, der aber einen endständigen Nucleus hatte, mithin eher zu den Bucciniden ge- hörte. Da es vorkommt, daß besonders in früheren Zeiten von Händlern beliebige Deckel beigegeben wurden, so fragte ich bei E. A. Smith in London an, wo ja die RsEVE'schen Tjpen liegen, und erhielt die überraschende Antwort, daß eine große Anzahl lebend gesammelten Materials dieser Art tatsächlich einen solchen Deckel habe, so daß die Art aus der Gattung Fusionella auszuscheiden ist, was ja auch eigentlich schon die bisher be- kannten Fundorte andeuteten. P. lit'cita Adams. Adams 11 p. 73. Tryon 16 p. 235 als vermutliches Synonym zu P. milleti gezogen. Da das Original sich im Londoner Museum befinden mußte, frug ich darnach bei Edg. A. Smith an, der mir folgende Auskunft gibt: Die Art gehört seiner Ansicht nach in die Gruppe Surcula, die Dall antiplanes genannt hat und wozu PL opldoderma Dall und incisa Cakpenter gehören. Er gibt mir dazu die in Fig. 34 wiedergegebene Bleistiftzeichnung. Ich bin bei der Beurteilung der mir vorliegenden Formen von Pusi- onella zu einer Wertschätzung der zu Tage ti-etenden Unterschiede in den Schalencharakteren gelangt, die bei den Kollegen befremden mag, welche ] 22 Hermann Strebel. ■] \ wohl ein stärkeres Zusammenziehen unter eine Art, oder ein andere ^ Gruppierung vorgezogen hätten, wie es die meisten meiner Vorgänger ge- \ tan haben. Aber je genauer man das Material prüft, und je gewissen- hafter man es bearbeiten will, um so mehr steht man vor Fragen, deren i Beantwortung nur durch eine genaue Kenntnis der anatomischen Ver- j hältnisse und der Einflüsse, die die Umwelt auf das Tier und sein Grehäuse i ausüben mag, möglich wird. Solche Kenntnis felilt zur Zeit ganz, da muß I dann jede Bewertung und systematische Anordnung des Materials eine ! künstliche werden, die je nach der Anschauung des Bearbeiters verschieden ] ausfallen mag, wenn es sich um eine Gattung handelt, in der die Ver- I änderlichkeit eine so hervorragende Rolle spielt. Ich bin selbst am : wenigsten befriedigt von dieser Arbeit, die aber immerhin eine Unterlage I bietet, welche sich bei fortschreitender Erkenntnis der für eine Systematik | notwendigen Grundlagen immerhin verwerten lassen wird. j i I Ende Februar 1914. i Mollusca I, Gen. Pnsionella. 123 liiliiiltsveizeiclinis. Gattung I*t(sionella. g^j^^ Einleitung 87—91 Fundstellen 91 Literaturverzeichnis 92 — 93 Arten: aculeiformis Lajm 112 var. catelini Petit 118 var. intuslirata n. var. . .' 110 var. ve.vans n. var 115 alhocincta Petit 119 angulosa Kiener = scalarinus Lam 93 huccinata Lam. = vulpina 97 Candida Phil 120 catelini Petit zu aculeiformis 118 compacta n. spec. HO extensesculpta n. var. zu kraepelini lOG grandis A. Adams =: valida Dki' 102 haasi Dautzenberg 11^ intuslirata n. var. zu aculeiformis 116 kraepelini n. sp 104 var. extensesculpta Strebel. 106 var. nana Strebel 105 var. pallida Strebel 106 lirata A. Adams (Surcula) 108, 121 lupinus Phil 108, ItO major n. var. zu nifat 96 milleti Petit 108 var. subgranulata Petit 1^8, lOJ nana n. var. zu kraepelini 105 7iifat Brug (Adanson) "^ „ „ var. major n. v ^" pallida n. var. zu kraepelini 1^" rafel Adanson "^"^ rapuluiji Reeve (Buccinide) 1^1 recluzianus Petit zu vulpina "^ recurvirostris Marrat ^^^ remorata Sykes ^^^ J24 Hermann Strebel. Seite scalarina Lam. = yiifat 93 ftubgroniilata Petit zu milleti 108, 109 testahilis Jouss. = Daphiella rissoides 121 valida Dunker 102 ve.cans n. var. zu aculnformis 115 vulpina Born 97 var. recluziamis Petit 99 Figurenerklärung. Tafel III. Fig. 1 Pusionella valida Dunker N. 1 102 Fig. 2 „ „ N. 2 .103 Fig. 3, 4 „ grandis Adams N. 4 103 Fig. 5 „ recluziana Petit N. 6 101 Fig. 6 „ „ „ N. 3 101 Fig. 7 „ aculeiformis Lam. var. ve,rans Strebel N. 2. . .115 Fig. 7a „ Dieselbe, obere Windungen vergrößert. . . . 115 Fig. 7b „ „ Ausläufer der Skulptur vergrößert. . 115 Fig. 8 „ vulpina Born N. 12 99 Fig. 9 „ „ „ N. 1 98 Fig. 9a „ „ „ N. 1, obere Windungen vergrößert.. 98 Fig. 9 b „ „ „ N. 1, Skulptur, letzte Windung. . . 98 Fig. 10 „ „ „ N. 7, obere Windungen vergrößert. 99 Fig. 10a „ „ „ N. 7 99 Fig. 11 „ recluziana Petit N. 2 101 Fig. 12 „ „ „ N. 4 101 Fig. 12a „ „ „ N. 4 obere Windungen vergrößert. 101 Fig. 13 a „ aculeiformis N. 6 114 Fig. 13b . „ „ N. 6 obere Windungen vergrößert. . 114 Fig. 14 „ „ var. vexans Strebel N. 1 115 Fig. 15 „ „ „ „ „ N. 5 116 Fig. 16a „ vulpina Born N. 8 99 Fig. 16b „ „ „ obere Windungen vergrößert. ... 99 Fig. 17 „ aculeiformis Lam. N. 2 114 Fig. 18 „ „ „ N. 15 114 Fig. 19 „ nifat Brug var. major Strebel 96 Mollusca I, Gen. PnsionelJa. 22') Seite Fig. 20 Fusionella nifat Brug N. 1 94 Fig. 21 „ „ „ N. 19 96 Fig. 22 „ ., „ N. 19 letzte Windung vergrößert . . 96 Fig. 23 „ „ „ N. 10 obere Windungen vergrößert . 95 Fig. 24a „ „ „ N. 19 Deckel, Innenseite vergrößert . 96 Fig. 24b „ „ „ N. 19 Deckel, natürl. Größe .... 96 Fig. 25 — 26 „ aculeiformis Lam. var. intusUrata Strebel N. I . .116 Fig. 27 „ „ „ „ „ N. 3 117 Fig. 28 „ „ „ „ „ N. 4 117 Fig. 29 „ „ „ „ catelvn Petit N. 1 obere Win- dungen vergrößert . . 118 Fig. 29 a Pimonella aculeiformis Lam. var. catelini Petit N. 1 . . .118 Fig. 30 „ „ „ „ „ „ N. 4 ... 119 Fig. 31 „ compada Strebel N. 3 111 Fig. 32 „ milleti Petit N. 8 obere Windungen vergrößert , 109 Fig. 33 „ compacta Strebel N. 3 111 Fig. 34 Surcula lirata Adams 121 Fig. 35 Fusionella suhgranulata Petit N. 6 110 Fig. 35 a „ „ „ letzte Windung vergrößert . .110 Fig. 36 a „ milleti Petit N. 6 109 Fig. 36 „ „ „ N. 6 letzte Windung vergrößert . . 109 Fig. 37 „ kraepelini Strebel N. 3 105 Fig. 38 „ „ „ var. extensesculpta Strebel N. 2 vergr 106 Fig. 39 „ kraepelini var. nana Strebel 105 Fig. 40 „ „ N. 1 105 Fig. 41 „ „ var. e.vtensesculpta Strebel N. 1 . . .106 Fig. 42 „ „ „ „ „ N. 2 obere Windungen vergrößert 106 Fig. 43 Fusionella kraepelini N. 1 obere Windungen vergrößert . . 105 Fig. 44 „ „ N. 3 letzte Windung vergrößert . . .105 Fig. 45, 46 „ „ var. pallida Strebel X. 4 107 Fig. 47 „ „ „ „ Strebel N. 2 107 Echinoderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea par R. Koehler (.Lyon). Avec 12 planches. La collection d'Echinodermes provenant de la cöte occidentale d'Afri- que que possede le Musee de Hambourg est relativement considerable, et eile offre un interet d'autant plus grand qu'eUo renferme de nombreux echantillons recueillis dans des localites situees au Sud de l'Equateur, c'est-ä-dire dans des regions dont la faune etait encore fort mal connue jusqu'ä present. Certes, nous ne sommes plus au temps ou Agassiz pouvait ecrire, qu'au point de vue de la geographie zoologique, la cöte occidentale d'Afri- que, dans la region tropicale et au Sud de l'Equateur tout au moins, etait comme une terra incognita. Depuis cette epoque, qui remonte a 1872, nos connaissances ont progresse gTäce au devouement de quelques explorateurs ; mais quelle pauvrete en documents si nous mettons en com- paraison les renseignements que nous possedons sur la faune des cotes americaines situees de l'autre cöte de l'Ocean Atiantique ou sur celle du domaine Indo-Pacifique ! Je ne parle ici que de la faune littorale, et il ne sera question que de la faune littorale dans les pages qui suivent, car tous les echantillons que j'ai re9us du Musee de Hambourg ont ete recueillis ä mer basse ou ä quelques metres de profondeiu- seulement. La plupart des explorateurs auxquels je fais allusion n'ont d'ailleurs pas beaucoup depasse l'Equateur. Sans entrer ici dans une etude historique qui n'oflrirait qu'un interet secondaire, et laissant de cöte les noms des anciens voyageurs qui ont visite les A§ores, Madere, les Canaries, les lies du Cap Vert, le Senegal ou la region du Cap (Castelneau, Prince de Joinville, BouviER, DE Cessac, Lerois, Reynaud, ctc), je rappelerai surtout que la ,, Gazelle", au cours de son voyage effectue en 1874 — 76, s'est arretee dans diverses regions de la cöte occidentale d'Afrique (iles du Cap Vert, Cap Palmas, Congo, Cap de Bonne Esperance), oü eile a capture quelques Echinodermes qui ont ete decrits par Studer. Un peu plus tard, le „Chal- lenger" a aussi explore quelques localites de cette cöte. Greeff, en 1879 — 80, a visite les iles du Cap Vert et surtout les iles do Principe, das Rolas et Säo Thome, situees tres pres de l'Equateur; les resultats de ces recher- 23Q R. KOEHLER. ches n'ont d'ailleurs fait l'objet que d'ime note assez sommaire publiee dans le „Zoologischer Anzeiger" en 1881. Plus recemment, Gravier a fait un sejour ä Säo Thome et il en a rapporte d'importantes collections (1906). Barrois, en 1888, et Simroth, en 1889, ont fourni quelques renseigne- ments sur la faune des Agores, et, plus tard, le Dr. Jullien a rapporte quelques especes tres interessantes de la cote du Liberia. Les expeditions du ,,Travailleur" et du ,, Talisman", qui ont surtout effectue des dragages a de grandes profondeurs au large des cotes du Sahara et du Maroc, et qui se sont avancees jusqu'aux lies du Cap Vert, ont aussi rapporte de ces regions quelques formes littorales (1880 — 1883). Le Prince de Monaco, a bord de r,,Hirondelle" d'abord, a bord de la ,,Princesse Alice" ensuite, a effectue pendant de longues annees toute une serie de dragages, de sondages et de peches, au cours desquels il a recueilli diverses formes littorales fort interessantes sur les cotes des iles africaines : A9ores, Madere, Canaries et du Cap Vert. Enfin, tout recemment (1913), Louis Gain, sur le ,,Sylvana", a explore Madere, les Canaries, les iles du Cap Vert, les Bissagos et les iles de Los ') ainsi que diiferentes localites de la cöte meme, depuis la Baie du Le^Tier jusqu'ä Konakry. Les documents les plus importants que nous possedons actuellement sur la faune de la cöte occidentale d'Afrique ont ete fournis par Gruvel, qui commen^a en 1905, et poursuivit dans les annees qui suivirent, toute une Serie de recherches zoologiques sur les cotes de la Mauritanie (Cap Blanc, Banc d'Arguin, Baie du Levrier, etc.). En 1910 et 1911, ce natura- liste etendit ses recherches sur toute la cote occidentale d'Afrique jusqu'au Cap de Bonne Esperance et il a rapporte des collections fort importantes recu- eillies en diverses localites comprises principalement entre la Baie du Levrier vers 20 ^ N. et l'Angola jusque vers 12 — 15 '^ S. Les resultats de ces recherches fönt actuellement l'objet d'une serie de memoires dans les Annales de l'Institut Ocean o graphique , oü j'ai moi-meme decrit les Echino- dermes rapportes par cet explorateur si devoue. La liste que j'ai publiee en 1911, et qui se rapporte aux trois classes des Asteries, des Ophiures et des Echinides, comprend dix-neuf especes parmi lesqueUes neuf etaient nouvelles. Si la faune des cotes occidentales d'Afrique, et plus specialement ceUe de cet immense territoire qui s'etend entre le Senegal et l'Angola inclus, est encore tres insuffisamment connue, il n'en est pas de meme ') Les Echinodermes recueillis au cours de cette exploration m'ont ete remis par M. le Prof. JouBiN. II ne m'a pas encore ete possible de publier mes determinations, mais j'anrai l'occasion plus loin de dire quelques mots des exemplaires recueillis. Echinodernia I: Asteroidea, Ophiiiroidea et Ecliinoidea. 131 poiir la region sud-africaino qui constituo une province zoologiquo bion etudiee, et connue sous le nom de region du Cap. Je n'insiste pas sur la faime de cotte region car Döderlein a etudie assez recemment les Ecliino- dcrmes de Lüderitzbucht dans un memoire accompagne de tres bollos photographies ou il donne une liste raisonnee des especes connues dans la region du Cap. Les expeditions de la „Valdivia" et du ,,Gauß" ont egalement rapporte quelques collections de cette region, et ont explore en outre divers parages de la cöte africaine, mais elles ont surtout effectue, au large de ces cötes, des dragages ä une certaine profondeur. Nous ne connaissons d'ailleurs encore que les Echinides recueillis au cours de ces deux expeditions. On ne saurait etudier la faune de cet immense developpement de cötes que presente l'Afrique occidentale sans faire une mention des lies de 1' Atiantique meridional: l'Ascension et Sainte-Helene, qui se rapportent evi- demment au meme domaine. Malheureusement ces iles ont ete ä peine explorees ; et cependant Tetude de leur faune littorale fournirait certaine- ment aux zoologistes qui voudraient l'entreprendre des resultats fort interes- sants, a en juger par les quelques renseignements tres sommaires que nous possedons. J. Bell a public une liste tres courte des Echinides de l'Ascension et de Sainte-Helene; les expeditions de la „Scotia" et du „Gauß" ont aussi rapporte quelques echantillons de ces iles. J'ai fait connaitre, en 1908, les especes d'Asteries, d'Ophiures et d'Echinides trouvees par la ,,Scotia", et Mortensen a etudie les Echinides recueillis par le ,, Gauss''. Ces quelques renseignements ne constituent pas un ensemble süffisant pour nous faire connaitre exactement les caracteres de la faune de ces iles, qui paraissent renfermer quelques formes tres particuKeres. En somme, nos connaissances actuelles sur la faune echinologique des cötes occidentales d'Afrique se reduisent ä des renseignements sur les cötes du Maroc, la baie du Levrier, le Senegal et la Guinee fran9aise, puis, plus loin, sur les iles situees vers TSquateur: Säo Thom(3 et das Rolas. Toutes les regions qui fönt suite a la Guinee, le Liberia, la cöte d'Ivoire, la cöte d'Or, la Nigerie du Sud, le Cameroun, qui se trouvent au Nord de FEquateur, le Congo et T Angola au Sud de TEquateur, sont encore peu connues: les quelques documents que nous possedons sont ä peu pres dus exclusivement aux explorations de Gruvel dans diverses localites, telles que Grand Bassan, Kotonou, Libreville, Tembouchure du Congo, Saint Paul de Loanda, Lobito, Mossamedes, etc. Bien que ce naturaHste soit descendu jusqu'au Cap, il n'a pas recueiUi d'Echinodermes au Sud de Mossamedes ; pour le moment, la faune de la cöte qui s'etend Av." > ife » '*fci.' 232 ^- KOEHLER. entre cette localite (environ 15 ^ S.) et Lüderitzbucht (26 ^ 38' S.) est totalement inconnue : c'est encore la terra incognita dont parlait Agassiz en 1872. On ne peut pas esperer que de telles lacunes puissent etre comblees dans un avenir plus ou moins rapproche, mais, dejä, l'etude que j'ai pu faire des precieuses coUections du Musee de Hambourg peut fournir des documents de la plus haute valeur sur la faune echinologique des cotes occidentales d'Afrique, principalement des regions situees de part et d'autre de l'Equateur, depuis 13 ° N. jusque 12 ^ S. environ. Les coUections qui m^ont ete remises renferment plus particulierement des Echinodermes de la Gambie (13« 35' N.), de Sierra Leone (8« 30' N.), de tres nom- breuses localites du Liberia entre 6° 20' et 4° 22' N., de la cote d'Ivoire et de la cote d'Or, du Togo, du Dahomey, de la Mgerie du Sud et du Cameroun, des iles espagnoles ou portugaises de Fernando Po, Principe, Säo Thome, Rolas et Annobon. II existe egalement plusieurs echantillons provenant de nombreuses localites au Sud de l'Equateur: Congo fran9ais, Cabinda, Congo beige et Angola. Malheureusement la collection ne ren- forme aucun exemplaire de la cote de TAngola au delä de Benguella, qui se trouve a 12° 32' S. En revanche, eile contient differents specimens des possessions sud -africaines aUemandes: Swakopmund, Walfish-Bay, (baie de la Baieine) et Lüderitzbucht, entre 22 o et 26 " S. Ces divers Echinodermes ont ete recueiUis principalement par le Prof. Greeff, le capitaine Hupfer, le Dr. Maltzan, le Dr. A. Schultze et le Professeur Michaelsen. J'indiquerai avec soin, dans l'etude descriptive qui va suivre, les diverses localites mentionnees sur les etiquettes des echantillons respectifs; il est rare que la provenance ne soit pas indiquee clairement. Comme il s'agit le plus souvent de localites peu connues, et qui ne sont meme pas toujours mentionnees sur les cartes ordinaires, il est important d'en faire connaitre la longitude et la latitude. Pour eviter des redites, je donne ci- dessous, et une fois pour toutes, l'enumeration de toutes les localites que j'aurai ä mentionner, avec l'indication du pays correspondant et les coor- donnees geographiques auxquelles je prie le lecteur de vouloir bien se rep orter. Echinodernia I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 133 Liste des localites de la Cöte occidentale d'Afrique ayani fourni des Echinodermes. Senegal. Goree. — 14^ 36' N., 17" 30' W. Gambie. Bathiirst. — 13° 35' N., 16° 40' W. Guinee Franpaise. lies de Los. — 9° 28' N., 13» 50' W. Sierra Leone. Freetown. — 8° 30' N., 13» 15' W. Liberia. Cap Mount. _ 6° 44' N., 12'» 36' W. Monrovia. — 6" 20' K, 10" 45' W. Grand Bassa. — 5» 58' N., 10° 1' W. Petit Culloh. — 5« 40' K, 9" 50' W. Sinoe. — 5° 0' N., 9» 2' W. Petit Kootau. — 4« 58' K, 9" 0' W. Settra Kru (Setta Kroe). — 4» 54' N., 8 « 50' W. Nanna Kru (Nanna Kroe). — 4" 50' N., 8° 42' W. Wappi. — 40 48' K, 8° 36' W. Sess Town (Sass Town). — 4» 40' N., 8» 24' W. Garraway. — 4" 32' K, 7° 56' W. Cap Palmas. — 4" 22' N., 7» 37' W. Cöte D'lvolre. Wappoe (Wapoo). — 4" 32' N., 7" 22' W. Petit Drewin (Half Drewin). — 4° 53' N., 6" 14' W. Cöte D'Or. Friedrichsbourg, Gross-Friedrichsburg (Old Fort Brandenburg). — 40 48' N., 2 2' W. Elmina. — 5« 5 ' N., 1 22' W. Cap Coast. — 50 10' N., 1« 14' W. Saltpond. — 50 10' N., 1» 6' W. Accra (Akra). — 5° 30' N., 0° 14' W. Prampram. — 5° 42' N., 0^' 5' W. Addah (Ada, Adda). — b^ 48' N., 0" 37' W. Kitta (Zwitta, Quitta, Kita). — 5° 52' N., 1° 0' W. 10 Michaelsen, Westafrika. 134 R- KOEHLER. Togo. Lome. — 60 7' N., 1^ 16' W. Port Seguro. — 6° 12 ' N., 1 « 30 ' W. Anecho (Petit Popo). — 6^ 15' N., lo 33' W. Dahomey. Grand Popo. — 6« 16' N., 1° 52' W. Whydah (Ouidah, Weida, Weida Plage). — 6° 18' N., 2« 4' W. Nigerie Meridionale. Lagos. — 60 28° N., 30 26' W. Cameroun. Victoria. — 4« 0' N., 9» 12' W. Embouchure du Cameroun. — ca. 3^ 50' N., 9« 30' W. Ile Fernando Po. ca. 30 30' N., 80 40' W. Ile do Principe. ca. 10 40' K, 70 26' W. Ile Saö Thome. ca. 00 6' K, 60 30' W. Ile das Rolas. — Oo 1' S., 6« 30' VV. Ile Annobon. 10 28' S., 50 36' W. Guinee Espagnole. Ile Eloby. — lo 0' N., 90 30' W. Congo Francais. Cap Lopez. — Oo 34' 8., 8« 42' W. Fernand Vaz (Fernando Vaso). — 1 35 ' S., 9» 30' W. Sette Cama (Sette Kama). — 2o 30' S., 9° 43' W. Fleuve Nyango. — 30 1' S., 10 15' W. Loango. — 4« 34' S., 11« 48' W. Pointe Noire. — 4« 48' S., 11 48' W. Cabinda. Landana. — 5« 13' S., 12o 4' W. Cabinda. — 5" 33' S., 12o 7' W. Echinoderma I: Asteroidea, Opliiuroidca et Echinoidea. 135 Congo Beige. Banana. — 6" 0' S., 12" 20' W. Embouchure du Conoo. — ca. 6° i' S., 12^ 20' W. Angola. Cacongo. — 6" 45' S., 12 o 42' W. Ambrizette (Ambrisette). — 7« 12' S., 12° 52' W. Mussera (Musserra). — 7 « 40' S., 13« 3 ' W. Kinsembo (Kissembo). — 7" 46 ' S., 13" 4 ' W. Säo Paulo de Loanda. — 80 48' S., 13« 14' W. Benguella. — 12° 32' S., 11 o 24' W. Sud-Ouest Africaln Allemand. Swakopmund. — 22» 41' S., 14" 30' W. Walfisch Bay (Baie de la Baieine). — 22" 55' S., 14« 28' W. Lüderitzbucht. — 26« 38' S., 15° 10' W. La premiere partie de ce memoire, qui sera aussi la plus etendue, sera consacree ä la description des diverses especes d' Asteries, d'Ophiures et d'Echinides qui m'ont ete confiees par le Musee de Hambourg. Je consacrerai ensuite un chapitre special a une etude d'ensemble de la faune echinologique des cötes occidentales d'Afrique, depuis le Maroc jusqu'au Cap, ainsi qu'ä des comparaisons entre cette faune et celle des mers d'Europe d'une part, des cötes atlantiques de l'Amerique d'autre part. Ces considerations ne sauraient trouver leur place qu'apres l'examen detaille des Echinodermes que possede le Musee de Hambourg, vu l'appoint important que cette etude apportera a nos connaissances sur la geographie zoologique de la region Ouest-africaine. Les especes que j'ai reconnues sont au nombre de cinquante huit qui se decomposent ainsi: Seize Asteries (dont quatre nouvelles); Vingt-sept Ophiures (dont onze nouveUes); Quinze Echinides. J'attirerai particulierement Tattention sur la richesse de la collection en Ophiures et le nombre tres eleve des formes nouvelles que cette classe a fournies. Voici Tenumeration des cinquante-huit especes (les formes nouveUes sont imprimees en caractere gras). 10* 236 ^- KOEHLER. Asteries. Astropecten africanus Koehler Ästropecten aurantiacus (Linne) Astropecten Hupferi nov. sp. Astropecten Mic7iaelse7ii nov. sp. Astropecten mamillatus nov. sp. Astropecten liberiensis nov. sp. Luidia numidica Koehler Pentaceros dorsatus (Linne) Goniaster africanus Verrill Ophidiaster ophidianus Lamarck Linckia Bouvieri Perrier JLinckia Guildingii Gray Patiria hellula Sladen Asterina exigua (Lamarck) Asterina marginata Hupe Crihrella ornata Perrier. Ophiures. Ophioderma appressa (Say) Ophioderma longicauda, var. guineense Greeff Ophiolepis affinis Studer Ophiolepis paucispina Müller et Troschel Ophiarachnella africana nov. sp. Ophiactis africana Koehler Ophiactis Mülleri Lütken Ophiactis Savignyi Müller et Troschel Ophiocnida ahrwrmis Lyman Amphiocnida semisquaniata nov. sp. Amphiura capensis Lyman Amp)hiura grandisquama Lyman Aniphipholis clypeata nov. sp. AmpTiipholis niidipora nov. sp. Amphipholis squamata (Delle Chiaje) Ajriphiodia acutispina nov. sp. Amjyhiodia clncta nov. sp. Ampliioplus congensis (Koehler) Amphioplus oecidentalis nov. sp. Ophiopsila guineensis nov. sp. Echinodernia I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 137 Ophiopslla platisphia nov. sp. Ophiocouia pumila Lütken Ophiotlirix congensis Koehler Ophiothrix graciUs Koehleh Ophiothrix tomeiitosa nov. sp. Ophiothru' fragilis Abildgard Ophiopteron atlanticum nov. sp. ^chinides. Eucidaris trihuloides var. africana Mortensen Cidaris minor Koehler Diadema antillariim Philippi Arbacia africana Troschel Arhaciella elegans Mortensen Tripneustes esciilentus (Leske) Paracentrotus Gaimardi (Blainville) Pareclünus angulosus (Leske) Echinoinetra lucunier (Linne) Ecliinometra Matliad (Blainville) Laganum Ludwigi (Pfeffer) Clypeaster sjj. Rotala Augustl Klein Rotula Rumphii Klein. Rhahdobryssus Jullieni Cotteau Je tiens ä adresser ici mes plus vifs remerciements ä Mr. le Prof. Michaelsen, pour la confiance qu'il m'a temoignee en me chargeant de Tetude des Echinodermes du Musee de Hambourg, etude que j'ai aeceptee avec le plus grand plaisir, pensant bien qu*'elle offrirait un tres grand interet: ä ce point de vue mes esperances n'ont pas ete degues. J'adresse egalement l'expression de ma tres vive gratitude aux collegues qui m'ont aide dans ma täche en me communiquant, avec une amabilite que je ne saurais trop rappeler, divers echantillons qui m'ont ete tres precieux pour des comparaisons. J'ai notamment re9u de Mr. le Prof. Korschelt plu- sieurs exemplaixes du Musee de Marbourg, et de M. le Prof. Hartmeyer plusieurs echantillons du Musee de Berlin. M. le Prof. C. Viguier a bien voulu m'envoyer d'Alger les Arbacia dont j'avais besoin. Mes excellents amis, M. Bedot, directeur du Musee d'histoire natureUe de Geneve, et M. JouBiN, Professeur au Museum, m'ont aussi prete de nombreux Echino- dermes. Je prie tous ces savants de recevoir mes plus vifs remerciements. 138 ■^' KOEHLER. Asteroidea. Astropecten africanus Koehler. Astropecten africanus^ Koehler (11), ') p. 5, pl. II, fig. 8 et 9. Habitat: Senegal, Goree; 22 m. C. Hupfer (Un echantillon). L'indiyidu est en bon etat bien qu'uu bras soit incomplet. R = 80 mm. Cet exemplaire est bien conforme au type que j"ai decrit d'apres les specimens recueillis par Gruvel au banc d'Arguin. Astropecten aurantiacus (Linn^). Voir principalement poiir la bibliographie : Ludwig (97), p. 3. Koehler (09), p. 41. Koehler (11), p. 11 k 13. Habitat: Senegal, Goree; 25 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 21250). R = 61 mm, r == 16 mm. Lindividu etait etiquete Astropecten hispinosus, niais Terreur de deter- mination est manifeste. Par sa forme, par les dimensions respectives du disque et des bras, par les caracteres de la face ventrale, enfin par l'armature des plaques marginales ventrales et des plaques adambulacraires, ce specimen est bien conforme a 1'^. anrantiacus de Naples dont j'ai represente la face ventrale 1911 (11, pl. III, fig. 3), et qui m'a servi de terme de comparaison pour etablir VA. Gruveli. Seule Tarmature des plaques marginales dorsales est un peu differente ; en effet, ä part quel- ques-unes d'entre eUes, ceUes-ci ne portent qu'un seul piquant chacune, et le piquant interne fait defaut; je ne trouve en tout que deux plaques marginales sur lesqueUes les deux piquants soient developpes. Toutefois un certain nombre de ces plaques presentent, vers leur angle interne, un ou deux tubercules notablement plus gros que les granulös voisins et qui montrent ainsi une tendance ä la formation d'un piquant interne. J'ai compare avec le plus grand soin l'echantillon de Goree avec cekii de Naples, car, au premier abord, et en raison de l'origine, on aurait pu supposer qu'il s'agissait plutot d'une A. Gruveli, mais il ne peut j avoir de doute, et c'est bien d'une A. anrantiacus qu'il s'agit. La seule difference que je releve avec des echantillons mediterraneens de meme taille consiste dans un developpement moindro des piquants sur les plaques marginales ') Les chiffres imprimes en caracteres g'ras renvoient k la liste bibliograpbiqiie placee la fin du Memoire. Echinoderma I: Asteroiden, Ophiuroidea ot Ecliinoidoa. X39 dorsales, mais, ainsi (jue je \o disais deja en l!)ll on decrivant IM. Gruveli, cos difteronccs pcuvont ctro accidontollcs ou individii(>lles, (^t jo possede dans ma collection un tres grand echantillon d'^. aurantiacus ou lo piquant interne n'existe que sur les premieres plaquos marginales dorsales de chaque serio. D'ailleurs les piquants de VA. aurantiacus de Goree sont beaucoup plus forts que sur les difFerents exomplaires d'J. Gruveli que j'ai pu etudior en 1911, et l'examen comparatif que j'ai fait ä nouveau des doux especes me permet de confirmer la validite des caracteres sur les- quols j'ai etabli VA. Gruveli qui reste bien difterente specifiquement de VA. aurantiacus. Astropecten Hifj^feri nov. sp. (PI. IV, fig. 1, 2, 12 et 13). Habitat: Afrique occidentale; C. Hupfer. (Deux echantillons. L'eti- quette qui les accompagnait portait seulement la mention: ,, West- Afrika; C. Hupfer".) Le plus petit individu, que je designerai par la lettre A, est en tres bon etat et tous ses bras sont complets : Tun d'eux est en voie de regene- ration; dans l'autre, qui est plus grand et que j'appellerai B, un des bras est casse et l'un des autres est en voie de regeneration. Voici les dimensions principales que je releve sur ces deux speci- mens : A B mm mm R 70 100 r 17 22 Diametre du disque entre deux bras non consecutifs ... 21 46 Largeur du bras au niveau de la troisieme plaque marginale dorsale 17 23 Largeur du bras au niveau de la dixieme plaque .... 15 19 Largeur du bras au niveau de la vingtieme plaque .... 10 16 Largeur du bras au niveau de la vingt-huitieme plaque . . — 9 Largeur de l'aire paxillaire au niveau de la troisieme plaque marginale dorsale 12 14 Largeur de l'aire paxillaire au niveau de la dixieme plaque 9 11,5 Largeur de l'aire paxiUaire au niveau de la vingtieme plaque 2,5 6 Largeur de l'aire paxillaire au niveau de la vingt-huitieme plaque — 3 Nombre des plaques marginales dorsales 27 33 240 •^- KOEHLER. Le disque n'est pas tres grand. Dans Tindividu A (PI. IV, lig. 1) il est bien separe des bras qui sont plutöt un peu etroits ä la base, et dont la largeur ne diminue que d'une maniere peu marquee dans la premiere moitie; au contraire, dans l'individu B (PI. IV, fig. 13), les bras sont un peu plus elargis ä leur origine, et ils vont en se retrecissant lentement, mais regulierement, jusqu'ä Fextremite qui est pointue. La plaque termi- nale est petite. Les plaques marginales dorsales sont plus larges que lon- gues et elles empietent sur la face dorsale du disque d'une maniere un peu plus marquee dans l'echantillon B que dans A; chez ce dernier, les premieres plaques marginales, de la deuxieme ä la sixieme, sont un peu plus etroites que les suivantes quand on examine l'Asterie par en haut, et c'est ä cette circonstance que les bras doivent d'etre comparativement un peu moins elargis ä leur origine, car l'aire paxillaire va en se retre- cissant assez regulierement depuis la base des bras. A partir de la cin- quieme ou de la sixieme plaque, la largeur des plaques marginales dor- sales augmente et c'est entre la douzieme et la dix-huitieme qu'elles ofirent leur largeur maxima. Ces plaques sont separees par un sillon transversal bien marque. Leur face dorsale est reunie par un bord tres arrondi ä leur face laterale ; la hauteur est comparativement un peu plus grande dans l'individu A que dans l'individu B. La surface des plaques marginales dorsales est couverte de petits granules arrondis, tres serres, plus gros vers le milieu des plaques, et dont les dimensions decroissent ä mesure qu'on se rapproche des bords. Au voisinage de ceux-ci, les granules s'aUongent et üs se transforment en petits piquants qui sont surtout developpes le long des cötes anterieur et posterieur, oü ils se dirigent obliquement vers leurs congeneres de la plaque voisine qu'ils arrivent a rencontrer. Chaque plaque marginale dor- sale porte, en principe, un piquant plus ou moins developpe qui ne parait faire defaut sur aucune d'elles dans l'individu A, et qui est moins con- stant chez l'individu B, au moins dans la moitie distale des bras. Sur les premieres plaques qui forment le fond des arcs, ces piquants, tres deve- loppes, sont coniques, pointus, legerement aplatis et ils s'inserent pres du bord interne de la plaque; ils conservent cette position, tont en diminuant de taille, sur les trois ou quatre premieres plaques de l'individu A, et sur les six ou sept premieres plaques de l'individu B. Puis le piquant change rapidement de place et il vient se placer sur le bord externe ar- rondi de la plaque, un peu plus pres du bord distal que du bord proxi- mal. L'ensemble de ces piquants forme des lors une ränge e externe tres reguliere. A partir de la cinquieme plaque, les piquants deviennent beau- Echinodemia I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 141 coup plus petits que les precedents, mais leurs dimensions no diminuont plus que fort lentement dans Tindividu A oü ils rcstont potits, coniques, deux fois plus longs que largos. Dans Tindividu B, la taille dos piquants diminuG aussi assez rapideinent a partir de la troisieme ou de la quatrieme plaque, mais les dimensions so reduisont encore plus quo ehez Texemplaire A, lorsque le piquant abandonne le cöte interne pour aborder le cote externe de la plaque, et des lors les piquants successifs restent plus petits que dans cot exemplaire ; sur beaucoup de plaques, ces piquants se reduisent ä un tubercule arrondi et ils peuvent memo faire parfois totalement defaut sur certaines plaques de la moitie distale des bras. Les paxilles du disque, de petite taille, sont serrees et tres nom- breuses ; le diametre des plus grandes varieentre 1,1 et 1,*2 mm ehez Tindividu A, et atteint 1,4 cliez Tindividu B. Chaeune d'elles comprend d'abord plusieurs granulös arrondis, disposes en un cercle qui entouro lui meme un petit groupe de deux a quatre gTanules centraux, ceux-ci pouvant meme se reduire k un soul; puis vient une bordure peripherique de quinze ä vingt petits piquants. Sur les bras, les dimensions des paxiUes se reduisent progressivement et elles finissent par ne plus montror qu'un seul granule central tres pro eminent, entoure d'un cercle de petits piquants. Chez l'in- dividu A, ces paxiUes se disposent des la base des bras on rangees trans- versales partant d'une bände mediane tres etroite, et chaque rangee ren- ferme une demi douzaine de paxilles ä la base. Chez Tindividu B, Par- rangement en rangees transversales est parfois un peu moins regulier, la bände mediane est plus large et chaque rangee comprend six ä sept paxilles ä la base des bras. La plaque madreporique, de forme un peu irreguliere, est separee des plaques marginales par deux rangs de paxilles. Dans Tindividu A, eile est pentagonale avec les cötes excaves, aussi longue que large, et eUe mesure ä peu pres 4 mm de diametre; les sillons qu'offre sa surface divisent celle-ci en nombreux petits grains subegaux. Dans l'individu B, la plaque, tres peu apparente, est allongee dans le sens interradial, et sa longueur atteint 5 mm ; sa forme est plutot triangulaire avec im sommet proximal tres arrondi, la base est tres convexe et les cötes sont un peu concaves; sa surface est aussi divisee en nombreux petits grains. Les plaques marginales ventrales correspondent exactement aux dor- sales, mais elles ne forment qu'une partie peu importante de la face late- rale des bras, qui est presque tout entiere formee par les plaques margi- nales dorsales, et elles ne debordent point ces dernieres en dessous. Leur face ventrale est recouverte de nombreuses squamules, tres serrees, courtes 242 ^' KOEHLER. avec Textremite tres arrondie, imbriquees de dedans en dehors, et disposees en qninconce. Ce revetement reste tres uniforme sur toute la surface de la plaque et il ne se modifie que sur les bords oü les squamu- les sont remplacees par de petits piquants tres fins et tres courts, disposes obliquement, et qui, sur les deux grands eötes, vont a la rencontre de leurs congeneres. Independamment de ce recouvrement de squamules, les plaques marginales ventrales portent, vers leur bord distal, quelques gTands piquants, qui, a l'exception des deux ou trois premieres plaques, sont toujours separes en deux groupes, l'externe comprenant quelques piquants marginaux et l'interne comprenant un seul piquant seulement, sauf sur les premieres plaques oü ce chiffire monte a deux ou trois ; entre les deux groupes de piquants se montre toujours un Intervalle assez large et nette- ment marque. Le piquant interne est place pres du bord interne et distal de la plaque, mais non pas sur cet angle lui-meme : il est conique, aplati, avec un sommet emousse ; il se dirige obliquement en avant et en dehors, et il est a moitie dresse ; sa longueur est plus petite que la moitie de la largeur de la plaque qui le porte. Puis, vers Tangle externe de chaque plaque et ä une assez gTande distance du precedent, il existe un groupe de trois piquants : le premier est tres petit, plus faible et plus court que le piquant interne dont je viens de parier, il est conique et pointu; le deuxieme, beaucoup plus long, atteint et meme depasse la longueur de la plaque; il est aplati, legerement recourbe et se termine en pointe obtuse. Ces deux piquants appartiennent ä la face ventrale, et ils sont diriges obliquement en avant et en dehors. Le troisieme piquant, qui est beaucoup plus developpe et qui atteint deux fois la longueur de la plaque, s'insere sur le bord externe de celle-ci et vers son milieu : il est large, un peu aplati, legerement recourbe et termine comme le precedent en pointe obtuse ; il est dirige perpendiculairement a Taxe du bras. Quant on regarde l'Asterie par la face dorsale, c'est surtout ce dernier piquant qui frappe la vue, mais on apergoit cependant les deux autres en dessous. Ce grand piquant marginal est le seul que porte le bord externe des plaques, et il n'est precede ni suivi d'un piquant accessoire plus faible, ainsi que cela arrive souvent dans le genre Astropecten. J'ai dit plus haut que le groupe externe de piquants etait bien separe du piquant interne par un espace tres large sur le bord distal de la plaque : c'est ce qui arrive en eflfet sur la plus grande partie de la longueur des bras. Toutefois, sur les deux premieres plaques marginales, dont les deux piquants externes sont d'ailleurs moins developpes que les suivants, il existe une Serie de petits piquants au nombre de trois ou quatre qui s'etendent, ä des Echinodernia I: Asteroidea, Oi)liiuroiclea et Eelüiioidea. 143 int(^rvalles egaux, de l'arigle interno a Tangle externe. Cette disposition est surtout marqiiee sur Tindividu B. Sur los quatro ou cinq plaque« qui siiivent, on retrouve encore vors l'angle interne, doux picpiants siibögaux: rintorno, situe sur cet angle lui-meme, et Tautro place un peu plus loin. Ce n'est qu'a partir de la huitieme plaque environ quo co dernier piquant persiste seul: il so continue des lors, et d'une maniere ti-es reguliere, jusqu'ä l'extremite du bras. Dans l'individu A, la troisieme plaque margi- nale ventrale porte ordinairement deux piquants internes, mais dejä, ä partir de la quatrieme, il n'en existe plus qu'un seul. II resulte de cette disposition que la face ventrale des bras öftre, sur toute sa longueur, une largo bände depourvue de piquants qui donne ä cette face un aspect tres caracteristique. Los piquants adambulacraires forment d'abord une premiere rangee interne de trois piquants : le median, extremement developpe, est allonge et aplati d'avant en arriere, legeroment recourbe avec la pointe emoussee; ce piquant atteint exactement la longueur des deux piquants de la rangee moyenne contre losquels il s'applique habituellement; los deux autres piquants internes sont tres petits et cylindriques. La rangee moyenne est formee de deux grands piquants aplatis, ä cötes paralleles et termines par un bord arrondi ; cos deux piquants se dressent parallelement l'un ä l'autre et ils sont subegaux: cependant, au commencement des bras, on remarque que le piquant proximal est un peu plus faible et plus court. En dehors, vient un troisieme groupe assez regulier de piquants, parmi lesquels on peut distinguer, ä la base des bras chez Tindividu A, deux qui sont un peu plus forts et cinq ou six autres plus petits situes en dehors et for- mant un cercle autour dos precedents. Sur l'individu B, los deux piquants plus grands sont moins apparonts, et les autres, qui sont fins et cylindriques, sont au moins au nombre d'une dizaine et ils sont disjDOses sans ordre. Les plaques laterales ventrales, peu nombreuses, sont couvertes de petits piquants, cylindriques et dresses. Rapports et DifFerences. — L'^4. Hupferi est tres voisine des A. au- rantiacus Linne et Gruveli Koehler; eile presente quelques caracteres speci- aux k chacune de cos especes, mais olle se distingue de Tune et de l'autre par des particularites importantes. Les piquants adambulacraires de la rangee interne rappellent VA. Gruveli, mais les piquants moyens, qui sont aplatis et subegaux, sont identiques ä ceux de VA. aurantiacus. L'arm^tm-e des plaques marginales dorsales rappelle celle de VA. Gruveli et pas du tout Tarmature beaucoup plus forte de VA. aurantiacus] et meme dans le grand individu, le piquant, toujours unique, tend a s'eftacer, ou tout au I ^^ K. KOEHLER. moins il se reduit a un petit tubercule. La forme des bras rappelle VA. aurantiacus, et ceux-ci ne s'amincissent pas rapidement dans leur deuxieme moitie comme chez VA. Gruveli. L'armature des plaques margi- nales ventrales est bien differente de celle que l'on observe chez cette derniere espece aussi bien que chez 1'^. aurantiacus: les piquants du bord distal sont en efFet tres peu nombreux et ils ne forment une serie continue que sur les toutes premieres plaques de la face dorsale des bras, tandis que sur tout le reste de la longueur de ceux-ci; ils sont dissocies en deux groupes bien distincts, separes par un Intervalle tres apparent et tres constant. Astropeeten Michaelseni nov. sp. (PI. IV, fig. 3 ä 6 et 8 ä 11 ; PI. V, fig. 1, 2, 13 et 15 ä 17). Habitat: Liberia, Petit Kootau, 27 m. C. Hupfer (Un petit echan- tillon "N. 14458). Cöte d'Or, Grand Friedrichsb ourg. Dr. H. Brauns (Quatre echantillons). Cöte d'Or, Elmina. C. Hupfer (Un echantillon N. 10 214). „ „ Saltpond. C. Hupfer (Un echantülon N. 25140). „ „ Accra. C. Hupfer (Un echantillon de tres petite taüle N. 26586). C. Manger, 1911 (Deux echantillons secs en mauvais etat). Cöte d'Or, Addah. C. Hupfer (Neuf echantillons N. 10 205, 25240 et 25 246). Cöte d'Or, Kitt a; 30 m. Dr. H. Brauns, 1893 (Deux echan- tillons). Togo, Lome. C. Hupfer (Deux echantillons. N. 25 386). „ Port Seguro. 1909 (Deux echantillons). Dahomey, Grand Pop o. C. Hupfer (Un echantillon N. 10219). Whydah. C. Hupfer (Cinq echantillons N. 10220, 24362 et 26 908). Nigerie meridionale, Lagos. 0. Hausschildt, 1914 (Deux echantillons). Congo fran9ais, Sette Cama; 16 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 21254). Congo fran9ais, Embouchure du fleuve N'Yango. C. Hupfer (Quatre echantillons N. 24236 et 26 923). Cabinda, Landana; 17 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 26948). Eehinoderma I: Asteroidea, Opliiuroidea et. Ecliinoidea. 145 Cabinda, Cabinda. C. Hupfer (Trois echantillons N. 25 798, 26 982 ot 26960). Angola, Ambrizottc. C. Hupfer (Six echantillons N. 10244, 25 640 et 25670). Los deux individus do Lagos sont d'assez grande taille et sensible- nicnt plus gros quo les autros ; dans le plus grand, R = 75 mm. Les echantillons de Friedrichsbourg, de Saltpond, d'Addah, de Grand Popo et de Port Seguro sont plus pctits, mais ils paraissont offrir les dimensions moyennes habituelles de l'espece, et ils doivent evidemment etre consideres comme des adultes. Les autres individus sont encore plus petits, R variant entre 10 et 25 mm, mais leurs caracteres sont dejä bien marques et il ny a pas ä hesiter sur leur determination. Les seules differences qu'on puisse noter d'ailleurs sur tous ces indi\ddus portent soulement sur l'arma- ture des plaques marginales dorsales. Voici quelques dimensions principales que je releve sur un certain nombre de ces echantillons: Provenance des echantillons R r Largeur du brasauniveau delatroisieme plaque margi- nale dorsale. Diametre du disque entre deux arcs non consecutifs. Longuenr du bras depuis le bord interne delapreniiere plaque margi- nale dorsale. Nombre des plaques mar- ginales dor- sales. mm m m mm mm mm Friedrichsbourg 47 12 10 22 40 40 Saltpond 35 10 9 19 31 36 Le plus grand echantillon de Addah 51 12 13 2(; 43 39 Grand Popo 29 7 8 17 26 29 Le plus grand echantillon de Port Seguro 50 12 14,5 26,5 41 39 Lagos 60 14 14,5 28 52 43 Lagos 75 16 16.4 32 65 46 Le disque est assez grand et les bras sont plutöt un peu elargis ä la base, puis ils vont en se retrecissant graduelloment et tres reguHerement jusqu'ä l'extremite qui est assez pointue, L'aire paxillaire est relativement large, la bordure formee par les plaques marginales dorsales restant assez ]^g R. KOEHLER. etroite et n'empietant pas beaucoup sur la face dorsale (PI. IV, fig. 3 et 10; PL V, fig. 1 et IH). La face dorsale du disque est couverte de paxilles tres serrees, qui deviennent meme confluentes dans la region centrale chez les adultes. En dehors de cette region, les paxilles restent distinetes les unes des aiitres, tout on etant extremement räpprochees. Chacune d'elles comporte un groupe central de granules assez gros et un peu allonges, dont le nombre peut varier de cinq ä dix-huit, tantöt disposes assez irregulierement, tantot formant un ou deux cercles autour d\m granule central; puis vient un cercle peri- pherique d'une dizaine de granules, qui, chez les individus adultes, ne sont pas beaucoup plus allonges que les granules centraux et qui restent assez epais avec Textremite arrondie : ces granules sont souvent retrecis ä leur extremite proximale en un petit pedoncule, ce qui leur donne un aspect piriforme (PI. IV, fig. 4 et 6). Sur les bras, la structure des paxilles devient plus simple et le nombre des granules centraux diminue de plus en plus: ce nombre tombe a quatre, a trois, et meme a deux granules seulement; on remarque aussi une tendance des piquants peripheriques ä s'allonger davantage (PI. IV, fig. 11). Cet allongement est surtout marque sur les paxilles des deux premieres rangees marginales qui ne possedent pas plus de six ou sept piquants peripheriques ; ceux-ci sont une fois et demie plus longs et parfois meme deux fois plus longs que larges, et ils entourent tantöt un seul granule, tantot deux granules centraux. Lors- que le granule central est unique, il est assez souvent un peu plus grand et plus pro eminent que d'habitude. Vers l'extremite des bras, les paxiUes n'ofirent plus que quatre ou cinq piquants peripheriques entourant un piquant central aussi developpe qu'eux. Ces paxilles restent toujours tres serrees sur les bras et eUes sont disposees en series transversales tres regulieres, qui, a la base des bras, comprennent au moins huit paxilles dans chaque rangee; celles-ci partent d'une bände mediane tres etroite qui ne renferme pas plus de deux paxilles habituellement. Sur des exemplaires plus petits, comme par exemple sur celui d'Elmina represente PI. IV, fig. 11, chez lequel R = 21 mm, les paxiUes sont constituees par un nombre moindre de piquants. Ceux qui forment le cercle peripherique, au nombre de six a huit, sont toujours allonges et ils constituent une rosace tres reguliere autour d'un groupe central comprenant de un ä quatre granules; il arrive souvent que l'un de ces derniers est plus gros et plus saillant que les autres. Le nombre de ces granules centraux diminue d'ailleurs assez rapidement dans la deuxieme Echiiiodcrma 1: Asteroiden, Ophiuroidea et Echinoidea. 147 moitie des bras, et Ton nVu trouvo en general plus qirun soul par paxille. D'une maniere generale, le piquant ou granule central parait d'autant plus saillant quo les individus sont plus jeunes: dans los petits individus chez lesquels R est inferieur ä 20 mm, co piquant se montre toujours plus allonge que les granides peripheriques, qui eux-memes sont deux ou trois fois plus longs que larges, et il peut alors formor un veritable petit piquant. Chez quelques uns de ces petits exemplaires meme, certaines paxilles montrent au centre un piquant central tres developpe et tres apparent : ces paxilles ä piquant se montrent plus particuKerement localisees sur la ligne carinale. Je represente PI. IV, tig. 5 une portion de la face dorsale d"un bras d'un petit individu provenant de Cabinda et chez lequel les paxilles carinales possedent un piquant central tres developpe. La plaque madreporique, de dimension moyenne, est circulaire, et eile est assez eloignee des plaques marginales dorsales dont eile est separee, dans les grands individus, par six rangs de paxilles, et par trois ou quatre seulement dans les exemplaires moyens. Elle presente des sillons tres nets qui partent d'un point plus rapproche de son bord interne et qui limitent des lames legerement sinvieuses. Les plaques marginales dorsales sont petites, assez etroites, beaucoup plus larges que longues, sauf dans la region terminale des bras, et relati- vement nombreuses. En raison de leur faible largeur, elles laissent tou- jours k la face dorsale des bras une aire paxillaire tres developpee. J'ai indique plus haut le nombre des plaques marginales dorsales sur un certain nombre d'individus et l'on voit que les chiffres sont toujours tres eleves: ils varient, en effet, entre trente-cinq et quarante dans des exemplaires de moyenne dimension, et ils arrivent ä quarante -six chez le plus grand individu de Lagos. Ces plaques sont en general un peu retrecies au fond des arcs interbracliiaux et elles atteignent leiu^ maximum de lar- geur ä partir de la quatrieme plaque : elles peuvent alors etre deux fois plus larges que longues ainsi que je l'observe, par exemple, sur l'exem- plaire represente PI. V, fig. 1. Leur face dorsale est un peu bombee, et eile se relie par un bord tres arrondi avec la face laterale qui reste en general oblique en dehors, et n'est jamais bien nettement separee de la face dorsale; il y a naturellement des variations suivant Tetat de con- servation des individus, mais, en principe, la largeur des plaques est tou- jours superieure ä leur hauteur. La surface est recouverte de granulös peu saillants, tres serres, souvent polygonaux dans la partie centrale : ces granulös s'allongent un peu en memo temps qu'ils deviennent plus etroits ä mesure qu'on so rapproche des bords adjacents des plaques, et ils Li L I B R ^ 148 E. KOEHLER. finissent par former de petits piquants tres courts, diriges obliquement vers leurs congeneres, et recouvrant les lignes de Separation des plaques suc- cessives; mais ces piquants ne se montrent jamais ni tres fins ni tres serres, et, dans les grands individus meme, ils restent encore plus ou moins legerement renfles ä leur extremite. D'une maniere generale, ces granulös se montrent un peu plus saillants et quelque peu allonges sur les individus de petite taille (PI. IV, lig. 5 et 11). C'est au milieu de ce recouvrement de granulös que s'eleve un petit piquant qui se montre constamment ä partir de la quatrieme ou de la cinquieme plaque marginale dorsale pour se continuer sur toute la longueur des bras, et qui sinsere vers le bord externe tres arrondi de la plaque, un peu plus pres du cöte distal que du cote proximal. Ces piquants sont petits, en forme du cöne tres emousse, et leur ensemble forme une serie reguliere qui s'etend jusqu'ä T extremite du bras. Teile est du moins la disposition que l'on peut regarder comme normale et qui me parait la plus repandue: je l'observe chez tous les exemplaires de luoyennes dimen- sions. C'est egalement la meme disposition qui se montre chez tous les jeunes individus: aussi Ton peut considerer que c'est eile qui apparait tout d'abord, et que les modilications que nous observons sur divers exem- plaires arrivent avec les progres de l'äge. Les piquants proximaux sont en general tres petits, mais ils atteignent tres vite la taille qu'ils conservent ensuite sur presque toute la longueur des bras. En principe, les premieres plaques marginales dorsales sont depourvues de piquants et ceux-ci appa- raissent, ä,un niveau variable, entre la troisieme et la sixieme ou la septieme plaque. Les modifications que presente cette armature des plaques margi- nales sont comparables ä ceUes que j'ai eu l'occasion d'etudier chez 1^4. irregularis : elles sont dues ä des variations dans la taille des piquants, ensuite ä la presence de piquants sur les premieres plaques marginales dor- sales et enlin ä l'apparition d'un piquant interne, coexistant sur la meme plaque avec le piquant externe dans le premier tiers ou le premier quart du bras. L'existence de piquants sur les premieres plaques marginales dorsales peut se manifester sur des individus comme celui de Grand Popo (PI. IV, Hg, 3) chez lequel la premiere plaque marginale de chaque bras porte, sur son bord interne, un gTanule plus grand que les voisins; ce granule peut meme se developper en un petit piquant rudimentaire ; quant au piquant externe normal, il apparait ordinairement sur la troisieme plaque, mais parfois il se montre deja sur la deuxieme. Dans l'exemplaire de Saltpond, le piquant externe n'apparait que vers la sixieme ou la septieme plaque, et les plaques precedentes sont presque toutes inermes; je n'observe Echinoderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 149 en offct qiie sur trois cötcs seulemont un granulo plus grand que los autres au bord interne de la premiere plaque marginale dorsale. Sur quelques individus d'Addah, la premiere placpie mai'ginale dans eliaquo serie, porte toujours un granule interne plus gros que les voisins, et le petit piquant externe apparait a une hauteur tres variable, entre la deuxieme et la sixieme plaque. Dans le plus grand exemplaire d'Addah, toutes les plaques marginales dorsales portent normalement un petit piquant, mais celui-ci est tellement com-t et globuleux qu'il merite plutöt le nom de gros granule. Ce piquant se trouve vers le bord interne des trois premieres plaques, puis il passe, soit progressivement, soit assez brusquement, au bord externe, et il se continue des lors sur toute la longueur des bras pour former une serie regidiere et continue; cependant je remarque parfois que ce granule se montre encore sur le bord interne des troisieme, quatrieme et cinquieme plaques, malgre la presence sur ces memes plaques d'un tubercule externe, de teile sorte que ces plaques portent chacune deux tubercules ä la fois. Dans d'autres exemplaires de la nieme Station, chez lesquels R varie entre 32 et 38 mm, cette disposition n'existe pas, et les quatre ou cinq premieres plaques marginales dorsales sont absolument inermes. Dans un seul des exemplaires, chez lequel R = 39 mm, les deux premieres plaques margi- nales dorsales sont pourvues chacune d'un tubercule interne, puis apres une Interruption sur deux ou trois plaques qui restent inermes, le petit piquant externe fait son apparition. Dans le plus grand individu de Porto Seguro, chez lequel R = 50 mm, il existe un petit piquant tres court sur toutes les plaques marginales dor- sales. Le premier piquant apparait sur le bord interne de la premiere plaque marainale, puis il passe progTessivement au bord externe des plaques suivantes ; ces piquants sont d'ailleurs presque tous arraches. Dans Tautre individu, qui est un peu plus petit (R = 41 mm), les premieres plaques marginales dorsales n'ont pas de piquants et la serie tout entiere reste externe. C'est dans les individus de Friedrichsbourg que les plaques margi- nales dorsales acquierent l'armature la plus developpee. Dans le plus grand de ceux-ci, chez lequel R = 47 mm et qui est represente PI. IV, fig. 9 et 10 la premiere plaque marginale dorsale porte un petit piquant rappro- che du bord interne; les piquants se continuent en diminuant progTessive- ment de taille sur les quatre ou cinq plaques suivantes et ils finissent par disparaitre apres avoir ainsi forme une petite rangee interne tres courte. Puis la serie des petits piquants externes qui, ici, sont reduits ä des tuber- 11 Michaelsen, Westafrika. 250 ^* KOEHLER. cides allonges, fait son apparition ä partir de la troisieme ou de la qua- trieme plaque marginale, et cela tout ä fait independamment de la serie interne que la serie externe ne continue en aucune fa9on. II en resulte que quelques plaques marginales du commencement des bras, de la troisieme a la sixieme ou ä la septieme en general, portent chacune deux piquants a la fois. Sur un deuxieme individu un peu plus petit, les piquants internes se continuent sur un plus grand nombre de plaques, et meme sur Tun des bras, ils peuvent persister jusqu'ä la quatorzieme, tandis qu'ä partir de la troisieme chaque plaque marginale dorsale possede un piquant externe. Une disposition analogue se montre dans le plus petit individu chez lequel R = 32 mm, et je constate encore que sur l'un des cötes d'un bras le piquant interne persiste jusqu'ä la neuvieme plaque marginale inclusivement. Dans deux autres individus chez lesquels R =:= 43 mm, le piquant interne se continue encore jusqu'ä la septieme ou la huitieme plaque marginale dorsale, mais il arrive alors que certaines plaques, entre la cinquieme et la dixieme, acquierent, en dehors du piquant externe, un autre piquant accessoire : il en resulte que chacune de ces plaques porte, des lors, trois piquants. On voit que ces modifications rappellent, mais d'une maniere beaucoup moins remarquable, les differences que j'ai indiquees autrefois entre VÄ. irregularis et sa variete serratus. L'un des exemplaires de Kitta atteint une tres grande taille : R = 52 mm, et r = 17 mm. Les deux individus sont tres aplatis et c'est Sans doute pour cette raison que, dans le plus grand, les plaques marginales dorsales paraissent plus larges tandis que Faire paxillaire se montre un peu plus etroite que d'habitude. Les piquants des plaques marginales dor- sales sont d'ailleurs peu developpes et je n'en observe jamais plus d'un seul par plaque. Dans le deuxieme individu qui est un peu plus petit (R = 45 mm.), les plaques marginales dorsales du commencement des bras ont souvent deux piquants chacune, comme cela arrive dans les indi- vidus de Friedrichsbourg. On voit dejä par ce que je viens de dire que le developpement des piquants sur les plaques marginales dorsales ne depend pas uniquement de l'äge des sujets. Les premieres plaques marginales dorsales sont, en prin- cipe, inermes chez les jeunes: or on peut observer des individus de grande taille, comme par exemple celui de Kitta, chez lesquels ces piquants restent tres peu developpes, tandis que dans des exemplaires plus petits, comme dans le deuxieme individu de Kitta ou certains individus de Friedrichsbourg, les piquants existent sur toutes les premieres plaques Echinoderma I: Asteroidea, Opliioroidea et Echinoidea. 151 marginales dorsales et qii'ils peuvent memo se montrer au nombre de deux ou meme de trois sur certaines d'entre ellos, entre la troisiemo et la huitieme. J'ai eu iine })reuve nouvelle de ces irregularites en etudiant deux gi-ands iudividus de Lagos, que j"ai reyus seulement au moins d'avril 1914, lorsque ee memoire etait deja presque completement redige et que plu- sieure planches etaient terminees. J'ai tenu cependant ä representer ici le plus grand de ces deux exemplaires (PL V, flg. 16 et 17). On peut con- stater que Tarmature des plaques marginales dorsales est relativement peu developpee, et les piquants ne depassent guere les dimensions de petits tubercules emousses. Les piquants des premieres plaques marginales dor- sales, inseres sur le bord interne, ne sont pas plus developpes que les suivants. Le piquant interne existe sur les cinq ou six premieres plaques et le piquant externe apparait en general sur la troisieme, de teile sorte que les troisieme, quatrieme et cinquieme plaques, parfois meme la sixieme portent chacuno deux petits piquants, puis eeux de la serie externe se continuent seuls jusqu'ä Pextremite des bras sans changer de caractere, ou en devenant a peine un peu plus gi'os relativement dans le tiers termi- nal. Dans le deuxieme individu qui est un peu plus petit, les premieres plaques marginales sont completement inermes ; le piquant externe ne fait son apparition que sur ia septieme et meme sur la huitieme plaque de chaque rangee. Daus ces deux grauds exemplaires de Lagos, les rangees transver- sales de paxilles a la base des bras comprennent jusqu'ä treize ä quatorze paxilles dans le grand exemplaire, et la plaque madreporique est separee des plaques marginales dorsales par six paxilles. Les piquants marginaux restent toujours peu developpes par rapport ä la taille des individus. Les plaques marginales ventrales correspondent aux dorsales qu'elles debordent legerement en dessous. Le recouvrement de ces plaques consiste essentiellement en squamules, petites, triangulaires, aplaties, appliquees contre la surface de la plaque et assez serrees ; ces squaniiües sont dispo- sees irregulierement et elles ne forment pas de rangees reguHeres, sauf vers les bords adjacents des plaques. Sur ces bords eux-memes, la rangee de bordure se transforme en petits piquants extremement courts, diriges obli- quement, mais qui n'atteignent meme pas leurs congeneres de la plaque voisine. Plusieurs squamules de la rangee qui precede immediatement cette bordure marginale du cöte distal de la plaque, s'allongent legerement, mais en s'elargissant de maniere ä former de petits piquants au nombre de quatre ou cinq en general; ces piquants n'acquierent jamais une grande 11* 152 ^* KOEHLER. longueur: ils ne depassent guere le double de celle des squamules voisines, et leur taille reste la meme du premier jusqu'ä l'avant dernier; je remar- que que sur les deux grands individus de Lagos ils sont un peu plus developpes que d'habitude. Le dernier piquant seul de cette rangee s'allonge notablement et il forme alors un passage au grand piquant margi- nal qui part de l'angie anterieur et externe de la plaque. Un autre piquant, plus petit que le precedent, s'insere vers le milieu du bord externe de la plaque, et il fait, lui aussi, transition au deuxieme grand piquant marginal qui s'insere sur le milieu du bord externe de cette plaque. Ces deux grands piquants marginaux sont aplatis et pointus; ils aftectent une forme en lame de sabre qui est due moins ä leur courbure qui est a peine marquee qu'ä la forme convexe de leur bord posterieur. Le piquant anterieur est toujours un peu plus grand que le piquant poste- rieur et sa longueur est egale ä ceUe de deux plaques marginales. Enfin Tarmature marginale est completee par un troisieme piquant qui s'insere un peu au-dessus et en arriere du piquant posterieur: sa longueur ne depasse pas, en general, la moitie de celle de ce dernier; ce petit piquant, qui reste plutöt cylindrique, n'est visible que par la face dorsale. Ces piquants marginaux s'etalent horizontalement, mais leur ensemble ne constitue jamais une armature bien importante, surtout dans les indi- vidus de moyennes dimensions, comme ceux qui sont representes PI. IV, fig. 3 et 9, et PI. V, fig. 1 et 2, oü ils restent toujours assez greles; ils sont comparativement un peu plus epais, mais sans jamais s'allonger beau- coup neanmoins, sur les individus plus grands (PI. IV, fig. 9, et PI. V, fig. 16 et 17). Les piquants adambulacraires sont places sur trois rangs (PI. IV, fig. 9, et PI. V, fig. 2, 13 et 17). La rangee interne comprend comme d'habitude trois piquants disposes en divergeant; ils sont cylindriques et le piquant moyen est plus fort que les autres. La rangee moyenne comprend aussi trois piquants ; le median seul est bien developpe, tandis que les deux autres restent courts et cylindriques. Ce piquant median est meme extre- mement grand, epais, aplati, termine en pointe emoussee, et il est dresse verticalement; il frappe immediatement la vue quand on regarde la face ventrale de VAstropecten. La rangee externe comprend quelques petits piquants au nombre de trois ou quatre identiques aux deux piquants externes de la rangee precedente : ils sont disposes assez regulierement, mais ils forment souvent, avec ces deux derniers, un petit arc qui parait entourer le grand piquant median moyen. Dans les deux grands exemplaires de Lagos, ce piquant median de la rangee moyenne est peut-etre plus Echinoderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Ecliinoidea. 153 developpe encoro com})arativemont ({uc dans h^s autros individus, et il se fait romarquer par sa largem- aussi bion que par sa longueur (PL V, lig. 17). Les dents, petites, portent chacune doux rangees de piquants tres coiirts, aplatis et assez serres; les piquants rapproches de la sutiire sont iin peil plus forts que ceux de la serie externe. Siu* les faces laterales des dents, on remarque encore une rangee de piquants, d'abord tres uns et tres courts, mais qui s'allongent rapidement et passent progressivement aux trois grands piquants allonges et aplatis qui partent de l'extremite libre de la dent en se dirigeant horizontalement vers la bouclie. Les dents ne sont pas tres allongees et les piquants de la plaque adambulacraire voisine ne prennent pas non plus un grand developpement; ils ne se disposent pas en rangees allongees, comme on l'observe par exemple chez les A. irregularis et pontoporeus, oü ils forment une sorte de pedicellaire tres allonge, de chaque cöte et imme diätem ent en dehors de la dent. L'^. Michaelseni parait tres repandue sur les cötes de l'Afrique occidentale et eile est particulierement abondante dans les coUections du Musee de Hambourg. On voit, par les indications de localites que j'ai donnees plus haut, qu'elle s'etend depuis Petit Kootau, sur la cöte du Liberia, vers 5*^ N., jusqu'ä Ambrizette sur la cöte de 1' Angola, vers 7'^'S., et qu'elle a ete rencontree dans de nombreuses localites situees entre ces deux points extremes. Rapports et Differences. — C-est evidemment avec VA. irregularis Linck que VA. Michaelseni oflre le plus d'affinites, et on pourrait etre tente de rapporter ä la prcmiere espece les individus africains. Malgre les variations que presente 1'.4. irregularis, variations qui ne portent d'ailleurs guere que sur l'armature des plaques marginales dorsales, notre espece en est cependant bien distincte. D'abord la forme du corps est differente: si nous com- parons, en effet, des individus ayant ä peu pres le meme diametre, nous constaterons que les bras sont toujours plus larges ä la base et relative- ment plus courts, pour le meme diametre du disque, que chez IM. irregu- laris. D'autre part, chez des exemplaires ayant les memes dimensions egalement, les plaques marginales dorsales, quel que seit le developpement. des piquants a leur surface, ont les granulös plus gros et plus convexes chez VA. irregularis (PL V, fig. 9). Le recouvrement des plaques mar- ginales ventrales est aussi different: les squamules sont tres petites, serrees et appliquees plus etroitement contre la surface des plaques chez l'espece africaine, tandis qu'elles sont plus allongees et tendent ä prendre les 25^ K. KOEHLER. caracteres de petits piquants chez 1"^. irregularis] les piquants du bord distal sont peu developpes et leur longueur n'augmente pas du plus interne au plus externe comme ohezV A. irregularis, oü ils sont plus longs; les pla- ques marginales ventrales elles-memes sont plus larges a la base des bras et leur largeur decroit plus rapidement dans Fespece nouvelle que chez Y A^ irregularis, disposition qui est en rapport avec la forme des bras plus elargis ä la base que j'ai signalee tout a Theure. Enfin les piquants adam- bulacraires de la rangee moyenne ont une disposition differente dans les deux especes. En principe, chez l'^4. irregularis, ces piquants sont au nombre de trois, aplatis et presque egaux, le median cependant un peu plus grand, mais jamais la difference de taille n'est aussi accentuee que dans 1'^. Michaelseni ou le piquant moyen se fait remarquer par sa taille considerable qui contraste avec les dimensions exigues des deux autres. On voit souvent chez 1'^. irregularis le piquant moyen et le piquant distal offrir la meme taüle tandis que le piquant proximal reste plus petit; d'autre part, ces piquants forment toujours une rangee bien definie et bien distincte des piquants externes qui sont ordinairement au nombre de deux. Je donne ici, ä titre de comparaison, deux photographies de la face ventrale de VA. irregularis, l'une empruntee ä un echantiUon recueilli ä bord du „Caudan" dans le Golfe de Gascogne (PL V, lig. 12), et l'autre a un individu de Cette appartenant a la variete pentacanthus (PI. V, fig. 6). Les dents sont toujours plus courtes chez VA. Michaelseni et il existe deux rangees de piquants sur leur face ventrale; la premiere plaque adambulacraire n'est pas particulierement allongee, tandis qu'elle est tres longue chez VA. irregularis avec des piquants disposes de maniere ä former une sorte de pedicellaire de ehaque cöte de la paire dentaire. Comme la coUection du Musee de Hambourg renferme une assez grande quantite d'individus jeunes et chez lesquels, ainsi que je Tai dit plus haut, les caracteres distinctifs apparaissent deja d'une maniere tres nette, il m'a paru interessant de leur comparer un exemplaire di'A. irre- gularis, de petite taille egalement, que j'ai recueilli autrefois a Cette. Je represente (PI. VI, fig. 14 et 15) les deux faces dorsale et ventrale de ce petit individu: on peut voir les differences enormes qui le separent d'un A. Michaelseni de taile voisine (R = 13 mm) dont j'ai reproduit la Pho- tographie PI. IV, fig. 8. Les bras de la jeune A. irregularis sont rela- tivement tres courts, epais, peu pointus, et les plaques marginales dorsales sont peu nombreuses, ä peu pres aussi longues que larges; bref les deux individus sont completement differents, et Ton peut constater en les com- parant qu'il s'agit bien de deux especes tres distinctes. Echinoderma I: Asteroidea, Ophinroidea et Echinoidea. 155 Parmi les autros cspeccs dont VA. Michaelseni pout ctro rapprochee, se trouvent les A. capensis Studer et pontojjoreus 8i.aden, qui proviennent toutes deux de la region du Cap. UA. cajyensis a ete decrite par Studer, mais la description, qui n'est pas accompagnee de dessin, est un peu incom- plete, et il est impossible de se faire une idee des caracteres qui distinguent cette forme a la fois des A. iri^egularis et pontoporeus. Gräce ä l'obligeance de M. le Prof. Dr. Hartmeyer, j'ai pu avoir en communication Tun des types de Studer qui se trouvent au Musee de Berlin: or j'ai constate que cette Astropecten etait parfaitement identique ä VA, pontoporeus dont je possede moi-meme quelques echantillons provenant de l'Expedition du „C hall eng er", et qui m'ont ete donnes autrefois par M. J. Bell. Studer dit que VA. pontoporeus, comparee ä 1'^, capensis, a les bras relativement plus longs avec des plaques marginales ventrales ne debordant pas les plaques dorsales, et que les piquants marginaux paraissent plus courts et moins courbes: ce sont lä des caracteres de tres faible valeur et il est certain que si Studer avait eu sous les yeux des echantillons dL4. pontoporeus il n'aurait pas separe de cette derniere espece les Asteries de la „Grazelle". Je n'ai donc ä comparer r^4. Michaelseni qu'a la seide A. pontoporeus. Or d'apres les echantillons que j'ai sous les yeux, cette derniere est tou- jours plus robuste et plus trapue, le disque est plus large, enfin les bras sont plus courts et plus epais ä la base que chez VA. Michaelseni, ainsi qu'on peut le voir sur les photographies que je reproduis PI. V, flg. 3, 4 et 5 de 1^4. pontoporeus] au point de vue de certains caracteres, cette espece est evidemment plus voisine de VA. irregularis que de VA. Michaelseni, et cette derniere s'en ecarte immediatement par ses bras relativement plus minces et plus effiles, et par les plaques marginales dorsales, couvertes de granulös plus fins et plus nombreux. Ces derniers montrent toujours une tendance moins forte ä se transformer en veritables piquants. Les plaques marginales dorsales sont plus petites, plus courtes et plus nombreuses chez l'^4. Michaelseni-.! leur surface est peu convexe, tandis que ces plaques sont saillantes, largement separees et fortement convexes chez 1'^. pontoporeus ; les granides qui les recouvrent sont grossiers et ceux qui se trouvent au voisinage du piquant et vers le miheu des plaques sont toujours plus gros que chez 1^4. Michaelseni. Chez cette derniere les paxilles sont plus petites et beaucoup plus nombreuses. Les plaques marginales ventrales sont cou- vertes, chez VA. jjontoporeus, de squamules plus fortes, les piquants du bord distal sont plus grands et leur longueur augmente un peu du plus interne au plus externe. Les piquants adambulacraires de la rangee moyenne sont au nombre de trois, le piquant median plus fort que les U I 6 R A I 156 ^' KOEHLEK. autres, mais sans cependant prendre un developpement tres considerable et depasser largement les deux autres piquants qui restent toiijours assez importants. Les dents sont plus longues et elles sont couvertes de pi- quants plus forts ne formant qu'une seule rangee ventrale; enfin les piquants de la premiere plaque adambulacraire se developpent sur une grande longueur en formant une sorte de pedicellaire. On pourra apprecier faci- lement les caracteres distinctifs des deux especes en comparant les photo- graphies que je donne PL V, fig. 3, 4 et 5, d'une A. pontoporeus ayant ä peu pres les memes dimensions (R = 38 mm) que cliez Tindividu de Saltpond represente PI. V, fig. 1 et 2. Voici quelques mesures comparatives qui montreront nettement ces differences : A. pontoporeus A. Micliaelseni mm mm R 38 37 Diametre du disque 23 18 Longueur d'un bras depuis la premiere plaque marginale dorsale 27 30 Largeur d'un bi'as au niveau de la deuxieme plaque marginale dorsale 12 10 Nombre des plaques marginales dorsales . 23 36 Je dois aj outer qu'apres avoir compare les A. pontoporeus et irre- gularis, je considere que ces deux especes sont difFerentes bien que tres voisines: 1'^^. po??tojoorews a les bras plus courts, plus larges et moins effiles, le disque est plus grand, les plaques marginales dorsales sont plus epaisses, plus grosses, plus longues et moins nombreuses que chez l'^4. irregularis] toutefois Tarmature des plaques marginales dorsales rappelle beaucoup la Variete „serratus" de l'^l. irregularis, et l'^l. pontoporeus est certainement plus voisine de cette derniere espece que de VA. Micliaelseiii. II resulte de ces comparaisons que les trois especes di Astropecten qui s'etendent le long des cotes atlantiques de TEurope et de l'Afrique, depuis la Norvege jusqu'au Cap, sont tres voisines les unes des autres. Je ne connais cependant pas de formes de passage entre eUes; pour le moment, l'^4. irregularis possede la repartition geographique la plus vaste, puisqu'elle remonte jusqu'aux cötes de Norvege, se rencontre sur toutes les cötes d'Angleterre et de France, qu'elle passe en Mediterranee et qu'eUe descend jusque sur les cötes du Sahara. L'^4. Micliaelseni n'a Echiiioderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea.' 157 encore ete rencontrec quo dans les regions equatoriales de l'Afrique occidentalo entre 5" N. et 7" S. Quant klW. po7itoporeiis olle n'ost comme quo dans la region du Cap. II ne peut y avoir aucune confusion entre V Astropecten Michaeheni et 1\1. africanus Koehler quo j'ai decrite d'apres des echantillons rapportes par Gruvel des cötes du Maroc et du Sahara. Quant aux especes habitant la cote americaino de l'Atlantique dans la region tropicale, et avec lesquelles on pourrait confondre l'espece afri- caine, elles s'en ecartent toutes plus ou moins. UA. artiailatus Say dont les plaques marginales dorsales sont k peu pres inermes ou n'ofirent qu'un. petit piquant dans la moitie distale des bras, a les bras longs et etroits avec un disque petit; les plaques marginales dorsales sont tres larges et Taire paxillaire est etroite ; le recouvrement des plaques marginales ven- trales rappellerait VA. Michaelseni, mais les piquants adambulacraires sont disposes tout differemment. UA. duplicatus Gray rappelle 1^4. Michaelseni par le grand piquant quo presente la rangee moyenne des piquants adambulacraires, mais ce grand piquant n'est accompagne que d\m piquant proximal plus petit; les trois piquants de la rangee interne sont tres greles. De plus, les premieres plaques marginales dorsales portent chacune, sur leur bord interne, un tres grand piquant qui est beaucoup plus fort que chez VA. MichaeUeni :, les bras sont aussi plus longs et plus etroits et le disque est plus petit; les plaques marginales dorsales sont tres larges, Taire paxillaire est etroite et enfin les plaques marginales ventrales sont couvertes de piquants plus allonges. UA. antillensis Lütken a ete bien etudiee par Perrier. Ses bras sont aussi allonges et etroits, avec des plaques marginales dorsales elargies qui ne laissent qu'une aire paxillaire etroite couverte de paxilles ä structure tres simple ; le disque est petit. Les plaques marginales ventrales sont couvertes de petits piquants; les piquants adambulacraires n'ont pas la meme disposition que chez VA. Michaelseni, et, en resume, les deux especes sont bien differentes. II n'y a pas de confusion possible entre VA. hrasiliensis Müller et Troschel et 1'^. Michaelseni. UA. cingulatus Sladen du Bresil, qui n'est d'ailleurs connue que par un exemplaire unique de petite taille (R = 28 mm) et sans indication de profondeur, a les trois piquants adambulacraires moyens subegaux. L'^. c«7ia^Ms Grube de Puerto Cabello est mal connue: on sait qu'elle est tres voisine de 1'^. articulatus, a laquelle eile est peut- etre meme identique. 258 ^- KOEHLER. Astropecten maniillatus nov. sp. (PI. V, fig. 13 et 14; PL VI, fig. 1 ä 4). Habitat: Liberia, Cap Palmas. C. Hupfer (Un echantillon N. 14577). Cote d'or, Kitta; 9 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 25163). Togo, Lome. C. Hupfer (Deux echantillons N. 10216). Togo, Anecho; 13 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 14690). Je decrirai Tespece surtout d'apres les deux exemplaires de Lome qui sont les plus grands: leurs dimensions respectives sont, pour R, 24 et 21 mm, et pour r, 7 et 6,5 mm. Dans les autres individus, R varie entre 15 et 10 mm, r entre 5 et 3 mm. Le disque est plutot petit; les bras sont assez etroits ä la base et ils vont en s'amincissant regulierement jusqu'ä l'extremite qui forme une pointe emoussee. La face dorsale est plane, la face ventrale est un peu convexe. L'aire paxülaire des bras reste tres etroite sur toute sa longueur par rapport a la largeur des plaques marginales, surtout dans le plus grand echantillon, et meme sur les deux bras qui sont diriges en haut et sur celui qui est dirige en bas dans la fig. 14 de la Planche V, la largeur de cette aii'e au niveau de la troisieme plaque marginale dorsale est egale ä laar Igeur meme de cette plaque. Sur les deux autres bras, de meme que chez les autres individus, la largeur de l'aire paxillaire est plus grande, et eile est egale a peu pres ä une fois et demie la largeur des plaques marginales dorsales correspondantes sur presque toute la longueur des bras. La face, dorsale du disque est couverte par des paxilles extremement serrees. Les plus grandes offrent un tres gros tubercule centi-al, entoure d\m cercle peripherique comprenant une douzaine de piquants diriges horizontalem ent, assez courts et arrondis a l'extremite. Le gros tubercule central est large et epais et il fait une forte saillie : c'est une sorte de mamelon conique ä sommet emousse, deux fois et demie plus haut que large, et dont la hauteur egale ou depasse le diametre de la paxille. Ces tubercules epais et hauts se montrent sur presque toute l'etendue du dis- que, sauf a sa peripherie, mais il existe aussi des daxilles chez lesquelles le tubercule central est notablement moins developpe, tout en restant tou- jours bien apparent. La surface de ces tubercules est rugueuse, mais les asperites sont tres fines et serrees. Ces gros tubercules se montrent encore sur quelques paxilles de la base des bras, mais ils ne depassent pas la deuxieme plaque marginale dorsale : ä partir de ce niveau leurs dimensions diminuent rapidement en meme temps que le diametre des paxilles decroit aussi Echinodorma I: Asteroidea, Opliiuroidea et Ediinoidea. 159 pou a pou. Les paxilles se simplifiont ensuito a mosuro qiron sV'loigno du disquc, ot, dans la deuxieme moitie des bras, olles sont constituees par un petit tuborcule central arrondi, entoure d'un cercle compronnant une demi-dou- zaiuo de granulös un peu plus allonges quo ce dernior et arrondis ä l'oxtremite. Ces paxilles sont disposees sur les bras en petites rangees transversales de part et d'autre d'une bände mediane etroite, et, a la base des bras, chaque rangee ne comprend pas plus de trois paxilles. Toutos ces paxilles rostent tres serrees et olles sont memo quelquo peu confluen- tes dans le tiers terminal des bras. La plaque madreporique est assez grande, tres rapprochee des pla- ques marginales dorsales dont eile est separee par une petite paxille plus ou moins aplatio ; eile est circulaire et ses bords sont tres distincts. Sa surface est convexe et des siUons peu nombreux la divisent en petites aires allongees et inegales. Les plaques marginales dorsales sont au nombre de dix-sept dans les deux exemplaires de Lome. Sur le plus grand, elles sont particuliere- ment elargies dans la moitie proximale des bras, et elles sont d'abord beaucoup plus larges quo longues; elles deviennent ensuite relativement moins larges et les deux ou trois plaques qui precedent la derniere, la- quelle est fortement raccourcie, sont un peu plus longues quo larges. Ces plaques recouvrent une partio importante de la face dorsale des bras, et l'aire paxillaire reste toujours assez etroite sur toute leur longueur ainsi que je Tai dit plus haut. II nVst pas possible de distinguer sur ces plaques une face dorsale et une face laterale : en realite elles s'etalent obliquement sur les cotes des bras avec une surface arrondie et convexe, et elles restent visibles sur toute leur largeur lorsqu'on regarde l'Asterie par la face dorsale; elles sont debordees legerement en dessous par les plaques marginales venti-ales auxquelles elles correspondent exactement. Leur sur- face est couverte de granulös arrondis et serres, plus gros vers leur milieu et au voisinage de leur bord interne, et qui deviennent plus petits ä mesure qu'on se rapproche du bord externe ainsi que des deux cotes anterieur et posterieur. En abordant ces derniers, les granulös s'allongent en forme de tres petits piquants qui s'entrecroisent avec leurs congeneres, tout en laissant cependant bien distinctes les limites des plaques successives. Chaque plaque marginale dorsale porte un piquant dont la presence est absolument constante, et qui est extremement developpe sur les premieres plaques. Ce piquant est epais, tres elargi ä la base et conique avec un sommet pointu; il reste de forte taille sur les trois ou quatre premieres plaques tout en diminuant rapidement d'epaisseur, puis il continue ä dimi- IßQ R. KOEHLER. nuer sur les plaqiies suivantes. II s'insere exactement sur le bord interne des trois ou quatre premieres plaques, puis, sur les plaques suivantes, il s'ecarte legerement de ce bord tout en en restant toujours tres voisin. Ces piquants meritent toujours le nom d'internes sur toute la longueur des bras et la rangee qu'ils constituent reste parfaitement continue : jamais l'on n'observe ce changement de position que l'on constate souvent chez les autres especes d''Astropecter), oü les piquants places d'abord sur le bord interne des premieres plaques marginales dorsales passent au bord externe ä une certaine distance de la base des bras. Les plaques marginales ventrales offrent un recouvrement regulier de squamules petites, arrondies, assez serrees et legerement imbriquees, qui conservent ä peu pres les memes dimensions sur presque toute l'etendue de la face ventrale de ces plaques. Vers le bord interne, ces squamules s'allongent cependant en petits piquants tres courts et aplatis, et ellos subissent une modification analogue le long des bords adjacents des plaques, mais les piquants ainsi formes restent toujours tres courts. Vers le bord externe de la plaque et ä l'angle proximal, apparaissent brusquement trois piquants : le premier, extremement court, aplati et lanceole, reste presque horizontal et il ne depasse guere le bord distal de la plaque ; le deuxieme, beaucoup plus long, tres epais a la base, aplati et pointu, est une fois et demie plus long que la plaque correspondante, et il est dirige presque transversalement par rapport a Taxe du bras. Le troisieme piquant est encore plus developpe : il est place au-dessus et en arriere du precedent, au milieu du bord externe de la plaque ; il a la meme forme quo ce dernier, mais sa longueur est egale au double de la plaque marginale. Ce sont ces deux piquants que l'on aper9oit en regardant VAstropecten par la face dorsale. Sur les deux premieres plaques marginales ventrales, on remarque que le premier piquant marginal est plus fort que sur les sui- vantes, et, en dedans de lui, se montrent des piquants supplementaires. La premiere plaque porte deux de ces piquants dont la longueur est egale ä Celle du premier piquant marginal, et qui forment avec lui une petite rangee transversale occupant le milieu de la plaque qui est d'ailleurs tres courte. La deuxieme plaque n'offre qu'un seul piquant en dedans du premier piquant marginal; enfin les quatre ou cinq plaques marginales suivantes possedent ordinairement, a la base du deuxieme piquant margi- nal, mais sur son cöte proximal, un tres petit piquant aplati qui n'ost guere plus developpe qu'une squamule allongee. Les piquants adambulacraires sont disposes sur trois rangees. La rangee interne comprend trois piquants cylindriques, diriges obliquement Ecliinodcrma I: Asteroidea, Ophiuroidca et Ecliinoidea. IGl on dodans, le median deux fois plus grand quo los deux autres. La rangeo moyonno ronfermo doux gros piquants aplatis, dresses, avec l'extre- niite arrondio et do dimensions presque egales : le piquant proximal est eependaut toujoiirs un peu plus petit. Enlin, en dehors, viennent un cer- tain nombre de piquants assez longs et un peu aplatis, qui, sur le petit individu de Lome, formont un groupe assez regulier de trois piquants sur chaque plaque, le median un peu plus grand, taudis qua sur le plus grand oxemplaire, ce groupe est souvent accompagne d'un ou de deux piquants plus petits. Los dents portont deux rangees de piquants rapproches de leur bord externe : la rangee interne comprend six ou sept piquants plus forts que ceux de la rangee externe dont le nombre est de cinq ou six soulement. Deux paires de grands piquants aplatis, allonges et diriges horizontalement vers la bouehe, terminent chaque paire de dents. Rapports et Differences. — C'est surtout des A. hispinosus (Otto) et platyacanthits (Philippi) que se rapproche notre espece. Elle oflfre, en effet, comme ces dernieres, une rangee tres reguliere et continue de gros piquants assez developpes et s'inseraut sur le bord interne des plaques marginales dorsales, mais ici ces piquants prennent un developpement moindre. De plus, les deux grands piquants marginaux que portont los plaques marginales ventrales ont ä peu pres la memo forme Tun et Tautre: le dernier est seulemont plus developpe que le precedent mais sans s'elar- gir sensiblement, tandis que chez les A. hispinosus et platyacanthus, celui-ci est fortement elargi, tres aplati et beaucoup plus gros que le piquant precedent. D'autre part, dans les deux especes mediterrane ennes, les pla- ques marginales ventrales montrent toujours, sur toute la longueur de leur bord distal, une serie de petits piquants formant une rangee transversale qui precede les trois piquants marginaux; cette rangee fait totalement defaut dans VA. mamillatus. Nous savons que les plaques marginales dor- sales sont tres etroites et tres hautos dans les A. hispinosus et platyacan- thus] leur face dorsale, tres etroite, est presque tout entiero occupee par la base du piquant qu'elles portont, tandis que leur face laterale, qui fait un angle droit avec la precedente, est tres haute ; cette face roste ä peu pres constamment nue chez VA. hispinosus, tandis qu'eUe porte au con- traire des piquants bien developpes chez VA. platyacanthus. Les piquants adambulacrairos offrent aussi une disposition un peu differente, et, on parti- cuHor, les piquants de la rangee externe sont plus nombreux dans les deux especes mediterraneennes ; je reviendrai d'ailleurs tout a l'heure sur la ] 62 R- KOEHLER. disposition de ces piqiiants chez ces deux dernieres especes. La plaque madreporique est plus rapprochee des plaques marginales dorsales chez l'^4. mamillatus. Enfin les paxilles de la face dorsale du disque sont tout a fait caracteristiques dans la nouvelle espece, gräce ä leur piquant central remarquablement grand et epais, et constituant un gros tubercule tres saillant. En somme l'^l. mamillatus se distingue des A. bispinosus et platyacan- thus par les plaques marginales dorsales empietant beaucoup sur la face dorsale des bras: ces plaques, peu elevees et munies de piquants moins developpes, oifrent, en dehors de ces piquants, un recouvrement uniforme de granules; par les plaques marginales ventrales ne portant de veritables piquants qu"a leur angle proximal et externe, et enfin par la structure des paxilles de la face dorsale du disque. Les comparaisons que j'ai faites entre VA. mamillatus et les deux especes mediterraneennes ont ete etablies d'aprcs des echantillons un peu plus gros que les individus africains, mais de dimensions cependant assez voisines: ainsi chez le plus petit ^1. bispinosus que je possede et qui provient de La Ciotat, R egale 30 mm, et, chez mes A. plati/acanthus, R varie entre 25 et 32 mm. Les differences sont absolument frappantes sur ces differents individus. J'ai etendu ma comparaison ä des specimens beaucoup plus grands et il m'a paru utile de reproduire ici quelques pho- tographies de VA. bispinosus (PI. V, fig. 8 et 11) et de l'^i. plati/acanthus (PI- V, fig. 7 et 10), non seulement pour faciliter mes comparaisons avec VA. mamillatus, mais aussi pour affirmer les difierences qui existent entre les deux especes mediterraneennes dont nous ne possedons pas beaucoup de figures. Dans les lignes qui precedent j'ai parle des ^1. bispinosus et platyacan- thus comme de deux especes distinctes. La validite de ces especes a dejä ete discutee, et dans deux sens differents, d'abord par Marenzeller (75, p. 362), ensuite par Ludwig (97, p. 16), le premier auteur concluant k la Separation des deux especes, et le second a leur reunion en une seule ä laquelle il conserve le nom de A. bispinosus et qui comprendrait 1^4. platt/ acanthvs k titre de variete. Je dois avouer que, malgre la date plus recente des travaux de Ludwig, je partage la maniere de voir de Maren- zeller. En effet, j'ai toujours pu observer entre les deux formes les diffe- rences tres nettes signalees par Marenzeller, et ces differences m'ont paru tres constantes et tres marques. Sans parier du developpement relatif des bras et du disque et du nombre de plaques marginales, le mode de recouvre- ment des plaques marginales dorsales et ventrales m'a toujours permis, et cela Sans la moindre hesitation, d'attribuer tel echantillon a 1^4. bispinosus, et Echinoderma I : Asteroidea, Ophiuroidea et Kcliinoidea. 163 to\ autre a IM. platyacanthus. J'ajouterai quo dans tous los individus dM. bispinosus que j'ai etudies, lo nombre des piquants adambulacraires de la rangee moyenne est de trois, le median plus grand quo les deux auti-es qui sont subegaux, tandis que chez VA. platyacanthus cette rangee moyenne ne ronferme que deux piquants soulemont qui sont plus grands que chez VA. bispinosus, tres elargis et en general sub-egaux; le piquant proximal est cependant quelquefois un peu plus faible que l'autre. Cos differences sont de l'ordre de Celles que l'on admet habituelle- ment pour scparer les especes du genre Astropecten, qui, il faut bien le reconnaitre, sont souvent tres affines. J'estime donc, en definitive, que IM. platyacanthus doit etre conservee comme une espece independanto et distinete de l'^l. bispinosus, sans etre ramenee au rang d'une simple variete de cette derniere. Astropecten liheriensis nov. sp. (PI. VI, fig. 5 ä 8). Habitat: Liberia, Ca'p Mount; 11 m. C. Hupfer (Un echantillon). Monrovia; 13 m. C Hupfer (Un petit echantillon N. 10222). Grand Bassa. C. Hupfer (Un petit echantillon N. 20 796). Sinoe. C. Hupfer (Un echantillon N. 10228). Settra Kru; 11 m. C. Hupfer (Deux echantillons). Je decrirai l'espece d'apres les individus du Cap Mount, de Sinoe et de Settra Kru, qui sont les plus grands, et, en particulier, d'apres celui du Cap Mount qui est represente PL VI, fig. 7 et 8. Je reproduis egale- ment la photographie d'un individu beaucoup plus petit chez lequel R ne depasse pas 13 mm (PI. VI, fig. 5 et 6). Voisi les principales dimensions des trois plus grands individus : Provenance des individus R r Nombre des plaques mar- ginales dor- sales. Largeur des brasauniveau de la deuxieme plaque margi- nale dorsale. Largeur de l'airepaxillaire auniveaudela deuxieme pla- que marginale dorsale. Diametre du disque. Cap Mount Sinoe Setta Kru mm 28 26 20 mm 8 7 5,5 29 27 23 mm 8 7 6 mm 5,5 5 4 mm 14 14 12 ] ß4 ^' KOEHLER. Le disque n'est pas tres grand; les bras sont minces chez les adultes, assez etroits ä la base et ils vont en s'amincissant progressivement jusqu'ä leur extremite ; mais, malgre leur minceur relative, l'aire paxillaire reste cependant assez large, les plaques marginales dorsales etant tres petites. Dans Tensemble, les echantillons sont plutöt delicats et faibles (PI. VI, fig. 7 et 8) chez les adultes. Chez les jeunes les bras sont plus larges et plus courts relativement (PI. VI, fig. 5 et 6). La face dorsale du disque est couverte de paxilles confluentes dans la region centrale oii elles restent nombreuses, serrees et tres petites. Les plus grandes comprennent deux ou trois piquants centraux, courts, globu- leux et ressemblant plutöt ä des granules, entoures d'une dizaine de petits piquants peripheriques, courts, minces et un peu renfles ä l'extremite ! Sur les bras, le nombre de ces piquants peripheriques diminue, et il ne reste egalement qu'un seul granule central entoure de six ou sept petits piquants peripheriques qui gardent une disposition etoUee tres reguliere. Les paxilles forment, comme d'habitudo, des rangees transversales sur les bras, et, ä la base de ceux-ci, je trouve sept et parfois meme huit paxUles dans chaque rangee sur l'exemplaire du Cap Mount. Ces paxilles sont extremement petites: elles restent tres serrees jusqu'ä Textremite des bras oü le nombre de leurs piquants diminue et se reduit ä trois ou quatre entou- rant un petit granule central beaucoup plus petit. Vus avi microscope, et sur un exemplaire desseche, ces piquants se montrent couverts de tres fines spinules. La plaque madreporique est tres petite et rapprochee des plaques marginales dorsales dont eUe est separee par une seule paxiUe; eile offre, ä sa surface, de petits siUons tres nets, partant en divergeant de son bord interne. Les plaques marginales dorsales sont petites, courtes, etroites, un peu plus larges que longues, et leur nombre est relativement tres eleve puis- que j'en compte vingt-huit sur le plus grand individu chez lequel R ne depasse pas 28 mm. Leur face dorsale est convexe et eile passe pro- gressivement, par un bord tres arrondi, k la face lateral equi n'est pas tres haute. Ces plaques sont recouvertes par un petit nombre de gros granules convexes et non contigus, dont la largeur diminue vers les bords en meme temps qu'üs s'allongent un peu mais sans devenir cependant de veritables petits piquants. En outre, chaque plaque est armee, sur sa face dorsale, d'un piquant assez developpe, qui reste toujours unique et dont la pre- sence est absolument constante. Sur les deux premieres plaques marginales, ce piquant est tres gros, elargi a la base, de forme conique et emousse Eehinodernia I: Asteroiden, Opliiuroidea et Echinoidea. 165 ä l'extremite : il s'insere vers le bord interne de la plaque et cclui de la premicre plaque marginale est un peu plus fort que le suivant. Des la troisieme plaque, le piquant passe au bord externe, et il se place de suite sur Talignement de tous les piquants suivants sans aucuno transition, con- trairement a ce que l'on remarque souvent chcz d'autres especes. Tous ces piquants forment des lors une rangee trcs reguliere, et ils conservent ä peu pres les memes dimensions sur la premiere moitie des bras ; ils sont plutot grands, tres saUlants, de forme conique, avec l'extremite arrondie, et ils sont beaucoup plus developpes que chez VA. Michaelseni, Les plaques marginales ventrales correspondent aux plaques dorsales qu'elles debordent legerement en dessous. Elles sont deux ou trois fois plus larges que longues, et elles sont couvertes de petits piquants aplatis, a moitie couches sur la plaque avec l'extremite arrondie ou tronquee; ces piquants ne sont pas tres serres et üs de\'iennent plus fins vers les bords adjacents des plaques. Ils sont plus longs sur la region interne que sur la partie externe de la plaque, oü ils prennent un bord plus arrondi et meritent alors le nom de squamules. Les deux ou trois premieres plaques de chaque serie montrent, en plus de ce revetement, deux petits piquants allonges et pointus, rapproches du bord distal; sur la plaque suivante, ü n'existe qu'un seul piquant: eniin celui-ci disparait et ü fait completement defaut sur toutes les autres plaques du bras. Les piquants marginaux presentent la disposition suivante. Sur Fangle anterieur et externe de chaque plaque, il existe d'abord un piquant dont la longueur depasse la largeur de la plaque, et, en arriere de lui, on distingue un deuxieme piquant beaucoup plus petit, puis, en dehors de ce dernier, vient un troi- sieme piquant identique au premier. Ces trois piquants sont cylindriques avec la pointe emoussee. Au-dessus d'eux, et s'inserant alors sur le bord memo de la plaque marginale, se montre un tres grand piquant aplati, legerement recourbe en lame de sabre et dirige horizontalement; sa longueur atteint presque celle de trois plaques marginales. En arriere de ce grand piquant, et partant de Fangle posterieur et externe de la plaque, se trouve un deuxieme piquant beaucoup plus petit et tres etroit. Lorsqu'on regarde V Astropecten par en haut" on ne voit donc qu'un seul grand piquant margi- nal, precede, sur chaque plaque, d'un autre beaucoup plus petit. Les piquants adambidacraires ne forment guere que deux rangees dont chacune renferme trois piquants. Dans la rangee interne, le piquant median est plus fort que les deux autres, un peu aplati et legerement recourbe. Les piquants de la deuxieme rangee, plus grands que les prece- dents, sont aplatis avec l'extremite arrondie; ils sont a peu pres tous de 12 Michaelsen, Westafrika. l(3ß R- KOEHLER. memes dimensions, cependant le piquant moyen est en general un peu plus gros et plus epais que les deux autres. Je ne distingue pas de piquants entre cette rangee et ceux qui reeouvrent les plaques marginales ventrales. Les dents, assez petites, portent au voisinage de la suture une premiere rangee de piquants serres, un peu aplatis et peu allonges. Sur leur bord externe se montre une autre rangee, et, vers Textremite de la dent, les trois piquants proximaux s'allongent rapidement de maniere ä former de chaque cote un groupe de trois grands piquants aplatis et diri- ges horizontalement vers la bouche. La premiere plaque adambulacraire adjacente a chaque dent n'est pas tres allongee ; les petits piquants qui la reeouvrent forment cependant un groupement assez allonge rappelant un pedicellaire, mais moins marque cependant que chez l'^l, irregularis. Rapports et Differences. — L\l. Uheriensis ne peut etre con- fondue avec l'^l. irregularis dont eile se distingue par l'armature differente des plaques marginales dorsales et par la presence, sur les plaques margi- nales ventrales, de ce grand piquant marginal accompagne d'un deuxieme piquant tres petit, tandis que chez l'^4. irregularis il existe toujours deux grands piquants marginaux accompagnes d\m troisieme tres petit. Par ce meme caractere, VA. Uheriensis s'ecarte immediatement de VA. Micliaelseni que je viens de decrire, chez laquelle les piquants marginaux conservent une disposition constante, meme chez les tres petits exemplaires ; l'armature des plaques marginales dorsales et la disposition des piquants adambulacraires sont aussi differentes, et il ne saurait y avoir le moindre doute sur la necessite de separer ces deux especes. II ne peut etre question de comparer VA. Uheriensis aux deux espe- ces mediterraneennes A. bispinosus (Otto) et platyacanthus (PmLippi). Chez ces dernieres, en effet, les piquants des plaques marginales dorsales for- ment une rangee parfaitement continue qui n'abandonne jamais le bord interne des plaques, sans ofirir ce changemont de position entre les premi- ers piquants inseres sur le bord interne des plaques et les autres piquants qui partent du bord externe; d'aiUeurs ces piquants sont beaucoup plus forts dans les deux especes mediterraneennes que chez l'^4. Uheriensis. Les plaques marginales ventrales n'oflfrent qu'un seul grand piquant marginal dans ces deux especes, caractere qu'elles partagent avec VA. Uheriensis, mais, chez elles, ces plaques portent toujours au moins une rangee de piquants repartis sur toute l'etendue de leur bord distal, ce qui n'arriv© pas dans l'espece du Liberia. EcliiiKulcrniiv I: Asteroiclea, Opliiuroidea et Ecliinoidea. I(j7 Cette derniere est encorc j)lus differonte de IM. mamillatus, quo se fait remarquor par rarmaturo des plaquos marginales dorsales beaucoup plus developpees, et, rappelant Celles que Ton conuait ehez IM. bispinof^ . Le plus grand exemjölaire du Cameroun est en parfait etat de con- servation et il a meme garde dans l'alcool une coloration rouge brique assez claire sur la face dorsale, avec les tubercules plus fonces; la face ventrale est d'un rose jaunätre tres clair; R = 75 mm, r = 33 mm. Dans les exemplaires de Säo Thome, qui sont ä peu pres completement deco- lores, R varie entre 105 et 67 mm. Le P. dorsatus est bien connu par les descriptions de Müller et Troschel et par les remarques detaillees ajoutees par Bell en 1884. Toute- fois ces auteurs indiquent trois piquants adambulacraires internes seulement; ce chififre est inexact et il est trop faible : ces piquants sont en effet, tant(jt au nombre de quatre, tantöt au nombre de cinq; ceci est d'ailleurs le nombre qui a ete observe par Greeff sur les individus de Säo Thome. En revanche, Greeff a note la presence de pedicellaires sur toute la surface du Corps, aussi bien sur la face dorsale que sur la face ventrale. Or, sur les exemplaires du Musee de Hambourg, les pedicellaires fönt defaut sur la face ventrale et meme sur les plaques marginales ventrales; je ne les observe que sur la face dorsale oü ils sont assez repandus, quoique de petite taUle, et Us n'existent pas sur les plaques marginales dorsales. Je possede dans ma collection un exemplaire desseche de P. dorsatus dont la provenance exacte est inconnue et chez lequel R = 100 a 105 mm; les piquants adambulacraires restent toujours au nombre de quatre sur toute la longueur des bras, le piquant proximal etant au moins deux fois plus petit que les trois autres, mais il n'existe pas de piquant distal comme je l'observe sur les individus du Musee de Hambourg. Sans faire com- pletement defaut sur la face ventrale, les pedicellaires se montrent beau- coup moins abondants que sur la face dorsale. Kcliinoderma I: Astoroidojv, Opliiurdidca et Echinoidea. 169 Goniaster afvicanuA Yerrill. (PI. VII, fig. 1 a 4.) Voir ponr la bibliographie : Goniaster africanus, Veuuili. (99), p. 15(i. Goniaster semilunatus, var. africanus, Koehlek (09), p. 87. Habitat: Afrique o ccidentale. Pohl. (Deux grands echantillons desseches Sans autre indication que „West- Afrika", et chez losquols R mesiire respectiveruent 40 et 30 mm). II e das Rolas. Dr. R. Greeff. (Deux echantillons tres jeunes; dans le plus grand, R = 3,4 mm, et dans l'autre R ne depasse pas 1,55 mm). Comme il est interessant de noter les caracteres des tres jeunes Goniasterides, j'ai represente ici ces deux derniers individus ; dans le plus petit les caracteres specifiques sont a peine reconnaissables, mais la com- paraison avec Tautre specimen un peu plus grand, montre bien qu'il s'agit de la meme espece. (Jn sait que Ton a reuni pendant longtemps sous le nom de Pentago- naster semilnnatus Linck, les deux formes vivant respectivement sur la cöte occidentale d'Afrique et dans la Mer des Antilles, formes que Verrill avait deja distinguees, en 1871, sous les noms de Goniaster afriaanus et G. ame- ricanus. Verrill a invoque, pour separer ces deux especes, des carac- teres qu'il affirme tres constants, et je partage completement son opinion au sujet de cette Separation. Le plus grand exemplaire du Musee de Hambourg est absolument conforme aux dessins que Verrill a publies en 1899 (pl. XXV, iig. 1 et 2) et il a la meme taille que Tindividu represente par lui. Je remarque en particulier que les plaques marginales dorsales de Pavant derniere paire sont plus grandes que les precedentes, et que les granulös qui recouvrent la region centrale des plaques laterales ventrales sont beaucoup plus gros que les autres. Sur la rangee qui fait immediatement suite aux plaques adambulacraires. Tun de ces gros granulös s'allonge meme quelque peu, et il tend ä prendre Tapparence d'un petit piquant. Dans le deuxieme individu desseche, qui est plus petit que le prece- dent, on peut ä peine reconnaitre une legere difference entre les granulös de la region centrale des plaques laterales ventrales et ceux de la peri- pherie ; les plaques marginales dorsales de Tavant derniere paire oörent ä peu pres la meme taille ou elles sont meme legerement plus petites que Celles de la paire precedente ; elles sont d'aiUeurs largement en contact 170 R- KOEHLER. sur la ligne mediane. Les plaques marginales dorsales ont la face dor- sale fortement convexe, surtout les deux ou trois premieres de chaque rangee, mais elles ne forment pas encore de tuberosites bien saillantes. Les gros piquants des plaques laterales dorsales sont peu nombreux: en dehors de six piquants centraux, d'ailleurs petits, il n'existe de gros piquants que sur la premiere plaque de chaque ränge e carinale, et sur les quatre ou cinq premieres plaques de la premiere rangee laterale; un petit tuber- cule se montre parfois, mais sur une seule plaque seulement, dans la deuxieme rangee. Ophidiaster opJiidianus Lamarck. (PL XV, fig. 85.) Voir principalement pour la bibliographie : Ophidiaster ophidianus, Perrier (96), p. 44. Ophidiaster ophidianus, Ludwig (97), p. 300. Ophidiaster ophidianus, Koehler (09), p. 92. Habitat: II e das Ro las. Dr. R. Greeff (Plusieurs exemplaires dans Talcool ou desseches). L'espece a ete signalee par Greeff aux iles das Rolas et Säo Thome oü eUe est tres abondante; eUe parait atteindre dans ces parages sa limite d'extension meridionale et eile n'a pas encore ete signalee plus bas vers le Sud. Greeff a dejä observe que les exemplaires recueillis par lui etaient absolument identiques ä ceux de la Mediterranee. Ludwig, en parlant de Fanatomie interne, rappeile (97, p. 312) que Teuscher a iigure et decrit en 1876, les corpuscules calcaires des pedicelles. Cet auteur indique de plus la presence de spicules simples ou ramifies dans la paroi des vesicules ambulacraires, ainsi que dans celle de l'intestin terminal. Les depöts calcaires des pedicelles et des vesicules ambulacraires sont peu compliques, tandis que ceux que j'observe dans les parois de 1 intestin peuvent atteindre des dimensions assez considerables : j'en represente un certain nombre PI. XV, fig. 85. Linckia Bouvieri Perrier. Voir pour la bibliographie : Linckia Bouvieri, Koehler (09), p. 90. Habitat: Ile Annobon. Dr. A. Schultze 1911 (Quatre echantillons). Dans le plus grand individu, R = 51 mm, et dans le plus petit 41 mm. Echinodernia I: Asteroidea, Opliiiiroidca et Ecliinoidea. 171 Cotto especo a ete parfait(Mii(>nt decrito par Pekuier ot jo Tai repre- sentee eu 1909 (09, pl. V, fig. 6, ot pl. XX, lig. 1^); on sait eile n'a encore ete reneoutree quo sur los cutos occidentales de TAfriqne. Lhickia Guildingfi Gray. A'oir pour la bibliogTapliie : Linckia Guildingii, Koehler (09), p. 90. Habitat: Ile Säo Thome (Deux echantillons, Tun dans Talcool et Tautre desseche. N. 850). Les individus sont tont ä fait conformes a la description et aux figures publiees par Agassiz en 1877, et je ne vois aucune difference entre les individus des cotes africaines et ceux des cotes americaines. Patiria helliila Sladen. Patiria hellula, Slauen (89), p. 385. Patiria bellula, Koehler (08), p. 632. Callopatiria bellula. Verrill (13), p. 480. Habitat: Sud-Ouest Africain allemand, Lüderitzbucht. Dr. W. Michaelsen, 1911 (Un echantillou: R = 40 mm, r = 17 mm) Aster ina exigua (Lamarck). Voir pour la bibliographie : Asterina exigua, Döderlein (10), p. 250. Asterina exigua, Koehler (10), p. 129, pl. IX, %. 6 et 7. Patiriella exigua, Verrill (13), p. 484. Habitat: Sud-Ouest Africain allemand, Lüderitzbucht. Dr. W. Michaelsen, 1911 (Quelques echantillons). Asteriiia marginata Hup6 (PI. VI, lig. 9 ä 13). Voir principalement pour la bibliographie : Asterina marginata, Perrier (75), p. 300. Asterina marginata, Käthbun (80), p. 149. Asterina marginata, Ludwig (82), p. 5. Asterina marginata, Sladen (89), p. 775. Asterina stellifer, Leitpold (95), p. 592. Asterina stellifer. Bell (93), p. 26. 172 ^- KOEHLER. Asterina stellifer, Meissner (04), p. 16. Aste7-ina lüderitziana, Döderlein (10), p. 252. Enoplopatiria marginata, Verrill (13), p. 480.. Habitat: Cute d'Or, Gr oß -Friedrich sb ourg. Dr. H. Brauns (Trois echantillons). Cöte d'Or, Accra. C. Manger, 1911 (Un echantillon sec). Togo, Lome. Boehler, Mars 1914 (Trois echantillons), Cameroun. Petersen (Un echantillon N. 12115). Angola, Ambrizette, 11 m. C. Hupfer (Quatre petits echantillons N. 25 672 et 25 673). Angola, Mussera; 11 m. C. Hupfer (Un petit echantillon). Angola, Kinsembo; 18 m. C. Hupfer (Un petit echantillon N. 25665). Walfish Bay, Dr. W. Michaelsen, 1911 (Sept echantillons). Sans indication de localite. Maltzan (Un echantillon). Le plus grand individu est celui du Cameroun : R ^= 42 mm, r = 22 mm. Ces differents exemplaires proviennent de localites assez diverses qui sont comprises entre la cöte d'Or, c'est-ä-dire vers 5 ° Lat. N., et Walfish Bay vers 23° Lat. S. Bien que leurs dimensions soient tres diffe- rentes, R variant entre 42 et quelques millimetres, ils ofFrent bien tous les memes caracteres. Ils sont d'ailleurs tout ä fait conformes aux nombreux specimens d'^4. marginata que je possede dans ma coUection et auxquels j'ai pu les comparer, specimens qui proviennent soit de regions plus septentrionales de la cöte d'Afrique (Senegal, baie du Levrier, etc.), soit des cötes du Bresil. La localite la plus meridionale que je releve pour les exemplaires du Musee de Hambourg est Walfish Bay, c'est-ä-dire 23 ^ S., mais il est certain que l'espece peut descendre encore plus bas vers le Cap. J'avoue, en effet, ne pas pouvoir distinguer les differents specimens dont i'ai donne l'enumeration plus haut, de l'^L lüderitziana que Döderlein a decrite recemment d'apres des individus provenant de Lüderitzbucht. Les echantillons africains provenant de la baie du Senegal ou de la baie du Levrier, que j'ai eu occasion d'examiner, ainsi que ceux que possede le Musee de Hambourg, ofirent absolument les caracteres que je retrouve sur les belies photographies publiees par le savant naturaliste de Strass- bourg. J'ai cru devoir reproduire ici quelques photographies des exem- Echinodcrma I: Asteroidea, Opliiuroidea et Echinoidca. 173 plaires africains, qiii pinirront Otro comparees ä coUcs qu'a publiec^s DÖDERLEIN (PL VI, fig. 9 ä 13). On sait d'autre part, quo IM. marginata a ete indiquee vers l'extre- mite meridionale de TAmerique du Sud, ainsi que dans le detroit de MageUan. Leitpold, qui a etudie des individus provenant de ces localites et qui les a eompares a d'autres de provenances diverses, declare qu'il s'agit bien de la meme espece, tout en proposant une variete nouvelle „obtusa" pour la forme sud-amerieaine. Je n'ai jamais vu d'^l. marginata provenant des regions magellanes, et je ne puis rien dire au sujet de cette determination qui me parait cependant assez douteuse. Cribrella ornata Perrier. Voir pour la bibliograpliie : Cribrella ornata, Koehler (08), p. 629, pl. XII, fig. 105 et 106. Cribrella ornata, Döderleix (10), p. 252. Habitat: Sud-Ouest Africain allemand, Lüderitzbucht. Dr. W. Michaelsen, 1911 (Cinq echantillons). Dans le plus grand individu R = 47 mm et dans le plus petit 34 mm. Tous les specimens presentent une ressemblance frappante avec les individus de Lüderitzbucht signales par Döderlein et photogi-aphies par lui (10, pl. IV, fig. 2 et 2 a). Opliiuroidea. OpJiioderma lotif/icauda var. guineense Grreeff. (PI. IX, fig. 1-3.) Voir principalement pour la bibliographie : Ophioderma longicauda, Ludwig (80), p. 545. Ophiura laevis Lyman (82), p. 10. Ophioderma guineense, Greeff (82), p. 156. Ophioderma longicauda, Koehler (94), p. 8. Ophioderma longicauda, Marchisio (96), p. 3. Ophioderma longicauda, Koehler (07), p. 281. Ophioderma longicauda, Koehler (07 bis), p. 249. Ophioderma longicauda, Koehler (11), p. lo. Habitat: Ile das Rolas. Dr. R. Greeff, 1880 (Six echantillons). 174 ^- KOEHLER. Ces exemplaires sont evidemment identiques ä ceux d'apres losqiiels Greeff a etabli Tespece nouvelle qu'il avait distinguee de VO. longicauda et ä laquelle il a donne le nom d'O. guineense] cette derniere est surtout carac- terisee, d'apres cet auteur, par les plaques brachiales dorsales indivises, par les boucliers radiaux recouverts de graüules, par les plaques brachiales ventrales ofFrant une legere encoche au milieu de leur bord distal, et par le nombre des piquants brachiaux qui varie entre douze et quatorze. Ces difFerents caracteres ne me paraissent pas avoir une bien grande importance specifique. Le morcellement des plaques brachiales dorsales se rencontre d'une maniere ä peu pres constante sur les 0. longicauda de la Mediterranee : or je Fobserve egalement sur un individu que je possede de Madere, ainsi que sur un exemplaire rapporte par Gruvel du Senegal; en revanche d'autres echantillons accompagnant les precedents, aussi bien celui du Senegal que celui de Madere, ont presque toujours les plaques brachiales dorsales indivises. D'autre part, je trouve parfois sur les echan- tillons de l'ile das Rolas, une plaque brachiale dorsale ofirant une fissure longitudinale plus complete meme que celle que l'on peut voir PL IX, hg. 1. Dans les echantillons de Guinee, les plaques brachiales ventrales oörent un bord distal plutöt tronque et meme legerement excave en leur milieu (fig. 3). Or, dans un echantillon de Madere chez lequel le diametre du disque egale 28 mm, et dont les plaques brachiales dorsales sont assez fortement morcelees, comme on peut le voir PL IX, fig. 5, les bouchers radiaux sont absolument nus et les plaques brachiales ventrales ont le bord distal tronque, mais il est rare qu'on j observe une encoche, meme legere (PL IX, fig. 4). En revanche, un autre individu de la meme localite, et que j'ai re9U avec le precedent, dont les boucliers radiaux sont absolument couverts de granules, et qui possede des plaques brachiales dorsales indivises, le bord distal des plaques brachiales ventrales est plutöt legerement arrondi, mais il offire en son milieu une encoche etroite et assez profonde, plus marquee meme que sur les echantillons recueillis par Greeff sur les cötes de Guinee (PL IX, fig. 6). Je reproduis ici a titre de comparaison une photographie de la face ventrale d'un bras d'un indi- vidu recueilli ä La Ciotat, et qui montre la forme habituelle des plaques brachiales ventrales chez les specimens de la Mediterranee (PL IX, fig. 7). Dans les echantillons que je possede de differentes provenances (Me- diterranee, Canaries, Madere, Senegal) et que je rapporte äl' 0. longicauda typique, les piquants brachiaux sont en general au nombre de dix ä onze, mais on peut en trouver douze et meme treize, tandis que dans les individus recueillis par Greeff ä l'ile das Rolas, ce nombre peut s'elever ä quatorze. Echinodernia I: Asteroiden, Opliiviroido.a et Ecliinoidca. 175 L'examcu dos phioderma recuoillis par Greeit sur la cote do Guinee me confirme donc dans ropinion que j'ai drja cu roccasion d'oxprimor, a savoir que los differoncos signalees par cet autour d'aprös dos öchantillons adultes n'ont pas do valour spocilique, et qu'ollos ne sauraiont ötro invo- quees quo pour la ereation d'uno varite. Je souligne le mot adultes, car je n'ai pas eu roccasion d'etudier des formos jounes, qui offriraient pout-etre des caracteres differents, bien que cela ne soit pas tres vrai- semblable. On sait cependant que les 0. antillarum et longicauda sont beaucoup plus distinctes dans leur jeune äge qu'a l'etat adulte. Je possede dans ma coUection un exemplaire de Madere, avoc des boucliers radiaux nus et des plaques brachiales dorsales morcelees, que je ne peux pas distinguer d'une 0. antillarum ayant les memes dimensions. Ophioder^na appressa (Say). Voir pour la bibliograpbie: Ophioderma appressa^ Koehler (13), p. 353. Ophioderma appressa, Koehler (14), p. 3. Habitat: Senegal, Goree. C. Hupfer (Un echantillon). Angola, Ambrizette. C. Hupfer, (Un echantillon N. 25 672). Sans indication de localite. Maltzan, 1901 (Huit echantillons). Les individus sont bien conformes ä ceux des Antilles et du Bresil; dans les plus grands les piquants brachiaux sont au nombre de huit a neuf. Ophiolepls affinis Studer. (PL IX, iig. 15, 16 et 20). Ophiolepis affinis, Studer (84), p. 6, pl. I, fig. 3. Habitat: Liberia, Monrovia; lim. C. Hupfer, (Un echantillon N. 26576). „ Grand Bas sa; 15 m. C. Hupfer (Deux echantillons N. 20796). Liberia, Settra Kru; 30 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 10229). Togo, Lome. C. Hupfer (Trois echantillons N. 14 631). „ Anecho, 13 m. C. Hupfer (Quatre echantillons N. 10217 et 26 577). Dahomey, Whydah; 13m. C. Hupfer (Cinq echantillons N. 26907). Congo francais, Fernand Vaz. C. Hupf er (Quelques echan- tÜlons N. 24435). Congo fran9ais, Loango. C. Hupfer (Deux echantillons N. 24 434). Sans indication de localite. Maltzan, 1901 (Un echantillon). JYß E. KOEHLER. Le diametre du disque varie entre 8 et 12 mm; les echantillons de Fernand Vaz sont beaucoup plus petits et leur diametre est compris entre 4 et 6 mm. L'espece a ete etablie par Studer d'apres un exemplaire unique re- cueilli par la "Gazelle" ä 4» 40' N. et 9« 16' 6" W. (59 brasses). Dans le type les piquants brachiaux etaient au nombre de deux seulement: or je n'observe ce chiffre que tres rarement, et meme chez les petits indi- vidus de Fernand Vaz, il y a toujours trois piquants brachiaux; chez certains individus meme je trouve parfois quatre piquants sur les premiers articles brachiaux. L'espece africaine est donc plus voisine encore de VO. elegans que le croyait Studer, et il est indispensable de comparer tres soigneusement les deux especes pour faire ressortir leurs caracteres distinc- tifs. Cette comparaison sera facilitee par les photographies que je repro- duis ici (PL IX, fig. 15, 16 et 20), et celle d'une 0. elegans (PI. IX, iig. 18) provenant des Antilles (Pindividu photographie est un peu plus grand que YO. affinis, le diametre de son disque etant de 11,5 mm, tandis qu'il est de 9,5 seulement chez cette derniere). On peut voir par ces photographies, ainsi que par le dessin public autrefois par Lyman de la face dorsale d'une 0. elegans (65, pl. II, hg. 5), que les plaques dorsales du disque offrent des dispositions identiques dans les deux especes. Sur la face ventrale, les plaques des espaces interra- diaux sont plus nombreuses chez VO. afßnis'^ de plus elles sont aplaties et meme quelque peu imbriquees, tandis qu'elles sont convexes chez VO. elegans. Les boucUers buccaux sont un peu moins larges dans leur ensemble, et ils sont plus fortement retrecis en leur miheu chez VO. af/inis'^ les papüles buccales sont aussi un peu plus etroites et plus pointues, Les bras sont tres nettement carenes dans l'espece africaine, et les plaques brachiales dorsales sont plus larges: leur forme est trapezo'idale avec un grand cöte distal, et Fangie externe et proximal de chacune d'elles est simplement tronque par la plaque laterale supplementaire. Au contraire, chez VO. elegans, la face dorsale des bras est simplement convexe ; les plaques dorsales, plus etroites comparativement, sont plutöt hexago- nales avec deux bords lateraux bien distincts et se reunissant par un angle obtus; le bord antero-lateral, un peu plus petit quo Fautre, est contigu k la plaque laterale supplementaire. Celle-ci a la forme d'un triangle equi- lateral avec les sommets arrondis, tandis que chez VO. affinis le triangle qu'eUe forme est allonge et sa base est tres etroite, trois fois plus petite que les cötes qui se reunissent en un sommet tres pointu. Les piquants sont au nombre de quatre chez VO. elegans, et ils s'eten- Ecliinoflerma I: Asteroidoa, Opliinroidea et Ecliinoidea. ] 77 dent, sans etro tres sorres, lo long- du bord libro de la plaque laterale ; le premier dorsal s'insere tout pres de la plaijue supplementaire. (Jomme, d'autre part, ces piquants, tout en restant fort potits, ne sont pas appliques contre le bras, on les aper^oit facilement en regardant l'Ophiure par en haut. Chez YO. affinis, au contraire, les picpiants laissent libre })lus de la moitie superieure de la plaque brachiale laterale, en raison de l'allon- gement de la plaque laterale supplementaire qui s'etend sur pres des deux tiers de la hauteur de celle-ci. Ces piquants, au nombre de trois, restent donc localises ä la partie inferieure des plaques laterales, et, comme d'autre part, ils sont appliques contre la surface du bras, on n'aper9oit guere que le dernier piquant dorsal quand on regarde l'Ophiure par en haut. Ces trois piquants restent tout ä fait contigus ; ils sont d'ailleurs tres petits, papilliformes, et un peu plus courts que chez l'O. elegans. Je ne vois pas de diflference importante a signaler dans la forme des plaques brachiales ventrales. Les bras sont un peu plus courts dans l'espece africaine ; dans Texemplaire que je represente PI. IX, tig. 15 et 16, ils ont 27 mm de longueur, tandis qu'ils atteignent 38 mm chez YO. elegans de la tig. 18. Dans d'autres exemplaires d'O. afßnis, je note que les longueurs respectives des bras sont de 28, 28 et 25 mm dans des echantillons dont le disque mesure 11, 10 et 9 mm de diametre. La couleur est un peu variable : ce sont les teintes grisätres, olivätres ou brunätres qui dominent. Le disque est le plus souvent d'un brun oli- vätre avec une tache de forme irreguliere, blanchätre ou parfois rougeätre sur la plaque centro-dorsale ; les bras sont anneles de clair et de fonce. La face ventrale est incolore. Dans Tindividu de Settra Kru, la face dor- sale reste tout entiere d'un brun rougeätre. Op/iiolepis paucispina Müller et Troschel. (PL IX, fig. 14). Voir pour la bibliographie : Ophiolepis paucispina, Koehler (13), p. 355. Ophiolepis paucispina, Koehler (14), p. 11. Habitat: Ile das Rolas. Dr. R. Greeff (Quelques echantillons). ^ Ile Annobon. Dr. A. Schultze (Un echantillon). Sans indication de localite. Maltzan, 1901 (Quatre echantillons). Cette espece a deja ete signalee par Greeff (82, p. 183) aux iles Säo Thome et das Rolas (15 — 20 brasses). 178 K- KOEHLER. Je represente ici la face dorsale cVun echantillon de Tile das Rolas, la figure publice autrefois par Lütken ne montrant pas d'une maniere bien nette les caraeteres des plaques dorsales du disque. Ophiarachnella afHcana nov. sp. (PI. IX, fig. 8, 9 et 17). Habitat: Cameroun. C. Hupfer (Un echantillon N. 1'2212). Diametre du disque 7 mm, longueur des bras 35 mm. Le disque est nettement pentagonal, la face dorsale est peu convexe. Les bras sont relativement greles et assez allonges. Cette Ophiarachnella s'ecarte des especes littorales connues dans rOcean Atiantique, et eile ressemble d'une maniere tres frappante ä deux especes de TOcean Indien, les 0. infernalis (Müller et Troschel), et similis (Koehler). Comme chez ces deux dernieres especes, la face dorsale du disque est ici couverte de granules tres fins, arrondis et serres, qui, toutefois, laissent ä nu cinq plaques a la base de chaque bras. Ce sont d'abord deux bou- cliers radiaux assez regulierement ovalaires, tres ecartes l'un de l'autre dans chaque paire, et situes vers le bord du disque au point de reunion de celui-ci et des bras. Entre les boucliers radiaux et la premiere plaque brachiale dorsale, se trouvent trois autres plaques tres rapprochees et recouvrant ensemble une aire triangulaire ; la plaque mediane est plus grande que les autres, de forme triangulaire avec les angles et les bords arrondis: eile est un peu plus longue que large et son sommet est tourne vers le bras ; de chaque cote, et en dehors de cette plaque, on en recon- nait deux autres plus petites, de forme egalement triangulaire, mais avec les cotes et les angles moins arrondis, et dont le sommet est tourne du cote du disque. A la base des bras, le disque offre une incisure peu pro- fonde, qui regoit tantöt les deux premieres plaques brachiales dorsales, et alors ceUes-ci sont tres courtes, tantot une seule plaque, et alors celle-ci est un peu plus allongee; sur les bords de l'incisure se montrent quelques petites plaques imbriquees, qui restent nues. Au milieu de chaque espace interradial, et ä la j)eripherie du disque, il existe une plaque ovalaire elargie transversalement. La face ventrale du disque est uniformement couverte par des granules identiques ä ceux de la face dorsale. Les fentes genitales sont etroites et assez courtes, car elles ne s'etendent guere que sur les deux tiers de l'espace interradial, jusque vers le milieu de la quatrieme plaque brachiale ventrale. Echinoderma I: Asteroiden, Ophiuroidea et Echiuoidea. 179 Les boucliers buccaux sont grands, triangulairos, ä pou pros equila- teraux, avoe le sommet un peu arrondi ot los dinix autres angles tres fortemont arrondis; les deux cotes sont un peu convexes, tandis que la base est droite; celle-ci est contigue au bouclier accessoiro qui est plus etroit, mais encore tres large et de forme demi-circulaire. Le bouclier qui porte le pore mädreporique est plus grand que les autres, tandis que la plaque aeeessoire correspondante est extremement reduite. Les granules recouvrent completement les plaques orales et une partie des plaques adorales: la region de ces dernieres qui rcste a nu forme un triangle allonge, avec le sommet arrondi. Les papilles buccales sont au nombre de neuf ä dix de chaque cöte, les premieres un peu plus allongees et pointues, les externes plus courtes et obtuses ; l'avant derniere papille est beaucoup plus grande que les autres, et la derniere, de forme trian- gulaire, est petite. Les deux premieres plaques brachiales dorsales, comprises dans les incisures du disque, sont tres courtes et assez reduites. La troisieme est grande, rectangulaire, beaucoup plus large que longue, avec des cotes divergents. Les suivantes sont plus longues, tout en restant d'abord un peu plus larges que longues ; elles ont un bord proximal etroit et droit, un bord distal large et convexe et des cotes divergents et droits. Ces plaques deviennent ensuite ä peu pres aussi larges que longues, et meme un peu plus longues que larges dans la derniere partie des bras, oü leur forme est triangulaire ; elles sont alors separees l'une de Tautre par un intervalle etroit. D'une maniere generale, les plaques brachiales dorsales sont tres developpees relativement ä la largeur des bras, et elles recouvrent une assez grande partie de la face dorsale de ceux-ci. La premiere plaque brachiale ventrale est grande, tres elargie, avec un angle proximal aigu, limite par deux cotes un peu excaves et un bord distal large et fortement convexe. Les deux ou trois plaques suivantes sont quadrangulaires, aussi longues que larges, avec Tangle proximal un peu tronque, puis cette partie tronquee devient plus grande et le bord proximal se decompose en trois petits cotes; les bords lateraux sont exca- ves par Tecaille tentaculaire, et le bord distal est convexe. Ces plaques deviennent peu ä peu plus longues que larges. Le petit cöte proximal median se reduit de plus en plus dans la deuxieme moitie des bras, et il disparait finalement, de teile sorte que les plaques prennent une forme pentagonale, tout en restant toujours plus longues que larges, mais elles se separent Tune de l'autre par un intervalle etroit. H n'y a pas de pores distincts ä la base des bras. ] 80 K- KOEHLER. Les plaques laterales n'empietent pas beaucoup sur la face dorsale des bras. A la base de ceux-ci, elles portent chacune neuf piquants sube- gaux, pointus, plus petits que la moitie de la longueur de la plaque et formant une rangee reguliere sur les cötes des bras ; ce nombre tombe ensuite ä liuit et plus loin ä sept. Les ecailles tentaculaires sont au nombre de deux: l'interne est grande et assez large; l'externe, qui recouvre la base du premier piquant brachial, est beaucoup plus petite, avec un bord arrondi. La couleur est d'un gris jaunätre uniforme sur le disque. La face dorsale des bras öftre des traces assez vagues d'annulations alternativement plus claires et plus foncees. Rapports et Differences. — L'O. africana se rapproche beaucoup des 0. infernalis (Müller et Troschel) et similis (Koehler) ; eile est surtout extremement voisine de la premiere espece au point qu'on peut se demander s'il j a lieu de l'en separer. Elle s'en ecarte cependant par son apparence plus grele, par ses bras relativement plus allonges et plus etroits, par les plaques brachiales laterales qui empietent moins sur la face dorsale des bras et laissent les plaques dorsales relativement un peu plus larges. Les piquants brachiaux sont au nombre de neuf dans le seul individu que je possede, qui est relativement petit, tandis que chez des individus beaucoup plus grands d'O. infernalis, leur nombre reste ordi- nairement limite a huit. Les boucliers buccaux sont plutöt un peu plus longs que larges et leurs plaques accessoires sont notablement plus petites et plus etroites chez VO. infernalis que chez Fespece africaine. On voit que ces diff'erences sont assez faibles et il est tres regrettable que la forme africaine ne soit representee que par un exemplaire unique ; on peut esperer que l'examen de nouveaux echantillons, qui seront peut etre plus grands, permettra de reconnaitre des difterences plus marquees, que la forme du corps avec ses bras plus longs et plus greles permet dejä d'en- trevoir. Je donne ici deux photographies de VO. itfernalis (PI. IX, iig. 10 et 11) qui permettront une comparaison avec l'espece nouvelle, et je reproduis egalement deux photographies de VO. similis (PI. IX, fig. 12 et 13), non pas tant pour faire mieux saisir les difterences avec l'espece africaine, que pour me permettre de montrer ä nouveau, et mieux qu'ä l'aide de dessins schematiques, les difterences sur lesqu elles je me suis base en 1905 pour etablir VO. similis et la separer de VO. infernalis (05, p. 7). Echinodernia I: Asteroidea, Ophiiiroidea et Echinoidea. 181 En 1909 Lyman Clark (09, p. 124) a cru clovoir reunir ces deux especes, et il a cherche ä prouver que les variations observees par lui chez VO. infernalis ne permettaient pas d'admettre la Separation specifique que j'avais proposee. Je erois que depuis lors Topinion de Lyman Clark s'est modifiee. Pour ma part, je ne puis que maintenir la distinction que j'ai ötablie en 1905 pour les raisons que j'ai developpees alors: on pourra voir, en comparant les photographies que je donne ici, que les deux especes sont reellement bien differentes. Les memes caracteres qui separent VO. similis de VO. infernalis la separent egalement de l'O. africana\ on remarquera, de plus, chez VO. similis, la forme et Tirregularite dans les contours des boucliers radiaux, les petites dimensions et meme Tinconstance des trois plaques qui se trouvent entre ces boucliers ä la base des bras, l'absence de plaque marginale dans l'espace interradial sur le disque, la forme diiferente des boucliers buccaux et Fetat rudimentaire des plaques accessoires de ces boucliers, la diffe- rence de taiUe moins grande entre les deux ecailles tentaculaires, le nom- bre des piquants brachiaux, etc. On connait actuellement deux especes littorales ou sublittorales d'' Ophiarachnella sur les cotes occidentales de l'Afrique. L'une d'elles est VO. semicincta (Studer), decouverte aux iles du Cap Vert par la „Gazelle", ä une profondeur de 38 brasses (71 m), et retrouvee par les Expeditions du „Travailleur" et du „Talisman" dans les memes parages ä 105 metres de profondeur; Tautre est VO. capensis (Bell). L'O. a/ricana est bien diffe- rente de VO. semicincta: chez cette derniere, en effet, il n'existe pas de plaques distinctes ä la base des bras entre les boucliers radiaux, les plaques brachiales ventrales sont quadrangulaires et un peu plus larges que longues, les piquants brachiaux sont au nombre de sept seulement, les deux ecailles tentaculaires sont subegales, le bouelier buccal accessoire est tres petit, et enfin il existe une paire de pores entre la premiere et la deuxieme plaque brachiale ventrale. Je reproduis ici (PI. IX, fig. 20) une portion de face laterale d'un bras d'un individu recueilli par le „Travailleur" et le „Talis- man", chez lequel le diametre du disque atteignait 14 mm: les piquants brachiaux sont au nombre de sept; c'est le chifire que j'ai toujours ob- serve, tandis que Studer n'en indique que six. Je ferai remarquer ä ce sujet que, sur le dessin que donne cet auteur, (82, pl. I, fig. 1 d) de deux articles brachiaux, Tun de ceux-ci porte sept piquants et l'autre six; ces piquants depassent legerement le milieu de Tarticle. L'O. capensis n"a que sept piquants brachiaux et la nouvelle espece ne peut etre confondue avec eUe. 13 Michaelsen, "Westafrika. 132 ^- KOEHLER. Ojyhiactis africana Koehler. Ophiactis africana Koehler (11), p. 17, pl. III, fig. 4 et 5. Habitat: Senegal, Goree; 21 mm. C. Hupfer 1888 (Un echantillon). Liberia. Freyschmidt, 1893 (Un echantillon). Cote d'or, Prampram; 9 mm. C. Hupfer (Trois echantillons N. 25 943). Congo frangais, Sette Cama. C. Hupfer 1888 (Un echantillon N. 24 284). Angola, Ambrizette; 8 m et 11 m. C. Hupfer (Un echan- tillon Sans numero et quelques echantillons N. 25 673). Angola, Mussera; 11 m. C. Hupfer (Trois echantillons N. 24213). Angola, Kinsembo. C. Hupfer (Trois echantülons N. 21274, et un echantillon sans numero). Angola, Kinsembo; 13 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 24495). Afrique occidentale. C. Hupfer 1889 (Deux echantillons K 25 812). Les individus restent toujours de tres petite taille et le diametre du disque atteint rarement 4,5 et 4 mm, chiffres que j'ai releves sur les exem- plaires recueillis par Gruvel ä la Baie du Levrier et ä l'estuaire du Congo, et qui m'ont servis comme types de cette espece : dans la plupart de ceux du Musee de Hambourg, en effet, le diametre du disque ne depasse pas 2 ou 3 mm. Les piquants de la face ventrale du disque sont souvent moins nombreux et moins serres que siu' les tjpes : Ton peut alors observer facilement les plaques qui recouvrent cette face et qui sont toujours bien developpees. Je remarque aussi que les deux piquants brachiaux qui suivent le premier ventral sont souvent rugueux et que les asperites se montrent surtout vers l'extremite. L'O. africana se trouve donc assez abondamment repandue le long de la cote occidentale d'Afrique, dans la region tropicale, au-dessus et au-dessous de l'equateur. Je rappellerai que Gruvel l'a recueillie dans la Baie du Levrier, c'est-ä-dire a 21° N., ainsi qu'ä l'embouchure du Congo vers 6° S. ; eUe peut descendre encore plus bas jusqu'ä Kinsembo vers 8° S. ; les autres stations enumerees plus haut se trouvent comprises entre ces deux points extremes. Comme toutes ces stations sont assez nom- breuses et assez eloignees les unes des autres, et que dans aucun des individus observes le diametre du disque ne depasse 4,5 mm, il est tres vraisemblable que l'espece reste toujours de tres petite taille. Ec'hinoderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Efhinoidea. 1^3 Apres avoir decrit on 1911 YO. africana, je Tai comparee aux 0. Mülleri LüTKEN et Lütkeni Marktanner, En ce qui concerne l'O. Mülieri, qui se trouve d'aillours ropresenteo dans les coUeotions du Musce de Ham- bourg par plusieurs individus ä six bras et dont je parlerai ci-dessous, il n'y a aueune eonfiision possiblo. II n'en est pas de meme pour VO. Lütkeni, et Texamen des individus assez nombreux que possedo le Musee de Ham- bourg me laisse assez perplexe au sujet de la synonymie de cette espece. LY). Lütkeni a ete etablie par Marktanner-Turneretscher, d'apres un echan- tillon unique et tres petit, chez lequel le diametre du disque etait de '2,5 mm seulement; les caracteres sont donc assez difficiles ä saisir: d'ailleurs la description de Marktanner est tres courte et les deux photo- graphies qu'il publie sont loin d'etre claires. Le type unique etait absolument depourvu de piquants, aussi bien sur la face dorsale que sur la face ven- trale du disque. Comme les trois echantillons rapportes par Gruvel, et d'apres lesquels j'ai etabli mon espece, ofiraient tous trois sur la face ventrale du disque un revetement de piquants extremement developpe, ils paraissaient s'ecarter considerablement de l'O. Lütkeni. Or, maintenant, je trouve parmi les Ophiactis du Musee de Hambourg, des exem- plaires chez lesquels les piquants sont moins nombreux: je me de- mande si ceux-ci n'arriveraient pas ä disparaitre completement chez certains individus, et, dans ce cas, la ressemblance avec YO. Lütkeni serait plus marquee. Toutefois, je dois faire observer que, d'apres la description de Marktanner, la face ventrale du disque de l'O. Lütkeni n'a qu'un recou- vrement de plaques tres delicat (sehr zart beschildert), ce qui n'est pas conforme ä ce que j'observe sur mes echantillons oü les plaques ventrales du disque, meme chez les tout jeunes specimens, sont toujours bien for- mees, tres apparentes, et munies de piquants plus ou moins nombreux ; d'autre part, Marktanner dit que la couleur de l'O. LAitkeni est verdätre sur la face dorsale, ce que je n'observe jamais, les echantillons en alcool etant tantöt grisätres, tantöt brunätres, mais le plus souvent ä peu pres completement decolores. Les autres caracteres indiques par Marktants^er sont trop peu precis pour qu'on puisse en faire etat. J'estime donc devoir maintenir Tespece que j'ai creee en 1911, et que j'ai appuyee d'une description detaillee avec des photographies suffi- samment demonstratives pour serw ä des comparaisons utiles, car je ne crois pas que les documents fournis par Marktanner, d'apres un specimen tres jeune, puissent jamais permettre de reconnaitre l'O. Lütkeni avec certitude. 13* 134 ^- KOEHLER. 0])hiactis Mülleri Lütken (PI. VII, fig. 9 et 10). Voir poiir la bibliographie : Ophiactis Mülleri, Koehler (14), p. 41. Habitat: Senegal, Goree; 21 — 25 m, C. Hupfer (Quelques echantillons N. 25778 et 26 582). Togo, PortSeguro; 13 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 2435). Ile das Rolas. Dr. R. Greeff (Un echantülon). Tous les individus ont six bras. L'O. Mülleri a ete decrite avec soin par Lyman, mais, en dehors du dessin que cet auteur donne des boucliers radiaux, Tespece n'a jamais ete representee; j'ai cru bon d'en reproduire ici deux photogTaphies. Je reviendrai sur cette espece en etudiant plus loin VO. Savignyi. L'O. Mülleri n'a encore ete signalee que sur les cotes occidentales de l'Atlantique, mais sa presence sur les Gutes africaines n'est pas sur- prenante. OjJhiactls Savif/iiyi Müller et Troschel (PI. VII, fig. 15; PI. X, fig. 1, 2 et 3). Voir pour la bibliographie : Ophiactis Savignyi, Koehler (05), p. 26. Ophiactis Savignyi, Koehler (13), p. 355. Ophiactis Savignyi, Koehler (14), p. 41. Habitat: Ile das Rolas. Dr. R. Greeff (Quelques echantillons). Ile Annobon. (Un echantillon). Ile Anno bon. Dr. A. Schultze, 1911 (Deux echantillons). Les exemplaires du Musee de Hambourg sont tous de tres petite taille : le diametre du disque ne depasse en eftet jamais 3 mm et il reste souvent plus petit; tous ces individus sont neanmoins bien caracteristiques et parfaitement determinables : üs ont tous six bras. Ils sont evidemment identiques ä coux que Greeff a rencontres sur la cote S. W. de Säo Thome, entre ä 15 et 20 brasses (28 et 37 m) de profondeur, et qu'il a designes sous le nom de 0. Krebst Lütken (81, p. 153). En ce qui concerne la synonymie et l'extension geographique de cette espece tres repandue et assez polymorphe, je ne puis que renvoyer a mon travail de 1905 (05, p. 26). Bien que YO. Savignyi ait ete souvent citee, seit sous ce nom, seit sous Tun de ses nombreux synonymes, les auteurs n'en ont pas donne de Echinoderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 135 boiis dcssins. J(^ no pnis pas comblor cotte lacuno on utilisant les oxom- plaires du Musee de Hamboiii'g qui sont do trop potites dimensions, mais il m'a paru utile de reproduire ici quelques photographies d'individus provenant egalement de la cote oceidentale d'Afrique, et plus grands qua ces derniers. Ces individus ont ete recueillis par la Mission Gfain a Mato Grande, sur les cötes de la Guinea portugaise, vers 11 ^ 36 ' N. (Station 93); presque tous ont six bras, quelques-uns cependant n'en ont que cinq. J^ai pu m'assurer que tous ces individus sont parfaitement identiques a des exemplaires de l'Ocean Indien que je possede dans ma collection. H est inutile de decrire ici ä nouveau VO. Savignyi qui est, en somme, suffisamment connue; j'attirerai seulement l'attention sur deux de sas caracteres principaux: la presence de deux papilles buccales et la grossaur des boucliers radiaux. En raison du developpement de ces der- niers, la face dorsale du disque presente un facies bien caracteristique (PI. X, jfig. 2 et 3), et on ne saurait la confondra avec VO. Mülleri dont il est facile de la distinguer. J'ai tenu a representer ici les deux faces d'un exemplaire ä cinq bras (PI. VII, fig. 15 et PI. X, fig. 1), car, si de tels individus sont faciles ä determiner lorsqu'ils sont associes ä des exemplaires ä six bras, on pourrait meconnaitre leurs caracteres lorsqu'ils sont isoles. C'est ce qui est arrive sans doute pour VO. Jyjungmani, etablie par Marktanner-Turne- RETSCHER cu 1887 pour une forme de Haiti (87, p. 297); il est inconte- stable que cetta Ophiure n'est antra cliose qu'une 0. Savignyi ä cinq bras et qu'on doit ajouter son nom aux nombreux synon^Tnes de cette der- niera especa. En somme, on rencontre sur la cote oceidentale d'Afrique deux Ophiactis ä six bras: les 0. Savignyi et Mülleri, qui sont littorales l'une et l'autre, et pauvent se trouver dans les memas stations ; toutas deux ont ete rapportees de Goree par Greeff. On distinguera facilement la premiere espece de la seconde par ses grands boucliers radiaux et par ses deux papilles buccales. Peut-etre rencontrara-t-on egalement sur les cötes occidentales d'Afri- que une troisieme espece d' Ophiactis, qui, jusqu'a maintenant, n'a ete signa- lee, an dehors de la Mediterranee qu'ä Madere seulement et dont il n'est pas inutile de rappeler ici le nom: je veux parier de VO. virens (Sars). C'est une forme qui est restee assez rare jusqu'a present, peut-etre parce qu'on n'a pas su la reconnaitre. L'O. virens a ete volontiers comparee a l'O. Balli, mais eUe me parait surtout voisine de l'O. Mülleri. II est donc bon de ne pas la perdre de vue lorsqu'on etudie las Ophiactis des cötes Igg R. KOEHLER. occidentales d'Afrique. L'O. virens a ete etudiee avec beaucoup de soin par SiMROTH, mais les quelques dessins que cet auteur a donnes des carac- teres exterieurs ne sont pas tres demonstratifs ; j'ai cru bon de reproduire ici deux photographies d'un individu provenant de Naples (PI. X, fig. 4 et 5). f Ophiociiida abnormis Lyman. Voir pour la bibliographie: Ophioenida abnormis, Lymän (78), p. 227. Ophiocnida abnormis, Lyman (82), p. 155. Ämphipholis abnormis, Verrill (99), p. 316. Habitat: Ile Säo Thome. Dr. R. Greeff (Quelques echantillons). Les individus etaient etiquetes Ämphipholis subtilis. De fait, la dis- position des papilles buecales est absolument identique ä celle qu'on con- nait dans le genre Ämphipholis : aussi Verrill, dans la revision qu'il a faite du genre Ophioenida, range-tll VO. abnormis dans ce dernier genre (99, p. 312). Cette maniere de voir peut se defendre, mais je ne la partage pas, d'abord parce que nous ne connaissons pas d'especes d'' Am,phipholis chez lesquelles les plaques de la face dorsale du disque possedent un recouvrement de piquants aussi developpe que celui que montre VO. ab- normis' chez les rares Ämphipholis dont le disque est muni de piquants, ceux-ci restent toujours localises ä la peripherie. D'autre part, les deux ecailles tentaculaires de VO. abnormis ne sont pas disposees comme dans le genre Ämphipholis: elles sont en effet placees ä peu pres ä cote l'une de l'autre et elles restent paralleles, au Heu de former ensemble un angle plus ou moins voisin de 90*^. Pour ces deux raisons, je prefere laisser cette espece dans le genre Ophioenida, bien quo les limites de celui-ci soient assez peu precises. En ce qui concerne les ecailles tentaculaires, Lyman dit qu'il en existe deux ä la base des bras et une seule plus loin. Or je constate sur les individus du Musee de Hambourg que les ecailles tentaculaires restent au nombre de deux sur toute la longueur des bras; il arrive par- fois que l'ecaille externe se montre un peu plus gi-ande que l'ecaille interne au delä des premiers articles, mais cela n'est pas constant, et, sur le memo bras, on peut voir les deux ecailles tentaculaires, d'abord egales, dovenir inegales, pour reprendre ensuite les memes dimensions. Des variations aussi faibles ne sauraient justifier une Separation specifique, et l'Ophiure de Säo Thome se rapporte si bien a la description de Lyman, a part ces petites variations dans la taüle des ecailles tentaculaires, qu'il ne me parait pas possible de l'en separer. Eclnuoderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 187 Le type de Lyman proviont des di'agages du "Blacko" dans la mer des Antilles (Station 45), et il a ete capture a une profondeur de 101 brasses (184 m). Ampliiociiida sewiisquaniata nov. sp. (PI. VIII, lig. 17 a 19). Habitat: Cöte d'Or, Accra; 8 m. C. Hupfer (Deux echantillons N. 25209). Sans indication de localite. C. Hupfer (Un echantillon N. 25812). L'exemplaire sans indication de localite est beaucoup plus grand que les deux autres, et le diametre du disque, qui est deforme (PI. VIII, fig. 19), mesure 6 mm suivant une des dimensions, et 7,5 mm suivant Fautre ; les bras, incomplets, sont conserves sur une longueur de 30 mm. Dans les deux individus d' Accra, le diametre du disque atteint ä peine 4 mm et les bras ont 25 mm; je represente l'un d'eux PI. VIII, flg. 17 et 18. Je reproduis egalement la photographie de la face ventrale du plus grand exemplaire ; celui-ci ne differe d'ailleurs des deux autres que par ses ecailles tentacidaires plus apparentes. Le disque est plutöt pentagonal, avec une tendance ä s'excaver lege- rement dans les espaces interradiaux. La face dorsale est couverte de nombreuses plaques inegales, plus grandes dans la region centrale, et devenant beaucoup plus petites ä la peripherie du disque, sauf dans le milieu des espaces interradiaux oü l'on remarque une bände assez etroite et en forme de triangle aUonge, qui continue les plus grandes plaques ventrales vers le bord du disque, mais sans l'atteindre toutefois. Parmi les plaques cen- trales, on distingue une rosette primaire qui est encore assez marquee sur le plus grand individu, mais qui est beaucoup plus distincte sur les deux autres. Les boucliers radiaux sont plutöt courts et assez larges, triangu- laires, avec le bord interradial arrondi; üs ne se touchent que par leur angle externe, et vont ensuite en divergeant mais sans s'ecarter beaucoup l'un de Fautre; ils sont separes sur la plus grande partie de leur longueur par une seule rangee de plaques. Ces boucliers sont une fois et demie plus longs que larges et leur longueur egale a peu pres le tiers du rayon du disque. Les plaques centrales sont tout ä fait planes, un peu imbri- quees, sauf Celles de la rosette primaire ; ä mesure qu'on s'avance vers la Peripherie, on voit les plaques s'epaissir sur leur bord libre qui devient alors saiUant, en meme temps que la taiUe des plaques diminue, et l'on passe finalement ä des plaques extremement petites, qui sont situees vers le bord du disque et qui sont armees chacune d'un petit piquant dont la Igy E. KOEHLER. base occupe presque tonte la surface de la plaque correspondante. Ces petits piquants sont assez epais, courts, cylindriques et arrondis ä l'extre- mite. Ils passent ä la face ventrale du disque sur laquelle ils se montrent d'abord assez serres pour qu'il soit impossible d'apercevoir les contours des plaques qui les supportent, mais, ä mesure qu'on se rapproche de la bouche, ils deviennent plus petits et finalement ils disparaissent vers le tiers proximal de l'espace interradial. Les plaques sont alors tres appa- rentes: elles sont tres petites, un peu imbriquees, puis elles s'aplatissent et elles deviennent en menae temps un peu plus grandes ä mesure qu'on s'avance vers les boucliers buccaux. Les fentes genitales sont allongees et etroites. Les boucliers buccaux sont petits, losangiques, ä peu pres aussi longs que larges, avec un angle proximal obtus ; l'angie distal est au con- traire aigu par suite de la forme de ses deux cötes qui sont legerement excaves: il en resulte que cet angle distal tend a proeminer dans l'espace interradial sous forme d'un petit lobe etroit et court. La surface de ces boucliers est mamelonnee. Les plaques adorales sont tres allongees, conti- gues sur la ligne interradiale mediane vers laquelle elles vont en s'amin- cissant, tandis qu'elles sont plus larges en dehors ; leur bord oral est legerement excave et leur surface est aussi mamelonnee. Les plaques orales sont courtes, mais tres saillantes, surtout dans leur moitie proximale oü elles s'adossent l'un ä l'autre en formant un angle diedre. Les papilles buccales sont disposees exactement comme dans le genre A^nphiura s. str. ; il existe en effet une papille externe plutut petite, un peu aplatie et squami- forme, avec le bord libre trilobe, et une papille interne conique, assez epaisse et courte; entre les deux, sur un plan superieur, on aper9oit une papille triangulaire, ä sommet pointu, dirigee vers le centre du disque. Les plaques brachiales dorsales sont grandes et elles couvrent la plus grande partie de la face dorsale des bras. Elles sont plutöt trapezoidales, avec un bord proximal etroit, un bord distal tres large et des cötes diver- gents. Dans le grand exemplaire, le bord distal est peu convexe, et meme il reste presque droit en son milieu; il se relie aux bords lateraux par des angles assez vifs, tandis que dans le petit echantillon, ce bord est convexe et les angles lateraux sont arrondis. Toutes ces plaques sont contigues. La premiere plaque brachiale ventrale est assez petite, trapezoi'dale, avec le bord proximal plus grand que le bord distal. Les plaques sui- vantes ont une forme plutöt pentagonale, mais l'angie proximal est tres arrondi, ce qui los fait paraitre souvent quadrangulaires avec un cöte Echinodernia I: Asteroidea, Ophiuroidea ot Echinoidea. Ig9 proximal convexe ; le bord distal est, au contrairo, plus ou moins forto- ment excave, et les cötes sont droits ou tres legerement oxcaves par les pores tentaculaires. EUcs sont a peu pres aussi longues que larges et eontigues. Sur le premier tiers de la longueur des bras dans les deux petits echantiUons, et sur plus de la moitie de cette longueur dans le plus grand, les plaques brachiales ventrales presentent un aspect tres particulier du a la presence de deux larges sillons longitudinaux, sortes de cannelures qui s'etendent sur toute la longueur de la plaque de cliaque cöte de sa partie mediane, de teile sorte que la face ventrale de ces plaques offre trois cötes longitudinales assez saillantes, une mediane et deux laterales. Cette structure devient moins marquee a mesure qu'on s'eloigne du disque et eile disparait completement ä une petite distance au delä du disque dans les petits echantillons, et beaucoup plus loin dans le grand; la sur- face ventrale de la plaque devient alors parfaitement lisse et reguliere. Les plaques laterales, peu saillantes, portent des piquants qui sont au nombre de six sur les premiers articles du grand individu; ce nombre tombe ensuite ä cinq et iinalement ä quatre. Ces piquants sont subegaux, un peu plus courts que l'article et coniques avec Textremite arrondie. Le premier piquant ventral est un peu plus long et plus mince que les autres ; la surface de ces piquants est tout ä fait lisse. L'ecaille tentaculaire est unique et eile n'existe que sur les six ou sept premiers articles dans le grand individu : cette ecaille est assez petite et appliquee le long du bord lateral de la plaque ventrale; son cote libre est convexe. La taille de cette ecaille diminue progressivement a partir du premier article et eile disparait finalement avant meme que l'on at^igne le bord du disque. Sur les deux petits echantillons, cette ecaüle n'est visible que sur les deuxieme, troisieme et quatrieme plaques ventrales. Rapports et Differences. — L'^1. semisquamata. se ränge parmi les especes que Verrill a demembrees du genre Opliiocnida sous le nom d'' Amphioctiida, et qui est caracterise par ses papilles buccales disposees comme chez les Amphiura s. str, Elle se distingue de toutes les especes connues par la presence d'une ecaiUe tentaculaire sur les premiers articles brachiaux seulement, par les cannelures longitudinales si curieuses que portent les plaques brachiales ventrales sur une certaine partie de la longueur des bras, et enfin par le recouvrement tres epais de petits piquants que porte la moitie externe de la face ventrale du disque. Elle ne peut etre confondue avec aucune autre espece. 190 K- KOEHLER. Amphiura capensis Ljungman. Voir pour la bibliographie : Amphiura capensis, Döderlein (10), p. 253. Amphiura capensis, Djäkonov (13), p. 291. Habitat: S enegal, Goree; 23 m. C. Hupfer (Deux echantillons N. 25371). Angola, Kinsembo; 18 m. C. Hupfer (Six echantiUons N. 25665). Sud-Oiiest Africain allemand, Lüderitzbucht ; — 10m. Dr. W. Michaelsen, 1911 (Quelques echantillons). Les exemplaires de Lüderitzbucht sont plus grands que les autres et le diametre du disque varie entre 5 et 6 mm; ils se rapportent exacte- ment ä la description et aux photographies de Döderlein (10, p. 253, pl. V, fig. 2 et 2 b). Je ne puis en distinguer les individus beaucoup plus petits de Goree et de Kinsembo, chez lesquels le diametre du disque ne depasse pas 2 ou 3 mm. D'apres les observations tres recentes de Djakonov, l'espece est vivipare. Amphiura grandisquania Lyman. Voir pour la bibliographie: Amphiura grandisquama, Koehlek (09), p. 177. Amphiura grandisquama, Koehler (14), p. 63. Habitat: Ile das Eolas. Dr. R. Greeff, 1879—80 fCinq echantiUons). II ne peut j avoir aucun doute sur la determination de ces exem- plaires. Je les ai examines avec le plus grand soin et j'ai constate qu'ils ne differaient en rien d'individus dragues soit dans la mer des Antilles, soit au large des cötes de l'Afrique ou dans le Golfe de Gascogne, et vivant a plusieurs centaines de metres de profondeur. On sait que le type de j'espece a ete decrit par Lyman d'apres des individus vivant ä 174 brasses (ca. 318 m): ce meme auteur, dans son "Report" sur les Ophiures du "Challenger" (82, p. 143), indique que l'espece se trouve aux Antilles entre 10 et 240 brasses (18 et ca. 262 m), indication que Verrill a reproduite en 1899 (99, p. 310). L'^4. grandisquama peut descendre encore ä des profondeurs plus grandes puisque la „Princesse Alice" l'a recueillie a 552 et ä 880 metres, et que les Expeditions du „Travailleur" et du „Talisman" l'ont draguee ä 1635 metres. Cette espece a dejä ete rencontree au large des cötes occi- dentales de l'Afrique: r„Hh-ondelle" l'a capturee par 38 ^ N. et 30 ^W. k Echinodernia I: Asteroidea, Ojjhinroidea et Ecliinoidea. ]91 uno profondeur do 861 metres, et la „Princesse Alice" par 37" N. et 9" W. a 552 metres, ainsi que par 37 « N. et 25° W. a 880 metres. Le „Caudan" Ta egalement capturee dans le Golfe de Gascogne entre 400 et 500 metres. On voit que toutes ces stations se rapportent a une certaine profondeiir. J'ignore a quelle localite des Antilles se refere Lyman en indiquant la profondeur de 10 — 240 brasses (18 — ca. 262 m), mais sa citation montre que l'espece peut vivre dans des stations littorales. II n'est donc pas surprenant que Greeff l'ait rencontree ä l'ile das Rolas: la profondeur n'est pas mentionnee sur l'etiquette, mais tous les echantillons que Greeff a recueillis proviennent de stations littorales, et ils ont ete captures par quelques brasses seulement de profondeur. Uä. grandisquama possede donc une aire de repartition ä la fois bathymetrique et geographique tres large. Awiphipholis clypeata nov. sp. (PL VII, fig. 16 et 17). Habitat: Angola, Ambrizette. C. Hupfer (Un echantillon N. 25 673). „ Kinsembo. C. Hupfer (Quatre echantillons N. 21272). Sans indication de localite (Un echantillon N. 25 812). Le diametre du disque ne depasse guere 4 mm dans l'exemplaire d'Ambrizette qui est le plus grand; dans les autres, il est compris entre 2 et 3,5 mm. Les bras sont relativement assez courts et leur longueur ne depasse pas 15 a 18 mm dans les plus grands individus. Je decrirai l'espece surtout d'apres l'echantiUon d'Ambrizette. La face dorsale du disque est couverte de plaques subegales, imbri- quees, un peu plus grandes dans les espaces interradiaux et devenant plus petites au voisinage des boucliers radiaux. II existe une rosette centrale de grandes plaques plus ou moins regulierement disposees : la plaque centro-dorsale est arrondie et beaucoup plus gTande que les cinq autres qui sont tantöt circulaires, tantöt elargies transversalement. A la peripherie du disque, on peut observer un tres leger rebord, mais celui-ci est ä peine indique. Les boucliers radiaux sont assez allonges, trois fois plus longs quo larges, amincis dans leur region proximale et contigus siu- toute leur longueur, sauf ä l'extremite ou leurs pointes sont separees par une petite plaque triangulaire ; leur longueur egale deux fois et demie environ le rayon du disque. 192 R- KOEHLER. La face ventrale est couverte, sur toute son etendue, par de petites plaques minces, egales et legerement imbriquees. Les fentes genitales sont tres etroites. Les boucliers buccaux sont remarquables par leur forme et leur longueur. 11s sont en effet au moins deux fois plus longs que larges, et de forme lanceolee; leur contour est quadrangulaire, avec deux bords lateraux qui se reunissent en un angle proximal tres arrondi, et deux petits bords distaux qui forment un angle tres obtus et arrondi egalement. Les plaques adorales, triangulaires, sont tres petites, limitees aux cotes adjacents du bouclier buccal, et largement separees par l'extremite proxi- male de celui-ci. Les plaques orales sont petites et basses, un peu plus longues que larges. Les papilles buecales sont disposees comme d'habitude : les deux premieres sont petites et subegales, et la papille externe, rectan- gulaire, est deux fois plus longue que large. Les plaques brachiales dorsales sont tres grandes et eDes couvrent la plus grande partie de la face dorsale des bras ; leur forme est demi- circulaire, avec un bord proximal tres fortement convexe et un bord distal presque droit; elles sont toutes contigues. La premiere plaque brachiale ventrale est extremement petite, qua- drangulaire, ä peu pres aussi large que longue, ou un peu plus large que longue. Les suivantes sont grandes, pentagonales, ä peu pres aussi larges que longues, avec le bord distal tres legerement concave et un angle proximal obtus. EUes sont d'abord contigues, puis, au delä du disque, elles se separent par un intervaUe etroit. Les plaques laterales portent chacune trois piquants subegaux et egalant l'article: ces piquants sont cyHndriques, un peu elargis ä la base, avec l'extremite arrondie ; leur surface est finement rugueuse. Les ecailles tentaculaires, au nombre de deux, sont relativement grandes et placees ä angle droit. L'ecaille externe, inseree sur la plaque laterale, est plutot triangulaire avec le sommet arrondi : eile est dirigee en dehors et un peu plus large que longue ; l'ecaille interne, qui s'allonge le long du bord externe de la plaque brachiale ventrale, est plus longue que large et eile se termine en pointe emoussee. Rapports et Differences. — U'A. clypeata se distingue immediate- ment de VA. squamata par la forme tres particuliere de ses boucliers buccaux qui sont beaucoup plus longs que larges, par les plaques adorales tres petites et rejetees de chaque cöte du bouclier buccal, et par la taille des ecailles tentaculaires. Elle ne peut etre confondue avec l'^l. suhtilis Echinoderma I: Asteroidea, Opliiiiroidea et Ec-liinoidea. 193 Ljungman du Bresil et des Antilles, qui a des bras tres longs, dos boucliers radiaux separes sur la moitie de leur longucur, des boucliers buccaux de forme pentagonale, etc. VA. Goesii Ljungman a aussi des bras tres longs avee des piquants courts, et les boucliers buccaux ont une forme diffe- rente, ISA. gracUlima Stimpson, qui rappelle la nouvelle espece par la forme des boucliers buccaux et des plaques adorales, possede quatre ou cinq piquants brachiaux. Aniphipholis nudipora nov. sp. (PL VIII, fig. 15 et 16). Habitat: Liberia, Sinoe; 13 m. C. Hupfer (Deux echantillons N. 10228). Cöte d'Or, Accra; 9 m. C. Hupfer, 1889 (Un tres petit echantillon N. 21 781). Les exemplaires sont incomplets: tous trois ont le disque ampute et les bras sont casses ä une petite distance de la base. L'exemplaire d'Accra est tres petit et en fort mauvais etat, mais les deux individus de Sinoe peuvent parfaitement etre decrits et ils montrent des dispositions tres caracteristiques qui ne se rapportent ä aucune espece connue. Le diametre du cercle circonscrit par le bord externe des boucliers buccaux n'est que de 2 mm. Ces boucliers buccaux sont tres allonges, deux fois ou deux fois et demie plus longs que larges, et d'une forme nettement lanceolee : leur region principale, plus longue que large, est triangulaire avec un sommet assez aigu et pointu; le lobe qui fait suite en dehors s'allonge dans Tespace interradial, et il oflfre des cötes legere- ment excaves avec une extremite largement arrondie. Les plaques adorales sont petites, triangulaires, et elles se retrecissent tres fortement en s'appro- chant de la Ugne interradiale mediane qu'elles atteignent ä peine ; parfois memo elles sont completement separees par la pointe du bouclier buccal. Les plaques orales sont tres etroites et assez hautes. Les deux papiUes buccales internes sont subegales, coniques, avec l'extremite emoussee ; la papille externe est tres elargie, trois fois plus longue que large dans sa region moyenne : sa forme est plutöt celle d'un triangle rectangle allonge avec la base proximale, et dont la hauteur diminue jusqu'au sommet distal qui est arrondi. Les plaques brachiales dorsales sont tres larges et elles couvrent une grande partie de la face dorsale des bras; elles sont pres de deux fois plus larges que longues. Leur forme est presque demi-circulaire, avec un bord proximal fortement arrondi et un bord distal legerement convexe ; /:^-^, ] 9^ R. KOEHLER. elles paraissent tres minces et leur bord distal est muni de stries trans- versales extremement lines et tres rapproehees. Ces plaques sont toutes contigues. La premiere plaque brachiale ventrale est tres petite, triangulaire, courte, plus large que longue, avec un bord distal un peu convexe. Les plaques suivantes sont pentagonales, aussi longues que larges ou un peu plus longues que larges, avec un angle proximal assez ouvert, un bord distal un pou concave et des cötes tres legerement excaves par les gxands pores tentaculaires voisins. Ces plaques sont d'abord contigues, puis elles se separent les unes des autres par un espace d'ailleurs tres etroit. Les plaques laterales portent chacune trois piquants subegaux, et dont la longueur egale celle de Tarticle: ces piquants sont assez minces, coniques, avec la pointe arrondie; leur surface est un peu rugueuse. Les pores tentaculaires sont tres grands, mais les ecailles tentaculaires fönt completement defaut. Rapports et Differences. — Malgre le mauvais etat des echan- tillons, cette Amphipholis se trouve parfaitement caracterisee par la forme des boucliers buccaux jointe ä Tabsence complete d'ecailles tentaculaires. En raison meme de cette derniere particularite, je ne vois aucune Amphi- pholis k laquelle on pourrait la comparer. La forme des boucliers buccaux rappelle celle que j'ai decrite plus haut chez VA. clypeata, mais les con- tours sont diflferents et d'ailleurs cette derniere possede deux ecailles tentaculaires. D'autre part, notre espece me parait bien devoir etre rangee dans le genre Amphipholis: eile ne peut pas appartenir au genre Ophio- stigina dont eile s'ecarte par la forme des plaques adorales qui sont forte- ment amincies en dedans, et d'ailleurs toutes les Ophiostigma connues ont des boucliers buccaux courts. Le genre Ophiophragmus renferme une espece, VO. septus, chez laquelle la disposition des papilles buccales rappelle ce qui existe dans le genre Amphipholis, mais les ecailles tentaculaires sont toujours bien developpees, et il ne parait pas possible de ranger l'espece nouvelle dans ce dernier genre. Amphipholis sqnamata (Delle Chiaje). Voir pour la bibliographie : Amphipholis squatnata, Koehler (13), p. 356. Amphipholis squamata, Koehler (14), p. 66. Habitat: Senegal, Goree; 21 m. C. Hupfer (Trois echantillons N. 25778 et 26557). Ecliinodornia I: Asteroidea, Opliinroidea et Echinoidea. 195 Angola, Kinsembo; 13 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 24318). Sud-Ouest Africain allemand, Swakopmund. Dr. W. Micha- elsen, 1911 (Quelques petits echantillons). Sud-Ouest AfricaiD allemand, Lüderitzbuclit. Dr. W. Micha- elsen, 1911 (Deux echantilllons). Sans indication de localite (Un echantillon). A^nphiodia acntispina nov. sp. (PI. VII, fig. 11 ä 14.) Habitai : C ö t e d ' I v o i r e , W a p o e. C. Hupfer, 1887 (Cinq echantillons N. 14551 et 14554). L'exemplaire qui porte le N. 14 551 a conserve la face dorsale du disque, mais ce disque, d'ailleurs irreguher, est tres petit et son diametre ne depasse pas 3 mm ; les bras devaient atteindre en\'iron 25 mm de longueur. Les c^uatre autres exemplaires ont tous la face dorsale du disque amputee : j'ai retrouve, dans le tube qui les renfermait, l'une de ces faces dorsales, mais celle-ci etait incomplete et fortement deformee; eile devait mesurer 5 mm de diametre environ. Les bras de ces quatre echantillons sont tous incomplets; ils etaient certainement tres longs et devaient atteindre au moins 40 mm. Je represente ici la face dorsale de Texemplaire qui porte le N. 14 551 (PL VII, fig. 12), et je me servirai surtout de l'un des autres individus pour decrire la face ventrale (PI. VII, iig. 11). Le disque est pentagonal et excave dans les espaces interradiaux. La face dorsale est couverte de plaques petites, minces, imbriquees, sube- gales, devenant seulement un peu plus grandes ä la peripherie dans les espaces interradiaux; ü n'y a pas la moindre indication de plaques pri- maires. Les boucHers radiaux sont petits et peu developpes : ils sont etroits et allonges, environ cinq fois plus longs que larges ; ils sont dispo- ses parallelement l'un ä l'autre dans chaque paire, et contigus sur toute leur longueur. Leur bord externe reste presque parallele au bord interne, et ü est seulement legerement convexe ; leur longueur est plus petite que le tiers du rayon du disque. A la peripherie du disque, on remarque une rangee de plaques un peu plus grandes que les autres et qui forment une bordure d'ailleurs peu marquee, mais chacune de ces plaques porte \in piquant extremement fin, assez allonge, pointu et tres transparent. 196 ^- KoEHLER. La face ventrale du disque est couverte de plaques tres petites, minces et imbfiquees, formant sur toute l'etendue de cette face un recou- vrement bien distinct. Les fentes genitales sont tres etroites, mais cepen- dant bien apparentes. Les boucliers buccaux sont tres developpes, grands et larges, plus longs que larges et de forme pentagonale, avec un angle proximal aigu, mais arrondi, et limite par deux cötes droits, deux bords lateraux droits et ä peu pres paralleles, reunis aux precedents par un angle obtus et arrondi, et un bord distal droit dirige transversalement. Les plaques adorales sont tres petites, triangulaires, et elles se retrecissent fortement vers la ligne interradiale mediane qu'elles n'atteignent pas tout a fait. Les plaques orales sont petites, etroites, trois fois plus hautes que larges. Les papilles buccales sont au nombre de trois de chaque cote : les deux pre- mieres sont subegales, spiniformes, coniques, mais assez courtes ; l'externe est plus large que les autres, et meme, dans l'un des quatre exemplaires qui portent le N. 14554, eile est squamiforme et assez elargie, mais son angle oral s'allonge cependant en une pointe obtuse (PI. VII, fig. 13). Les plaques brachiales dorsales sont extremement grandes et elles couvrent ä peu pres toute la face dorsale des bras. EUes sont presque deux fois plus larges que longues et de forme biconvexe, avec un bord distal plus fortement convexe que le bord proximal, et des angles lateraux tres largement arrondis. Elles sont toutes contigues. Chacune d'elles porte sur la ligne mediane une petite empreinte qui s'etend sur toute la longueur des bras (PI. VII, fig. 14). La premiere plaque brachiale ventrale est assez grande, trapezo'idale et elargie transversalement, avec un bord distal plus etroit que le bord proximal. Les plaques suivantes sont grandes, pentagonales, un peu plus larges quo longues, avec un angle proximal obtus, des cötes droits, et un bord distal tres legerement excave. Ces plaques sont d'abord exactement contigues, puis eUes se separent par un espace tres etroit. Les plaques laterales portent chacune trois piquants subegaux et de meme longueur que l'article: ces piquants sont coniques et ils deviennent assez pointus ä l'extremite ; leur surface est simplement rugueuse. Les pores tentaculaires sont assez grands. L'ecaille tentaculaire, unique, est aUongee, deux fois et demie plus longue que large, et eile s'etend le long du bord libre de la plaque brachiale ventrale. Rapports et DifFerences. — Bien que la papille buccale externe puisse prendre une forme elargie et meme quelque peu squamiforme dans Echinodernia I: Asteroidea, Ophiuroidea et I<>clnnoidea. 197 l'un dos exemplaires, Tespece no pout pas ctre placee dans le genre Äm- phipholis, et eile appartiont bien au gonre Aniphiodia. Elle se ränge panni les formes qui ne posscdcnt qu'uno seule ecaillo tentaculaire. On peut la rapprocher des A. pulchella (Lyman) et repens (Lyman), qui sont connues toutes deux dans la mor des Antilles. La premiere especc, qui possede egalement des boucliers buccaux tres developpes, a trois papilles buccales egales et une ecaille tentaculaire petite et arrondie; chez VA. repens, la face ventrale du disque est en tres grande partie nue, les trois papilles buccales sont egales et les boucliers buccaux sont petits. Aucune de ces especes d'ailleurs ne possede, sur le bord du disque, ces piquants qui sont si caracteristiques dans l'espece africaine, et on ne peut les confondre avec cette derniere. Amjihiodia cincta nov. sp. (PL VIII, fig. 13, 14 et 20). Habitat: Liberia, SassTown. C. Hupfer (Un echantillon). Dahomey, Whydah. C. Hupfer (Un echantillon N. 26913). Malgre la presence d'une rangee de plaques formant une bordure ä la Peripherie du disque et rappelant ainsi la disposition caracteristique du genre Ophiophragmus, il me parait plus correct de placer cette espece dans le genre Amphiodia en raison du nombre des papilles buccales. L'exemplaire de Sass Town est un peu plus grand que l'autre: je le prendrai comme type de la nouveUe espece. Le diametre du disque est un peu superieur ä 4 mm, et la longueur des bras depasse 25 mm; dans Tindividu de Whydah, le diametre du disque est de 3,5 mm. La face dorsale du disque est couverte de plaques subegales, imbri- quees, restant un peu plus grandes dans le milieu des espaces interradiaux. A la Peripherie du disque, on remarque une rangee de plaques dressees presque verticalement et formant une bordure tres nette (PI. VIII, fig. 13). Cette bordure est a peine indiquee sur le petit individu (PI. VIII, fig. 14); en revanche celui-ci montre une rosette centrale de six grosses plaques primaires, la centro-dorsale arrondie, et les cinq radiales tres legerement elargies transversalement et separees de la precedente par un cercle de petites plaques ; on observe, en outre, en dehors de la rosette, une grande plaque dans chaque espace interradial. Cette disposition n'existe pas dans le grand individu. Les boucliers radiaux sont assez grands, deux fois plus longs que larges, contigus sur toute leur longueur, avec un bord 14 Michaelseu, Westafrika. 198 K- KOEHLEK. externe arrondi; leur longueur egale presque le tiers du rayon du disque. Dans le petit exemplaire, ces boucliers radiaux sont separes ä leur ex- tremite proximale. La face ventrale est recouverte de plaques tres petites, serrees et imbriquees. Les fentes genitales sont assez etroites. Les boucliers buccaux sont tres allonges, deux fois et demie plus longs que larges et de forme lanceolee; leur partie principale triangulaire est ä peu pres aussi longue que large, avec un sommet proximal assez aigTi; eile est suivie d'un lobe assez etroit, arrondi ä l'extremite, mais qui proemine dans l'espace interradial sur une longueur egale ou superieure ä Celle de la partie principale. Dans le petit individu, ce bouclier buccal est moins allonge, et le lobe distal etant plus large, la forme reste simple- ment losangique. Les plaques adorales sont petites, triangulaires, tres etroites en dedans. Les plaques orales sont etroites, mais assez allongees, deux fois et demie au moins plus longues que larges. Les papüles bucca- les, au nombre de quatre, forment une rangee assez reguliere: l'externe est cependant un peu ecartee de la precedente ; celle-ci est plutot squami- forme et plus large que longue. Les plaques brachiales dorsales sont tres grandes et larges et elles couvrent ä peu pres la totalite de la face dorsale des bras ; elles sont deux fois et demie plus larges que longues, de forme rectangulaire, avec un bord proximal un peu plus etroit que le bord distal. Les cötes, legere- ment divergents, sont un peu convexes et ils se relient au bord distal par des angles arrondis. Ces plaques sont toutes contigues. La premiere plaque brachiale ventrale est extremement petite, qua- drangulaire, avec des angles arrondis, et eile est elargie transversalement. Les suivantes sont pentagonales, k peu pres aussi larges que longues, avec un angle proximal tres obtus et arrondi, qui se convertit souvent en un simple cote convexe; le bord distal est tres fortement excave et il montre meme en son milieu une veritable encoche; les cötes sont un peu concaves. Toutes ces plaques sont contigues. Les plaques laterales portent d'abord cinq piquants a la base des bras, mais ce nombre ne tarde pas ä tomber ä quatre; ces piquants egalent a peu pres la longueur de l'article, le piquant dorsal est cependant un peu plus petit. Ce dernier, comme le premier piquant ventral, est cylin- drique avec l'extremite arrondie, tandis que les autres ont l'extremite tronquee et souvent munie, ä l'angle distal, d'un tres petit crochet hyalin, dirige perpendiculairemont ä Taxe du piquant on peut meme observer parfois une petite pointe analogue sur l'angle oppose. D existe en outre, Echinodcrnia I: Asteroidea, Oi)liinroidoa ot Ecliinoidea. 199 sur lo boi'd proximal de cos piquants et dau« la partie terminale, quelques tres fines spinules. Los ecailles tentaculaires sont au nombre de deux. L'externe, plus petite, est demi-circulaire, un peu plus large que longue et inseree sur la plaque laterale ; Finterne, deux fois plus longue que large, s'etend le long du bord externe de la plaque ventrale; son bord libre est arrondi. Rapports et Differences. — UA. cincta rappelle les A. Andreae LüTKEN, depressa Lütken et relicta Koehler, qui appartiennent ä l'Ocean Indien: eile s'en ecarte par la forme particuliere des plaques brachiales ven- trales et par le nombre des piquants brachiaux. La seule forme de l'Ocean Atiantique dont on pourrait la rapprochor est 1'^. ahdita Verrill des An- tilles, mais celle-ci a les boucliers radiaux separes, les piquants brachiaux sont au nombre de trois seulement, les papilles buccales ont une dispo- sition differente, et enfin le bord distal des plaques brachiales ventrales ne montre pas cette encoche profonde qui me parait caracteriser d'une maniere particuliere la nouvelle espece. A^nphioplus congensis (Studer). Amphiura congensis, Studer (84), p. 19- Ämphiura resecta, Koehler (11), p. 16, PI. II, fig. 10 — 12. Habitat: Guinee frangaise, lies de Los. C. Hupfer (Trois echan- tillons N. 10209). Liberia, Grand Bassa; 15 m. C. Hupfer, 1888 (Deux echan- tillons N. 25264). Liberia, Petit Culloh. C. Hupper (Six echantillons N. 10225). Liberia, Settra Kru; 30 m. C. Hupfer (Un echautillon N. 14560). „ Sass Town. C. Hupfer (Deux echantillons N. 10232). Cöte d'Ivoire, Petit Drewin. C. Hupfer (Un echantillon K 10213). Cöte d'Or, Quittah; 9 m. C. Hupfer (Deux echantillons). Togo, Anecho; 15 m. C. Hupfer (Deux echantillons N. 26583). Dahomey, Whydah; 10 — 12 m. C. Hupfer (Cinq echantillons N. 14440, 25277 et 26913). Cameroun. C. Hupfer (Trois echantillons N. 24 525). Cabinda, Landana. C. Hupfer (Trois echantillons N. 21204). Sans indication de localite. C. Hupfer (Deux echantillons). 14* 200 ^- KOEHLEK. L'insuffisance, ou mieux l'inexactitude de la description publiee par Studer de VA. congensis (84, p. 19), a ete cause qu'en 1911 j'ai decrit, comme nouvelle, et d'apres les echantiUons recueillis par Gruvel, une forme dejä rencontree par la „GazeUe"; mais cette erreur est tres excusable comme on pourra en juger. La description de Studer n'est pas accom- pagnee de dessins et l'auteur attribue ä VA. congensis trois papilles buccales seulement: il dit en effet dans la diagnose de cette espece ; „drei Mund- papillen, die innerste spitz, zahnartig". Or, en realite, notre espece possede quatre papilles buccales ainsi que je l'ai explique en 1911. J'etais donc bien excusable, ne connaissant aucune forme d'Amphiuridee munie de quatre papilles buccales ä laquelle il etait possible de rapporter la forme recueiUie par Gruvel, d'en faire une espece nouveUe. C'est en revoyant la description de Studer, en vue de comparaisons avec les autres especes africaines, que je me suis doute d'une confusion, et j'ai prie M. le Dr. Hartmeyer, de vouloir bien me communiquer l'un des types de l'^4. congensis recueillis par la "Gazelle" et conserves au Musee de Berlin, ce que cet excellent coUegue a fait avec son obligeance habituelle. J'ai pu me convaincre au premier coup d'oeil que cette Ophiure possedait quatre papilles buccales et qu'elle etait identique ä 1'^. resecta que j'avais etablie en 1911. Je m'empresse de signaler cette synonymie,') L' espece recueillie par la "Gazelle" et retrouvee par Gruvel doit donc etre rangee parmi les Amphioplus '). Comme d'autre part les exemplaires que possede le Musee de Hambourg sont beaucoup plus nombreux que ceux que Gruvel m'a communiques, qu'ils proviennent de diverses localites et qu'ils presentent egalement des dimensions assez differentes, je puis aj outer ici quelques renseignements complementaires ä ma premiere description. Le disque atteint 9 mm de diametre dans les plus grands echantiUons, mais il est alors souvent ampute; ce disque est au contraire toujours conserve sur les petits individus chez lesquels le diametre ne depasse pas 4 ä 5 mm. Les papilles buccales se montrent constamment au nombre de quatre. Je remarque que dans les grands exemplaires ces papilles restent con- tigues, et que la papiUe externe est un peu plus petite que les trois autres, surtout que la troisieme, laquelle se montre parfois assez fortement elargie. Sur les petits individus au contraire, ces quatre papilles ont a peu pres ') C'est par suite d'une faute d'impression qui n'a pas dte corrigee que j'avais ecrit (11, p. 17): „VÄ. resecta appartient k la section Amphiodia" ; c'est Amphioplus qu'il faut lire, puisque, comme je le disais d'une maniere formelle p. 16, les papilles buccales sont au nombre de quatre. Echinoflerma I: Asteroidea, 0])hiuroidea et Ecliinoidea. 201 les memos dimonsions, mais la papillo extorne est separee de la prece- dento par un petit espace libro. Dans ces petits individus, les plaquos brachiales ventrales sont comparativement plus larges, et leur bord distal est plus fortement excave que chez les grands specimens. En ce qui concerne les piquants brachiaux, le chitfre trois n'apparait d'une maniere definitive qu'a une certaine distance de la base des bras et les Premiers articles portent quatre piquants, parfois meme cinq chez les grands exemplaires. Dans la Photographie que j'ai reproduite en 1911 (11, PI. II, fig. 11), on voit d'ailleurs tres nettement que le nombre des piquants est superieur a trois sur les premiers articles brachiaux. Ces piquants sont assez epais et presque lisses chez les grands individus, tandis que chez les petits, leur surface est rugueuse et leur extremite ofFre meme de petites denticulations, qui, sur le deuxieme piquant ventral, peuvent se developper d'une maniere assez marquee pour kii donner une apparence bihamulee. Le piquant median est un peu plus developpe que les autres, et, ä la base des bras, ou le nombre des piquants est de quatre ou meme de cinq, les deuxieme et troisieme piquants sont un peu plus grands que les autres. En ce qui concerne ces piquants eux-memes, je ne m'explique pas une contradiction que je releve dans la description de Studer. Cet auteur ecrit, en effet, (82, p. 19), "Vier Armspinen, die oberste am größten," et p. 20, "Vier . . . Armspinen, von denen die ventrale am längsten ist". — Est-ce le piquant dorsal ou le piquant ventral qui est le plus grand pour Studer? En realite, ce sont les deux piquants medians qui sont les plus grands quand il y en a quatre, ou le piquant median lorsqu'il n'y en a que trois en tout. Je suis heureux d'avoir pu remettre les choses au point en ce qui concerne la synonymie de 1'^. congensis. Amphioplus occidentalis noY. sp. (PL VII, fig. 5 a 8). Habitat: Liberia, Sinoe; 13 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 25442). Sass Town. C. Hupfer (Un echantillon). Dahomey, Whydah; 10 m. C. Hupfer (Quatre echantiUons N. 25429). Congo fran9ais, Fleuve Nyango; 13m. C. Hupfer (Trois echantillons N. 24335). Sans autre indication que: West-Africa. C. Hupfer, 1890 (Quel- ques echantillons). 202 E- KOEHLER. Dans quelques-uns des indi\T.dus, la face dorsale du disque est ampii- tee. Le disque reste toujours de tres petite taille et son diametre n'atteint meme pas 5 mm; les bras sont greles et tres longs; dans Tun des indi- vidus du Fleuve Nyango chez lequel le diametre du disque n'a que 4 mm, ils depassent 50 mm de longueur. Je deerirai l'espece surtout d'apres les echantiUons de Sinoe et de Sass Town. Le disque est arrondi, mais plus ou moins profondement deprime, parfois meme excave dans les espaces interradiaux. La face dorsale est uniformement couverte de petites plaques imbriquees, qui deviennent un peu plus petites dans les espaces interradiaux vers le bord du disque. II ny a pas de plaques primaires distinctes, mais les plaques qui occupent la partie centrale du disque sont seulement un peu plus grandes et elles ne sont pas imbriquees ; Celles de la peripherie ne forment pas non plus de bordure distincte. Les boucliers radiaux sont plutöt petits, aUonges, trois fois plus longs que larges, contigus sur presque toute la longueur de leurs bords internes qui sont droits, et ils se separent seulement dans leur tiers proximal par une rangee de plaques extremement etroites. Leur longueur est superieure au tiers du rayon du disque. La face ventrale est completement nue. Les fentes genitales sont bien apparentes et elargies. Les boucliers buccaux sont grands, beaucoup plus longs que larges, losangiques ou en forme de soulier, avec une partie principale triangulaire terminee par un angle proximal tres arrondi, et un lobe externe qui proe- mine dans l'espace interradial et qui va en se retrecissant jusqu'ä son extremite arrondie. Les plaques adorales sont tres petites, triangulaires, limitees aux cötes du bouclier buccal et separees Tune de Tautre par Fextremite proximale de celui-ci. Les plaques orales sont etroites, mais hautes, trois fois plus longues que larges. Les papiUes buccales sont au nombre de quatre: la plus interne est courte, conique et obtuse, la deuxi- eme est assez elargie, la troisieme est conique avec l'extremite plus ou moins arrondie 5 enfin la papille externe est plus petite que les deux precedentes et legerement ecartee de la troisieme. Les plaques brachiales dorsales sont tres grandes et elles couvrent a peu pres toute la face dorsale des bras. Leur forme est presque quadran- gulaire et eUes sont deux fois et demie plus longues que larges, avec le bord proximal arrondi, le bord distal presque droit, et des cötes legerement convexes. Elles sont toutes contigues. Ces plaques offrent, sur la ligne mediane dorsale, une tache etroite et aUongee, qui forme une ligne longi- tudinale discontinue, et d'ailleurs peu apparente, sur la face dorsale des bras. Ecliinoderniii 1: Asteroidea, Opliiuroidoa et Echinoidea. 203 La promiero plaque brachiale ventrale est tres petite, trapezoidale, avec le bord distal im peu plus grand que le bord proximal. Les suivantes sont assez gi-andes, pentagonales, plus larges que longues, avec un angle proximal d'abord assez ouvert mais (|ui devient ensuite un peu plus aigu tout en restant arrondi; les cötes sont droits et le bord distal est en general un peu excavc en son milieu. Ces plaques sont toutes contigues. Les plaques laterales portent d'abord quatre piquants subegaux et egalant l'article, mais ce nombre tombe rapidement ä trois. Le premier piquant ventral et le dernier dorsal sont un peu plus courts, de forme cylindrique avec la pointe obtuse; le piquant median est aplati et son extremite tronquee porte a son angle distal un petit crochet hyalin; il arrive assez souvent qu'un autre crochet se developpe sur l'angle oppose, de teile sorte que le piquant devient bihamule. Les ecailles tentaculaires, au nombre de deux, sont assez petites et disposees ä angle droit. L'ecaille externe qui s'insere sur la plaque bra- chiale laterale est plus large que longue ; l'ecaille interne est un peu plus allongee, et eile s'etend le long du bord libre de la plaque ventrale. Rapports et Differences. — L'^-1. oecidentalis ne pourrait etre confondue qu'avec 1'^. congensis (Studer), mais eile s'en distingue facilement, comme d'ailleurs de la plupart des autres especes du genre Amphioplus, par la face ventrale du disque qui est nue. Ophiopsila guineensis noY. sp. (PI. VIII, fig. 1 a 4, 7 et 8). Habitat: Senegal, Goree. C. Hupfer (Un echantillon). Ile das Rolas. Dr. R. Greeff, 1880 (Quatre echantillons). Dans le plus grand individu, qui est celui de Goree, le diametre du disque est egal ä 8 mm; les bras doivent etre assez longs, mais aucun d'eux n'est complet: le plus grand est conserve sur une longueur de 50 mm. Les autres exemplaires sont beaucoup plus petits et le diametre du dis- que varie entre 3 et 3,5 mm; les bras sont aussi incomplets, sauf un seul dont la longueur est de 30 mm environ. Je decrirai Tespece d'apres le grand individu de Goree. Le disque est irregulierement arrondi, excave dans les espaces inter- radiaux. La face dorsale, fortement plissee, est couverte d'ecailles tres r 204 ^- KOEHLEU. petites, egales et imbriquees, dont les contours, sans etre tres apparents, peuvent toujours etre reconnus facilement au microscope, et qui ne sont nullement recouvertes par le tegument. Dans les petits exemplaires, comme celui que je represente ici PI. VIII, fig. 3, ces plaques sont aussi tres distinc- tes et il n'y a pas la moindre indication de rosette primaire. Les boucliers radiaux sont etroits, tres allonges et largement separes par plusieurs rangees de plaques ; ils sont deux fois plus longs que larges et leur lon- gueur est egale au quart du rayon du disque. Les plaques de la face ventrale sont moins apparentes que sur la face dorsale, mais elles existent neanmoins sur toute l'etendue de cette face. Les fentes genitales sont tres elargies. Les boucliers buccaux sont allonges, piriformes, avec un bord proxi- mal fortement convexe et plus ou moins nettement decompose en deux cotes qui se reunissent suivant un angle tres obtus ; la region distale se prolonge en s'amincissant dans l'espace interradial sous forme d'un lobe etroit, termine en pointe obtuse. Les plaques adorales sont assez petites, retrecies en dedans, mais cependant contigues sur la ligne interradiale mediane; elles s'elargissent en dehors et il existe une lame etroite qui separe le bouclier buccal de la premiere plaque brachiale laterale. Les plaques orales sont allongees et etroites, deux fois plus longues que larges. II existe deux papilles buccales externes inserees sur la plaque adorale ; toutes deux sont aplaties et allongees, la papille externe un peu plus grande que l'autre. Sur un plan superieur, se trouve une troisieme papille spiniforme, tres allongee, aigue et extremement etroite, qui se dirige parallelement aux plaques orales, et dont la pointe tres fine arrive au meme niveau que l'extremite des papilles dentaires. Ces dernieres, bien Separees des papilles buccales, sont disposees comme chez les vraies Ophiopsila, c'est-a-dire qu'elles rappellent la disposition bien connue 'dans le genre Ophiotkrir. Elles forment trois rangees verticales dont chacune comprend une demi douzaine de papilles. Les deux ou trois premieres plaques brachiales dorsales sont petites, etroites, presque circulaires, un peu plus longues que larges. Les suivantes deviennent rapidement plus larges que longues : eUes sont elargies trans- versalement et de forme ovalaire; cependant leur bord proximal est plus aplati que le bord distal; leur surface est granuleuse. Toutes ces plaques sont contigues. Sur les petits individus, ces plaques restent toujours un peu plus longues que larges: elles offrent alors un bord proximal etroit, deux cotes legerement divergents et un bord distal elargi tres convexe, se reunissant aux cotes par des angles tres arrondis (PI. VIII, fig. 3). Ecliinoderma I; Asteroidea, Ophiuroidea et Ecliinoidea. 205 La premiere plaque brachiale ventrale est tres petite, elargie trans- versaloment. Les suivantes sont pentagonales, a peu prcs aussi larges que longues, avec un angle proximal obtus et arrondi. Ellcs sont toutes contigues. Les plaques laterales portent a la bas(» des bras ordinairement liuit piquants, mais ce nombre tombe rapidement a sept. Le premier piquant ventral est allonge et fort, legerement recourbe, et sa longueur depasse un artiele et demi. Les suivants, plus courts, sont subegaux et ils depassent legerement Tai-ticle; le dernier dorsal n'est pas plus long que les prece- dents, mais il est plus large. Tous ces piquants sont aplatis, avec Textre- mite tronquee, et leur surface est munie d'asperites qui forment memo de tres petites spinules ä Fextremite de chacun d'eux. Sur les petits exem- plaires, les asperites sont plus marquees et elles arrivent meme ä former sur les bords des piquants de tres petites denticulations serrees, qui sont encore plus developpees vers l'extremite tronquee de ceux-ci. L'ecaille tentaculaire externe est petite, aplatie, avec l'extremite arrondie. L'ecaille interne est remarquablement developpee: eile est tres grande, aplatie, lanceolee, elargie en son milieu, plus longue meme que le premier piquant ventral, et sa longueur atteint meme parfois deux articles; sa surface est tres rugueuse (PI. VIII, fig. 7 et 8). La livree de cette Ophiure est tres elegante. La face dorsale du disque offre des marbrures irregulieres, les unes Manches, les autres d'un brun-rougeätre. La face dorsale des bras est annelee de blanc et de brun rougeätre avec des taches grises ; les piquants sont tantot gris, tantöt bruns; la face ventrale est grise. Rapports et Differences. — L'O. guineensis est bien differente des deux especes connues en Mediterranee, les 0. aranea Forbes et annu- losa LüTKEN. EUe s'ecarte de la premiere espece par ses piquants brachi- aux plus nombreux, plus longs et plus rugueux, par les ecailles de la face dorsale du disque bien distinctes, par l'ecaille tentaculaire interne extre- mement allongee, aplatie, pointue et de forme lanceolee, et par les plaques brachiales dorsales elargies transversalement chez Tadulte. Par certains caracteres eile se rapproche davantage de l'O. annulosa, chez laquelle l'ecaille tentacalaire interne est aussi tres developpee et dont les bras sont anneles de brun et de jaune clair; mais cette derniere espece possede des piquants tres nombreux qui peuvent atteindre le chifire douze, des plaques brachiales dorsales plus petites et etroites, un peu plus longues que larges 206 R- KOEHLER. et fortement granulouses, enfin les plaques dorsales du disque sont plus ou moins cachees par le tegument.') Comme les dessins qui ont ete publies des deux especes mediterra- neennes sont assez schematiques, je reproduis ici quelques photographies soit de rO. aravea (PI. VIII, fig. 5 et 9), soit de VO. annulosa (PI. VIII, fig. 6 et 12) qui permettront une comparaison plus facile avec la nouvelle espece que je decris. Quant ä VO. Eissei Lütken, des Antilles, eile possede des piquants brachiaux moins nombreux et plus courts ; la forme des boucliers buccaux et des plaques brachiales dorsales est bien differente, et il ne peut j avoir confusion entre les deux especes. J'ai decrit recemment sous le nom d'O. Hartmeyeri (13, p. 368) une Ophiopsila des Antilles, chez laquelle les piquants brachiaux sont tres de- veloppes ; cette espece, qui n'etait malheureusement representee que par un echantillon incomplet, se fait remarquer exterieurement par sa coloration jaune, les piquants brachiaux sont au nombre de six seulement et les deux Premiers vontraux sont tres allonges ; les plaques brachiales dorsales et les boucliers buccaux ont une forme difterente de celle que je viens d' indi- quer chez VO. gnineensis, et l'ecaille tentaculaire interne est moins developpee. Je decris ci-dessous une deuxieme espece dC Ophiopsila provenant de la cote occidentalo d'Afrique, et dont VO. guineensis est completement differente. Ophiopsila ]yl(itlsplna nov. sp. (PI. VIII, fig. 10 et 11.) Habitat: Afriquo occidentale, Maltzan, 1901 (Un echantiUon; il n' y a pas d'autre indication de localite). Diametre du disque 5 mm; les bras sont casses a 15 mm de la base. L'indi\T.du est en mauvais etat: la face dorsale est fortement plissee et eile a memo ete arrachee en partie; les bras sont casses ä leur origine sur le disque ou bien ils ne sont conserves que sur une tres faible longueur. ') II n'y aiirait rien d'etonnant h. ce que l'on retronvät les detix especes de la Medi- terrant'e sur les cötes occidentales d'Afrique. A ce sujet, je dois dire que j'ai rencontre, parmi les Ophiures du Musee de Hambourg, un bras d'Ophiopsila recueilli par Hupfer k Sinoe (Liberia) et portant le No. 1448. Ce bras presente bien les caracteres de VO. annulosa et les piquants bracliiaux sont au nombre de onze ; il parait provenir d'un individu plutdt petit. Comme aucune dctermination precise ne peut etre faite, je suis content de signaler ici la presence de ce fragment. Ecliiuodernia I: Asteroidea, Ojjliiuroidea et Ecliinoidea. 207 On peut neanmoins s'assuror qu'il s'agit certainoment d'unc forme nouvelle, et Fespece peut etre decrito malore le mauvais etat de rcxoniplairo. Lo disque est arrondi. La i'avo dorsali^ est recouverto de plaques relativement grandes pour unc Ophiopsila, et qui sont tres distinctes, egales et imbriquees. Les boucliers radiaux sunt, comme d'habitude, etroits et tres allonges, largement separes par quelques rangees de plaques. La face ventrale du disque est recouverte de plaques imbriquees ä poine un peu plus petites que Celles de la face dorsale. Les fentes genitales sont ex- tremement larges et aUongees. Les boucliers buccaux sont grands, un peu plus longs que larges en raison de la presence d'un lobe distal qui proemine dans l'espace inter- radial: ce lobe est assez large, mais tres court, et son bord libre est tres convexe. La partie principalo du bouclier est triangulaire, un peu plus large que longue, avec un angle proximal tres obtus limite par des cötes un peu arrondis, et qui rejoignent le cöte distal par des angles tres arrondis egalement. Les plaques adorales sont assez petites, un peu elargies en dehors, retrecies en dedans et non contigues sur la ligne mediane inter- radiale, n existe deux papilles buccales externes qui s'inserent sur les plaques adorales et qui sont separees des papiUes dentaires: eUes sont aplaties, assez aUongees, et leur surface porte de fines asperites, qui, sur le bord libre des papilles, peuvent meme s'aUonger en petites spinules tres courtes. Les papilles dentaires sont mal conservees : on reconnait cependant qu'elles affectent la disposition ordinaire des vraies Opliiopsila et qu'elles sont disposees en trois rangees verticales. Les plaques brachiales dorsales, de forme presque circulaire, sont k peu pres aussi longues que larges, avec un cöte proximal plus aplati que le cöte distal; elles sont toutes contigues. Leur surface est couverte de gros granules tres apparents. La premiere plaque brachiale ventrale est petite, rectangulaire, un peu plus longue que large. Les suivantes sont assez grandes, rectangxilaires, un peu plus longues que larges, avec un cöte proximal legerement convexe, un bord distal plus large et concave qui se relie par des angles arrondis aux deux bords lateraux convexes. La surface de ces plaques est tres finement granuleuse; elles sont toutes contigues. Les plaques laterales portent chacune six piquants. Le premier pi- quant ventral est beaucoup plus developpe que les autres, et il depasse largement Tarticle; il est epais et fort, et il est habitueUement dirige obli- quement en dedans, comme l'ecaille tentaculaire interne qu'il recouvre. Les autres piquants ont a peu pres tous la meme longueur et ils sont un 208 ^- KoEHLER. peu plus Courts que l'article contre lequel ils restent appliques : ils sont larges, epais, aplatis avec l'extremite arrondie; leur surface est rugueuse et l'extremite du premier piquant ventral ofire nieme quelques spinules tres fines. L'ecaille tentaculaire externe est tres petite et courte. L'eeaille in- terne est allongee, aplatie, tres mince, legerement elargie dans sa region moyenne et un peu plus longue que l'article. La face dorsale du disque offire une couleur jaune orange avec des marbrures blanches ou gris fonce. La face* dorsale des bras est jaune fonce avec des annulations grises qui n'occupent qu'un seul article et se montrent tous les quatre ou cinq articles environ; la face ventrale est blanche. Rapports et DifFerences. — Cette espece ne peut etre confondue avec VO. aranea de la Mediterranee dont eile s'ecarte par les plaques dor- sales du disque tres distinctes, par la forme des plaques brachiales dorsales, par ses piquants brachiaux courts, elargis et aplatis ; le facies est complete- ment different ainsi que la coloration. L'O. platispina est aussi tres differente de l'espece nouvelle que je viens de decrire ci-dessus. Elle se rapprocherait plutot de VO. Hartmeyeri que j'ai fait connaitre en 1913, d'apres un exemplaire de St. Thomas (13, p. 368), mais chez celle-ci les deux Premiers piquants ventraux sont plus longs, et d'aillevtrs tous les piquants brachiaux sont plus longs que chez Tespece africaine; les plaques brachiales dorsales offrent aussi une forme bien differente car elles sont ä peu pres rectangulaires. Ophlocoma pumila Lütken. Voir pour la bibliographie : Ophiocoma pumila, Koehler (13), p. 375. Ophiocomo pumila, Koehler (14). Habitat: Ile das Rolas. Dr. R. Greeff (Quelques echantillons). Ile Annobon. Dr. A. Schultze, 1911 (Quelques echantillons). L'espece a dejä ete signalee par Greeff aux iles Säo Thome et das Rolas. Les echantillons africains sont tout ä fait conformes ä ceux des Antilles. Ophiotlirix conyensis Koehler. Ophiothrix congensis, Koehler, (11), p. 21, PI. I, fig. 5 ;i 7, PI. II, fig. 15. Habitat: Ile Säo Thome. Dr. R. Greeff, 1880 (Un echantillon). Ile das Rolas. Dr. R. Greeff, 1880 (Un echantillon). Ecliinoderma I: Asteroidca, Opliiiiroidoa ot Echinoidea. 209 Angola, A m b r i z e 1 1 (> : 11 m . C . Hupfer ( D oux echantillons N. 25 672). Angola, Mussera; lim. C. Hupfek (Un echantillon N. 24339). „ Kinsembo. C. Hupfer, 1891 (Quelques echantillons K 21271). Lo type de Tespece rencontre par Gruvel ä rembouchure du Congo, pres de Banana, etant unique, j'ai ete tres heureux de retrouver cette espece dans la collection du Musee de Hambourg. Les individus sont tout a fait conformes ä celui de Banana; Tun des exemplaires de Kinsembo est assez grand et le diametre du disque atteint 8 mm; les autres sont plus petits. Ophiothridc gracilis Koehler. (Fl. X, %. 8). Ophiothrix gracilis, Koehler (11), p. 19, PI. I, fig. 1 — 4. H abitat: Liberia, Cap Palmas; 15 m. C. Hupfer (Trois echan- tillons). Congo fran9ais, Cap Lopez; 6m. C. Hupfer (Un echan- tÜlon N. 24 936). Congo fran9ais, Fernand Vaz. C. Hupfer (Quelques echan- tillons N. 10 236). Angola, Mussera; 13 m. C. Hupfer, 1890 (Quelques petits echantillons associes ä des Opliiopteron africanum N. 25 773). Les exemplaires sont tout ä fait conformes au type qui a ete decou- vert par Gruvel ä l'embouchure du Congo. Dans un des individus de Fernand Vaz, je remarque que les plaques brachiales ventrales, au Heu d'offrir un bord distal simplement excave, ont ce bord au contraire tres nettement trilobe ; je represente ici cet individu, qui ne differe d'ailleurs des autres, que par ce seul caractere (PI. X, lig. 8). OpMothrix p'agiUs (Abildgard). Voir Ophiothrix fragilis, Koehleb (08), p. 107. OpMothrix aristulata, Dödeklein (10), p. 254. Habitat: Sud-Ouest Africain allemand, Swakopmuud. Dr. W. Michaelsen, 1911 (Quatre echantillons). Sud-Ouest Africain allemand, Lüderitzbucht; — 10 m. Dr. W. Michaelsen, 1911 (Huit echantillons). 210 R- KOEHLER. Le diametre du disque varie entre 12 et 4 mm. Ces exemplaires sont identiques ä coux que la „Scotia" a recueillis dans la baie de Saldanha (Cap) et que j'ai mentionnes en 1908 sous le nom d'O. fragilis var. j)entaphi/llum-^ ils me paraissent d'autre part etre parfaitement conformes ä ceux que Döderlein a decrits en 1910 sous le nom d'O. aristulata et qui proviennent de Lüderitzbucht, autant que j'en puis juger d'apres les photographies publiees par ce savant. Ds s'ecartent au contraire des 0. aristulata que je possede dans ma collection et qui pro- \dennent de TOcean Indien, et je crois devoir maintenir la determination ä laqueUe je me suis arrete en 1908. Ophiothrix toitientosa nov. sp. (PI. X, iig. 9 et 10.) Habitat: Cöte d'Ivoire, Wapoe; 39 m. C. Hupfer (Un echantillon N. 14 555). L'exemplaire unique est malheureusement de tres petite taille, le diametre du disque ne depassant pas 4 mm; il est neanmoins tres bien caracterise et l'on peut se rendre compte facilement qu'ü ne se rapporte ä aucune espece connue. Le disque est circulaire. La face dorsale, assez convexe, et couverte entre les grands boucliers radiaux de plaques inegales, dont les plus gTandes occupent la region centrale. On distingue d'abord une tres grande plaque centro-dorsale arrondie, entouree de plaques plus petites disposees suivant deux cercles concentriques plus ou moins distincts et reguliers. De cette region centrale partent des rangees radiales et interradiales : les premieres ne comprennent qu'une seule serie de plaques successives assez etroites, s'etendant entre les boucliers radiaux qu'elles separent sur toute leur longueur, mais en devenant plus etroites a mesure qu'on s'approche du bord du disque. Les bandes interradiales sont, au contraire, tres larges et elles comprennent plusieurs rangees serrees de plaques, dont les limites sont d'ailleurs tres peu marquees ; ces bandes s'elargissent un peu en arri- vant ä la peripherie du disque. Toutes les plaques, sauf la centro-dorsale, sont garnies de petits bätonnets serres, tres courts, dont la longueur ne depasse pas la largeur, et qui sont termines par deux ou trois spinules divergentes, egalement peu aUongees. Ces bätonnets se montrent aussi bien sur les espaces interradiaux que sur les espaces radiaux et ils forment un recouvrement assez uniforme, qui se retrouve egalement sur les bou- cliers radiaux oü les bätonnets se montrent cependant un peu moins abon- Echinoderuia I: Astcroidea, Opliiuroidea et Echinoidoa, 211 dants quo sur Ic roste du disqu(\ Cos bouoliors sont grands, triangulaires, separes sm* toute lour longuour et deux fois ot domie plus longs quo larges ; leur longuour est egale environ aux trois cinquiemes du rayc>n du disque. La face ventrale du disque est couverto de potites plaques qui ne s'etendent pas jusqu'aux boucliers buccaux, et qui sont munies de batonnets tres serres identiques ä ceux de la face dorsale ; en dehors de chaque bouclier, il existe un petit espace nu. Los fentos genitales sont assez larges et bien apparentes, mais elles ne S'etendent que sur les deux tiers du rayon du disque. Les boucliers buccaux sont triangulaires, une fois et demie plus larges que longs, avec les deux bords proximaux tres legerement convexes, et un bord distal tres convexe qui peut memo so decomposer en deux cotes reunis par un angle obtus tres arrondi, ce qui donne alors aux boucliers une forme losangique. Les plaques adorales, de taille moyenne, sont un peu elargies en dehors. Les plaques orales sont assez hautes et epaisses. Les papilles dentaires sont disposees sur deux rangees regulieres avec quelques papiUes intermediaires. Les bras sont tres courts, et leur longueur ne depasse pas 12 ä 14 mm. Les plaques bracliiales dorsales sont arrondies et leur surface est convexe ; les premieres sont presque exactement cii-culaires, ä peu pres aussi larges que longues, avec un petit bord proximal distinct. Les suivantes sont un peu plus longues que larges et leur forme est ovalaire ; elles sont presque exactement contigues dans la premiere moitie des bras et elles se separent ensuite par un Intervalle tres court; leur face dorsale reste toujours assez fortement convexe. Cette face est armee de petits batonnets analogues ä ceux de la face dorsale du disque, mais plus petits, et qui se trouvent irregulierement dissemines a leur surface ; ils deviennent plus nombreux en se rapprochant des bords et principalement du bord distal. Le nombre de ces batonnets diminue k mesure qu'on se rapproche de l'extremite des bras et l'on finit par ne plus en trouver que deux ou trois sur le bord distal des plaques. La premiere plaque brachiale ventrale est trapezoidale, avec un bord proximal elargi et convexe. La deuxieme est rectangulaire, un peu plus longue que largo, avec les cötes droits. Les suivantes sont assez petites et Separees les unes des autres par un espace membraneux; eUes sont d'abord un peu plus longues que larges, puis elles deviennent plus larges que longues, avec un bord proximal etroit et arrondi et un bord distal excave. On remarque ä leur surface des granulös tres apparents. 212 K. KOEHLER. Les plaques laterales portent d'abord six piquants, puls ce chiffre tombe rapidement a cinq et ä quatre. Le prämier piquant ventral est extrem ement petit et il ne se transforme en crochet que vers le huitieme article. Le deuxieme, plus long, est epais et il porte dans sa partie ter- minale un peu elargie un certain nombre de spinales serrees. Le troisieme piquant, beaucoup plus long, depasse l'article, et sa partie terminale un peu elargie porte de nombreuses spinules ; le quatrieme piquant, dont la longueur depasse un article et demi, s'amincit legerement vers l'extremite et U porte dans sa deuxieme moitie des denticulations assez ecartees. Les cinquieme et sixieme piquants sont plus courts. L'ecaille tentaculaire est tres petite, courte et spiniforme. La face dorsale du disque est d'une eouleur gris fonce uniforme; la face ventrale est beaucoup plus claire. Rapports et Differences. — Cette espece appartient e la soction des Ophiothrix chez lesquelles les boucliers radiaux portent un recouvre- ment analogue ä celui du reste de la face dorsale du disque et dont les bras sont courts; mais eUe se fait remarquer par les boucliers radiaux tres grands, par la forme ovalaire des plaques brachiales- dorsales, forme qui n'est connue que chez un tres petit nombre d'especes, et surtout par les petits bätonnets nombreux dont ces plaques sont munies, aussi bien sur toute l'etendue de leur surface que vers les bords. Par ce dernier caractere eUe rappeUe VO. nociva que j'ai decrite d'apres un specimen unique rapporte du Congo par M. Dybosky et chez lequel le disque mesure 5,5 mm de diametre. Dans cette derniere espece les contours des boucliers radiaux sont en partie invisibles, et la face dorsale du disque ofire, en plus des bätonnets, quelques piquants greis et aUonges; les plaques brachiales dor- sales sont trapezo'idales, plus larges que longues ; les plaques brachiales ventrales deviennent aussi rapidement plus larges que longues et entin le nombre des piquants brachiaux est plus iteree que chez VO. tomentosa. Ophioteron atlanticiim nov. sp. (Ph X, fig. 6, 7, 11 et 12.) Habitat: Senegal, Goree. C. Hupfer (Un echantillon N. 24 344). Cote d'Or, Prampram. C. Hupfer (Un echantillon en tres mauvais etat N. 25 448). Congo franQais, Sette Cama; 13m. C. Hupfer (Un echan- tiUon N. 24 266). Ecliinodernia I: Asteroidea, Opliinroidea et Kchinoidea. 213 Angola, Mussera; 11 m. C. Hupfeu (Cinq cchantillons associes a des Ophiothrix gracilis N. 25 773). La presence d'ime Ophiopteron sur les cötes occidontales de l'Afrique äquatoriale etait d'autant plus inattendue que les quatre especes actuelle- ment eonnues de ce genre habitent toutes rOcean Indien. Ainsi que nous le verrons plus loin, la nouvelle espece, par l'armature du disque compose de piquants, de bätonnets spinuleux, se rapproche surtout de l'O. puncto- coeruleum que j'ai decrite en 1905, d'apres les exemplaires recueiUis par le „Siboga" dans l'Archipel de la Sonde. Ainsi que cela arrive dans les autres especes du genre, les dimen- sions de Tespece africaine restent toujours assez faibles : le diametre du disque atteint ä peine 4 mm dans le plus grand exemplaire, et il varie g.eneralement entre 2,5 et 3,5 mm; les bras restent assez courts. Je decrirai l'espece d'apres les specimens de Mussera. Le disque est arrondi. La face dorsale est couverte de plaques assez grandes et peu nombreuses dans la region centrale, dont elles ne recouvrent qu'une aire assez restreinte, et qui sont plus nombreuses et serrees dans les espaces interradiaux. On reconnait une plaque centro- dorsale tres grande, arrondie, entouree de trois cercles irreguliers de petites plaques. Celles-ci se continuent entre les deux boucliers radiaux de chaque paire, sous forme d'une simple rangee qui separe ces boucliers sur la moitie ou les deux tiers de leur longueur, et s'arretent bien avant d'atteindre la peripherie du disque. Les espaces interradiaux, au contraire, sont couverts de plusieurs rangees de plaques qui deviennent plus serrees et plus petites ä mesure qu'on s'approche de la peripherie du disque, en raison de l'elargissement progressif de ces espaces. Ces plaques sont un peu imbriquees. Dans la region centrale du disque, eUes portent, en general, chacune un grand piquant, allonge et cylindrique, dont l'extremite est obtuse; le nombre de ces piquants varie beaucoup avec les echantillons, et ils doivent se detacher assez facilement. Hs se montrent plus parti- cuKerement nombreux siir l'un des echantillons de Mussera qui est repre- sente PI. X, fig. 6. Dans les espaces interradiaux, les dimensions de ces piquants diminuent tres rapidement, et ils passent presque brusquement ä de petits bätonnets tres courts, ä peine plus longs que larges, et termines par quelques courtes spinules. Chaque plaque porte un bätonnet, et comme ces plaques sont assez petites, les bätonnets eux-memes sont tres serres. A la peripherie du disque, ces bätonnets s'allongent de nouveau, et meme tres rapidement, tout en restant beaucoup plus petits que les piquants de la region centrale, et ils forment alors des bätonnets cylindriques, greles, 15 Michaelsen , Westafrika. 214 . R- KOEHLER. allonges, termines par trois ou quatre spinules tres courtes. Ces bätonnets se continuent sans changer de caractere, mais en devenant cependant moins serres, sur la face ventrale qu'ils recouvrent sur une partie plus ou moins considerable suivant les exemplaires. Dans le plus grand echantillon de Mussera (PI. X, fig. 12), ils s'arretent ä peu pres a egale distance entre le bord du disque et les boucliers buccaux ; les plaques ne sont pas distinctes sur la face ventrale de cet individu, mais chez le specimen de Prampram, qui est un peu plus grand, les bätonnets s'avancent un peu plus pres des boucliers buccaux, et on peut distinguer les contours des plaques sur lesquelles ils s'inserent (PL X, fig. 7). Les boucliers radiaux sont extremement grands et ils recouvrent une grande partie de la face dorsale du disque : leur longueur est egale aux trois quarts et meme aux quatre cinquiemes du rayon du disque; ils sont triangiilaires, contigus en dehors sur la moitie ou sur le tiers de leur longueur, et separes en dedans par une rangee de plaques ainsi que je l'ai indique plus haut. La surface de ces boucliers est absolument nue et les quelques plaques radiales qui separent les deux boucliers de chaque paire sont egalement depourvues de piquants. Les fentes genitales sont bien apparentes sur la face ventrale du disque, mais elles sont assez courtes en raison du developpement des plaques genitales. Les pieces buccales ne presentent rien de particulier. Les boucliers buccaux, deux fois plus larges que longs, sont triangulaires ou losangiques, avec les deux cotes proximaux legerement excaves ; les deux cotes distaux sont convexes et ils se reunissent suivant un angle tres arrondi, en formant parfois un bord unique plus ou moins renfle en son milieu. Les plaques adorales sont assez petites mais elargies en dehors, et parfois elles envoient un petit prolongement qui s'insinue entre le bouclier buccal et la premiere plaque laterale, surtout dans les plus grands exemplaires. Les plaques orales sont assez grandes. Les papilles dentaires sont disposees suivant trois rangees verticales. Les plaques brachiales dorsales sont petites, ovalaires, beaucoup plus longues que larges, et separees des la base des bras. Leur surface est tres convexe et leur bord distal est ordinairement plus ou moins releve au-dessus des tissus sousjacents ; elles sont couvertes de granules assez gros, mais peu saillants. On distingue parfois sur le bord distal de ces plaques deux petits piquants extremement courts et obtus, rapproches de la ligno mediane, mais ceci arrive tres rarement, et habituellement Fun des deux piquants fait defaut. Je ne sais si cette structure est normale et si chaque plaque brachiale dorsale porte toujours sur son bord distal Efliinodernia I: Asteroiden, Opliiuroidea et Ecliinoidea, 215 deux tres potits piquants qui soraiont trrs cadiics. L'ospace qui separo les plaques brachiales dorsales s'allonge un peu dans la deuxieme moitie des bras. LVspaee qui separo les plaques succesives n'est pas recouvert par les plaques laterab^s, mais il toujours reste nu. La premiere plaque brachiale ventrale, de taille moyenne, est rectan- gulaii'e ou ti-apezoi'dale et elargie transversalem ent. Les plaques suivantes sont assez grandes, plus longues que larges, avec un bord proximal tres arrondi et plus etroit que le bord distal: celui-ci est fortement excave. Les cötes sont droits et legerement divergents. Toutes ces plaques sont eontigues. Les plaques laterales portent, sur les premiers articles, chacune au moins huit piquants dont la longueiu- augmente depuis le premier ventral jusqu'au sixieme qui depasse deux articles ; puis la longueur decroit rapi- dement sur le septieme et surtout sur le huitieme. Les cinq derniers piquants, qui sont lisses, sont reunis par l'expansion caracteristique du genre Op/iiopteron et qui se montre tres developpee sur les premiers articles brachiaux. Mais le nombre des piquants diminue rapidement et il tombe ä six. Ce sont alors les quatre derniers piquanls qui sont reunis par Fexpansion et le troisieme offro une extremite elargie portant quelques spinules aigues; un peu plus loin Fexpansion ne compread plus que trois piquants, et eile disparait finalement vers le douzieme article. Le premier piquant ventral prend tres rapidement la forme d'un crochet muni de deux ou trois spinules recourbees et hyalines; le deuxieme piquant, dont la longueur egale celle de Farticle, s'elargit dans sa partie terminale qui est armee de plusieurs spinules tres rapprochees. Sur le troisieme piquant qui est beaucoup plus long et qui est egalement elargi k Fextremite, ces spinules sont moins nombreuses. Les autres piquants sont plus greles et leur longueur diminue progressivement, sauf sur les premiers articles bra- chiaux oü ils sont plus nombreux ainsi que je viens de le dire. L'ecaille tentaculaire, bien qu'assez petite, est tres apparente; eile se termine souvent par deux petites pointes divergentes, tres courtes, mais il arrive aussi que la pointe reste simple. Les individus dans Falcool sont d'une couleur grisätre ou meme tout k fait blancs. Rapports et Differences. — L"0. atlauticmn est la premiere espece d'Ophiopteron rencontree en dehors de FOcean Indien, et eile re- presente la cinquieme espece connue du genre. Ces cinq especes peuvent etre divisees en deux groupes assez distincts: le premier; qui comprend 15* 216 R. KOEHLER. les formes les plus differenciees, renferme le type du genre, VO. elegans Ludwig, et PO. Sihogae Koehler, chez lesquelles la face dorsale du disque porte des piquants tres differencies : ceux-ci sont tres compliques chez VO. elegans, mais ils se reduisent chez VO. Sibogae, a des bätonnets dont la tete est trilobee. Dans le deuxieme groupe, qui renferme les 0. puncto- coeruleum Koehler, gymnatum Mac Intosh, et l'espece de la cöte occiden- tale d'Afrique, la face dorsale du disque ressemble beaucoup a celle d'une Ophiothrix avec des piquants et des bätonnets non modifies entre les grands boucliers radiaux; cette face devient meme completement nue chez VO. gymnatum. L'espece africaine est surtout voisine de VO. puncto-coeruleum: eile en differe par la face dorsale du disque qui offre ä la fois des pi- quants et des bätonnets, ceux-ci etant tres serres dans les espaces inter- radiaux qui sont couverts de plaques nombreuses et petites, par les bouc- liers buccaux beaucoup plus larges que longs, par les plaques brachiales dorsales tres petites, de forme ovalaire et tres saillantes, par les plaques brachiales ventrales plus longues que larges et fortement echancrees sur leur bord distal; entin les exemplaires en alcool sont completement de- colores. Echinoidea. Eucida7'is trlbuloides var. africana Morteiisen. (PI XI, fig. 11 et 23.) Voir: Moktensen (10), p. 40. Habitat: Liberia, Petit Culloh. C. Hupfer (Un piquant N. 10225). „ Sinoe. C. Manger, 1907 (Un echantillon sec). „ Petit Kootau; 27 m. C. Hupfer (Piquants isoles N. 14 932). Liberia, Nanna Kru; 28 m. C. Hupfer (Piquants isoles N. 14 787). „ Wappi. C. Hupfer (Piquants isoles N. 14881). „ Garraway. C. Hupfer (Un echantillon et quelques piquants isoles. N. 14773). Cöte d'Or, Groß-Friedrichsbourg. Dr. H. Brauns (^Deux echantillons secs). Ile Säo Thome (Un echantillon). II e Annobon. Dr. A. Schultze, 1911 (Huit echantillons). Ecliinoderma I: Asteroidea, Ophiiiroidea et Echiiioidea. 217 Congo fran9ais, Sottö Cama; 9 m. C. Hui'fer (Un pctit echantillon N. 10237). Sans indication do localite (Un echantillon). La Variete africana de YE. trihulo'ides a ete distingueo par Moktensen d'apres las exemplaires recueillis par l'Expedition Antaretique Allemande a Saint- Vincent (iles du Cap Vert). Je retrouve sur tous les exemplaires du Musee de Hambourg les dispositions indiquees par Mortensen et je conserve la variete etablie par le savant naturaliste danois, mais les diffe- rences qui la separent du type ne me paraissent pas assez importantes pour necessiter une Separation specifique. Je donne ici (PL XI, tig. 11) la Photographie d'un exemplaire plus petit que celui dont Mortensen a represente le test, afin de completer les documents dejä fournis par lui. Je represente egalement (PI. XI, fig. 23) la face dorsale du petit individu de Sette Cama, chez lequel le diametre du disque est de 9 mm seulement et qui me servira comme terme de comparaison avec les Cidaris minor dont les dimensions sont tres voisines. Cidaris minor Koehler. (PI. XI, fig. 16 et 17, et PI. XII, fig. 10.) Cidaris minor, Koehler (08), p. HO, PI. XV, fig. 136 k 138. Habitat: IleSäoThome; 11 m. C. Hupfer (Un echantillon K 21266.) Ile das Rolas. Dr. R. Greeff, 1880 (Onze echantillons de differente taille). Les individus sont tous plus petits que l'individu recueilli par la "Scotia" ä l'Ascencion, qui m'a servi de type pour etablir l'espece. Dans le plus gTand exemplaire de File das Rolas, le diametre du test sans les piquants est de 9,5 mm; dans deux autres, il egale 8 mm; quelques in- dividus n'ont pas plus de 5 mm et les autres enfin sont encore plus petits. Dans Tindividu de Säo Thome, le diametre est de 7 mm, la lon- gueur des grands radioles egale ä peu pres le diametre du test. Tous ces individus sont bien conformes ä celui de l'Ascencion. Dans les specimens mesurant 5 mm seulement de diametre, les radioles montrent un verticille de dents coniques, dejä tres nettes et des traces d'un deuxieme verticille ; dans les quatre individus plus grands, les deux verticilles sont bien formes. Ces radioles ofixent en outre des bandes alternativement blanches et brunes, au nombre de six ä sept. On reconnait facilement, sur le plus grand specimen, dont le diametre est de 9,5 mm, les orifices 218 E. KOEHLEK. genitaux qui ne sont pas visibles chez les autres : ce fait est interessant u noter car il semble prouver que le C. rninor ne doit jamais atteindre une tres grande taille. J'ai Signale plus haut un Eucidaris tribuloides de petite taille re- cueilli par Hupfer ä Sette Cama en 1888; le diametre du test est de 9 mm seulement. II est tres interessant de lö comparer aux deux plus grands spefeimens de Cidaris minor dont les dimensions sont tres voisines. Je reproduis ici une photographie de ce petit E. tribuloides (PI. XI, üg. 23). Les caracteres de l'espece apparaissent deja d'une maniere tres manifeste et Ton peut juger combien les Cidaris minor en sont differents. Cette comparaison montre bien qu'il s'agit de deux formes tres diiferentes speci- fiquement. Je crois devoir maintenir le nom de Cidaris minor que j'ai applique en 1008. Le genre Cidaris avait alors une acception plus large que maintenant car Mortensen n'en avait pas encore rostreint les limites par la creatien du genre Eurocidaris. Or nos petits Cidaridiens ne me pa- raissent pas pouvoir etre ranges dans ce dernier genre car leurs pedicel- laires rappellent beaucoup plus ceux des Cidaris que ceux des Eucidaris (voir le dessin que j'ai public en 1908, PI. XV, fig. 138). Diadeifna antillarum Philippi. (PI. XI, iig. 12, 13 et 15; PI. XV, tig. 64 ä 72.) Voir pour la bibliograpliie : Diadema antillarum, Moktensen (04), p. 9 ä 17. Diadema antillarum, Mortensen (07), p. 193. Diadema antillarwin, Agassiz et L. Clatk (07), p. 112. Diadema antillarum, Mortensen (10), p. 56 ä 58. Diadema antillarum, Mortensen (10 bis), p. 21. Habitat: Liberia, Garraway. C. Hupfer (Un echantillon N. 14433.) Ile das Rolas. Dr. R. Greeff (Quelques echantillons.) II e Annobon. Dr. A. Schultze, 1911. (Quelques echantillons.) Les caracteres distinctifs des diverses especes de Diadema ont ete nettement precises en 1904 par Mortensen, qui a ajoute encore quelques renseignements complementaires en 1910 sur le D. antillarum, en meme temps qu'il etablissait, pour un Diadema trouve a l'Ascension, une nou- velle espece: le D. ascensionis. A ce sujet, le savant danois se demandait (10, p. 58) si les Diadema de la cote dAfrique signales par les auteurs a Madere, au Cap Vert, sur les cötes de Guinee, et meme plus au Sud Ecliinoderma I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 219 jusqu'au Cap, le plus souvont sous le nom do D. setosum, etaient bien des D. antillarum, ou s'ils n'appartenaiont pas ä la nouvello espece D. ascensionis. La premiere Hypothese lui paraissait de beaucoup la plus vraisemblable : en efFet l'examen qu'il avait pu faire de trois individus recueillis autrefbis par Greeff ä Lanzarote lui avait montre des pedicellaires identiques a ceux du D. antlUarum, les spicules des pedicelles etaient seulement un peu plus robustes. Mortensen cxprimait le desir quo de nouvelles recherches fussent faites sur les Diadema de la cöte occidentale d'Alrique. J'ai examine tres attentivement plusieurs exemplaires de Diadema provenant de cette cöte. Les uns appartiennent au Musee de Hambourg; les autres se trouvent, soit dans ma coUection, soit au Jardin des plantes, et ils proviennent des Canarios, de Madere ou des iles du Cap Vert. Or chez aucun d'eux je no puis decouvrir aucun caractere permettant de les distinguer du D. antillarum. Je me suis tout particulierement occupe de Tetude des pedicellaires, qui ont fourni ä Mortensen des caracteres tres precis pour separer les difFerentes especes de Diadema. Quant au test lui-meme, ü ne fournit pas de caracteres bien nets : c'est pour cette raison que certains auteurs, qui negligent systematiquement l'examen des pedi- cellaires, n'ont pas su distinguer le D. antillarum du D. setosum ; on est vraiment surpris de trouver cette erreur maintenue dans l'ouvrage recent et si fortement documente de Jackson. Je dois cependant attirer l'attention sur un caractere invoque par Mortensen pour separer les D. antillarum, setosum et ascensionis. Ce savant indique sur les plaques genitales de la deuxieme espece, entre l'orifice et le periprocte, la presence d'une depression foncee, qui correspond evi- demment ä cette tache bleue qu'on observe en ce memo point chez l'animal vivant (04, p. 11, üg. 1); cette structure n'existe pas d'apres lui, chez le D, antillarum. Au contraire, chez le D. ascensionis, les plaques genitales offrent, en leur milieu, une ligne recourbee et convexe en dehors, qui divise leur surface en deux moities, l'une interne un peu bombee, et Fautre externe qui reste plane. La photographie reproduite par Mortensen (10, pl. VII, iig. 10) ne montre pas cette disposition d'une maniere bien nette, et je donne ici une autre photographie un peu plus grossie, d'apres l'exem- plaire que je possede et que Mortensen a etudie (PI. XI, fig. 14). II s'agit simplement, dans cette espece, d'une ligne foncee d'ailleurs tres iine et produite par du pigment et non pas d'une depression reelle: cette ligne s'etend sur toute la largeur de la plaque; en dedans et en dehors d'elle se montrent des hnes ponctuations dues ä un pigment de meme nature. L.. I i R.P A D > 220 ^' KOEHLER. En examinant les plaques genitales des Diadema de la cöte occiden- tale d'Afrique, je remarque que, la plupart du temps, les plaques genitales ofirent, en dedans de Forifice et vers le milieu de leur longueur, une tres legere depression en forme de V tres ouvert; cette depression est plus ou moins marquee suivant les echantillons, et les branches du V sons plus ou moins longues : elles se reduisent parfois ä un tres petit arc de cercle, ou meme elles peuvent faire completement defaut. Ces difFerences tiennent vraisemblablement ä ee que la surface des plaques apicales est couverte d'un piquant tres fonce qui gene pour l'observation, et doit faire disparaitre en partie l'impression en V. Dans de jeunes exemplaires de Diadema, comme ceux de l'ile das Rolas, cette depression est particulierement mar- quee: eile s'etend en forme d'un arc de cercle sur toute l'etendue de la plaque et eile est meme contigue par ses extremites avec celle des plaques voisines. II s'agit bien ici dune depression reelle et non pas d'une simple ligne pigmentee, comme chez le D. ascensionis : on la reconnait facilement sur l'appareil apical d'un jeune Diadema de l'ile das Rolas, chez lequel le diametre est de 10 mm (PI. XI, fig. 13). II semble que cette Impression s'efface, au moins en partie, ä mesure que l'animal grandit, tout en per- sistant ä des degres variables chez l'adulte. Je represente ici l'appareil apical de deux Diadema antiUarum adultes (PI. XI, fig. 12 et 15), mais les photographies ne peuvent pas montrer les impressions d'une maniere bien nette, en raison du pigment qui recouvre cet appareil. Quoiqu'il en seit, cette depression en forme de V ou d'arc de cercle tres ouvert, et plus ou moins effacee chez l'adulte, n'a pas du tout la meme forme que chez le D. setosum. Les pediceUaires du D. setosum sont tellement differents de ceux du D. antiUarum, qu'aucun naturaliste de bonne foi ne peut se refuser ä ad- mettre la Separation de ces deux especes. Les Diadema de la cöte occi- dentale d'Afrique que j'ai examines me montront, dans la forme des grands pediceUaires tridactyles, quelques variations qu'il est bon de noter, mais dans leurs caracteres generaux ces pediceUaires se rapportent bien ä ceux que MoRTENSEN a representes chez le D. antiUarum (04, PI. III, fig. 1, et PI. IV, fig. 28). Ce sont surtout ceux des echantillons de Madere et des Canaries qui s'en rapprochent le plus. Chez ces derniers (PI. XV, fig. 65 et 70), la longueur des valves peut atteindre 0,9 mm dans des exemplaires ayant 60 a 70 mm de diametre. Le limbe est un peu plus allonge com- parativement que sur les valves representees par Mortensen; sa largeur augmente progressivement de.puis la base jusqu'ä une petite distance de l'extremite, et les bords sont munis de dents coniques, basses et ecartecs. Echinodenna I: Astcroidca, Ophinroidea et Echinoidea. 221 qiii se rapprochont pour disparaitre onsuite sur rextremite arrondie. Les petits pedicellaires tridactyles mesurent 0,4 mm de longueur; lo limbo est aussi un peu plus allonge quo sur les figures de Mortensen, et la partio terminale offro de petites denticulations. Dans un Diadema du Cap Vert, dont lo diametre est de 67 mm, la longueur des valves des grands tridactyles est de 0,55 a 0,60 mm. Le Hmbe (PI. XV, fig. 64 et 67) est comparativement un peu plus court que dans les eehantillons precedents, et il est separe de la partie basilaire par un etrangleraent moins marque; il conserve une largeur presque constante jusqu'au voisinage de l'extremite ; ses bords sont a peu pres completement lisses et l'on n'observe que quelques denticulations vers Textremite. Les petits tridactyles atteignent 0,3 a 0,35 mm de longueur (PL XV, fig. 68), et ils sont ä peu pres identiques a celui que Mortensen a represente PI. III, fig. 10. Dans un exemplaire de Annobon, dont le diametre est de 47 mm, les grands pedicellaires tridactyles (PI. XV, fig. 66) rapellent beaucoup ceux que j'observe dans les individus des Canaries et de Madere, mais le limbe est un peu plus court relativ ement; il va en s'elargissant tres legere- ment et ses bords n'ofirent que quelques denticulations assez faibles, jusqu'ä la partie terminale un peu elargie, sur laqueUe on observe encore quelques denticulations obtuses et basses. D'une maniere generale, ces grands pedicellaires sont tres voisins de ceux que Mortensen a representes chez le T). mexicanum, ce qui vient confirmer les affinites qu'a signalees le naturaliste danois entre cetto espece et le D. antillarum. Les pedicelles de la region ventrale du corps renferment des plaquettes allongees et elargies aux deux extremites (PI. XV, fig. 72), analoques ä Celles que Ton connait dans le genre Arhacia, et des spicules dont la forme varie beaucoup. Tantöt ce sont de petits corpuscules ä deux, ou trois, ou quatre branches, tres rarement munies de ramifications plus nombreuses : c'est ce que j'observe par exemple, dans les individus des Canaries et d" Annobon. Dans Texemplaire de Madere, je trouve des spicules un peu plus compliques offrant trois ou quatre branches laterales de chaque c6te et analogues a ceux que Mortensen a representes chez le D. ascensionis (10, PI. XVI, fig. 8 c). Dans les deux exemplaires de File das Rolas, chez lesquels le diametre du disque varie entre 53 et 48,5 mm, ces spicules sont plus abondants, et ils oftrent presque tous plusieurs ramifications de chaque cöte, tout en restant toujours d'une structure plus simple que ceux du D. ascensionis. Je donne ici la photographie de diflerentes formes de ces spicules (PI. XV, fig. 71). 222 ^" KOEHLER. Je n'ai pas parle plus haut des pedicellaires de ces deux individus, car ü m'a ete impossible de rencontrer chez eux un seul tridactyle : ils ne paraissent posseder que des pedicellaires claviformes et trifolies. J'ajouterai que Tun de ces specimens porte un tube anal bien distinct, tandis que l'autre n'oflre pas trace de cette formation. La pigmentation est beaucoup moins developpee que chez les autres D. antillarum, et, au lieu d'etre presque noirs, ils sont d'un gris assez clair: ä ce point de vue, ils rappellent le D. ascensionis qui est encore beaucoup plus clair. Bien que les spicules aient une certaine ressemblance avec ceux que Mortensen a decrits chez ce dernier, je reporte neanmoins ces deux specimens au D. antillaimrn, d^abord parce que j'ai rencontre des spicules analogues dans Tindividu de Madere dont j'ai parle plus haut, ils sont seulement plus abondants ici, et ensuite en raison de la structure des plaques genitales qui portont chacune une empreinte deprimee en forme d'arc de cercle tres court, et pas du tout cette ligne tres fine et superficielle que l'on observe chez le D. ascensionis. Le D. antillarum s'etend donc le long des cötes occidentales d'Afrique depuis Madere jusqu'ä l'ile Annobon, c'est-ä-dire depuis 35*^ N. jusqu'ä 1 " S. II serait interessant de savoir si cette espece descend plus loin vers le Sud, mais jusqu'ä present nous n'avons aucun renseignement precis ä ce sujet. Arhacia afrieana TroscheL (PL XIII, fig. 7 ä 15; PL XIV, lig. 1 ä 18, 20 et 21 ; PL XV, fig. 1 ä ß, 11 et 12). Arhacia afrieana, Troschel (73), p. 327. Arbacia afrieana, Loven (87), p. 111. Arbacia afrieana, Mortensen (11), p. 31. Habitat: Ile Säo Thome. Dr. R. Greeff (Quelques echantillons desseches). II e das Rolas. Dr. R. Greeff (Quelques echantillons). Ile Annobon. Dr. A. Schultze, 1911. (Dix echantillons dont deux desseches). Cameroun (Un echantillon) . Sans autre indication que "West-Afrika" ; Maltzan (Un echantülon). Avant d'etudier les echantillons que possede le Musee de Hambourg et que je crois devoir rapporter ä IM. afrieana, U me parait indispensable de precisor les caracteres de cette espece. On sait qu'elle a ete decrite d'abord par Troschel, puis etudiee de nouveau par Loven en 1887; plus Ecliinoderma I: Astcroidea, Oiiliinroidca et FA-liinoidea. 22'') recemment, Mortensen a ajoiite (luolques ronsoignements aux descriptions de ces doux autours, ot il a public des photograpliies du tost. Mais ce naturalisto n'a pas ou cn iiiain los memos echautillons quo sos predecesseurs, et, d'autro part, los types de Tuoschel sont irrem ediabloment perdus, ce qui rond touto eomparaison impossible. Je rappellerai d'abord quo Troschel a decrit VA. africana d'apres quatre specimens recuoillis par Finsch a la Cöte d'Or, et qui se trouvaient au ]Musee de Bonn; los diametres du test etaient compris entre 22 et 15 mm, les individus etaient donc de petite taille. D'autre part, Loven a etudie ces memes exemplaires, et, en plus deux echantillons du Musee de Berlin et qui avaient ete recueillis ä Novo Redondo ') : ceux-ci sont etiquetes sous le No. 2063. L'un d'eux, de tres petite taille, etait, d'apres Loven, iden- tique au plus petit des types de Troschel; Tautre mesurait 38 mm de diametre sur 24 de bauteur. Loven nous dit que von Martens considerait ce dernier comme adulte, mais qu'il lui avait ecrit que la taille de Fespece pouvait atteindre 47X26. Mortensen a etudie aussi les exemplaires du Musee de Berlin qu'avait vus Loven, et, en plus, un specimen en alcool portant le No. 2310, mais il n'a pu etudier les types de Troschel qui ne se trouvent ni a Bonn ni a Stockbolm. Mortensen fait romarquer que les ecbantillons secs du Musee de Berlin ayant ete vus par Loven, qui les a compares aux types de Troschel, on doit considerer qu'ils se rapportent bien ä 1'^. africana. Comme il etait important d'etre fixe sur les types de Troschel, j'ai prie M. le Dr. Reichensperger, de vouloir bien encore les rochercher ä Bonn, ce qu'il a fait de la maniere la plus obligeante, et il m'a informe que non seulement ces types n'existaient plus, mais qu'il lui avait meme ete impossible de trouver la moindre trace de leur existence sur les registres d'entree. II parait donc bien prouve maintenant que ces quatre specimens de Troschel sont perdus; mais d'autre part on peut considerer les echantillons du Musee de Berlin comme des co-types, puisque Loven les a compares aux types. M. le Dr. Hartmeyer a bien voulu me communiquer tous les echan- tillons d'J. africana que possede le Musee de Berlin; ils sont au nombre de cinq. L'un d'eux est en alcool et il a conserve tous ses piquants, c'est celui dont Mortensen a dejä parle et qui porte le No. 2310; les quatre autres, qui portent le No. 2063, sont desseches : l'un d'eux a conserve ses piquants, mais les trois autres sont completement depouilles. ') Novo Redondo se trouve siir la cote de l'Angola, vers 11° S., entre Saint Paul de Loanda et Lobito. itillons A jj B » C n D »» E 224 R- KOEHLER. Voici les dimensions respectives de ces cinq echantillons que je designerai par les lettres A a E: Diametre Hauteur 46,5 mm 26 mm 39 „ 23,8 „ 34,5 „ 20 „ 36 „ 20,5 „ 36,2 „ 20,8 „ II est incontestable que c'est l'echantillon B que Loven a etudie et auquel il attribue un diametre de 38 mm sur une hauteur de 24 mm ; c'est aussi ce meme exemplaire que Mortensen a represente en 1911, (11 PI. V, fig. 3 ä 5). J'insiste sur ce fait que la description de Loven est faite ä la fois d'apres Tun des typ es de Troschel (dont le diametre ne depassait pas 22 mm), et d'apres ce dernier individu du Musee de Berlin ; mais l'auteur suedois n'a pas vu le plus grand echantillon A, dont VON Martens avait du lui faire connaitre non seulement l'existence mais aussi les dimensions puisqu'il les indique dans son travail (87, p. 106). Quant au deuxieme individu du Musee de Berlin dont parle Loven, cet auteur nous dit qu'il etait tres petit et identique au plus petit des exem- plaires de Troschel (lequel mesurait 15 mm): ce n'est donc certainement pas l'echantillon C qui est beaucoup plus grand; je ne vois pas ä quoi ce petit individu se rapporte. Mortensen a deja public les photographies de l'echantillon du Musee de Berlin que je designe par la lettre B. II m'a paru indispensable de reproduire ici les photographies des deux autres exemplaires, dont le test est denude (PI. XIII, fig. 7 a 13). Or, si nous comparons ces photographies ä ceUes qu'a public es Mortensen, on remarquera immediatement que les Oursins sont loin d'etre identiques, la difference de taille etant bien entendu mise de cöte. L'echantillon B, etudie et photographie par Mortensen, est tout a fait conforme u la description de Loven: les tubercules de la deuxieme rangee interambulacraire apparaissent sur la troisieme plaque comptee ä partir de l'appareil apical, et l'espace qui reste a nu au sommet des aires interradiales est tres faible. Au contraire dans le plus grand individu A (PI. XIII, fig. 12 et 13), le premier tubercule de la deuxieme rangee ne se montre pas avant la quatriemo plaque, et quelquefois meme il n'apparait que sur la cinquieme, aussi reste-t-il, sur la region dorsale du test, un large espace nu au milieu de chaque zone interambulacraire : il en resulte la formation d'une etoile moins developpee et moins apparente toutefois que chez VA. punctulata par exemple, mais cependant tres appa- Ecliinodernia I: Asteroidea, Ophiuroidea et Echinoidea. 225 ronto. II est incontestable quo si Loven avait vu cot exemplaire, il aurait modilic'' sa closcrij)tion, ot peut-ctro aurait-il place 1'^. africana dans sa section Agarites. Lo plus potit ecliantillon du Musee de Berlin (PI. XIII, fig. 7 et 8) rappelle tout a fait le plus grand par la disposition des tuber- cules interambulacraires de la deuxieme rangee qui commoncent en general ä la quatrieme plaque celle-ci etant toujours comptee ä partir de l'apparoil apical, et il reste au milieu de cliaque zone un ospace nu assez largo, s'etendant jusqu'au voisinage de Tambitus. On remarquera sur les photograpliies du tost vu de profil (PL XIV, fig. 17) quo les tubercules sont de grande taille, et, qu'a l'ambitus, il n'oxiste jamais plus de quatre tuborcules par plaque interambulacraire, cela aussi bien dans le plus grand ecliantillon (PL XIII, fig. 13) que dans le plus petit (PL XIII, fig. 8). Sur les zones ambulacraires, les tuborcules primaires sont tres serres, presque contigus chez le petit individu, un peu ecartes chez les deux autres et separes par une rangee de granulös epistromiens. Les caracteros de l'epistroma-indiques par Loven se retrouvent surtout sur l'echantillon B (PL XIII, fig. 10) ou los granulös sont particulierement saillants ; sur la region nue des plaques interambulacraires, cos granulös sont serres, presque confluents et leurs limites peu distinctos. Sur Lechan- tillon A (PL XIII, fig. 11), los granulös de la partie nue sont fins, circulairos, peu saiUants et disposes en lignes paralleles bien distinctes ; des caracteros analogues se montrent sur Lechantillon C (PL XIII, fig. 9). La forme du tost varie legeremont du plus potit au plus grand individu. Dans le plus petit le tost est nottoment conique (PL XIII, fig. 8), tandis que dans le plus gros il est hemispherique et le profil de la face dorsale est arrondi (PL XIII, Fig. 13); dans l'individu mojen la forme est inter- mediaire (voir Mortensex, 11, pl. V, fig. 13). Dans les deux individus qui ont conserve leurs piquants, le tost est conique, mais il est comparativement un peu plus surbaisse que chez les trois autres. Les piquants de l'individu desseche D surtout sont parfaitemont conformes ä la description de Loven (PI. XIII, fig. 14), c'est-ä-dire qu'ils sont assez epais et plut(3t eourts, les plus grands atteignant a peine 17 mm de longueur. Dans Lindividu on alcool (E), ces piquants ont 18 ä 19 mm et ils depassent ainsi un peu la moitie du tost. La partie mediane des zones interambulacraires est depourvue de piqu^ants sur une bonne partie de sa longueur, et eUe forme uno bände nue comparable ä cello qui existe chez l'individu A, mais un peu plus etroite. Je represente (PI. XV, fig. 1 et 2) les valves de pedicollairos 226 ^- KOEHLER. ophicephales provenant, les uns de la membrane buccale, les autres de la face dorsale du test oü ils sont tres abondants chez les individus D et E ; par leur forme generale ces pedicellaires sont conformes a ceux qu'on trouve dans les differentes especes du genre Arhacia : on remarquera cependant que leur limbe est toujours plus ou moins arrondi et qu'il est separe de la partie basilaire par un etranglement bien marque. La couleur du test du petit individu C est d\m rouge vif devenant de plus en plus clair a mesure qu'on se rapproche de l'ambitus ; le mamelon des tubercules est vert-olivätre et le cercle scrobiculaire est blanc. Les deux individus A et B ont le test d'un vert-olivätre assez fonce avec les zones poriferes rouge-brunätre ; les tubercules sont blancs avec le mamelon olivätre. Dans Tindividu sec qui a conserve sos piquants (D), ceux-ci sont d'un gris-rougeätre fonce et le test est gris fonce. Enfin dans l'individu en alcool (E), la coloration generale est d'un rouge brun fonce et les piquants plus clairs ; les mamelons des tubercides sont verdätres ou legere- ment rougeätres. L'examen comparatif des einq echantillons du Musee de Berlin souleve d'abord une premiere question. Pouvons-nous les considerer comme des A. africana. et avons-nous le droit d'en faire les co-types de cette espece? II est certain que Tun d'eux au moins a ete examine par Loven qui Ta identifie avec les types de Troschel; puisque ces types sont perdus, il semble que nous pouvons nous baser sur l'autorite du savant suedois pour faire de ces echantillons les co-types de IM. africana. Ce qui complique un peu la question, c'est que precisement Loven n'a eu en main que l'individu B qui differe precisement des autres par le developpement plus marque des tubercules dans les zones interambulacraires au voisinage de l'appareil apical, tandis que chez les quatre autres specimens ces zones sont en partie nues dans leur region proximale. Comme quatre echantillons sur cinq presentent ce caractere, on peut bien admettre comme tres vraisemblable que c'est la la disposition la plus constante chez l'adulte, et que d'autre part cette repartition des tubercules ä la surface, ä la region dorsale des zones interambulacraires ne depend pas exclusivement de l'äge des Sujets, puisque l'individu B est intermediaire comme taille entre A et C. Les differences entre B et les quatre autres specimens ne portent d'ailleurs que sur ce seul caractere, et l'on sait qu'il est sujet ä certaines variations dans le genre Arhacia ; nous en retrouverons tout ä Theure d'autres exemples. L'identification faite par Loven a une grande importance, et eile me parait d'autant plus interessante ä noter que les types de Troschel etaient Ecliinoderma I: Asteroiden, Opliiuroidea et Ei-hinoidea. 227 tous do petito taille. II est inutili^ do faire remarqiier qu'il est tonjours prefV'rable, lorsqiron le peut, de s'adresser a des specimens adultes ])()iir decrire une espece, plutot qu'a des jounos dont ou ne pout i)as dcn;ager les caracteres essentiels. A ee point de vue, les echantillons du Musee de Berlin meritent toute Fattention, et meme si les exemplaires de Troschel existaient encore, il vaudrait sans doute mieux prendre les premiers comme types de 1'^. africana, sinon au point de vue historique, du moins au point de vue descriptif. Quoiqu'il en soit, il resulte nettement des descriptions de Troschel et de LovEN que pour ces auteurs VA. africana est essentiellement carae- terise par diverses structures que j'observe sur les echantillons du Musee de Berlin, notamment par les tubercules primaires de grande taille et ne depassant jamais le chiffre quatre sur chaque plaque interambulacraire ä l'ambitus. Cette disposition est tres importante, et eile permettra de distinguer cette espece de 1'^. lixula Linke oii les tubercules sont de petites dimensions et peuvent atteindre le chifire six ou meme sept sur chaque plaque interambulacraire a Tambitus dans des individus ayant un diametre voisin de 45 mm, ainsi que de IM. aequituherculata de Blainyille oü les tubercules sont tres gros et au nombre de cinq ou six. Les tuber- cules interambulacraires de la deuxieme rangee commencent en general a se montrer chez V A. africana vers la quatrieme plaque comptee ä partir de Pappareil apical, ils se montrent parfois dejä sur la troisieme plaque, mais il reste tonjours, au milieu de chaque zone, un espace plus ou moins large et plus ou moins etendu formant une etoile comparable a celle que Ton connait chez VA. punctulata, tout en restant tonjours moins developpee que dans cette derniere espece. A ce point de vue, VA. africana se rapproche de VA. punctulata et s^ecarte a la fois, des A. ILvula et aequi- tuherculata. La forme du test varie quelque peu et le rapport entre le diametre et la hauteur est compris entre 1,7 et 1,8. Ayant eu la bonne fortune d'etudier les A. africana du Musee de Berlin, j'ai pu leur comparer un echantillon que Gruvel a recueilli l\ Lobito ') et que j'avais signale en 1911 sous le nom de A. punctulata (11, p. 22). Le diametre du test de cet individu est de 36 mm et sa hauteur de 22 mm; les piquants sont fins et assez longs, et les plus longs mesurent 20 mm. Les pedicellaires sont absolument identiques ä ceux que j'obsorve dans les echantillons du Musee de Berlin (PI. XV, fig. 3 et 4). Cet in- dividu est, sauf la taille, parfaitement identique ä ceux qui existent au ') Lobito se trouve sur la cote de TAngola, un peu au Nord de Benguela, vers 12^ 25'S. 228 ^- KOEHLER. Musee de Hambourg et qui ont ete recueillis par Schultze ä Annobon; d'autre part, il est tellement voisin, par tous ses caracteres, de l'individu E du Musee de Berlin qu'il appartient incontestablement ä la meme espece. Je considere qu'il forme le passage entre ce dernier et les individus d' Annobon. C'est precisement parce que je m'etais fie ä la photographie, publice par Mortensen, de l'individu B du Musee de Berlin, seul document que je possedais en 1911 pour me permettre une comparaison, que j'ai pu ecrire que cet Arbacia etait distinct de 1'^. africana et que je l'ai rapporte a 1'^. punctulata. Je represente (PI. XIII, fig. 14 et 15) cet individu en partie depouille de ses piquants: il me sera tres utile pour etablir des comparaisons avec les individus que possede le Musee de Hambourg. Les Arbacia de la cöte occidentale d'Afrique que possede le Musee de Hambourg sont assez nombreax, mais ils sont malheureusement tous de petite taille, circonstance qui n'est point faite pour faciliter leur determi- nation. Apres beaucoup d'hesitations et de nombreuses comparaisons avec d'autres echantillons, je crois devoir les rapporter a VA. africana, bien que LovEN qui a etudie quelques individus rapportes par Greeff de Säo Thome et de Liberia certainement identiques ä l'une ou l'autre des series que j'ai sous les yeux, les ait determines A. ILvula. Ces echantillons peuvent se repartir de la maniere suivante : Une premiere serie comprend des exemplaires desseches dont le diametre varie entre 17 et 24 mm. Deux seulement ont conserve les piquants, chez tous les autres le test est absolument denude. J'ai complete l'etude de cette serie par l'examen d'individus identiques, egalement re- cueillis par Greeff ä Säo Thome, et qui se trouvent actuellement au Musee de Marbourg: ils m'ont ete fort aimablement communiques, avec d'autres Echinides, par M. le Prof. Korschelt. Ils sont absolument identiques aux specimens du Musee de Hambourg, et leur diametre est compris entre 18 et 27 mm. Je reproduis ici un certain nombre de photographies repre- sentant divers de ces echantillons vus soit de cote, soit par la face dorsale (PL XIV, fig. 6 ä 11, 15 et 16), pour montrer les differences qui peuvent exister dans le developpement des tubercules interambulacraires au-dessus de l'ambitus, differences qui ne tiennent en aucune fagon a la taille des Sujets. Les figures 6, 9 et 15 de la Planche XIV se rapportent a des Oursins dont les aires interambulacraires sont tres pauvres en tubercules dans leur region mediane au-dessus de l'ambitus, et qui offrent, ä la face dorsale du test, une etoile tres apparente. Dans d'autres echantillons au Echiuodeima I: Asteroidea, Ophiuroidea et Ecliiuoidea. 229 contraire (PL XIV, fig. 7, 8, 10, 11 et 16), los tuborcules do la deuxieme rangee s'etendent plus haut vers Tapparoil apical et Petoile n'est pas plus apparente vue dans rechantillon B du Musee de Berlin. Les deux indi- vidus qui ont conserve leurs piquants, dont l'un est represente PI. XIV, fig. 9, ressemblent absolument a Tiiidividu D du musee de Berlin, surtout Tun d'eux dont les piquants sont tres courts; Fautre, que j'ai Photographie, a los piquants plus fins et plus longs. Le nombre des tubercules int(u-ambulaeraii*es a Tambitus ne depasse jamais le chiftre quatre et il n'y on a souvont quo trois. Le tost est en general tres deprime, surtout dans Tun des individus; choz quelques autres cependant il se montre franchement eonique. Voici d'ailleurs les dimensions que je releve sur quelques-uns d'entre eux: Diametre Hauteur 27,2 mm 12,2 mm 27,4 „ 12,9 „ 20,2 „ 10,1 „ 18 „ 9 „ L'epistroma varie bcaucoup commo Ta deja indique Loven, et chez certains individus il est remarquablement grossier; je represente ici trois portions de test d'individus chez lesquels les granulös se montrent plus particulierement developpes (PI. XIV, fig. 14, 20 et 21). La couleur est tres variable. Les deux exemplaires qui ont con- serve leurs piquants ont le test gris fonce ; les piquants sont gris-rougoätre, et le mamelon est rouge. Parmi les autres, le test est tantöt gris fonce, tantöt et le plus souvent d'un gris clair avec le milieu des zones inter- ambulacraires rose et les zones poriferes tout rougoätres ; oü encore le tost ofire sur toute la face dorsale uno coloration rose qui peut meme passer au rouge assez fonce, les tubercules sont parfois olivätros ou rouge- verdätre, mais le plus souvent rouges ou roses. J'ai examine avec d'autant plus d'interet cos petits exemplaires des- .seches que Loven a dejä examine et decrit coux que Greeff a recuoillis sur los cötes de Guinee et do Liberia. Je n'ai pas pu reconnaitre toutofois dans los echantillons du Musee de Hambourg coux que cot auteur a re- presentes PI. III, fig. 7 a 9 : il parle d'ailleurs d'un diametre de 30 mm, tandis que dans los plus grands que j'ai re9us, ce diametre ne depasse pas 27,4 mm. Neanmoins je retrouve, comme d'ailleurs aussi dans los individus du Musee de Hambourg, plusieurs exemplaires oftrant un epi- stroma remarquablement developpe conforme aux indications et aux photo- ^raphios publiees par Loven. 16 Michaelsen, Westafrika. 230 K- KOEHLER. La deuxieme serio comprend los echantillons en alcool recueillis par Greeff ä l'ile das Rolas. Le diametre du test varie entre 18 et 26 mm. Voici les dimensions que je releve spr trois d'entre eux: Diametre Hauteur 25,5 mm 14 mm 26 „ 13,7 „ lo,2 „ u,D „ Ces specimens rappeUent absolument, par l'aspect exterieur, l'individu en alcool E du Musee de Berlin (PI. XIV, fig. 1 et 2). L'etoUe dorsale est large, tres remarquablement developpee, la partie nue des zones inter- ambulacraires s'etendant presque jusqu'ä l'ambitus, et cette partie reste toujours tres large. Les tubercules de la deuxieme rangee ne se montrent souvent que sur la cinquieme plaque, et, quand üs existent sur la quatrieme, ils j sont toujours tres petits. Les piquants sont relativement courts: ils mesurent seulement 13 ä 14 mm de longueur sur les exemplaires ayant 25 ä 26 mm de diametre. Jamals le nombre des tubercules interambula- craires ä l'ambitus n'est superieur ä quatre. L'epistroma est assez developpe et les gros tubercules qui se trouvent au voisinage des tubercules primaires entre ceux-ci et le bord dorsal de la plaque, sont tres apparents (PI. XIV, iig. 18). A l'ambitus, les tuber- cules sont assez gros, courts, occupant avec leur cercle scrobiculaire toute la hauteur des plaques, et les granules epistromiens ne se montrent plus que sur les espaces qui separent les tubercules de la meme rangee. Dans les zones ambulacraires, les granules sont assez developpes (PI. XIV, Iig. 13) tandis que les plaques de l'appareil apical sont tres peu gTanuleuses. La coloration du test est presque identique a celle de l'individu E du Musee de Berlin; les piquants sont un peu plus clairs avec l'extremite blanche, et parfois ils offrent quelques annulations fort peu marquees d'ailleurs. Les mamelons sont d'un vert rougeätre. La troisieme serie comprend les exemplaires recueülis par Schultze a Annobon; les dimensions du test sont de 28,7 X 14,5 mm dans le plus grand, et de 20 X 12,5 mm dans le plus petit. L'un de ces individus est represente PI. XIV, fig. 4 et 5. Par l'aspect exterieur, ces echantillons difterent quelque peu de ceux de l'ile das Rolas, et, au premier abord, on pourrait penser qu'il s'agit d'une autre espece. La difFerence est surtout due aux piquants qui sont un peu plus longs et un peu plus fins, et a la coloration qui est un peu plus foncee ici; cette coloration est d'ailleurs absolument conforme a celle du grand exemplaire du Musee de Berlin (E). Quant aux piquants, ils Ecliinodenna I: Asteroidea, Ophiiiroidea et Eclunoidea. 231 sollt fins et alloiigcs: dans 1(> plus grand iiuli\i(lu loiir longuour atteint 15,5 mDi; dans un auti*p, chez lequel le diametro du test est de 25 mm, ils atteignont meme 16 mm. Le mamelon dos tiiborcules est vert-olivätre Oll legerement rose. Ces tiibercules sont comparativement un pou plus petits quo dans les exomplaires de File das Rolas, mais Icur nombre no depasse jamais le chiffre qiiatre sur les plaque» intorambulacraires ä Fam- bitiis. La region denudee des zones interambulacraires de la face dorsale est im peil moins developpee que dans les individus de l'ile das Rolas. L'epistroma (PI. XIV, fig. 12) est moins developpe et im peu moins apparent quo sur les individus de l'ile das Rolas ; sur les premieres pla- ques interambulacraires, qui ne portent oncore qu'un ou deux tuberculos, il existe autour de ceux-ci de gros tuberculos allonges verticalement, et qui so montrent surtout entre les tubercules et le bord superieur de la plaque oü ils formont une rangee assez reguliere. Le roste de la plaque est cou- vert de granidos beaucoup plus fins, serres, disposes souvont on files trans- versales plus ou moins apparentes. A l'ambitus, il n'existe guere qu'une rangee de gros granulös le long du bord dorsal de la plaque, ainsi que LovEN l'a figure (84, PL VII, fig. 1). Dans los zones ambulacraires l'epistroma consiste, sur la zone interporifere on granules plus ou moins confluents, s'etondant le long de la suture mediane, et, sur la zone porifere, en saillies successivos qui s'elevent le long du bord dorsal de chaque plaque en s'accentuant quelque peu vors son milieu et vors son extremite externe. Sur los plaques de l'appareil apical, l'epistroma est forme de granules souvont confluents et qui sont disposes en files radiaires plus ou moins apparentes. Ainsi que je Fai indique plus haut, ces exomplaires d'Annobon sont absolument idontiquos, sauf la taille, ä celui quo Gruvel a rocueiUi ä Lobito ; ce dornior est seulement beaucoup plus grand : il s'agit incontestablement de la memo espece et il ne saurait y avoir le moindre doute ä cot egard. Je rapporte encoro ä VArbacia africana un exemplaire rocueilli par Maltzan, Sans autro indication quo "West-Afrika" et qui rapoUe los prece- dents par les piquants relativement developpes (PI. XIV, fig. 3). L'indi- \'idu est toujours de potito taille: le diametre du disque est de 25 mm et la hautour de 13 mm; los plus grands piquants mesurent 18 mm. La coloration generale est rouge fonce. Les tubercules sont relativement tres gros et il n'en existe que trois sur chaque plaque intorambulacrairo ä l'ambitus. Cet individu est accompagne de hiiit tres petits specimens chez lesquels lo diametre du tost varie entre 4 et 8,5 mm. Enfin un exemplaire de Cameroun doit aussi etro rapporte ä VA. africana: 16* 232 K- KOEHLER. il mesure 18 X 9 mm; les piquants, relativement tres longs et minces, atteignent 16 mm de longueur. Les tubercules sont tres gros et restent au nombre de trois sur chaque plaque interambulacraire ä l'ambitus. Le premier tubercule primaire de la deuxieme rangee apparait sur la troi- sieme plaque interambulacraire comptee ä partir de l'appareil apical. La region denudee des zones interambulacraires de la face dorsale est etroite et courte, Tetoile dorsale est donc peu marquee. En revanche l'epistroma est tres developpe sur la partie denudee et les granules sont confluents, formant des stries transversales tres apparentes. La coloration est iden- tique ä celle des echantillons d' Annobon. II est incontestable que la determination de tous ces jeunes Arhacia ne peut pas etre faite avec toute la certitude desirable. C'est parce qu'ils offrent tous de gros tubercules dont le nombre ne depasse pas le chitlre quatre ä l'ambitus chez les plus grands exemplaires, que j'ai cru devoir les rapporter ä VA. africana et non pas ä VA. ILrula, quelles que soient d'ailleurs les variations que l'on peut observer, surtout chez les petits specimens, au point de vue du developpement de l'epistroma ou de l'ex- tension que peut prendre la region nue des zones interambulacraires ä la face dorsale du test. Plusieurs de ces echantillons sont parfaitoment con- formes aux A. africana du Musee de Berlin, les differences de taille etant mises de cöte bien entendu; ou bien je trouve entre eux et ces derniers des passages qui montrent d'une maniere indubitable qu'il s'agit bien de la memo espece. Mais une question vient alors se poser: y a-t-il Heu de maintenir une distinction entre VA. lixula et 1'.4. africana? La question a dejä ete posee par MoRTENSEN (11, p. 31), mais le savant naturaliste danois n'a pas donne une reponse precise. Si nous comparons des individus adultes d'^. africana, comme ceux du Musee de Berlin et comme celui que Gruvel a recueiUi a Lobito, aux photographies publiees par Loven de VA. lixula ayant a peu pres les memes dimensions (84, PI. III, fig. 1, 5), le sens de la reponse ne fait aucun doute: il s'agit bien de deux especes distinctes. Malheureuse- ment je n'ai jamais eu en main dC Arhacia pouvant etre rapportes ä 1'^. lixula et je ne connais cette derniere espece que par la description et les photographies de Loven. Mais si, nous en tenant ä la description meme de cet auteur, qui a etudie les types de Linne, nous reserverons comme lui, le nom d'^. lixula k des Arbacia possedant de nombreux tubercules primaires, toujours de tres petite taille, assez ecartes Tun de l'auti*e, et qui peuvent atteindre le chiflEre sept sur les plaques interambulacraires a l'ambitus, cela chez des individus dont le diametre est voisin de 45 mm, Echinodcrma I: Asteroidoa, Oiiliinroide.a et Echinoidca. 233 nous de\Tons forceniont srparcr i\o cette fiirme dos Arhacia ch(;z l(\squols los tiiboreulos sont gros, rapproches, et no depassent jamais lo chiffro de quatre ä rambitiis sur los plaques intorambulacraires, quel que soit d'ail- lours le devoloppement de ces tuberculos sur les plaques voisines de l'appareil apical, et quel que soit aussi le developpement des piquants; les variations qui peuvent etre constatees en ce qui concerne ces deux caracteres passent en effet au deuxieme plan. II est bien eutendu ([uo nos comparaisons doivent etre limitees ä des exemplaires adultes: la de- termination des jeunes restera toujours fort diflicile, et parfois memo eile est impossible comme eela arrivo du roste pour quantites d'autres especes; mais Tincertitude qui resulte de Tetude de ces jeunes ne doit pas entrer en ligne de compte pour apprecier la validite dos caracteres que l'on peut relever chez les adultes. Nous verrons d'ailleurs plus loin que VA. lucnla est boaucoup plus voisin de 1'.4. aequituherculata quo de VA. africana. L'espece de la Mediterranee appelee, tantot A. pustulosa, tantöt A. aequituherculata ') est bien distincte de VA. africana, et l'independance speci- iique des deux especes ne peut faire aucun doute, a la condition bien entendu que nous tenions compte exclusivement des caracteres fournis par Tadulte. II suffit de comparer le test denude d'un A. aequituherculata de la Mediterranee ayant 35 ä 45 mm de diametre, ä un exemplaire de taille voisine dM. africana comme l'un de ceux du Musee de Berlin, pour con- stater immediatement los differences qui separent les deux especes. Je represente (PI. XIII, lig. 1 et 6) deux exemplaires d'^. aequituherculata ayant respectivement 50 et 40 mm de diametre, et montrant les carac- teres de l'espece qui sont d'aiUeurs bien connus: les tuberculos, gros et serres, recouvrent toute l'etendue des aires interambulacraires, et, a l'am- bitus, il en existe cinq ou six sur chaque plaque. Ces tuberculos sont assez developpes pour qu'il no roste qu'une faible place pour l'epistroma, de teile sorte que celui-ci est peu im])ortant (PL XIII, fig. 2); il y a une difference tres marquee entre ces tuberculos et ceux de l'^I. africana, qui sont comparativement plus gros, dont le nombre ne depasse pas le chifire quatre ä Fambitus, et qui laissont h. nu sur lo miliou des zones interam- bulacraires de la face dorsale un espace plus ou moins important couvert d'un epistroma tres developpe. Bien que les comparaisons outro les individus jeunes ne puissent pas fournir de renseignements bien precis, ü m'a paru cependant neces- saire de comparer les divers echantiEons dM. africana que possede le ') Le nom A' aequituberculata doit etre prefere h. pustulosa poiir les raisons (jue LovEX a developpees dans son memoire (84, p. 108j. 234 I^- KOEHLER. Musee de Hambourg, et qui sont tous de petite taille, avec des A. aequi- tnherculata de dimensions analogues, et ä cet effet, j'ai prie M. le Prof. ViGuiER, d' Alger, de vouloir bien me procurer quelques A. nequituherculata de petite taille, c'est-ä-dire dont le diametre du test fut inferieur ä 30 mm. Avec son obligeance habituelle, M. Viguier a bien voulu m'envoyer toute une;5 serie de petits exemplaires. Je reproduis ici la pbotogTaphie du test de 3'un d'eux, dont le diametre est de ^G mm (PI. XIII, lig. 3), ainsi qu'une photographie plus grossie de l'epistroma (lig. 5). On reconnaitra facilement que cet individu est bien differont des A. africana de meme taille ou de taüle voisine, dont les photographies sont reproduites (PI. XIV). J'ai aussi trouve dans les collections du Jardin des Plantes plusieurs A. aequituherculata de differentes dimensions et de provenances diverses, qui m'ont ete tres utiles. Dans les tres petits individus, chez lesquels le diametre du test est inferieur a 20 mm, on peut deja constater que les tubercules sont toujours plus developpes dans les zones interambulacaires que chez IM. africana; le test est en general aussi plus surbaisse; mais je dois reconnaitre que la distinction de ces deux especes devient fort diffi- cile, sinon impossible, chez ces tres jeunes individus. L'examen des pedi- cellaires peut aussi fournir quelques caracteres interessants, les pedicellaires ophicephales de l'.-l. aequituberculata differant un peu de ceux de VA. afri- cana. Dans les pedicellaires de la membrane buccale chez la premiere espece, le limbe est separe de la partie basilaire par un etranglement insignifiant (PI. XV, fig. 9); dans les individus assez grands, ce limbe est assez allonge et il est un peu plus etroit que la partie basilaire. Dans les individus de petite taille chez lesquels le diametre du test est compris entre 20 et 30 mm, les valves sont plus ramassees, le limbe "est plus ar- rondi et plus court, presque aussi large que la partie basüaire, mais il n'est separe de cette derniere que par un etranglement tres peu marque (PI. XV, fig. 8). Les pedicellaires du test, un peu plus etroits et moins trapus (PI. XV, lig. 10), ressemblent davantage k ceux de YA. africana, le limbe etant un peu mieux separe de la partie basilaire: il reste cependant toujours un peu plus long que dans cette derniere espece. II serait interessant de reviser les Arhacia africains qui ont ete rap- portes par les auteurs a YA. aequituberculata, peut-etre certains d'entre eux sont-ils en realite des ^. africana"! II est certain toutefois que YA. aequitu- berculata peut descendre assez loin vers le sud. Vo